II. Teil (zu verbessern!)


Die deutsche Übersetzung vom restlichen Text ist hier unten, jedoch muss sie überarbeitet und verbessert werden. Falls jemand die Voraussetzungen für eine solche Übersetzung vom italienischen Originaltext ins Deutsche besitzt und sich dazu berufen fühlt, diese kostenlos zu leisten, bitte hier melden.



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Die Entbindung


(Anmerkung der Herausgeberin) Die folgenden Seiten stellen sehr harte und nackte Bilder dar, weshalb Don Guido der Meinung war, diese bei der Niederschrift des Textes wegzulassen, doch der Herr griff ein und sagte: “Füge sie hinzu!”


§ 103

Plötzlich fing die Decke der dunklen Höhle, worin ich mich befand, stark zu schaukeln, nach vorne und nach hinten und dann nach beiden Seiten.

 “Donnerwetter – dachte ich – wohin bin ich geraten!?” Ich schaute die beiden Stützsäulen an: bei jedem Schwanken der Decke krümmten sie sich.

Ich bemerkte, dass gerade in diesem Augenblick vor mir von der Decke Tropfen gelblichen Wassers herab fielen (39): es kam von einem Ritz; es war kein Riss im Felsen, denn die Ränder waren anliegend, schwarz, geschliffen und gewellt.Vielleicht handelte es sich um ein langsames Nachgeben der kleinen Baugestellbrücke, die ich von außen schon gesehen hatte und die gegen den Ausgang des Tunnels gestellt war, um ein Abrutschen des Bodens zu verhindern. Ich weiß nicht warum, aber ich war sicher, dass sich dort der Ausgang aus diesem kleinen, dunklen Tunnel befand, worin ich mich befand.



(35) Don Guido wird später verstehen, dass es sich um die Beine der alten Ancestermutter handelt, die als Hebamme dient und die vor der Tochter, das Brücke-Weib, das am Boden in Wehen liegt, ist. Es wird hier immer noch die Symbol-Sprache benutzt:, dass die Beine der Großmutter, wie Holzstämmchen scheinen, zeigt uns wie für den Herrgott das Tierreich viel näher dem Pflanzenreich steht, anstatt dem Reich des Geistes, welchem die Kinder Gottes angehören.

(36) Indem man sowohl die Wurzel als auch die Spitze in den Boden pflanzt.

(37) Der Ausdruck “EINZIGER BAUM” muss mit § 42 in Verbindung gesetzt werden. Es handelt sich um die alte Ancestermutter. “Diese Bestimmung “EINZIGER BAUM” ist sehr wichtig, sagt Don Guido, denn das bedeutet, dass die alte, grau melierte Mutter Stammmutter von jener “einzigen” Ancesterfamilie ist und, dass, abgesehen von jenen wenigen Individuen von ihr gezeugt, keine andere mehr gibt. Daher erfolgte die Schöpfung der Ancester nur wenige Jahre vor der Schöpfung des Menschen.” 

(38) Diese ist wiederum ein allegorischer Ausdruck, welche zu verstehen lässt, dass die alte grau melierte Mutter, die Stammmutter der Ancester, wie ein zerbrochener Baumstumpf ist, derer reinen Nachkommenschaft erloschen ist.





 “Bevor alles auf mich kommt, dachte, ist es besser, dass ich hinausgehe.”

Beim Eingang von diesem Stollengang hielt ich an und, rückwärts schauend, sah ich wie drinnen jene schiefe Decke zentimeterweise auf und ab ging. 

Als ob in mir eine doppelte Persönlichkeit vorhanden wäre, verstand ich, dass es sich um eine optische Täuschung handelte, denn ich fühlte, dass ich auf dem Stuhl und nach vorne gebeugt saß. Ich richtete mich auf, überprüfte meine Lage, den Tisch, die Bibel, die Möbel.

Das übliche rosarote Licht erlaubte mir nicht genau zu unterscheiden. Ich konnte nur den Bildschirm gut, so wie beim Tageslicht, sehen.

Jene halbdunkle Höhle stand da, doch was mir zugestoßen ist, hat mich erschüttert.

- Herr, wenn das von Dir stammt, mache, dass ich verstehe! -

Wiederum beugte mich zum Bilde hin und dachte:

 “Was kann ich sonst tun? Wenn ich ins Zimmer zurückgehe, so läuft mir die Erscheinung nach. Ich werde den Willen dessen der Ist vollbringen. Es kostet mir nichts; es handelt sich um ein umgewöhntes Spiel. Vielleicht ist das einzige Spiel auf dieser Welt.”

Ich hatte Lust die frühere Selbsttäuschung wieder zu erleben.


§ 104

Unterdessen, in dieser Höhle, fuhr die Decke weiter zu schaukeln.

Gleichzeitig, außerhalb der Höhle, beim Sonnenlicht, auf der gegenüberliegenden Seite etwas bewegt sich.

Am oberen Rand des Bildes, der ganz vom Schlitz, durch welchen ich hinaus schauen kann, besetzt ist, kann ich zwei breite, kurze und runde, gleiche und parallellaufende, halbkreisförmige und mit einem verbranntfarbigen Tropfen am untersten Teil, Stalaktiten sehen, wie sie hinausragen [es sind die herabhängende Busen der alten Mutter, die nach vorne gebeugt ist, und deren Brustwarzen, von vorne angeschaut, Wassertropfen zu sein scheinen].

Unterdessen stellt sich dazwischen ein formloses Ding.

- Es scheint eine vertrocknete Spreuerdscholle mit weißen und schwarzen Grashalmen, - sagte ich – die auf und ab geht und von jemand Hin und Her geschüttelt wird oder es ist eine eigenartige breite Malerbürste, aus langen und ungleichen Borsten. Es gelingt mir nicht die Hand, die sie schüttelt, zu sehen [es ist das von vorne gesehene zerzauste Haar der alten Mutter, die den Kopf nach unten hält]. -

- Jenes Haarbüschel, das vertrocknetes Gras scheint, steht nun etwas tiefer und scheint an ein schwarzes, formloses und relativ großes Holzstück verbunden zu sein [es ist der Hals]. –

- Nun bewegt es sich hin und her etwas tiefer. –

- Jene Haarbürste scheint nun eine Masche zu sein [weil die alte Mutter den Kopf erhebt und ihr hässliches Gesicht zeigt]. –

In der Tat, bei jeder Wiederholung der Bewegung, sah ich das Weiße der Augen der alten Mutter, die bei ihrer Aufgabe als Hebamme beschäftigt war und ich sah auch ihre Sehlöcher, welche einen Augenblick lang auf mich schauten.

Ich begriff, dass jene Bewegungen ein stummer Ausdruck war, als ob sie sagen wollte. “…Ja…ja…ja… komm heraus.”





(39) Die Reihenfolge der Szenen, die in allegorischen Bildern geschildert werden, verbergen einen gewissen Realismus. Es handelt sich wahrscheinlich um den Wasserbruch, der den Anfang der Geburt zeigt.


 


Während dieser starken Rucke, sehe ich draußen, beziehungsweise am Ende der einen und des anderen vom Wind getriebenen Ast, ein zentimeterlanges Stück von einem weißen und glatten Oberschenkel und dann ein gleiches Stück vom anderen symmetrischen Oberschenkel auf der anderen Seite [es sind die Oberschenkel von der Gebärenden].

Endlich befinde ich mich draußen und die Angst ist vorbei.



Die Geburt der ersten Frau, das Omega


§ 105

Das kleine Rechteck, gleich einem Schlitz in einem schwarzen Bild aus einem rosaroten Rahmen, ist immer sehr begrenzt.

- Siehe da, nun sehe ich wiederum das Opfer sich krümmen. Ich sehe aber kein Blut. -

- Die beiden Oberschenkel, von dem was mir früher ein aufgeblasener Schlauch schien, sind nach oben gerichtet und sind gleich hoch. Das bestätigt mir, dass der Kopf des am Boden liegenden Tieres, von dort ist. Doch, die Stimme sagt mir leise:

- VON HIER. –

Das Gestell übernahm seine früheren Ausmaße. Ich sah es von einer Entfernung von zwei oder drei Metern.

- Es ist verlorene Zeit – sagte ich. – Was hat das Mädchen mit… zu tun. Ich konnte den Satz nicht zu Ende führen.

- ES HAT NICHTS DAMIT ZU TUN. ES KOMMT HERAUS. – Das wurde mir laut gesagt, doch ich verstand es nicht.

- Dann werde ich noch warten – sagte ich. – Wenn das Mädchen wie durch Zauberhand erscheinen soll, so werde ich es doch noch sehen müssen. –

In jenem Augenblick kam das Viereck nach unten und ich sah, wie die Augen der alten Mutter, die beschäftigt und ungekämmt mir eine Hexe schien, auf jenes keuchende und sich bewegendes Tier, das “BRÜCKE” genannt wurde und das unter ihrem nach unten geneigten Kopf stand, hinschauten.

Ich hatte, aber, noch nicht begriffen von welchem Tier die Rede war. Das Viereck, im welchen die Szene sich abwickelte, war immer begrenzt und nur wenige Zentimeter von der Seite und von der Höhe des weiten rosaroten Rahmen des Schirmbildes begrenzt.

- Nun erhebt sich das Viereck. -

- Nun sehe ich das Bögenchen unmittelbar unter dem oberen Rahmen des Bildschirmes.

- Das Viereck senkt sich einen Millimeter pro Sekunde, langsam und nicht abgehackt. –

- Unter dem Bögenchen ist ein anderes Grübchen, schwarz, wie eine Baumnarbe in der Rinde farbig wie verbrannt (40). –

- Die Rinde ist ringsum gewachsen und springt zurück und deckt zu. –

Sie ruft mir die Rinde eines Nussbaumes, den ich jedes Mal, dass ich durch das Dorf gehe sehe, in den Sinn zurück. Ein Ast, der in die Strasse hineinragte, wurde vor einigen Jahren den Stamm entlang abgebaut. Nun verbergen sich dort Insekten, denn die Wunde ist noch nicht geheilt. Hier hingegen ist die Rinde ringsum rundlich gewachsen und hat sie zugedeckt.

- Nein, sie ist nicht unzugänglich. Es kommt etwas heraus, das weder Insekten noch Küchenschabe ist. -

- Es handelt sich um träges und halbflüssiges Material, das auf die Erde fällt (41). – 

Vielleicht sind drin Siebenschläfer versteckt, welche die Höhle reinigen. Ich sehe, dass eine Öffnung ist, die sich schließt und sich zusammenzieht. Ich traute meinen Augen nicht. Angewidert erhob ich mich. Um jeder Täuschung zu entgehen, schaute ich in eine andere Richtung. Gott würde mich nicht so behandeln!


(Anmerkung der Herausgeberin) Hier kommt die Erzählung der allegorischen Bilder zu Ende und es fängt die Aufzählung der wirklichen Bilder, welche durch ein sehr kleines Viereck, daher unvollständig, gesehen werden, an.


(40) Obwohl die Gebäririn weiß oder gelblich ist, sind ihre Intimteile schwarz und farbig, wie verbrannt.

(42) Wer geboren hat oder einer Geburt beigewohnt hat, weiß, dass dieses Phänomen während der Stößen normal st, oder oft vorkommt. 



 § 106

Nun schaue ich wieder zu. Das Viereck im rosaroten Rahmen misst nun 20-mal 15 Zentimeter ca. 

- Die Beine des liegenden Tieres gehen von einer Erhebung heraus und oberhalb der Verzweigung sind sie glatt. -

- Der obere Rand des Vierecks erhebt sich rechts einen Millimeter pro Sekunde. –

- Ich sehe, dass das rechte Bein, zuoberst, mit einer Kurve endet (die gekrümmte Knie). – 

- Der Rand des Vierecks erhebt sich auch links und ich sehe, dass auch das linke Bein mit einer Kurve endet. –

- Unter dem Grübchen (jetzt merke ich, dass es sich um den Bauchnabel handelt) sehe ich eine Reihe zerzauste, schwarze Haare, die mir den Bord einer zerrissenen Rosshaarmatte, schien. –

- Die Haare der Einen (das Schambein der Gebärenden) und der Anderen (die Haare der Waden der alten Ancestermutter) glichen sich. –

Ich fange an zu verstehen und verzichte auf meine Täuschung.

 “Das kann nicht von Gott stammen”, dachte ich.

Ich stellte fest, dass der obere Teil des glatten und hellen rechten Beines, in der Nähe vom Knie, unter der glatten Haut eine Bewegung sehen lässt.

- Jene sind die Sehnen des Oberschenkels! – rief ich überrascht aus. Jetzt verstehe ich alles. Ah! Ob es sich gelohnt hat alles in die Länge zu ziehen, um mir die Intimteile eines lebendigen Tieres zur Schau zu geben! Ach! Herr! Dieses Mal haben Sie sich über mich lustig gemacht! -

Ich drehte mich um und dachte: “Ob wirklich Er mir diesen Scherz gespielt hat? Und wozu? Fürwahr…habe ich etwa gefragt über jene “Brücke” schauen zu wollen… Andererseits hat er mir alles sehen lassen. Auf diese Täuschung war ich nicht vorbereitet! -.


§ 107

Das Viereck, das innerhalb vom rosaroten Rahmen stand, ist nun kleiner.

Während ich jenes “Brücke-Tier”, das am Boden lag, das keuchte und wegen den Anstrengungen den Rücken beugte und dann sich entspannte, das sich nach links und nach rechts herumwälzte ohne sich auf die Seite zu legen, flüsterte ich: 

- Herr, und der Mensch wo ist? Was macht er? -

- ER BEOBACHTET GENAU WAS AUCH DU SIEHST – sagte die Stimme leise. 

 “Bei jenem Alter?” dachte ich.

Ich richtete mich gegen den Tisch. Vor mir stand das Bild der Pilgermadonna, das ich, durch das Licht, das im Zimmer war, sah.

- Gebenedeite Madonna! Eine Vorlesung über Anatomie von einem anthropoiden weiblichen Tier, mir, der ein Priester und nicht ein Tierarzt bin! Warum? Und das Mädchen? Immer noch nichts? -



Don Guido gelangt zum Abschluss von seinen Forschungen: Der Mensch hat die Frau, neugeboren, gefunden, welche seine rechtmäßige Ehefrau werden wird


§ 108

- SCHAU WEITER AN. KURZER ABSCHLUSS, WICHTIG – sagte mir die Stimme. Es folgten andere Worte die ich nicht beibehalten habe.

Ich drehte nach rechts und ungern nur den Kopf, schaute den Bildschirm an und da geschah etwas das eigenartig war. Ich fühlte mich wie an der Seite von jener alten gebeugtem Weib, das den Hebammendienst leistete, mit meinem Kopf auf derselben Höhe des ihrigen, welcher zu meiner Linken stand. Mit ihrer rechten, langen, schwarzen und vertrockneten Hand, entfernte es aus der Stirn die Haare und versetzte sie hinter das riesige Ohr, das horizontal gegen mich sich streckte. Die grauen Haare, büschelweise und getrennt voneinander, waren nass. Ihre Stirn, nieder und wellenartig, schwitzte. Ihre Wangen, mager und eingefallen, waren durch dünne und dichte Falten durchzogen. Selbst die Lippen ihres großen Mundes waren voller Falten. Die Nasenlöcher waren schwarz und nicht zugedeckt. Das Gebiss, das ich im Bilde sah, war gesund und vollständig. Die Augen waren, lebendig, sie schauten flüchtig auf mich und machten einen gewissen Eindruck auf mich.


 

Mit dem rechten Handrücken wischte es den Schweiß aus der Stirn und aus den Augen. Dann nahm es ein kleines und weißes Gedärm, das aus beiden Seiten ihrer linken Hand herabhing, führte es an den Mund, der beim sich Öffnen alle Zähne, die Eckzähne, länger als die anderen und die Backzähne zeigte, und mit einem Biss die Nabelschnur abtrennte. Es kamen einige Blutstropfen heraus. Ich begriff nicht sofort, dass es sich um die Nabelschnur handelte, daher, entsetzt, rief ich aus:

- Ist diese die wichtige Sache? Das ist Kannibalismus! -

Und ich drehte mich, murrend, gegen den Tisch:

 “Auch die Löwen verschlingen die Beute indem sie bei den weichen Teilen anfangen, doch zuerst töten sie ihre Opfer. Dieses Opfer, hingegen, fährt fort zu seufzen.”

Ich fuhr weiter, das am Boden liegenden Tier undeutlich zu sehen.

 “Und der Mensch ist anwesend! Genug, genug! Weg mit dem! Ich habe Anderes zu denken!” Ich drückte fest die Bibel in den Händen und dachte:

 “Warum? Warum? Ist es möglich, dass das vom Herrgott kommen könnte? Er erniedrigt sich nicht bis zu diesen Dingen!”


§ 109

- SCHAU ZU!... ER HAT DAS MÄDCHEN GEFUNDEN – sagte mir laut die Stimme.

- Ah! Ja? Hat er es gefunden? Doch ich habe genug! –

Ich richtete den Blick anderswohin und, mit den Händen in den Augen, neigte ich mich auf die Bibel.

Es war die Endantwort auf meine anfängliche Frage:

 “Wie hat Adam die Frau gefunden?”

Widerwillig drehte ich den Kopf und ich fühlte mich wie verzaubert: die Alte zeigte mir den Rücken und ich wurde wie in ihre unmittelbare Nähe versetzt, zu ihrer Linken. Ich sah wie sie dem Menschen, der zu ihrer Linken stand, das Mädchen überreichte.

Er nahm es in seine Hände und führte es an seine Brust. Ich sah wie es ein Beinchen, das aus seiner rechten Hand herausragte, bewegte. 

Nach einigen Besinnungsaugenblicken merkte ich, dass ich nun am Schluss von meinen Überlegungen ankam. Das Mädchen war das letzte Meisterwerk der Schöpfung oder, um so zu reden wie diejenigen die an den Herrgott nicht glauben, die Spitze der Evolution der Tierarten, d.h., dass nachher keine neue Arten oder “Qualitätssprünge” mehr gab.

Gott, während er die erste Keimzelle des ersten und des zweiten Exemplars dieser neuen Art schuf, wie er bis jetzt mit der ersten Zelle von jedem Lebewesen getan hatte, nun hörte er auf einzugreifen (42).


§ 110

Das Viereck stieg herunter und ich sah jenes gelbliches und sich bewegendes “Brücke-Tier”, das sich nach links und nach rechts drehte, als ob sich befreien wollte, aber es besaß die frühere Größe, als es geschwollen war, nicht mehr.

Als es ruhig war, war es flach.

Vom oberen Teil des Vierecks sah ich zwischen den gespreizten Beinen der Alten ihre beiden schwarzen, langen und trockenen Händen mit den schmalen, gekrümmten und starken Nägeln und dann die entsprechenden schwarzen und haarigen Armen heruntersteigen. Dann verschwand alles an meiner Linken.

Ich sah die Alte mit etwas in den Händen, das sie dann mit Genugtuung aß, verschwinden. Ich verstand, dass die Alte den Mutterkuchen, den die Tochter nicht wollte, ass.

Ich war entsetzt! Es schien mir eine Kannibalismusszene!

Es war mir einsichtig, dass, während die Alte in Allem und für alles ein Tier war, wurde die Tochter von diesem Trieb verschont



(43) Siehe Fußnote Nr. 10, Seite 46.


 

§ 111

Das Viereck kommt langsam näher, sodass mir möglich wird das Grübchen auf der Höhe des liegenden Tieres zu sehen. Nun sehe ich es nicht flüchtig, sondern von oben.

Das Viereck steigt etwas schneller. Ich sehe, dass das Grübchen, “Bissnarbe” genannt, der Bauchnabel ist. Die beiden Vorsprünge sind die Weibsbusen. Der Schlauch, oder “Brücke”, ist der Bauch der Gebärenden, der nun flach ist, sogar hohl und im unteren Teil schmäler, sodass ich glaubte es handle sich um einen ovalen Ball.

Plötzlich vergrößert sich das Viereck auf beiden Seiten und ich sehe fast den ganzen Körper. Es dauert knapp eine Sekunde und ich bleibe erschüttert.

 “Donner Wetter – dachte ich – jenes Tier scheint eine lebendige Frau, welche atmet und keucht!” und ich drehte mich gegen den Tisch.

- Warum mir das alles zeigen? Herr, ist es möglich, dass das von Dir kommt? Wozu das, wenn ich weder Arzt noch Tierarzt bin? -

Ich sann nach. “Ach was! Jene kann nicht eine Frau sein. Gott kann sich selbst nicht widersprechen. Die Bibel sagt, dass “Gott die Frau aus den Genitalien vom Mann schuf”, d.h. “vom Sperma von ihm”: der Stammvater. Daher muss die Frau jünger als er sein. Und wenn er erst ein Knabe ist, jene die ich sehe kann nicht seine Frau sein, denn sie ist erwachsen. Nein, vor Adam gab es keine Frau. Ich bleibe bei der Bibel. Ob das Teufelswerk ist? Wozu? Um zu erreichen, dass ich den Glauben auf die Heilige Schrift verliere? Eh! Nein! Das niemals!”








Die Wöchnerin “ist das Weib der Erbsünde”


§ 112

Bei diesem Augenblick sagt mir die Stimme leise in meinem Innern:

- DU HAST ES SCHOIN GESEHEN. ES IST DAS WEIB DER “ERBSÜNDE.” -

Diese Worte riefen mir die zweite Offenbarung in den Sinn: der erste “prophetische Traum”, den ich vor zwei Jahren, daheim, während der Mittagsruhe, hatte. Aber schon damals vertrieb ich diese Erinnerung, indem ich meinte es handle sich um Phantasiewerk und auch hier nahm ich das Ganze nicht ernst, auch weil ich das gelblich-weißes Gesicht des Weibes und ihre große blasebalgige Ohren nicht sehen konnte. Wenn ich jenen Worten Gehör geschenkt hätte, wäre ich kurz vor der Lösung gestanden.

Ich erinnerte mich, dass jene Sünde mit einem Weib aus einem hässlichen Gesicht und aus den großen, herausragenden Augen vollbracht wurde. Dieses, hingegen, hat das Gesicht nicht gezeigt und aus dem Körper schien es gerade wie eine Frau, eine erwachsene Frau, will man aus dem Haar aus der Schamgegend und aus den geformten Busen am Brustkorb ausgehen.

 “Auf keiner weise konnte jenes Weib eine Frau sein!”, dachte ich. – Ich habe gesehen, dass Adam seine Frau, als sie noch ein kleines Kind war, gefunden hat. Vor der Tochter Adams gab es keine Frau. Ich kann es nicht glauben. Ich stehe zur Bibel!”

Ich hielt die Bibel fest in den Händen. “Wie viele Zerstreuungen ! Und ich habe noch keine Zeile gelesen… Fertig! Weg mit allem!”


§ 113

Ich öffnete das Buch. Die Finger halfen mir nicht in der Suche von den Stellen aus der Bibel. Es schien mir als sie beim ersten, zweiten und dritten Versuch alle wegfliegen wollten.

Es gelang mir mit beiden Händen die Bibel zufällig zu öffnen. Ich wollte sehen, ob mir, bei jenem rosaroten blendenden Licht, möglich gewesen wäre, die Bibel zu lesen. Ich hoffte, dass die 60 Watt starke Glühbirne, die ob meinem Kopf stand, mir hilfreich gewesen wäre. Ich sah nur die Reihe von den kleinen Worten, konnte aber die großgeschriebene Kapiteltitel nicht lesen.

Unterdessen dachte ich:

 “ Er hat das gewünscht; wie kommt es, dass ich die Bibel nicht lesen kann? Das ist doch sein Buch, nicht irgendein Buch.”




 

Eine klingende Männerstimme sagte mir:

- LASS DAS BUCH SEIN. OHNE DIE AUGEN ANZUSTRENGEN GEBE ICH DIR ZU SEHEN WAS DARIN NICHT GESCHRIEBEN STEHT. SCHAU VOR DIR HIN. -



Die Landschaft, aus der ersten Wohnung gesehen

(9. Orientierung: Szene gegen Osten gerichtet)


Die Szene wechselt.


§ 114

Ich erhob die Augen. Das Bild, oder das der Bildschirm, war diesmal an der Strassenwand, die im Osten ist, in der rechten Fensteröffnung meiner Küche.

Zwischen der Türe von früher und jenem Fenster ist die Wandecke, die vom CGE 24 Zoll Fernsehapparat besetzt ist. Dieser hätte leicht ganz im rosaroten Rahmen Platz nehmen können. Das Bild ging von der Ausschmiegung des linken Fensters, reichte aber die Ausschmiegung des rechten Fensters nicht, da mindestens noch 15 Zentimeter fehlten; zuoberst berührte die Höhe des Fensters nicht, zuunterst hingegen ging es bis unter des Fensterbankers und fast bis zur Rückenlehne eines dort stehendes Stuhles. Aus meinem Platz konnte ich auch noch jenen Teil des Bildschirmes sehen, der hinter dem Fernsehapparat, der etwas abseits von der Wandecke stand, war. 

- Oh! Wie schön! Besten Dank oh Herr! – rief ich aus. Ich setzte mich bequem, drehte mich ein wenig und lehnte mich befriedigt an die Rückenlehne des Stuhles.


§ 115

Das Blickbild war ganz offen wie ein Fenster, das bei einem sonnigen und heiteren Tag am helllichten Tag, in die Ferne gibt.

Das Panorama ist klar, beruhigend, flattern- und geräuschlos. In der Luft herrscht ein Gefühl tiefer Freude. Vielleicht hängt mein Eindruck vom Übergang von unbeliebten und engen Szenen, zu diesem offenen und festlichen Bild ab. 

Die Szene ist von einer senkrechten Linie, die von einer Kante einer Manufakturware ausgeht, geteilt: der linke Teil, der den dritten oder vierten Teil des Bildes besetzt, über einer sehr steilen und mit einer breitblättrigen abholzbaren Vegetation überzogene Anhöhe, zeigt eine sehr schwarze, glatte, fast viereckige Wand, deren äußeren Linien vollkommen senkrecht waren. Es scheint mir nicht Naturwerk, sondern gerade eine Manufakturware zu sein, welche die unten liegende Ebene beherrscht

Ich erkenne, dass es sich um die Antwort auf meine Untersuchung handelt, d.h. ob der Mensch eine ihm vorbehaltene und geschützte Wohnung besitzen würde. Auf jener schwarzen Wand sehe ich weder Fenster noch Eingangstüre noch Zugang: ein Zeichen, dass all das auf einer Seitenwand vorhanden ist.

Die große unten stehende, wegen dem Getreide blond schimmernde und vorher gesehene Ebene, erstreckt sich vom Süden nach Osten und scheint sich fächerartig nach Süden bis zum Horizont, der 4 Km. weit weg und im Dunst verschwindet, zu verbreiten.

Ich konnte nicht sehen, ob irgendein Wasserlauf vorhanden war, doch ich erinnere mich, aus der Höhe vom Felsband das trockene Flussbett eines Stromes, der die süd-westliche Seite des Waldes von diesem Vorgebirge abgrenzte.


Die dem Menschen unmittelbar vorausgehenden Ancester


(Das Sehbild bleibt wie das vorhergehende, d.h. das 9., nach Osten gerichtet, das Bild hingegen versetzt sich nach rechts und übernimmt das Sehbild von der 8. Richtung. Der Herr, offenbar, einmal den Zweck, je nach Richtung, durch die Verschiebung des Sehbildes, einen überblick von der Gegend, erreicht zu haben, ändert die Art und Weise und behält unverändert den Bildrahmen auf der östlichen Wand der Küche bei und verfolgt die verschiedenen Verlegungen in den schon bekannten Orten nur durch die Verlegung der Personen). 


§ 116

Der Bildschirm bleibt gegen Osten gerichtet, doch das Bild verschiebt sich nach rechts, verlässt die Manufakturware und lässt das Blickbild der unter stehende Ebene sehen.

Die dem ersten Menschen unmittelbar vorausgehenden Ancester stehen da, wo ich sie vorher, als ob sie sich vor dem Fotografen in Positur stellen wollten, gesehen habe, doch jetzt sind sie nicht so schön geordnet. Es scheint, dass sie sich von soeben geschilderten Bild entfernen wollen. Ob sie namentlich gerufen wurden?

Nun stellen sie sich in Reih und Glied auf, Seite an Seite, aber mit einigen Änderungen.

Es handelt sich um den vier Weibern: die alte Mutter und ihre drei haarige Töchter. Neben ihnen das Männchen.

Die Bibel sagt, dass Gott vor Adam alle Tiere des irdischen Paradieses vorbeilaufen ließ, damit er ihnen den Namen gäbe. Es ist eine Redeweise. Die namentlich benannten Tiere waren nur die Haustiere: die Ancester. Hier ist der Mensch, der sie einteilt.

An beiden Enden der Reihe stehen die Eltern: an der entfernteren Seite steht die alte, graue und trockene Mutter “Stammmutter aller Ancester”, die als Hebamme bei der Geburt des Mädchens wirkte; an der mir am Nächsten liegenden Seite, ihr Sohn, ganz schwarz und haarig, Vater von den drei schwarzen und haarigen Weibern, in allem den Eltern gleich. Sie befinden sich in einem Zustand von fortgeschrittener Schwangerschaft: als ich sie zum ersten Mal und nur teilweise, d.h. nur den Bauch, sah, glaubte ich es handle sich um sitzende Bären.


§ 117

Das weiße Weib ist momentan außerhalb der Reihe, denn, da es gerade niedergekommen ist, vise a vise von ihnen sitzt. Wegen ihren besonderen Eigenschaften, folgere, dass es Tochter von der grauen Alten, nicht aber vom Männchen, durch direkten Eingriff vom Herrn und mit demselben Modus wie beim Männchen zur Welt gekommen: eine neue männliche Geschlechtszelle im Schoss der Mutter, um ihr natürliches Ei zu befruchten geschaffen. Ich denke aber, dass in Falle des Empfängnisses des weißen Ancesterweibes eine von den anderen reinrassigen Ancester verschiedenen Geschlechtszelle geschaffen worden sei: eine Geschlechtszelle “sui generis”, eine Geschlechtszelle, die zwischen der ancestralen und der menschlichen Art zu kommen steht. Das erklärt warum dieses Weib, obwohl es viele der Ancesterart gleiche Merkmale besitzt, so viele vom männlichen Bruder und von den Töchtern von ihm so verschiedene Züge aufweist.



Als ob sie sich vor dem Fotografen in Positur stellen wollten


§ 118 

Das Männchen befindet sich im Vordergrund und ich sehe es von der Seite. Bei der vorigen Szene, zu ihrer Rechten stand das weiße Weib: nun steht jenes das die zweite, schwarz und haarig, war.

Zu Rechten von diesem ist jenes im Anzug, das vorher das dritte, etwas niederer als das Vorhergehende, war. Bevor es sich wie die anderen in Ordnung bringt, öffnet den Mund und strickt die Zunge aus. Auch winkt es mit der Hand

Die letzte Tochter, die die kleinste ist, höchstens 90 cm. hoch, welche in den Bewegungen die lebhafteste ist, bevor sie sich in die Reihe stellt, schaut auf sie wiederholt in die Ferne, öffnet auch sie den Mund und zeigt die Zunge, welche lang und spitzig ist. 

Zur Rechten von allen drei und als letzte in der Reihe, ist die graue, zaundürre Alte. Ich habe festgestellt, dass die Kleinste einen rundlichen Kopf, ausseinanderliegende Augen und einen dünnen Hals hat.

So im Profil angeschaut, stellt man noch einmal fest, dass sie kein Kinn und keine Nase hatten. Die Ohren waren sehr groß, sie ragten 8 bis 10 cm. aus den Haaren waagrecht aus, sie schaukelten bei jedem Schritt, so wie bei den Schafen, oder besser bei den Schweinen zu sehen ist.

Diese sind die Figuren, die die Helfer des Menschen hätten sein sollen.



§ 119

Die Reihe schien nicht vollständig zu sein: aus der Tatsache, dass das erste Weib und dann ein Zweites auf die gegenüberliegende Seite sich drehen und, dass sie wiederholt den Mund und die Zunge bewegen, erkenne ich, dass sie auf weitere Hauptfiguren warteten. In der Tat sehe ich hinter ihnen, in einem letzten Luftsprung, das kleine Männchen, das ich zwischen den Feldähren Verstecken spielen sah, kommen. Es stellte sich zur Rechten des Männchens, doch, nach einigen Sekunden, richteten sich alle Köpfe der Weiber gegen es und dann richteten sie den Blick gegen etwas, das außerhalb von meinem Blickfeld stand. Sicher schauten sie auf den Hausherrn, den ich nicht sehe.

Das kleine Männchen entschließt sich nicht zu bewegen und wird vom zweiten Weib am Arm gepackt und zur Linken des Männchens im Vordergrund hingestellt.

Nach kurzer Weile kommt auch, auf allen vieren, auch das Weibchen, welches sich zwischen dem zweiten und dem dritten setzt. Ich sehe nur den Kopf, zweimal, für einen Augenblick, von Zeit zu Zeit.

Deswegen denke ich es sei auf allen vieren gekommen, so wie es vorher zwischen den Feldähren tat. Es schien das alles so vorgesehen wäre, wie ich am Anfang sah, als ob sich um eine Positur vor dem Fotografen handle: die erste dem Menschen am nächsten liegenden Ancesterfamilie stand in einer gewissen logischen Ordnung da.


§ 120

Der Platzwechsel vom kleinen Männchen schien mir viel sagend. Es ist meine bescheidene Meinung, dass es sich zur Rechten des Männchens aus Gewohnheit hingestellt hatte, weil man ihm beigebracht wurde sich zwischen dem Vater und der weißen haarlosen Mutter, die in dieser Reihe abwesend war, zu stellen.

Das bedeutet, dass das weiße Weib, einige Jahre nach der Geburt Adams. die durch göttliche Einwirkung geschah, mit dem Ancestermännchen, nach ihrer Art, das kleine Männchen zur Welt brachte. 

Da das weiße Weib an der Aufstellung nicht vorhanden war, hätte man meinen können das kleine Männchen wäre Sohn vom Männchen und vom zweiten Weib, deswegen wurde es auf die andere Seite geschickt.

Im Plane des Schöpfers war die Geburt vom kleinen Tierjunge ein Beweis, dass das weiße Weib, ohne direkten Eingriff Gottes, Menschen nicht gebären konnte, sondern nur Tiere nach ihrer Art. Und Adam hätte das begreifen sollen. Es handelte sich um eine Feststellung, um eine Erfahrung.



Das neugeborene Mädchen ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch 


§ 121

Alle aufgeführten Tiere standen im Vordergrund zu Befehl des Hausherrn 

Plötzlich wird die Ancesterszene in den Hintergrund versetzt, um auch das weiße Weib und den Knaben mit dem Mädchen auf dem Arm, die vorher wegen Knappheit des Rahmens außerhalb links standen, einzuschließen.

Nun sehe ich gerade alle, in besonderer Weise sehe ich das weiße Weib, von dem ich nun endlich auch das Gesicht sehe.

Der Knabe entfernt sich 4 oder 5 Meter von jenem weißen Weib. Er hält immer in den Händen das Mädchen und nun tut als ob es in die Höhe heben wollte.

Ich glaube, er hätte auch gleichzeitig etwas ausgesagt, zum Beispiel: “Das ist wirklich ein Geschöpf von meiner Art, meine Tochter, Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch”, denn alle in Reihe Stehende, vom kleinen Männchen angefangen, erheben gegen den Himmel die Arme und den Vorderarm über den eigenen Kopf biegend, schwingen ihn im Zeichen von Freude und öffnen den Mund und strecken die Zunge aus. Sicher rufen sie “es lebe hoch das letzte Meisterwerk vom Schöpfer.”

War diese Geste vom Knaben eine Danksagung dem Herrgott gegenüber oder war es das erste Zeichen der Beanspruchung von etwas, das er als sein Eigentum erachtete?

Der Knabe überwechselt das Mädchen auf die linke Hand, nähert es der Brust und, mit ausgestreckter Rechten gegen den Ausrufenden, schnippt mit den Fingern. Bei jenem Zeichen senken sich all jene Arme und die Schar löst sich.

Der schnellste von allen ist das kleine Männchen, das, nachdem die linke Hand auf den Boden gelegt hat. den ersten und dann den zweiten Luftsprung usw. tut und verschwindet.


§ 122

Das Rechteck versetzt sich langsam gegen links und nun sind die Weiber ausgeschlossen.

Nun beobachte ich das Männchen, das, je nach dem Gewicht das Bein trägt, jeweils nach links oder nach rechts schaukelt, läuft. Es ist breitschultrig, hat schmalen Becken, kurze Beine, kurze und breite Füße.

Mächtig jene ausgestreckten Ohren, die einige Zentimeter über den Kopf herausragen! Die machten wirklich großen Eindruck auf mich. Kein lebendiger Anthropoide besitzt ähnliche Ohren. Selbst der Gorilla, der das gröbste Tier ist, besitzt Ohren mit inneren gewundenen, zusammengewundenen und dem Menschen ähnlicheren Knorpel als jenes Männchen.



Eva: der Schlüssel vom Geheimnis


§ 123

Sobald das Männchen aus der Szene verschwindet, versetzt sich das Rechteck noch mehr nach links und nun schließt das weiße Weib und den Knaben mit dem Mädchen, näher gerückt, mit ein.

Das weiße Weib konnte nicht wie die anderen Zuschauer die Arme erheben, weil es sie nach hinten ausgestreckt hatte, um, gleichsam als Stützen auf der Wiese, ihren Rumpf aufrecht zu halten.

Es war halbausgestreckt und starrte den Knaben, der einige Meter zu ihrer Rechten stand vor ihm stand, an.

Ihre glatten Wangen waren vor Freude rötlich und auch die Augen strahlten Freude aus. Ab und zu öffnete es den Mund und streckte die spitzige Zunge aus. Es beanspruchte ihre Tochter.

Während ich es anschaue, fällt mir der Gedanke ein: “Nun, da ich es ins Gesicht sehe, sage ich mir, jenes habe ich schon einmal gesehen, im Halbdunkel, ich weiß nicht vor wie viel Zeit, mit jenen riesigen Segelohren, aber ihre Schnauze war damals nicht so schön.”


§ 124

Nachdem ich nun auch ihren Kopf gesehen hatte, verband ich plötzlich jenes Weib mit jenem das ich vor zwei Jahren im Traum von der “Erbsünde” sah.

Auf einmal begriff ich: “Wenn die Bibel sagt, dass Eva gewesen ist, die Adam zur Sünde verführte, dann jenes Weib, das ich mit Adam sündigen sah, kann es nur Eva sein” dachte ich.

- Dann, dieses ist Eva! rief ich aus.

Endlich der Schlüssel von allen Geheimnissen. Sei es für die religiöse als auch für die weltliche Wissenschaft! Warum, aber, der Herrgott sie nie mit ihren eigenen Namen nannte und sie schon damals als “Brücke” hinstellte?

Ich starrte sie aufmerksam an. Ich konnte mir nicht vorstellen, als ich sie am Gebären sah, dass jenes “Brücke-Tier” Eva gewesen wäre! Dann, von der Rückenlehne des Stuhles mich entfernend und mich nach vorne vorbeugend, während ich sie anstarrte, sagte:

- Ich möchte sie näher anschauen. – Überraschung und Befriedigung! Ich erlebte die angenehme Überraschung sie näher und im Vordergrund anzuschauen, als ob sie auf der Fensterbank der Küche wäre, in natürlicher Größe, sie allein, denn der junge Mensch keinen Platz auf dem Rechteck hatte.

Ich sah sie von der Brust herauf, seitlich, mit der gleichen Einstellung wie vorher. Sie schaute auf ihrer Rechten.

Ihre Augen, obwohl herausragend und groß, drückten etwas Menschliches aus. Sie schienen, indem sie den Hausherrn mit dem Mädchen anschauten, vergnüg zu lachen und sie fuhr fort, von Zeit zu Zeit, den Mund aufzutun, um den Besitz von ihrer Neugeborenen zu beanspruchen.

Sie besaß ein wenig Nase, im Gegensatz zu ihren Familienangehörigen, welche überhaupt keine besaßen.

Ihr Mund öffnete sich bis zu den Kiefernwurzeln und ließ alle gesunde, weiße und nach ihrer Art regelmäßige Zähne sehen, d.h. die Eckzähne etwas länger als die anderen. 

Die Zunge, die sie herausstreckte war lang und spitzig. Sie schien am Hals befestigt zu sein.

Sie schien unter dem Gaumen, der flach war, leicht zu beben; in jenen Momenten, stieß sie sicher Laute aus. Sie besaß kein Kinn. 

Die Stirn war nieder und war bis zu den Augen von den dunkelbraunen Haaren, die nicht dicht waren, verdeckt; hinten fielen die Haare bis zum Nacken und verdeckten nur den Hals. Die Schultern waren abfallend. Die Ohren. Ich habe schon gesagt wie sie aussahen. Die Wangen waren rosarot.

Ihre Figur sah so natürlich und klar aus, dass sie lebendig schien, sodass ich leise ausrief:

- Ich möchte sie von vorne anschauen. -

Indem ich das sagte, erhob ich mich und setzte mich an der längeren Seite des Tisches. Täuschung! Ich musste mich begnügen sie nur seitlich zu sehen.

Es kam mir in den Sinn, sie durch ein Loch das durch das Auseinanderliegen von den Daunen- und Zeigefingern zustande kommt und das mir ermöglich die positiven, d.h. die menschlichen mit Ausschließung von den anderen Merkmale, schärfer anzuschauen., doch ich hatte den Eindruck, dass die Antriebe meines Hypothalamus nur bis zum Ellenbogen gelangten. Beim zweifachen Versuchen das zu tun, gelang es mir nicht die Hände zu erheben. Ich kehrte zurück mich dorthin zu setzen, dort wo ich früher stand.



Eva “ist die Mutter von allen beiden”


§ 125

- SIE IST DIE MUTTER VON ALLEN BEIDEN – sagte mir die Stimme, bestimmt und von rechts.

- Dann ist Eva nicht die wahre Ehefrau von Adam, sondern die Mutter! 

Als ich sie auf dem Gras sitzen und als ich den Knaben mit der Kleinen auf dem Arm sah, überlegte ich, dass auch er, fürwahr, eine Mutter haben musste und, dass, wenn diese die Mutter von allen beiden war, jenes “webähnliches Tier”, Eva, der “obligatorische Durchgang” zwischen der menschlichen und vormenschlichen Art war!

Ich begriff, dass Eva nicht ein Eigenname, sondern nur ein Beiname ist, der einfach “Mutter von allen Lebewesen”, so wie die Bibel sagt, bedeutet.

Also war sie die Mutter auch von Adam und nicht nur von der Frau. Dann war sie, leider, Mutter auch von Kain, als sie, für ein einziges Mal, jenes verhängnisvolles Mal, als sie Partnerin vom Menschen war, wie ich in der Offenbarung der “Erbsünde” sah. Alle diese Bestandteile zusammenfügend, begriff ich auch jenen dunklen Ausdruck, den der Herr gebrauchte, als er, nachdem er zu mir “der Weg des Menschen ist von dort ausgegangen” sagte fügte er hinzu, dass jenes am Gebären und am Boden liegendes Tier “Brückenkopf bleiben musste, doch der anmaßende und ungehorsame Mensch machte es zur Brücke.”

Ich begriff, dass “Brückenkopf”, dasselbe als obligatorischer Durchgang bedeutete, Weg ohne Rückkehr, zwischen dieser Art und dem Menschen. 


§126

 “Um ein Tier zu sein, ist es sehr schön – dachte ich. – Der Herrgott hat die Tochter viel schöner geschaffen als ihre Mutter, das alte Ancesterweib.”

- AB UNO DISCE – sagte mir die Stimme. D.h. “lerne aus einem Beispiel”, oder “ziehe daraus die nötigen Schlüsse.” Die Schussfolgerung entnimmt man aus den Tatsachen. Ich begriff, dass es genügte zu beobachten, um Schlussfolgerungen zu ziehen.

Der Ausdruck “Ab uno disce” war bedeutungsvoll. Man musste in Ruhe viel darüber nachdenken. Ich begriff, dass dieser Ausdruck, für die Wissenschaft, sehr wichtig war.

Das Panorama verdunkelte sich für einige Sekunden, so fand ich Zeit um alles zusammenzufassen.


§ 127

Auch das Bild von Eva (das vorher sich angenähert hatte) wurde in die vorherige Ferne zurückgebracht. Eva erhob den rechten Arm gegen den Knaben, während sich mit dem Linken stützte und öffnete den Mund.

Der Knabe näherte sich, beugte sich gegen sie und übergab ihr das Mädchen. Eva, am Boden sitzend, nahm es unter ihren langen Händen und sah sehr befriedigt aus.

Der Junge kehrte mehrere Meter zurück, verschwand sogar hinter einer Erdsenkung und beugte sich. Dann kam er zurück und übergab der Mutter jenes Objekt, das ich in seiner Hand sah, als er auf dem Felsband stand.

Damals schien es mir ein Stück Tuffstein, dann einen angerösteten breiten Maiskolben zu sein, d.h. aufgeteilt und zerdrückt, denn jene schwarze und regelmäßige Punktlein schienen angeröstete und in regelmäßigen Reihen aufgestellten Körner zu sein. Nun schien es mir ein weiches Kotelett zu sein, auf einem aus schmalem Bratrost aus regelmäßigen Maschen angeröstet, mit einigen verbrannten Flächen, wo es schien, dass die Löcher Risse hätten.

Aus der Szene, die folgte, begriff ich, dass, hingegen, es sich um ein Stück Bienenwabe handelte, das von der Sonnenwärme weich wurde, weil während er ganzen Zeit der Geburt an ihren Strahlen ausgesetzt stand.

Eva stellt die Neugeborene auf den linken Oberschenkel ab und, sie mit der entsprechenden Hand haltend, streckte die Rechte aus und, die Gabe in Empfang genommen, packte sie mit den Zähnen einen großen Bissen entreißend.

Aus ihrer breiten und wegen den breiten und dünnen Lippen schlecht gepflegter Mund, fielen viele flüssige und durchsichtige Honigfäden herunter. Der Knabe schaute zu und, als er jene fadenartige und klebrige Flüssigkeit auf die Beine des Mädchens niederfallen sah, gab ein Zeichen und Eva beugte den Kopf zu ihrer Rechten, damit die Flüssigkeit auf den Boden fiele.

Sie kaute sehr zufrieden, doch es war nicht schön sie anzuschauen. Sie besaß einen flachen Gaumen und die Lippen waren bis zu den Kiefernwurzeln geöffnet, so, dass sie den Honig nicht zurückhalten konnte.

Der Knabe schaute noch eine Weile zu, dann versuchte er das Mädchen zu packen, aber die Mutter drückte es an die Brust. Dann ging der Junge, enttäuscht, davon: der Trick die Tochter zu packen klappte nicht. 



Der Stammvater saugt die Milch von Känguruweib.


Nach einer kurzen Pause, verschwindet die Dunkelheit und wechselt die Szene. In einem schmalen Rechteck mit schwarzem Hintergrund, tritt ein großer Pelz zum Vorschein. Die Rückseite bleibt rechts versteckt, die andere hängt, geschwollen, zu meiner Linken. Er ist so groß wie eine halbe 50-60-Liter Korbflasche. Ich sehe ihn seitlich.

Das Haar unter dem Bauch ist elfenbeinweiss; auf der Seite ist es zimtfarbig und vielleicht auch auf dem Rücken, den ich aber nicht sehe.

Im Mittelpunkt vom Pelz stelle ich einen sichtbaren Auswuchs fest. Der Gipfel vom Auswuchs ist viel dunkler. 

Gerade bei jenen Punkt sehe ich eine menschliche rötliche Hand auftreten, die in den Bauch eindringt, ein Zeichen, dass dort eine Öffnung vorhanden ist.

Jene Hand zieht den untersten Rand um 15 bis 20 cm. herunter.

Um den Pelz in jener Stellung fest zu halten, tritt eine schwarze, sehr magere Hand mit fünf Fingern, wo keiner den anderen gegenüber steht, sondern wo alle fächerartig herausragen und wo alle mit schwarzen, starken Nägeln versehen sind. Eine weitere Hand, dieser letzten gleich, kommt hinzu, immer noch von der rosaroten Hand geleitet, und zieht den Rand von jenem Pelz auf der gegenüberliegenden Seite herunter. 

Dieses Vorgehen lässt zwei prallen Brüste zum Vorschein treten, beide so groß wie eine halbe Pampelmuse und die mit weißem und sehr kurzem und bis zur Rosette der rosaroten Brustwarze reichendem Haar bedeckt sind.

Es entsteht etwas Verwirrung. Zwischen dieser Szene und meinem Blick stellt sich eine haarige und schwarze Masse, die für eine oder zwei Minuten bleibt.

Wenn diese sich zur Seite rückt, sehe ich, dass jene haarige Masse der Kopf des Menschen ist. Er saugt die Milch und spritzt sie in einen hohlen Knochen, den ich sah, denn er hätte ihn der Gebärerin gereicht. Dann ziehen jene schwarzen Hände den Rand des Beutels etwas mehr nach unten und es scheint mir weitere zwei Brüste zu sehen.

Ich war immer an Tierkunde interessiert, doch in den Enzyklopädien, die ich anschaute, sah ich niemals ein ähnliches Tier, daher fragte ich bei normaler Lautstärke:

- Was ist das für ein Tier? -

Als Antwort sehe ich den Pelz verschwinden und in der Mitte des Bildschirmes erscheinen ein Paar aufrechtstehende Ohren, so hoch fast wie jene von einem Esel, aber nicht röhrenförmig wie jene. Diese sind nur an der Basis zusammengerollt und einander näher gerückt, dann richten sich auf lanzenförmig.

Außen ist ihre Farbe wie Zimt, im Innern, das ganz von geradestehenden Haaren belegt ist, welche aus den Seiten ausgehen und sich schräg gegen die Mittellinie des Ohres gerichtet sind, ist die Farbe elfenbeinweiss.

Verstandesmäßig erfasse ich eine Frage:

- KENNST DU ES? -

Mit dem Kopf mache ich eine verneinende Geste, dann, da ich wusste, dass ich eine gesprochene Antwort geben musste, sagte ich:- Ich kenne es nicht. Über eine Minute lang verblieb ich diese Ohren anzuschauen. Ich konnte nichts anderes sehen. 

Als ich sie schärfer anschaute, merkte ich, dass sie bebten, d.h. leicht zitterten. 

- Wenn ich den Kopf sehen könnte, vielleicht könnte ich wissen um was sich für Tiere handelt! – rief ich aus. 

Ich wurde zufrieden gestellt.

An der gleichen Stelle, im Vordergrund, erscheint der Kopf eines Tieres. Es schaut auf die entgegengesetzte Seite meines Blickes und ich sehe jenen Kopf von ihrer linken Seite. Unter jenen Ohren ist ein kleiner Schädel da, der gerade dort endet. Die lange und dünne Schnauze ist zwischen jener vom Pferd und jener von einer Ziege, doch gegen den Mund wird spitziger. Sein Haar ist blank und zimt-rötlich. Es ist ein Pflanzenfresser. Seine Unterkiefer sind an der Oberfläche, sehr lang im Vergleich zum Schädel, aber es handelt sich nicht um Magerkeit. Das zeigt das Haar, das glänzt. Das Auge ist feststehend und aufmerksam. Die Ohren zittern.

- Ich würde sagen, dass es ein Känguru ist, wenn ich auch den Hals sehen würde. -

Auch dieses Mal wurde ich befriedigt.

Das Tier verschwand aus dem Vordergrund und ich sah es aus einer Anhöhe, unten auf der Wiese, zirka 30 Meter entfernt.

Ich sah von ihm nur den Kopf und den Hals, der Rest war unter der Linie des Bildrahmens versteckt. Sein Hals war lang, aber nicht in normaler Stellung. An der Basis schien es gezwungen gegen vorne, während am Kopf ragte es unbeweglich und starrte zu meiner Linken.

In mir kamen Zweifel auf: “Sind wir in Tasmanien? Oder in Australien? Die Kängurus leben dort. Stammt der Mensch von dorther? Unmöglich. Das hat nicht mit dem Glauben zu tun; die Bibel sagt, dass er an den Quellen vom Tigris und Euphrat erschienen ist. Oder, handelt es sich um ein einziges Exemplar das, ausnahmsweise, wie Habakuk, einfach hochgehoben, in jenes Gebiet getragen wurde, damit der Mensch Milch und Fell hätte?”

Als Antwort auf meine Zweifel, verschwand dort unten der Känguru und in einem Rechteck 5-mal 10 cm. erschien ein Rudel von denen. Von diesen sehe ich nur den Kopf und manchmal auch den Hals, denn sie erheben und bücken sich. Ich sehe den Hintergrund nicht, daher weiß ich nicht ob sie auf einem Steilhang oder auf einer Ebene springen. Ich denke:

 “Leben sie in einem Wildzustand? Oder sind sie frei, damit sie weiden können. Also, jenes Känguruweib ist nicht allein da. Auch war es nicht gebunden, als ihre Brüste enthüllt wurden. Handelt es sich um ein Haus- oder um ein gezähmtes Tier?”

Die Erklärung kam von einer anderen Szene. Folgende:



Der junge Vater entreißt die Neugeborene aus den Händen von Eva


(Anmerkung der Herausgeberin) Das Sehbild ist immer an der Ostwand des Hauses vorgeführt, während die Bilder der Szene, die sich auf der Süd-Ost-Seite des Vorsprunges, wo die Geburt stattfand, folgen). 


§ 129

Der Knabe steht wiederum vor Eva, die sitzt und das Mädchen auf dem Oberschenkel, den ich nicht sehe, hält, während mit der Rechten immer noch ein Stück von jenem Nahrungsobjekt, das ihr gegeben wurde und das eine Honigwabe war, hält.

Dieses Mal reicht er ihr einen Gegenstand, der einer Blumenvase ähnlich ist und der hoch und schmal ist und der senkrechte Kanten hat und der zuoberst offener ist.

Es war ein Oberschenkel, vielleicht von einem Känguru: Klar, der Junge benutzte die Oberschenkelknochen, vom Knochenmark entleert, als Behälter.

Hier sind die Rippen nicht regelmäßig. Sie gehen von der Mittelhöhe aus. Die einte ist dünner, die andere dicker, gewunden und bis zur Spitze herausragend. Da er ihr ihn vertikal anbietet, denke ich, dass es sich um Milch handelt. Eva schaut zu, aber sie hat die Hände beschäftigt.

Sie hört auf zu kauen und auf dem Boden sucht sie einen Platz, vorn und rechts, um den Rest von der Essware zu legen. Sie findet nichts besseres als ihren eigenen rechten Oberschenkel, den ich nicht sehe, und sie nimmt mit der freien Hand den Gegenstand an, der ihr angeboten wird.

Der Knabe nimmt ihr das Mädchen weg, er stellt es auf seine an der Brust angelegte linke Hand und, mit der Rechten, nimmt er die linke Hand von Eva und zwingt sie jenes Milchfläschchen mit beiden Händen zu halten und es an den Mund zu bringen.


§ 130

Eva trinkt aus dem Knochen, doch sie lies ihr Mädchen nicht aus den Augen.

Sie merkt, dass der Knabe sich entfernt. Er ist schon 10 Meter weit weg und er läuft den steilen Abhang hinauf und kommt nicht zurück. Dann wirft Eva die Milchflasche in die Luft, welche auf der Höhe der Bahn, eine weiße und fähige Flüssigkeit herauskommen lässt (Milch und Honig).

Das Weib springt auf wütig, es legt die linke Hand auf den Boden und, sich mit dem linken Arm, als ob eine Stange wäre, bedienend, macht sie leicht einen Sprung nach dem andern, steigt auch den Pfad hinauf, wo der Junge vorausgeht und erreicht ihn bei einem gefährlichen Übergang. Durch ein Gebüsch und durch einen undurchsichtigen Körper, der ein Felsvorsprung scheint, sehe ich sie. Dort ist der Pfad sehr eng. Dort ist auch die Stelle wo der Knabe, nachdem er gesehen hat, dass er verfolgt wurde, stehen bleibt.

Eva erreicht ihn: sie will das Mädchen, das er es hoch oben mit der linken Hand in der Nähe von der Schulter hält.

Sie kratzt ihn mit jenen langen, großen, starken und haselnussovalen Nägeln, zuerst mit der linken, dann mit der anderen Hand und sie verursacht ihm von der Schulter bis zum linken Oberschenkel, vom Hals bis zum Bauch blutende Furchen. Das Drama hält mich sprachlos. Ich möchte näher sehen.


§ 131

Plötzlich werde ich auf die Stelle jenes Felsvorsprunges gestellt und ich sehe sie einen Meter von mir entfernt, den einen zur Linken, die andere zur Rechten.

Das Weib ist wütig und zerzaust.

Die großen Augen scheinen aus den Augenhöhlen herauszukommen.

Die gespannten Lippen zeigen beide ganze Reihen von Zähnen bis zu den Kiefernwurzeln.

Zunge und Hals zittern. Gewiss schreit sie.

Auch die großen Ohren, außerhalb vom Vorhang der ungeordneten Haare, zittern. Bei den ersten Kratzwunden, wehrt sich der Knabe mit der linken Hand und versucht sie fern zu halten, aber sie packt die Hand und beisst sie tief bis zur Mitte des Handrückens. Schrecklich jener breiter Mund! Die Eckzähne dringen in den Handrücken und in den Handteller ein. 

In diesem Moment bewegt der Knabe ein Bein und stellt ihr ein Bein oder gibt ihr einen Tritt, ich kann nicht genau sagen, denn unter dem Rechteck kann ich nicht die Beine sehen.

Tatsache ist, dass Eva zu ihrer Rechten umfällt und entlang der letzten Strecke des Kanals, der von der Anhöhe herunterkommt, verschwindet.

 “Ach was! – brummte ich bei mir. – Jener kann nicht Adam sein. Er war ein großer Mann, reif, erfahren, verschont von Schmerz und Krankheiten; er konnte nur mit dem Blick die Tiere bändigen und er konnte ihre Triebe erraten. Dieser, hingegen, ist ein naiver Knabe, der überrumpelt wurde.”



Eva, das vormenschliche Weib, wird für den Menschen der “Dämon” sein


§ 132

ES WIRD FÜR DEN MENSCHEN DER DÄMON SEIN

Diese Worte, die ich zu meiner Rechten mit normalen Menschenstimme aussprechen hörte, und andere die in schwächerer Lautstärke und von denen ich mich nur dem Inhalt nach erinnere, folgten, in jenem Augenblick und auch später gaben mir viel zu denken.

Die unmittelbare Bedeutung von diesen leisen Worten, die ich hörte war diese:


§ 133

- DIE LEHRE, UM SIE VON SICH FERN ZU HALTEN UND SICH NICHT AUF DIE EIGENE ERFAHRUNG ZU STÜTZEN HÄTTE IHM GENÜGEN SOLLEN. DENN SIE IST DIE “SCHLANGE” (ich sah sie hier in jenen Eckzähnen von Eva die die Hand vom Menschen bissen dargestellt), “DER GENEALOGISCHE WILDBAUM VON DER ERKENNTNIS VOM GUTEN UND VOM BÖSEN”, WELCHER, WENN “ERKENNT” ODER “GEGESSEN” (im Sinne von einem Geschlechtsverkehr mit ihm) AUSSERHALB VOM PLANE GOTTES, HÄTTE ER DEN TOD GEBRACHT, DENN ER HÄTTE DIE MENSCHHEIT ZUM VERLUST DER PHYSISCHEN UND PSYCHISCHEN UNVERSEHRTHEIT GEFÜHRT, UM SIE NUR IN EINEM HOMINIDENZUSTAND WEITERLEBEN ZU LASSEN, WEGEN DER ZAHLENMÄSSIGE ÜBERLEGENHEIT DER ANCESTRALEN EIGENSCHAFTEN (denn die Ancester vorzeitiger und öfter als das menschliche Geschlecht zeugen). –


§ 134

Die Stimme sagte: “Sie wird für den Menschen der Dämon sein.”

Ich begriff, dass sie sich nicht nur auf jenen ersten persönlichen Menschen, wenn die Versuchung da sein wird, bezog, sondern auch auf die Tatsache der folgenden Geschlechter der “Kinder Gottes”, d.h. auf die Tatsache, dass die rechtmäßigen Nachkommen Adams, welche Geschlechtsverkehr mit den “Töchtern der Menschen” (Gen. 6, 1-4), unrechtmäßigen Nachkommen Adams durch den Zweig von Kain, haben würden, sich bis zur vollständigen Hybridmischung zu gelangen. Sodass beide Arten des Menschengeschlechtes verdorben gewesen und, dasselbe Menschengeschlecht verschwunden wäre, hätte derjenige, der die Auferstehung ist, nicht eingegriffen und es, im Laufe von Millionen von Jahren, zur Zurückgewinnung und zur partiellen Urrechtschaffenheit verholfen durch natürliche Auslese, d.h. durch Unfähigkeit für die gebrechlicheren Individuen zu überleben und auch durch die künstliche Auslese mit der partiellen oder vollständigen Vernichtung von den unheilbaren Individuen (wie z. B. mit der Sintflut von Noah oder mit Naturkatastrophen anderer Art wie bei Sodom und Gomorrha).

- Und dann, warum tötet er sie nicht? – rufe ich aus, während ich denke, dass sie schließlich keine Person ist, sondern nur ein Tier. Ich sehe den Knaben, der den Pfad hinauf steigt, nicht mehr. Ich schaue um mich herum und bin nachdenklich.




Das erste Wohnhaus


§ 135

Wenn ich wieder hinschaue, sehe ich ihn bei einer kleinen und ein wenig geneigten Lichtung mit Felshintergrund, wo die Türe eines abgelegen Landhauses steht. Die Türe besteht aus dicken waagrechtliegenden Weidenschösslingen mit anderen senkrechtstehende größere Weiden, alle schwarz und glänzend.

Der Knabe bleibt vor dem linken Türpfosten stehen und mit einer Hand und löst einige Knoten von einer Schnürsenkel und macht die Türe auf, die an einem Pfahl, der als Angel dient und der mit dem rechten Pfosten verbunden ist, sich dreht. Ich sehe die Mauer, wo die Türe ist, nicht.

Die Szene entfernt sich und nun sehe ich die Mauer. Es handelt sich, aber, nicht, um die schwarze Mauer, die im vorigen Rechteck hervorgehoben wurde und die die unterstehende Ebene beherrschte, denn jene hatte keine Öffnungen. Ich begreife, dass wir vor einer Seitenwand stehen, sogar jenseits der linken Ecke desselben Gebäudes.

Ich spüre eine große Lust in die Wohnung vom ersten Menschen, der in jenem Anblick hineingeht, zu schauen.

§ 136

Ich weiß nicht ob Autosuggestion oder Entzücken war, aber ich hatte den Eindruck in jene arme Wohnung hineinversetzt worden zu sein, gerade in jenem Augenblick als der Knabe mit dem Mädchen am Arm eintrat. Er, die Türe dem Pfosten angelehnt, lehnte die linke Schulter an, um sie haftend zu machen. In der Tat war sie aus den Fugen geraten, denn die gegenüberliegenden Kanten waren nicht parallel. Er nahm einen kleinen Pflocken, der am Pfosten hing und stieß ihn in ein Loch desselben, um die Türe verschlossen zu halten. Er tat, dasselbe um den untersten Teil zu festigen. Die Türe, auch im Innern, war wie ein schwarzes und teerblankes Gitter.




§ 137

Ich sah den Knaben, während ich anderthalb Meter vom Eingang stand. Er drehte sich um und fing an eine Art Pickel anzuschauen, der auf einem grauen Möbelchen, 60 cm. hoch und mit einer Arbeitsfläche 40-mal 40 cm. das zwei Meter von der Türe entfernt und der rechten Wand angelehnt war. Er seufzte. Vielleicht weinte er, aber ich konnte sein Gesicht nicht gut sehen. Er berührte diese Waffe nicht: er schaute sie nur an.

Sie war wirklich ein Pickel mit einem Griff aus Knochen, vielleicht war sie ein zirka 35 cm. langes Schienbein. An ihrer Spitze bestand die Waffe aus einem geglätteten und schwarzen Stein, der zwischen 22 und 25 cm. lang war und der auf einer Seite eine Spitze und auf der anderen eine Schneide hatte. Dieser war in der Mitte mit einem haarigen Lederstreifen mit zwei Windungen gewickelt, deren Enden durch den gelockerten Knochen gingen und an der gegenüberliegenden Seite herauskamen und mit einem Einsatzstück verknotet waren. Zwei dünneren Schnürsenkel hielten die Waffe auf der einen und auf der anderen Seide des Knoten des Schienbeins, schon nach Maß ausgehöhlt, fest.

Sie machten zwei Windungen um den Stein und, unterhalb demselben gekreuzt, machten weiter zwei Windungen unter dem Knoten. So war der Stein unbeweglich.

 “Sehr erfinderisch der Knabe - dachte ich – jetzt bedient es sich.” Aber der sehr junge Vater bewegt sich nicht. Er bleibt dort stehen, über sein Mädchen gebeugt. 


§ 138

Ich nütze die Gelegenheit aus, um die Umgebung zu prüfen.

Der Eingang stand an der Wand, die gegen Nord-Westen gerichtet war und gab Zugang in einen Raum mit “L” förmigen Grundriss. Das Zimmer bestand aus zwei Räumen, ein kleiner gegenüber dem Eingang mit einem Hauptfenster an der, der Türe entgegengesetzten Wand, der andere Raum, links vom Eingang, tieferer, mit einem zweiten Fenster. Beide Fenster schauten gegen Süd-Osten.

Das erste Fenster, zirka 60-mal 80 cm und mit Quergitter versehen, ist ein Meter von der rechten Ecke entfernt. In dieser Ecke stehen, gerade stehend, Griffwerkzeuge ohne Rinde und da ich ihr unterstes Ende nicht sehe, kann ich nicht verstehen wozu sie gebraucht werden.

Sie sind verschiedentlich hoch, zwischen einem und anderthalb Meter.


§ 139

An die gegenüberstehende Ecke, rechts vom Eingang, weitere Arbeitswerkzeuge, unbearbeitet, aus Holz. An der Wandmitte steht das Möbelchen, worauf der Pickel abgelegt ist.

Links vom Hauptfenster, auf dem festgestampften Boden, am Fuß einer geräucherten Wand, sehe ich den Schädel eines Wiederkäuers, der im Vergleich zum Unterkiefer, der noch mit den Zähnen versehen und der schmal und lang ist, klein ist. Er ist weiß, mit einigen schwarzen Streifen und die Augenhöhlen sind schwarz zugestopft. Ich erfasse, dass es sich um den Oberkiefer eines Kängurus handelt, der als rudimentärer Kochlöffel dient.

§ 140 

Weitere Behälter, den Eimern gleich, sind hintereinander in einer Reihe aufgestellt Äußerlich sind alle vom Rauch schwarz gemacht, nur einer ist im Innern bankschwarz und scheint aus Tonerde zu sein. Sie scheinen Kochtöpfe zu sein. Über diesen sehe ich, an der Wand hängend, drei oder vier haarige prallende Taschen und formlose Gegenstände. Vor solchen Objekten sehe ich auf dem Boden zwei grauen Möbelchen, gleich jenem das den Pickel trägt, aber kleinere, worauf schwarze und blanke Steine stehen, mit Spitze und Schneide bearbeitet.. Es ist mandelförmiges Gestein, Schaber und Messer. Zwei weiße Felssplitter scheinen Feuersteine zu sein.

All das stand in der Hälfte des rechten Zimmers, das von der Türe und von dem gegenüberliegenden Fenster beherrscht war.


§ 141

Ich drehe mich nach links, um die andere Hälfte des Raumes zu sehen.

Die Wand an welcher die Taschen hingen, nach einer stumpfen Ecke, fuhr weitere zwei Meter in die Tiefe weiter und besaß eine anderthalb Meter hohe Grundmauer, während der obere Teil aus senkrechten Balken, oder aus ein wenig krüppeligen Brettern, die aus Baumstämmen gewonnen zu sein schienen mit Verwendung von Holzkeilen von einer Seite zur anderen.

Sie waren angereiht und mit haarigen Riemen an zwei oben liegenden Stangen angebunden. Zu unterst waren die Bretter an die Mauer gefestigt.

Zwei kleine Regale hingen an der Wand, sie trugen Vase aus verschiedener Größe. Einige schienen wie enthauptete Kürbisse. Die Regale reichten bis zur Ecke der anderen Wand, am Osten.


§ 142

In der Mitte von dieser letzten Wand stand ein Fenster so groß wie das vorige, aber, was ich beim vorigen nicht feststellte, während jetzt in die Augen sprang, war ein Glänzen aus verschiedenen Farben. Fensterbank, Pfosten und Sturz trugen weiße, rote, grüne und gelbe Edelsteine hineingeschlagen. Einige so groß wie Hühnereiern, andere kleiner. Sie spiegelten die Sonnenstrahlen wider, die zu jener Stunde sich auf einen großen Tisch, der in der Mitte des linken Zimmers stand, richteten. Auf dem Tisch sah ich, auf meiner Seite, ein Tierfell, das andere voluminöse Objekte zudeckte. Am gegenüberliegenden Ende des Tisches, gerade vor dem Fenster, sah ich andere glänzende Gegenstände aus verschiedenen Farben, die in der Form den Flachscherben glichen, welche an der Basis fest waren und sehr zugespitzt waren.

Mein Gedanke fuhr zu den provisorischen Wohnhäusern der Pioniere, der Gold- und Diamantensucher in Amerika. 



Der “Dämon” der Habgier und der Sinnlichkeit


§ 143

Beim Anschauen von diesen spitzigen Gegenständen, stellte ich fest, dass sie nicht zufällig hingestellt wurden, sondern, dass sie nach einer gewissen Ordnung angestellt wurden, zu irgendeinem Zweck bereit, den ich nicht wusste.

Ich konnte mich nicht zurückhalten zu fragen:

- Was sind diese Dinge? -

- KOSTBARKEITEN – war die Antwort.

Dann fügte die Stimme hinzu: - GEFÄHRLICHE DINGE. –

- Warum lässt er sie so ausgestellt, wenn sie so gefährlich sind? -

- FELLSCHNEIDER – wiederholte die Stimme und fügte leise hinzu – VON TIEREN. –

Nach einigen Sekunden fügte sie hinzu:

- KOSTBARE GEFÄHRLICHE OBJEKTE. - In jenem Augenblick erreichten die Strahlen, die bei den kostbaren Objekten und bei besonderen Scherben widerspiegelten, meine Augen. Ich begriff, dass die Worte, die ich gehört hatte, sowohl sich auf die einen als auch auf die anderen sich bezogen.


§ 144

Unterdessen fuhr die Stimme fort:

- DER MENSCH HAT ALLE KOSTBARSTEN DINGE ZUM BÖSEN GEWENDET, UND NICHT NUR DIE MATERIELLEN. DEM DÄMON DER HABGIER, DER SINNLICHKEIT …- und weitere fünf oder sechs Worte von denen ich mich nicht erinnere.

Es war das zweite Mal, dass der “Dämon” genannt wurde; in diesem Fall begriff ich, dass es sich nicht um ein vernünftiges Wesen ohne Leib handelte, sondern um “eine Leidenschaft” des bösen Menschen. Gleichzeitig konnte ich nicht von dem während meiner religiösen Ausbildung erlernte Prinzipien Abstand nehmen.

Ich dachte an die Figur von Eva beim Beißen und es kamen in mir Zweifel auf, ob die Erscheinung nicht teuflisch sei. Daher, an die Geste von der Hl. Bernadette vor der Erscheinung in Lourdes denkend und da ich keinen Rosenkranz griffbereit hatte, sagte:

- Jetzt richte ich dich schon noch übel zu, was auch immer geschehen mag, töten kannst du mich nicht. Auch wenn du das Haus umwirfst. -


§ 145

Gespannt und auf das Schlimmste vorbereitet, erhebe ich die Hand, um das Kreuzzeichen zu machen und sage:

Im Namen des… - und ich kann die Hand nicht zur Stirn erheben. Sie ist so schwer wie noch nie. Mit der Hand komme ich nur bis zur Nase, daher muss ich mich zufrieden geben die Stirn zu beugen bis ich mit der Nase mir die Fingerspitzen zu berühren gelingt und ich fahre fort:

-… Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes – alles ohne Hindernisse.

Dann, während ich auf dem Sehbild an den vier Ecken mit der Ausrufung des Wortes “Amen” die Teufelsaustreibung machen will, sage ich laut:

- A-me-e-en. -

Bei der Aussprache vom “A” gelang es mir nicht die Hand auf das Sehbild zu bringen. Ich erreichte nur unter die untere Seite.

Sehr überrascht hörte ich eine Stimme, die das Echo der meinigen und stärker als die meinige schien; sie übertönte meine Worte und buchstabierte die vier Silben; sie rief sogar zwei Worte aus, die dem Ausruf - VA BE – E – EN - entsprechen.

Ich war überzeugt “A-men” gesagt zu haben. Ich hatte nicht den Schnupfen, um zu denken ich hätte “ben” anstatt von “men” ausgesprochen.

Bevor Ich die Bedeutung des neuen Ausdruckes, den ich meinte es handle sich um eine Verunstaltung, verstand hatte, wehrte ich mich und sagte: 

- Herr, Sie verdrehen die Situation zu Ihrem Gunsten. Ich bin nicht Balaam, ich stehe immer zu Ihrer Seite. -


§ 146

Unterdessen schaute ich gegen die Türe, wohin das Echo der letzten Silbe “en” gelandet war. In meinem Innern sagte mir eine Stimme:

- WAS WILLST DU NOCH MEHR? -

während der Knabe hinausging, warf ich jenem ländlichen Wohnbau noch einen letzten Blick. Beim Hinausgehen, an der rechten Wand, sah ich, dass mehrere Holzbündel da standen. Es war keine Schafgelegenheit vorhanden; weder war keine Treppe, um zu einem eventuellen Hängeboden zu gelangen, da; im Zimmer sah ich auch keinen Herd. Es handelte sich nur um eine Arbeitswohnung.

Es blieb mir den Widerstand meines Armes bei der gewünschten Bewegung zu erklären. Aus den beiden Versuchen verstand ich, dass ich das Blickbild mit der Hand nicht verstecken sollte.

Ich bewegte die Hand auf die Seite, nach oben, nach unten, nach vorne, nach hinten: alles normal. Die Tatsache, als ich mich an die mehrere Male erinnerte, bei welchen eine geheimnisvolle Macht sich meiner physischen und geistigen Fähigkeiten bemächtigte, überraschte mich nicht mehr. 

Es ist herrlich sich von der göttlichen Weisheit aufs Spiel setzen zu lassen.


§ 147

Zerstreut vergaß ich den Knaben, oder besser verstand ich seine Bewegungen nicht, nachdem ich ihn aus dem Zimmer hinausgehen sah.

Nun sehe ich ihn undeutlich, wie durch ein Material, einer Masse aus Erde und Fels, durchsichtig gemacht. Er stand hinter einem Erdwall und hinter einem Abgrund, vier oder fünf Meter entfernt und ich befand mich ungefähr zwei Meter höher als er. Nur später begriff ich, dass er sich auf dem Balkon eines ländlichen Hauses befand und ich auf der Terrasse über den gegenüberliegenden Erdwalles.

Er machte akrobatische Übungen, die ich nicht verstand, weil ich ihn in einem kleinen Rahmen nur teilhabt sah, ohne Beziehungsumrandungen.

Er stieg einige Tritte auf und ab, er beugte sich, er krümmte und wendete sich, er hing mit einem gebeugten Bein rittlings auf einer Sprosse einer Leiter.

Mit der linken, wegen des Bisses blutenden Hand, hielt er immer am Arm das Mädchen; er arbeitete nur mit der Rechten, Kopf nach unten und schweißtriefend.

Das Mädchen, das an seiner wegen der Kratzwunden blutenden Brust stand, und das von seiner auch blutenden Hand gehalten wurde, war ganz von Blut verschmiert. Ich begriff, dass der Knabe die Riemen, die die Tritte jener Sprossenleiter festhielten am Entbinden war: er wollte zwei oder drei der untersten Holzsprossen wegnehmen, damit Eva nicht hinauf gehen konnte.

Eva hatte nämlich kurze Beine und ohne einige Pfeiler wäre sie nicht imstande gewesen hinaufzuklettern, denn ihre kurzen und breiten Füße waren keine Greiffüsse.

Daher musste der Knabe jene Sprosse, die ungefähr 35 cm. voneinander entfernt waren, von unten anfangen zu entbinden, vom dritten und vierten anfangend, den ersten und zweiten angebunden lassend, um die anderen Pfeiler zusammenzuhalten. Die Riemen, die die Sprossen festhielten, mussten, wegen der langen Sonnen- und Luftaussetzung, dürr und hart gewesen sein. Daher die Mühe jene Knoten zu entbinden.


§ 148

Es schien mir ein sinnloses Spiel, daher fühlte ich das Bedürfnis mich selbst zu kontrollieren:

 “Ich träume nicht. Ich bin hier in meinem Pfarrhaus, diese sind meine Möbel. Dieses Licht, das mein Zimmer füllt ist eine geheimnisvolle Sache. Ein Vorzug für mich? Handelt es sich um eine Erscheinung die auch andere haben? Ich wäre froh davon. Viele Zeugen würden mehr Glaubwürdigkeit verleihen und der Bericht wäre vollständiger, falls sie den Mut hätten zu bezeugen”

- Herr, Sie kennen mich, Sie wissen, dass ich kein gutes Gedächtnis besitze und, dass ich die in so weniger Zeit gehörten und gesehenen Dinge nicht imstande sein werde sie zu erinnern und sie zu ordnen.. 



Die Bauten des ersten Menschen


§ 149

Während der Knabe seine Arbeit fortsetzte, versuchte ich im Geiste den Ort, wo ich mich befand, wahrzunehmen und versuchte durch die sehr begrenzte Bildausschnitte, die im Sehbild zu sehen waren, festzustellen, wo die Bauten vom jungen Menschen lagen, denn nur selten war es mir ermöglicht eine ausgedehntere Szene in ihrer ganzen Ausdehnung zu sehen.

Ich musste mir nicht wenig Mühe machen, um die kleinen Einzelheiten zu verbinden und mir im Geiste ein einheitliches Bild zu machen.


(Anmerkung der Herausgeberin) Da in den Schriften von Don Guido keine ganzheitliche und bis ins Detail dargebotene Schilderung dieses Ortes befindet, habe ich mir von ihm die vielfältige Beschaffenheit des Ortes schildern lassen und machte mir Notizen davon. Was folgt ist das Ergebnis von den Erklärungen die ich gesammelt habe.

Don Guido sagte mir:

Nur wenige Male war es mir gestattet panoramische Szenen aus weiten Ausmaßen zu sehen. Fast immer war die Erscheinung gezielt mir eine Einzelheit, die eine besondere Bedeutung hatte, sehen zu lassen. Auf dem äußersten Felsausläufer eines von Norden nach Süden gelegenen Vorsprunges, der von breiten und tiefen Schichten von Sandstein, die ihn schräg durchschnittenen und die gegen Nord-Osten geneigt waren, hatte der Knabe, die Besonderheit des Bodens ausnutzend, sein Wohnhaus gebaut.

Der Felsband, worauf das Wohnhaus gebaut war, an jener Stelle, war wenigstens 5 Meter tief und nicht weniger als drei Meter hoch.

Die Lage des Erdbodens erlaubte voll und ganz den Boden des Felsbandes als Fundament und den oberen Felsband, der mindestens einen Meter über die Mauer des Hauses selbst hinausragte, als natürliches Dach auszunutzen. 

Diese Mauer, von vorne gesehen, zeigte keine Öffnungen und, um sie wasserdicht zu machen, war mit Teer behandelt. daher schien sie wie eine schwarze Mauer. Wenn man das Gebäude von vorne anschaut, so lag der Eingang an der linken Wand und, auf der gegenüberliegenden Seite erhielt die Wohnung Licht aus zwei Fensterchen, die mit waagrechten Stäben versehen waren, von denen ich schon gesprochen habe.

Diese große Tiefe des Felsbandes wurde durch das Aushöhlen vom weichen Mergelband, das zwischen den beiden Felsbändern lag, gewonnen.

Mit den anderswo gewonnenen Sandsteinplatten, hatte der Knabe, hingegen, die drei ausgesetzte Seiten der Wohnung, die zwischen den zwei Felsbändern und von einer auf dem untersten Felsband sechs Meter hoch gebauter Eindämmungsmauer halbverdeckt da stand, gebaut. Das aus der Aushöhlung gewonnene Material wurde um den Erddamm auszuebnen verwendet, der von einer Eindämmungsmauer abgestützt war.

Diese erfinderische Arbeit erlaubte dem jungen Mann sich einer Terrasse auf Wohnungsebene zu bedienen, welche ihm erlaubte auf alle Fassaden der Wohneinheiten zu blicken, wie auch das Material, das die Wege den Felsbänder entlang hätte behindern können, unter Kontrolle zu halten.

Der Felsband kam von Osten und entlang demselben lief der Pfad, der die Anhöhe mit der Ebene verbindet. Dieser Pfad, der dem Abhang des Felsvorsprunges entlang lief, nachdem er von Osten nach Süden und dann von Süden nach Westen bieg, war mit einer künstlichen Barriere versperrt oberhalb derselben das Wohnhaus gebaut wurde.

Die Absperrung, die eine Mauer war, an der Basis abgrenzte einen leicht nach Nordosten geneigten Felsboden, der abgeschieden war. Rechts, immer den Erdwall von vorne anschauend, stand die Wand eines Landbaues, eine Art “Dependance”, mit welcher einen Rechteck bildete.

An der Fassade von diesem Landhaus, die auf einer niedereren aber einfacherer Ebene als die vorige, welche den kleinen Hof abgrenzte, zu stehen kam, - so fährt Don Guido weiter – öffnete sich gegen Westen ihre einzige Eingangstüre. Auf der entgegengesetzten Seite der ländlichen Wohnung, stand, gegen Osten, das einzige kleine Fenster.

Die zwei weiteren Seiten des Felshofes waren von einer halbkreisförmigen kleinen Mauer abgegrenzt, aus welcher man die unten stehende Ebene anschauen konnte. 

Außerhalb von dieser kleinen Mauer lief der Pfad, jener welcher von der östlichen Seite des Felsvorsprunges kommend der Knabe hinaufgelaufen ist, als er von Eva verfolgt wurde, und welcher nach der Ecke mit dem Erdwall, nach Westen hinunterstieg.

Von hier weg wies der Pfad einen teilweise mit breiten Stufen gepflasterten Fussbodenbelag auf bis er eine kleine Wiese erreichte, die auf einem Steilhang war und wo der junge Mann seinen Hühnerhof eingerichtet hatte.

Die ländliche Wohnung, die zum Hof gab – fährt Don Guido fort – erfreute sich nicht von einem Regenschutz aus der Verlängerung des Felsbandes auf welchem die höhere Arbeitswohnung stand, aber, auf allen drei Seiten, war er ausgesetzt und sie war sie auf dem Steilhang, auf demselben Felsband vom kleinen Hof gebaut.

Dieses Landhaus brauchte, also, ein echtes aus Baumrinden gemachtes Dach, ein Zeichen, dass, an jener Stelle, der obere Felsband zurücktrat.

Auf der anderen Seite des Hofes, wo das erwähnte Fensterchen stand, schaute das ländliche Wohngebäude auf eine Graslichtung, die, leicht nach links biegend, mit dem benannten Pfad am Osthang des Feldvorsprunges weiterfuhr, bis er, nach einer Kurve von 18o Grad, die unten stehende Ebene an der Süd-Ost-Seite erreichte.

Bei der ersten absteigenden Strecke, etwa zehn Meter vom Landgebäude, war ein Erdrutsch da, der dem Durchgang Schwierigkeiten, aber nicht unüberwindliche, bot. Es handelte sich um den Erdrutsch, der der Szene vom Biss von Eva als Hintergrund diente.

Das Parterre von diesem einfacheren ländlichen Haus diente auch als Wohnung. Nach dem Tod von Abel konnte ich auch im Innern diese Wohnung sehen: Es war ein armer Raum, verräuchert, aus festgestampften Boden, flach, sauber. Während der folgenden Erscheinungen entdeckte ich, dass hier das Feuer, um Brot zu backen, angezündet wurde und später die dem Kain zugewiesene Wohnung wurde. 

Das obere Stockwerk des Landhauses war als Heuschober bestimmt oder als Kornspeicher und besaß einen Balkon, der zurücktrat und der mit einem Schindeldach bedeckt war, die ganze Länge die in den Hof schaute.

Da der Höhenunterschied zwischen dem Hof des Landgebäudes und der Terrasse der Wohnung des jungen Menschen 5-6 Meter betrug, - fährt Don Guido fort – war der Balkon vom Landhaus ein Paar Meter tiefer als der Boden, der ob dem Erdwall stand. Daher wurde die Verbindung zwischen den beiden Ebenen durch eine Sprossenleiter, die auf der Nordseite des Balkons stand hergestellt.

An der entgegengesetzte Stelle eine andere Sprossenleiter stieg auf den Pfad, der an der südlichen Seite des Landhauses lief, hinunter.

Das untere Gebäude, das als Heuschober diente, wich von der Achseilinie mit dem oberen Gebäude, das als Arbeits- und als Wohnraum diente, ab und zwischen den beiden Gebäuden bildete sich eine Ecke von mindestens 130 Grad, denn der obere Bau, in der Mitte der Terrasse, im Vergleich zur südlichen Mauer des Erdwalles, war schräg.

Aus der Weiterführung des Felsbandes, der auf derselben Stufe als die obere Terrasse stand, gelangte man, auf der westlichsten Seite und über die Wohnung des Jungen, zum Eingang eines langen und tiefen Innenraumes, wo eine armselige Schlafgelegenheit eingerichtet war. 

Dieser Innenraum war vollständig aus dem Fels gewonnen und erhielt Licht von nur einer Öffnung. Während die Seite des Innenraumes dem Band von Sandstein entlang lief, wurde die Talseite durch eine Schutzmauer, die bis zum natürlichen Dach des eigentlichen Felsbandes geschlossen. Diese Wohngelegenheit sah ich im Innern nur einmal beim Traum über die “Erbsünde.” 

Ich habe die Lage dieses Innenraumes aus der Tatsache gefolgt, dass bei der Gelegenheit der “Erbsünde”, der Knabe die ganze Länge des Balkons lief, das Sprossenleiterchen, das auf die Höhe des Erdwalles führte, hinaufstieg, nicht in den Kostbarkeitenraum hinein ging, sondern fuhr weiter auf der Terrasse, bevor er in den Innenraum verschwand.

Ich stellte fest, dass der Eingang gegen das Tageslicht gewendet war und, dass das Bett parallel zum selben Felsband, an der Bergwand haftend, während der Innenraum lang und schmal schien.

Über dem Felsband, der als Dach für die Wohnung für den jungen Menschen diente, stand die Zisterne, die ich nicht sah, aber, dass ich vermute sie sei dort gewesen, verschlossen, gegenüber welcher der Knabe mit der Honigwabe in der Hand war und sich dort umdrehte und sprang unter, wie ich im ersten Teil der Erscheinung sah.

Ich folgerte das aus der Richtung des primitiven, aus Bambusröhren verfertigte Wasserleitung, wie ich ebensoviel im ersten Teil der Erscheinung sah, und wie ich das Wasser auf dieser Seite der schwarzen und blinden Mauer der Wohnung fließen sah, und als ich sah, dass der Knabe in den dunklen Ort links von der Mauer verschwand und nach einigen Sekunden das Schieberventil aufdrehte und das Wasser fließen lies.

Der Knabe, also, – abschließt Don Guido - während er die Sprossenleiter, die zur ersten Ebene, jene des Pfades und des Hofes in den Balkon vom untersten Landhaus führte, unbenutzbar machte, verunmöglichte jeden Zugang zu all seinen reservierte Ecken.




 “Der Stammvater der Menschheit”


§ 150

 Ich befand mich an der äußeren Ecke des Erdwalles, der auf den unteren Hof gab und zu meiner Linken stand die nach Süd-West gerichtete schwarze Mauer der Wohnung.

Auf einer tieferen Ebene und fast gegenüber, steht schräg die Fassade des Landhauses [es handelt sich um das in der vorigen Beschreibung benanntes Landhaus] 

Ich erblicke den Jungen, der vom Pfad kam und nun auf der Höhe der Sprossenleiter, von welcher ich nun die oberen Enden unterscheide, die am Rand des Balkon, den ich vorher nicht gesehen hatte, angelehnt waren.

Ich sehe ihn von unten aufkommen und er läuft auf dem Balkon gegen mich. Der Knabe stand nicht auf derselben Ebene wie ich, sondern ungefähr zwei Meter tiefer.

Er blieb etwas stehen; dann mit der freien Hand wischte er sich die Stirn und befreite sie von den Haaren, die ungeordnet und klebend vor den Augen hingen. Ich schaute ihn seitlich an, denn der Balkon stand senkrecht zum Erdwall, der den Hof, der unter mir stand, beherrschte.

Auf einmal, in der Nähe vom Erdwall worauf ich stand, sah ich ihn verschwinden. Er musste noch eine Sprossenleiter, die ich nicht sah, hinaufsteigen, um zu meiner selben Ebene zu gelangen.

Er blieb einige Minuten verborgen, vielleicht um auszuruhen.


§ 151

Als ich von dieser Ecke ihn vor mir, auf der Terrasse, vielleicht 6 Meter entfernt, erscheinen sah, blieb ich von seinem Aussehen sehr überrascht Er blieb stehen.

Er hielt den Kopf gesenkt, keuchte, vielleicht weinte er. Die langen Haare klebten ihm vor Schweiß und Blut am Nacken. Die rechte Wange und die Lippen waren geschwollen, auch hatte er Beulen an der Stirn.

Dann lief er gegen meine Linke in Richtung schwarze Mauer.

Das Blickbild folgte ihm nach und es verschiebt sich nach links und der Balkon, rechts, verschwindet. Die Szene umrahmt immer den Knaben, der einige Sekunden stehen bleibt und der als Hintergrund jene schwarze Mauer, von welcher ich sprach, hat. Das Gesicht, die Brust, die Arme, die Hände und auch das Mädchen, für das wenige das ich sehen konnte, waren blutdurchtränkt. Er war entstellt, unkenntlich.

Das lies in mir den Eindruck aufkommen, es handle sich nicht mehr um die gleiche Person, sondern um einen Fremden. Beim Zusehen wie er die linke bluttriefende Hand, fragte ich:

- Jäger? -

Ich erinnere mich nicht gut an die Antwort. Es schien mir sie wäre:

- ungefähr - und dann eine weibliche Stimme sagte leise – AUS HONIG – aber ich verstand nicht.

- Armer - sagte ich – er besaß keine Waffen um sich zu verteidigen und überrumpelt in seinem Erlebnis, hat er sich so häuten lassen? Aber, wer ist er?


§ 152

- ERKENNST DU IHN NICHT? ER IST ROT - wurde mir geantwortet.

- Doch nicht, Herr! Ich sehe gut: ich kann die rosige Farbe seiner Haut von den Blutstreifungen, von denen er beschmiert ist, und auch von den den roten Streifen, die ihm den linken Arm und die Brust durchziehen, unterscheiden. Selbst jene kleine Beute, die er in den Händen hält und die zappelt, ist blutgetränkt. Ist auch sie verletzt? Lohnte es sich so viel zu riskieren? Aber wer ist er?


§ 153

- ER IST DER STAMMVATER DER MENSCHHEIT -

 “Es handelt sich um eine Benennung von Adam – dachte ich. - Niemals hat er ihn mit dem Namen Adam genannt, warum? Vielleicht weil dieser Name nicht alles aussagt. Der Name Adam bezieht sich auf die Erde, denn Ad-ham bedeutet der “Dominus-Terrae” d.h. “Herrscher der Erde” (und nicht wie einige meinen “aus dem Erdboden gefertigt”). Und dieser Name kann man nicht auf die Menschheit beziehen. Das ist wichtig.

Er nannte ihn “DAS MUSTER”, “DEIN ERSTER VERWANDTER”, “DAS PROTO”, “DER URVERWANDTER”, “DER STAMMVATER”, “ROTER”, “DER STAMMVATER DER MENSCHHEIT”, und “DER MENSCH”, alle Namen ohne große Ehrerbietung, doch nie nannte er ihn “Adam.” So wie er auch nie das Ancesterweib “Eva” nannte.



Der Junge reinigt die Wunden


§ 154

Nun, da ich ihn vor mir sehe, schaue ich ihn an und erkenne in ihn gar nicht den schönen Jungen, der die rechte Hälfte meines Körpers besetzt hatte.

Er hörte auf zu keuchen, erhebt den Kopf, zerstreut die blut- und schweissbefleckten Haare hinter der Stirn und, mit einem entschlossenen und anständigen Schritt, begibt er sich, der Seite der schwarzen Mauer entlang, gegen die entgegengesetzte Ecke aus welcher er erschien.

Am Ende der Wand ist eine Zone, die im Schatten liegt, links von der senkrechten Linie des Sehbildes und oben von der waagrechten Linie desselben Sehbildes umgrenzt. Ich weiß noch nicht was darüber steht. Ich sehe auch nicht was in jener Art ganz schwarze Öffnung, im Schatten, ist.

Sicher steht dort eine weitere Sprossenleiter, die auf den Felsband steigt und wo, vermute ich, die Zisterne sich befindet.

Er tritt in jenen Schattenflecken und, nach einigen Sekunden, sehe ich vor der schwarzen Wand eine dicke anderthalb Meter breite Wasserwand herunterfallen.

Er wird die Leiter hinaufgestiegen sein und er wird das Schieberventil aufgedreht haben, um das viel fallende Wasser, das über die Mauer, aber entfernt von dieser, freien Lauf zu gewähren. 

All das lässt denken, dass die Wohnung unter dem Rand des Felsbandes eingerichtet war, und, dass diese somit, nicht schon über ein Dach, sondern sogar über ein wasserdichtes Dach verfügt

Das Schwarze der Fassade kommt von der Wasserundurchlässigkeit durch Teer her.

Dieser kleiner aber genügende Wasservorrat, der von den Sonnenstrahlen erwärmt wurde und durch eine primitive Wasserleitung, die aus in einander getriebene Bambusröhren bestand, genügte um die Wohnung gemütlicher zu gestalten.

Ich denke: “Erfinderisch der Knabe!” Dann, während ich darüber nachdenke, erfasse ich, dass er in seiner Vollkommenheit weitaus intelligenter ist, als jeder heutiger Wissenschaftler, welcher, wenn auch mit viel mehr Kenntnissen ausgestattet, immer irgendeine kleine Beeinträchtigung seiner Fähigkeiten aufweist.

Dieser lebhaften Intelligenz kommt die Tatsache hinzu, dass ihm Gott als Vater und Mutter da stand und, dass Gott ihm alles, was angebracht ist, gelehrt hat, also auch wie man bauen soll.

Der Knabe kommt heraus, begibt sich in die Mitte der Wand, immer mit dem Mädchen am Arm und an der Brust angelehnt. 

Ich sehe ihn gegenüber und ungefähr 6 Meter von mir entfernt. Er entfernt sich drei vier kleine Schritte von der Wand und unterzieht sich, einige Sekunden lang, mit geneigten Kopf, jener reichlichen Dusche; nachher, ohne sich umzudrehen, geht zur Wand zurück.



Das umgekippte Omega


§ 155

Unterdessen zog sich mein Beobachtungspunkt zurück: es war als ob ich im Raum schweben würde, vielleicht 10 Meter vom jungen Mann entfernt. Die Ebene, auf welcher der Knabe sich bewegt, scheint, diesseits vom Wasservorhang, von einem sehr schwarzen und undurchsichtigen Geländer, zirka 10 cm. breit, vollkommen gerade und, ich weiß nicht wie, an den beiden Seiten des Bildschirmes gefestigt. Es war mir nicht möglich den Boden der Ebene zu sehen, denn ich sehe den Knaben nur von den Fußknöcheln hinauf. Dieses Geländer scheint nicht aus zwei Teilen zusammengesetzt zu sein, denn in der Mitte sind keine Verbindungsspuren zu sehen, es handelt sich um ein homogenes Stück.

In der Mitte vom Geländer, oder schwarzer Streifen, ist hingegen, ohne Nähte, ein Goldgegenstand, vielleicht ein Siegel, einem am Boden liegenden 7 oder 8 cm. großen Knopfloch, mit der Kurve nach mir gerichtet, einverleibt. 

Es gleicht nicht einem Hufeisen, denn der runde Teil ist zu eng im Vergleich zu seiner Länge. Es gibt den Eindruck, eher ein “umgekipptes Omega” zu sein.

 “Ja, es ist ein umgekipptes Omega”, kam ich zum Schluss.


§ 156

Jenes “Omega” war die Gegenüberstellung zum “Alpha”: das Alpha war der Schöpfer, es war der geschriebene und gesprochene Name am Anfang des Schöpfung. Das Alpha ist auch der reine Geist, das Absolute, die erste schöpferische Kraft die Gott ist. Das Omega, hingegen, ist der erste Mensch und die erste Frau und deren reinen Nachkommen, auch sie geistbegabt. Diese Nachkommen sind rechtmäßige Kinder Gottes, denn der Geist der sie beseelt ist eins mit der Wesenheit des Vaters.

Ich erkannte auch, dass mit der Geburt von der ersten Frau, auch die Zeit der Schaffung von neuen lebenden Arten abgeschlossen ist (44). Mit dem Abschluss vom sogenannten 6.Tag, der Schöpfer sagte: “Schluss”, und er hörte auf zu schaffen. Er enthielt sich direkt einzugreifen, wo er bis jetzt auf die Keimzelle einwirkte. Der Schöpfer hatte sein Programm, da er nun sein letztes Meisterwerk, die Frau, geschaffen hatte, zu Ende geführt.

 Warum aber umgekippt? – fragte ich mich. – Vielleicht war bereits im Geiste vom Knaben die Idee nach seinem Gutdünken sich zu benehmen und Gott nicht zu gehorchen, weswegen schon vorgesehen war, dass das Meisterwerk, das Omega, umgekippt worden wäre? Und warum nach links? Vielleicht weil die Linke die bösen Neigungen versinnbildet, während hingegen der Herr zu unserer Rechten steht?”

In der Tat, auch nach der Schöpfung vom Omega, hörte Gott nicht auf neues Leben zu schaffen: Er schuf das Ei von Sara, Mutter von Isaac, das Ei von Anna, Mutter von Samuel; da Ei von Elisabeth, Mutter von Johannes dem Täufer, und halbierte somit die Hybridisierung; das Ei von Anna, Mutter Mariens, und gleichzeitig den Samen, der es befruchtete, denn Maria hat von sich gesagt, sie sei die “Unbefleckte Empfängnis”: d.h., dass Maria von keinen von ihren Eltern unvollkommene Gene erhalten hat; schließlich schuf das vollkommene Ei von Maria, indem Er Jesu eine vollkommene menschliche Natur gab, zu welcher auch der Geist Gottes hinzutrat, seine göttliche Natur zustandebringen. Also, Gott schuf keine neue Art mehr (45).





(44) Fußnote Nr. 10, Seite 87 nachsehen

(45) Vorausgehende Fußnote nachsehen



Die Wiege der Menschheit: das Wann und das Wo


§ 157

Während der Mensch unter der Dusche kommt und geht, denke ich an die letzte Benennung, die ihm gegeben wurde: “ROTER” und, ihn mit den Rothautmenschen in Verbindung zu setzen, frage ich mich:

 “Ist es möglich, dass die Menschheit ihre Wiege in Amerika gehabt habe? Die Bibel kann sich nicht geirrt haben, auch wenn jemand behauptet, dass sie wissenschaftlich nicht glaubwürdig ist Die Angabe der Bibel stimmt mit den ältesten Anhaltspunkte der Paleonthologie und Archäologie überein, welche behaupten der Mensch sei in den alten Kontinenten erschienen.

Passend und pünktlich kam die Erklärung:

- ES GESCHAH VOR VIELER ZEIT. WEISST DU AUCH DIESES? -

Die Frage enthielt einen Vorwurf wegen meiner Anmaßung, die ich, bezüglich der Zeit der Erschaffung der Sternen gezeigt hatte, aber ich erkannte das nicht sofort und ich antwortete unerschütterlich:

- Ich weiß es, Herr; zwischen dem Ende vom Tertiär und dem Anfang vom Quartär. -

- WEISS DU VOR WIEVIELEN JAHREN ? –

Ich erinnerte mich an die gewagteste Annahme von Teilhard de Chardin, der eine Million Jahre einräumte, was ich als zu beschränkt ansah, wenn man an die Zeit denkt, die die ersten Geschlechter nötig hatten, um sich zu unterscheiden und um sich über die Himalajakette nach China und nach Süden gegen Afrika, auszudehnen. Daher antwortete ich:

- Anderthalb Million oder zwei. -

- NOCH MEHR – antwortete er

- Drei? –

- NOCH MEHR – wiederholte

- Vier? Cinqu…(fünf)

Ich hatte das Wort nicht beendet, als ich hinzufügen hörte:

-… ANTA – und ein schwaches Echo setzte für zwei Sekunden das letzte “A” fort.

Die Zahl, im Vergleich zu den Angaben der Wissenschaft, war so übertrieben, dass sie mich misstrauisch, ja sogar ungläubig machte. Hatte er “ANTA” gesagt, als ich “quattro” oder “cinque” ausgesprochen hatte?

“Handel es sich um vierzig oder fünfzig” ? dachte ich. 




(Anmerkung der Herausgeberin) Als Don Guido mir von dieser Einzelheit erzählte, gab er zu nicht gut gehört zu haben, ob der Herrgott sein “ANTA” dem “quattro”, das er soeben ausgesprochen hatte, oder dem “cinque”, das er am aussprechen war, übereinander lag. Don Guido, im Zweifel, neigte für diese zweite Annahme. Er sagte mir aber auch, dass er in der Aufzählung der Ziffern voreilig gewesen ist, ohne keinen Abstand zwischen den beiden Wörtern zu lassen.

Einige Jahre nach seinem Tod, während die dritte Auflage am Erscheinen war, bekam ich zu wissen, dass im späteren Eozen, d.h. zwischen vor 56,5 und 35,4 Millionen Jahre, es ein Blühen von unendlichen Prärien, die von Gramineen voll waren, da standen. Diese Einzelheit beeindruckte mich, denn sie gab genau was unter § 19 geschildert wird wieder: “Gegenüber diesem Felsvorsprung öffnete sich fächerartig gegen Süden… eine flache, fruchtbare und mit Getreide besähte Ebene, die sich, so weit das Auge reichte, ausdehnte. Aus der riesigen Fläche von dieser goldfarbigen Vegetation, schloss ich ab, dass jene Getreidefelder spontan wuchsen.” Indem ich mich an das Dilemma von Don Guido erinnere, finde ich, dass die Beschreibung, die unter § 19 gegeben wird, jeden Zweifel löst und, dass daher der Herrgott hätte sagen wollen, dass der Mensch auf Erden in der Zeit, die jener Epoche entspricht, erschienen ist. 


Dann erinnerte ich mich an das, was in den Büchern, die die Evolution behandeln, geschrieben ist. Die Zeit in welcher die Trennung der Schwanzaffen von den “Pongiden” (Gorilla, Orango, Schimpanse) wird der Eozenezeit (die zweite Periode vom Tertiär) zugeschrieben, es handelt sich um eine Zeit, die vor höchstens von 70 Millionen bis mindestens 50 Millionen Jahre stattfand und die höchstens vierzig bis mindestens dreißig Millionen Jahre dauerte.

Die Hominiden werden als Zeitgenossen der Pongiden angesehen. Daher, die erste Ancesterfamilie, die unmittelbaren Vorfahren des Menschen, welche auch seine Helfer werden sollten, lebten gerade in der Zeit, der zwischen dem vierzigsten bis zum fünfzigsten Million Jahre geht.

Und wenn die Stammmutter der Ancester Zeitgenossin vom ersten Menschen ist, so ist es klar, dass Adam vor vierzig oder fünfzig Millionen Jahre geschaffen worden ist.


§ 158

Während ich den Knaben, der unter der Dusche auf und ab ging, fügte die Stimme hinzu:

- WEIT WEG VON HIER - und nach manchen Sekunden, - BETRACHTE GENAU:. IN JENE RICHTUNG. - 

Die Worte, die ich hörte, erlaubten mir nicht die Zeichensetzung zu beachten, d.h. dem Doppelpunkt nach “betrachte genau”, daher erwiderte ich sofort:

- Ich schaue schon in diese Richtung. -

Dann merkte ich, dass die senkrechten Seiten des rosaroten Rahmens, der an den Ausschmiegungen des Fensters angelehnt waren, von sehr kurzer Zeit zu Zeit glänzten, als ob sie meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollten. Zu meiner Linken dehnte sich die Seite ca 10 cm in die Ausschmiegung des Fensters aus und zu meiner Rechten lehnte sich über die Mauer und über die Fensterbank weitere 10 cm. hinaus.

Leise flüstert die Stimme mir ein:

- BEACHTE DIE ORIENTIERUNG. -

Ich wusste, dass die Ostseite des Pfarrhauses leicht gegen Norden gerichtet war. Die vom Rahmen angezeigte Orientierung beinhaltete etwas mehr als nur das Pfarrhaus richtig stellen, daher, Ost-Süd-Ost.

Sofort fragte ich:

- In Amerika? – denn ich dachte, dass er ihn “ROTER” genannt hatte.

- IN JENE RICHTUNG. –

Zu meiner Frage konnte er nicht mit dem Namen des von der Bibel genannten Gebietes, d.h. Armenien, weil das alte Armenien zwischen Türkei, Russland und Iran, und vielleicht auch ein wenig Irak, geteilt war.

Er antwortete mir in einer unerwarteter Art und Weise.

- WEISST DU WIE SPÄT ES IST? -

Eine so vertrauliche Frage überraschte mich. Ich verstand, dass Er nicht nötig hatte zu wissen wie spät es ist, sondern, dass Er wünschte, dass ich es sagen würde. Ich antwortete:

- Es wird ungefähr zehn nach drei Uhr sein. -

- SCHAU AUF DEINE UHR. –

Ich trug sie am Handgelenk. Ich näherte sie meinem linken Auge. Ich trug die Brille, ab er ich hatte Mühe, wegen dem gewohnten rosaroten Licht, die Urzeiger zu sehen. Ich wusste, dass um ein wenig die “gewohnte Stunde” meines nächtlichen Aufstehens vorüber war und das was so rasch geschah schien mir wenig Zeit in Anspruch genommen zu haben.

Somit sagte ich sofort:

- Es ist “drei Uhr” und… - 

Ich verspätete mich den Minutenzeiger zu lesen und, um Zeit zu gewinnen, fing ich an zu wiederholen:

- und Minuten…- Ich wollte, während ich die Uhr anschaute, fortfahren.

Als ich die Silbe “mi” aussprach, kam seine Stimme hinzu und sagte:

- LA – aber, ich schenkte ihr keine Beachtung. Daher wiederholte ich:

- Minuten… - Ich verstand meine Eindringlichkeit nicht und Er sagte:

- KILOMETER - beharrte er leise.

Ich erfasste das Wortspiel und nur nach einigen Monaten verstand ich, in einem prophetischen “Traum”, dass es sich um die genaue Antwort auf meine Frage und um die Richtigstellung seiner Angabe handelte, als er sagte:

- FERN VON HIER; IN JENE RICHTUNG, DREITAUSEND KILOMETER. -


§ 159 

Auf einer Landkarte, die auf demselben Maßstab Italien und den mittleren Osten zeigt, vom Santa Croce See ausgehend gegen die Mitte von jenem geographischen Kreis, den mir zu sehen gegeben worden ist, nachdem Eva sich aus der Reihe von ihren Familienangehörigen entfernt hatte, weil die Geburtswehen angefangen hatten, glaube ich, mit 3.000 Kilometer, nach einer summarischen Abmessung, erreicht man Ninive. Der Kreis, nachdem er im Norden das Schwarze Meer verlassen hatte, während er kleiner wurde, umfasste er den südwestlichen Teil des Kaspischen Meeres.

Nicht umsonst, als in der Dunkelheit des Bildes jenes beleuchtetes Punktlein erschien, ermahnte er mich: “PASS AUF DAS WAS DU SIEHST.”

Es handelte sich um einen geographischen Punkt! Außer einer anthropologischen auch eine gynäkologische Vorlesung: von der befruchteten Zelle zur Geburt.



Das Problem der ‚Rippe’


§ 160

Unterdessen beobachtete ich den Knaben hin und her gehen unter der Dusche, oder besser unter jenem Wasserfall, acht-, zehn- oder zwölfmal. Die Aufenthalte waren kurz, vielleicht weil das Wasser kalt war oder weil, auf den Wunden fließend, den Schmerz größer machte; aber auch

 weil, wann er das Mädchen waschen wollte, merkte, dass es schrie, weil die Wärme seines Kopfes zu fehlen begann. Der Knabe, nämlich, um das Mädchen mit warmen Wasser zu waschen, lies zuerst das Wasser auf seine Haare fließen, damit es lauwarm werde, um dann es auf das Mädchen fließen zu lassen.


§ 161

Ein anderes Ding interessierte mich sehr: seine Rippe.

Ein Bibelkommentator, Festorazzi (46), übersetzte den Vers der Genesis mit diesen Worten: - Gott entnahm ihm eine Rippe, legte Fleisch um ihr herum und somit bildete er die Frau. –

Ich verstand, dass jene “Rippe” die Geschlechtsrippe war, d.h. das männliche Glied, und nun wollte ich mich vergewissern, dass der Schöpfer nicht das Muster der Menschheit von jenem Glied verstümmelt hatte, um die Frau zu bilden.


§ 162

Der dicke Wasservorhang verwehrte mir gut den Knaben ins Gesicht zu schauen, aber um seine Rippe zu sehen, stand jenes sehr schwarzes Band von einer Seite an die andere des Sehbildes dazwischen, das mir verhinderte die Rippe zu sehen, weil es gerade auf der Höhe der Leiste stand. Am Anfang glaubte ich es handle sich um das niedere Geländer am Rand des Hofes, aber es war so glatt und einheitlich, d.h. ohne Verbindungszeichen im mittleren Teil, dass, nachdem ich es genauer angeschaut hatte, hatte ich Mühe zu glauben das sei vom Jungen gemacht worden.

Wenn er sich an die schwarze Wand sich anlehnte, das 15 cm. breites Band verdeckte ihm die Geschlechtsorgane. Wenn er nach vorne kam, unter der Dusche, hoffte ich sie aus unter dem Geländer zu sehen, ansonst hatte ich den Eindruck langsam nach oben gerückt zu werden, sodass ich auch von unten jenem sogenannten Geländer auch nichts sehen konnte. So jedes Mal, bis ich:

- Herr, sagte ich – in meinem Alter (65 Jahre alt) werde ich kein Ärgernis nehmen, wenn ich auch einen Mann ganz sehe. Lass mir feststellen, dass es nicht stimmt, dass du ihn von der geschlechtlichen Rippe verstümmelst hast – um der ersten Frau das Leben zu schenken. Jener ist mein Vater und ich bin nicht Cham. -


§ 163

Der Knabe geht gegen den Wasserfall und es ist das letzte Mal. Ich sehe ihn ca 6 Meter von mir entfernt, auf der Höhe von meinem Blick und ich habe den Eindruck in der Luft zu schweben, entfernt von der Terrasse. Gewohnte Gebärden: Das Wasser fließt auf den Kopf, durch die langen Haare und dann auf das Mädchen, das er in den Händen trägt, dann wechselt er dessen Platz, zuerst nach links außerhalb vom Wasser und er wäscht sich selbst mit einer Hand, dann nach rechts und er wäscht sich mit der anderen Hand.

Die Wunden scheinen nicht mehr zu bluten.

An diesem Moment hatte ich den Eindruck, für einen Augenblick, nach unten gebracht zu werden, unter dem Niveau vom schwarzen Band. Ich sah, dass der Junge unversehrt und, dass er, unter dem schwarzen Streifen des Schamflaumes, normal war. Von meiner Stelle aus, schaute ich nach oben, um zu sehen was über der Grotte, wovon das Wasser herunterkam, war, aber das Sehbild erlaubte mir nichts zu sehen über den Wasservorhang. Der Knabe ging in die Wand zurück und blieb ein wenig stehen, danach steuerte gegen die Wohnung, die an meiner Linken, über die Ecke der schwarzen Mauer, stand, zu.


§ 164

Nach einigen Sekunden hört das Wasser auf zu fallen und er kommt heraus und stellt sich an den früheren Platz. Er trocknet sich an der Sonne und hält beständig den Kopf über das Mädchen, vielleicht um es von den Sonnenstrahlen zu schützen. Ich sehe den Schatten des Kopfes und auch jene der Person nicht, daher kann ich die Tagesstunde nicht erraten. Aber, aus der Tatsache, dass der den Kopf über das Mädchen hält, verstehe ich, dass er nur so kann er ihm die Augen schützen und, dass die Sonne die Mittagsstunde überschritten hat.

Nach einigen Minuten schiebt er den Kopf des Mädchens zu seiner Rechten. Überraschung: die neue Sonnenwärme hat dem Mädchen ein Gefühl der Entspannung gebracht, vielleicht auch weil die Dusche beendet war, sodass physische flüssige Ergebnisse zu sehen sind. Von der linken Hand, die die Gesäßbacke der Neugeborene hielten, fielen blonde Tropfen, während weitere andere flossen dem Brustkorb, der von roten Kratzwunden gezeichnet war, und an welchem das Mädchen angelehnt war, entlang. Er schiebt das Geschöpf auf die Hand und auf den linken Vorderarm und, es ein wenig von der Brust entfernt haltend, mit der Rechten wischt jene blonde Flüssigkeit ab. Er schiebt wiederum das Mädchen auf die Rechte und schüttelt von seiner linken Hand den Rest von jener Flüssigkeit, mit Blut vermischt, ab. Mit einem Mitleidsgefühl dachte ich, dass der “Dominus”, der Herr der Erde nicht einmal ein Tüchlein für die “Domina”, die Herrin der Erde, die Frau zur Verfügung hatte. Ich wollte mich dementsprechend äußern, doch in jenem Augenblick wurde von mir verlangt zu sagen:

- Was wirst du mit diesem deinem kleinen Ding” machen? – in Bezug auf das Mädchen, das wirklich klein war.


§ 165

Der Knabe bleibt mehrere Sekunden dort stehen. Dann merke ich, dass seine Augen nicht mehr das Mädchen anschauen, sondern über es, über den Bord der Terrasse blicken.

Sie scheinen die Bewegung von etwas, was zu seiner Linken steht und sich unten im Hof bewegt zu verfolgen. Es schien in Gedanken versunken zu sein. Er stand fest auf seinen Füssen und drehte langsam nur den Kopf, der den Blick folgte. Eva war im Anzug.

Nun sah ich von ihm von der Seite nur den Nacken und die rechte Wange. Diese schien pausbäckiger, als ich ihn sehr nahe sah, zu sein. Der hals, im Vergleich, schien mir schmäler als normal, sodass ich an einen Typ aus dem Fernen Osten dachte.



Die Ursache der Versuchung


§ 166

Bei diesem Punkt vernahm ich eine Frauenstimme, die in einer fremden Sprache, nicht guttural, sondern harmonisch wie die italienische, sprach und das “h” deutlich aussprach; ich, aber, verstand die Worte nicht. Es war sicher eine von den beiden Himmlischen Botinnen; weshalb ich, wie bei anderen Malen, wiederholte:

- Herr, wenn das von Ihnen kommt, machen Sie, dass ich verstehe. -

Später dachte ich, dass wahrscheinlich jene Stimme nur meine Aufmerksamkeit wach rufen wollte, damit ich nachgedacht hätte auf das was am Sehen war.

In jenem Moment hat vielleicht der Knabe erwogen, dass die Neugeborene genährt werden musste. Daher musste Eva zurückgerufen werden, um ihr als Amme zu dienen. Die Versuchung zum Bösen beginnt fast immer mit der Einbildung von einem falschen Gut.

Bestand das Verbot darin, sie nicht zurückzurufen, um die verhängnisvolle Gelegenheit zu meiden? War diese die Ungehorsamkeit? In der Tat hätte der junge Vater die Milch vom Känguruweib zur Verfügung gehabt. Vielleicht, aber, dachte, dass das Känguruweib nicht imstande gewesen wäre das Mädchen zu pflegen.



§ 167

Der Knabe wird sich auch gefragt haben: “Warum hat mir Gott untersagt Beziehungen mit dem “wilden Baum” zu unterhalten? Er hat mich und dann dieses schöne Mädchen gezeugt. Gott hat gesagt, dass wenn ich ein Verkehr mit ihm (wilder Baum) hätte, würde der Tod mit dem Aussterben meines Geschlechtes erfolgen. Mein Same, aber, ist Same des Lebens, nicht des Todes. Gott hat auch gesagt: “wachset und mehret euch und füllt die Erde.” Nun bin ich erwachsen bis zum Alter wo ich zeugen kann und ich will nicht viele Jahre warten bis diese Kleine groß wird, damit sie mir Kinder schenkt. Er hat mich als Ad-ham, d.h. als “Dominus-Terrae”, “der Herr der Erde”, daher, befiehlt er im Himmel und ich bin der Herr der Erde, der Herr, der Gott hier auf Erden. Und um mein Ziel zu erreichen, werde ich so tun wie Gott: ich werde nicht sie (Eva) suchen, sondern sie selbst, in der Jahreszeit der Brunst, wird sie zu mir kommen. Sie wird mich im Bett finden, aber nicht im tiefen Schlaf, wie das vergangene Mal. Und, wenn er mir Vorwürfe macht, werde ich ihm sagen, dass es seine Schuld ist, weil er gewesen ist, der mir gezeigt hat, wie man es macht…”

Und er wird beschlossen haben, dass wenn sein Same gut war und, dass wenn das Weib, wie die Furche der Erde war, die fähig war ihn keimen zu lassen, Gott ihm nur aus Eifersucht ihm das verboten habe, schließlich, jenes haarloses Weib hatte auch ihn groß gezogen und, als Mutter, war es untadelig.

Das Sehbild rückt, langsam langsam, gegen rechts und es verlässt die linke Hälfte der schwarzen Wand.

Jenseits von der Ecke, auf einer Ebene, die nur ein wenig tiefer ist als die Terrasse, die auf dem Erdwall steht, sehe ich eine geneigte Fläche erscheinen, die von einer Art von langen aufrecht und rücklingsliegende Dachziegeln gedeckt ist. Die Ziegel stammen aus Baumrinden, sind alle verschieden, an den Enden sind zusammengezogen und sind vom Gewicht von mehreren flachen, unförmigen und gelben Steinen fest gehalten. Ich stelle fest, dass das Dach des Landhauses ist. Nun erkenne ich sogar den Bau. Ich werde nach oben getragen und, unter dem Dachvorsprung, gegen den Hof, sehe ich den Balkon von früher, der sich durch die ganze Länge des Baues hinstreckt.

Nun sehe ich, dass die interne Wand aus reinen Brettern besteht, ähnlich jenen die ich vorher bei den Kostbarkeiten sah. Aus den Spalten sah ich Stroh hervorkommen. Es muss sich um einen Heuschober, oder um einen Ort wo man die Getreide drischt, handeln.



Eva, das Weib aus den kurzen Beinen


§ 168

Aus einer allmählich höhere Stelle, die mir erlaubt über den Rand der Terrasse auf welcher ich mich befinde, sehe ich unter der Decke des Balkons, an ihn angelehnt, die ungleichen und abgesplitterte Endungen der Sprossenleiter aus acht Sprossen. Die Leiter ist auf der Seite des Pfades, der auf Hofesebene läuft, angelehnt. Sie ist nur wenig als drei Meter hoch und die Pfeiler überschreiten um einen halben Meter die Höhe der Ebene des Balkons.

An der Mitte der Leiter sehe ich Eva mit den langen Armen nach oben. Sie ist an der drittletzten Sprosse, die 70 cm von der Ebene des Balkons entfernt ist angeklammert, und sie schüttelt stark die Sprosse jedes Mal wenn sie den Kopf nach links, gegen den Knaben, richtet und indem sie den Mund aufmacht und die Zunge ausstreckt. Sie hält den linken Fuß auf der zweiten Sprosse fest.

Es fehlt die dritte, vierte und fünfte Sprosse. Aus der Stelle, wo die vierte Sprosse gebunden war, gegen links, sehe ich für einige Augenblicke, als ob sich um eine Fotomontage handeln würde, einen Fellstreifen halb an den Pfeiler der Leiter angebunden, welcher sich entölst und auf den Boden fällt.

Nun verstehe ich die Kunststücke des Jungen, um Eva das Aufsteigen unmöglich zu machen: sich niederbeugend hatte er drei Sprossen losgebunden. Der rechte Fuß von ihr steht auf halber Höhe von der folgenden Sprosse, d.h. von der ersten fehlenden Sprosse, welche, wenn sie an ihrer Stelle geblieben wäre, auf der Höhe ihrer Beinverzweigung zu stehen gekommen wäre. Trotz der Anstrengungen ihrer an der sechsten Sprosse angeklammerte Arme, gelingt es ihr nicht sich zu erheben. 


§ 170

Ich betrachte den zusammengedrückten Kopf des Weibes; die zerstreuten Haare bedecken ihn bis zum Hals; die Ohren wackeln jedes Mal, wenn es wütig die Leiter schüttelt.

Ihr Brustkorb ist gut entfaltet. Es hat abfallende Schulter. Die Hüften sind breiter als jener der Mutter und der Schwestern. Unter der linken Achselhöhle sehe ich ihr etwas Flaum und wenn es die Leiter schüttelt sehe ich die Brust von jener Seite schwanken.

- SCHAUE AUF DIE BEINE – wird mir eingeflüstert.

- Sie sind plump und ohne Form – antworte ich.

- SIE SIND KURZ - besteht die Stimme.

- Vielleicht wird es sein, weil aus hier oben, ich sie von der Seite sehe.

Für einige Augenblicke werde ich vor der Leiter, zirka 5 Meter entfernt, gebracht.

- Sie sind wirklich kurz! – rufe ich aus – sei es im Vergleich zum Brustkorb, sei es in Bezug auf die Arme, besser gesagt, im Vergleich zu den Vorderarmen. Jene Beine sind nur ein Drittel von ihrer Größe lang.



Eva wird in die Wohnung wieder zugelassen


§ 171

Ich werde wiederum auf Terrassenhöhe gebracht, an der vorigen Stelle, ein wenig mehr vom ihrer Rande entfernt.

Aus dem schwarzen Band ist nun das Knopfloch oder die goldene Schalle, das nach links geneigte Omega, das ich auf diesem Rand sah, verschwunden.

An der rechten Seite des Balkons sehe ich den Knaben mit dem Mädchen auf dem Arm, wie bei der früheren Stellung. Nun bewegt er sich gegen die Ecke, bei welcher heraufkam und verschwindet hinter ihr. Ich erkenne, dass er Eva entgegen geht.



Die schwarze Mauer


§ 172

Das Viereck, wiederum nach links versetzt, zeigt nun die ganze schwarze Mauer, wie im Anfang. Er ist wirklich ein Bau und nicht ein schwarzer Fels, wie ich mir vorgestellt hatte.

Leere Szene. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als die Mauer anzuschauen.

Das schwarze Band, nun ohne Knopfloch, nach einiger Zeit verschwindet auch. Und doch, solange jene Mauer, solange jener Rahmen und jenes Licht das mein Zimmer füllt bleiben, wird eine Schlussfolgerung geben. 

Ich untersuche die Mauer. Sie ist etwas mehr als drei Meter lang. Es ist mir nicht gegeben ihre Höhe zu rechnen, weil ich die Mauer bis zur Höhe der oberen Seite des rosaroten Rahmens sehe. Sie ist aus gelblichen Sandsteinen von verschiedener Größe, welche aus Felsbändern, wovon die Anhöhe besteht, gebildet und sie sind direkt auf der Mauer hingestellt worden. Neben einem größeren Stein, gibt es zwei oder drei andere kleinere. Es ist ersichtlich, dass der Erbauer sie verwendet hat, je nachdem sie ausgraben konnte, ohne die Gelegenheit zu haben, jene von der gleichen Größe für jede Schicht, oder Mauerlage, zu wählen. Ich wollte die Zahl der Schichten zählen, doch, wegen der Unregelmäßigkeit der Linien war mir das unmöglich.

Von den zwei senkrechten Kanten an den beiden Enden der Mauer, kann ich nur von jenem an der Rechten die Steine unterscheiden. Ich sehe, dass anstatt die Köpfe der längeren Steine gekreuzt aufeinander zu legen, diese nach derselben Richtung aufeinander gestellt sind. Abgesehen von einigen Fällen sind sie nicht “verbunden”, so wie man im Baugewerbe sagt: die senkrechte Linie der Verbindung zwischen zwei Steinen, anstatt von einem Stein von der oberen Schicht gedeckt zu sein, entspricht einer Verbindung wo derselben Schicht. Seine Unerfahrenheit auch in der Verbindung der Bausteine ist offenkundig. 


§ 173

Das Material für den Zusammenhalt ist der Teer mit jenem dünnen und regelmäßigen Sand, wovon ich den spezifischen Namen nicht kenne, aber den wir hier bei Belluno “saldan” nennen, vermischt und der sich zwischen den Sandsteinbändern an der Stelle vom Mergel befindet.

Jene Mischung ist mit Stroh oder mit Spreu vermischt, wovon ich aus den Zusammenhängen die Endungen herauskommen sehe, schwärzer bei der Wand, gelblicher bei der exponierter Seite.

Ich denke, dass, um den Teer von jenen exponierteren Stängeln, mehr als das Tröpfeln vom Wasserfall, das Reiben von Gegenständen, die in der Nähe vorbeikamen, beigetragen habe. Der niederer Teil der Mauer (ca 1 Meter) ist mit Teer verputzt und lässt die Strohstängel nicht sehen. Die linke Kante, jene hinter welcher der Eingang steht, ist vollkommen senkrecht, wie die andere und, für die Länge eines Meters, ist von einem grauen und geglätteten Verputz bedeckt.

Ich nehme an, dass der junge Erbauer der unterstehenden Teerschicht vom Verputz, den “Saldan”- Sand beigefügt habe, um sich von der verschmutzende Berührung mit dem Teer zu schützen.

Bei einigen Stellen ist ein Stück Verputz gefallen.


§ 174

Ich frage mich seit welcher Zeit habe der Mensch jener Mauer gebaut.

- Er ist kaum ein Knabe – sagte ich, als ich das erste Mal bei der Erscheinung sah. Aus der Arbeit, die er gemacht hatte, würde ich sagen, dass er nicht weniger als 15 oder 16 Jahre alt ist, dasselbe aus seinem Körperbau und aus der Tatsache, dass er schon Vater ist. Sein Gesicht, bart- und flaumlos, zeigt, dass er an der Schwelle vom Jugendalter steht, das bei ihm frühzeitig erscheint sein muss, da er voll Gesundheit und Lebenskraft da steht.


§ 175

Die Szene ist immer noch leer und ich bin müde auf einen Abschluss zu warten. Wenn man wartet, sind die Minuten lang, umsomehr nach den bis jetzt im Drama geschauten sehr kurzen Abfolgen. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als mir vorzustellen was unter den drei Hauptdarstellern geschehen wird. Er wird die Sprossenleiter hinuntergestiegen sein und, um sie wiederherzustellen, wird er das Töchterlein der Mutter überreicht haben. Diese wird versucht haben davonzulaufen, er aber wird sie eingeholt haben und sie an einen Wasserlauf geführt haben, damit sie sich wasche. Er wird auch sich und das Mädchen vom Urin gewaschen haben.

Dann, nachdem er die Sprossenleiter reparieret hatte, wird er sie (Eva), als Amme für das Mädchen, heraufkommen gelassen haben, Rolle die sie auch während seiner Kindheit, für die Milch, für die Pflege, usw.… gespielt hatte. In der Tat, am Anfang vom 3. Kapitel, sagt die Bibel: “Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes”, “callidior erbat”, d.h. die psychologisch am meisten entfaltete. Sie war dem Mädchen zugetan, so wie sie ihm zugetan gewesen war und sie war schon erfahren.


§ 176

Die Wartezeit schien mir zu lang, vielleicht 5 oder 10 Minuten. Ich tue als ob ich mich erheben und fortgehen wollte, doch es gelingt mir nicht. Ich habe Lust auf die Uhr zu schauen, doch die gewohnte Stimme, beim normalen Ton, mahnt mich: 

- GIB ACHT AUF DEN KURZEN SCHLUSS, WICHTIG ! -

Es folgen weitere leise Worte, die ich nicht erinnere. Sie beziehen sich auf den “ZWISCHEN DEN ZEILEN ZU LESENDEN” Bericht der Genesis und besonders auf was mir während der zweiten Offenbarung, jene über die “Erbsünde”, offenbart wurde. Ergeben warte ich auf den Abschluss. Ich habe wieder Lust auf die Uhr zu schauen, obwohl die vorige Erfahrung mir gezeigt hat, dass mit jenem Licht die Uhrzeiger nicht hätte sehen können. Ich denke:

 “Jetzt werde ich den Puls gerade vor Augen bringen und, immer den Blick auf das Sehbild haltend, werde ich für einige Augenblicke auf die Uhr schielen. Siehe da, ich führe aus: die Uhr steht vor meinem linken Auge, das Beste.”


§ 177

In jenem Augenblick, aus der Ecke von wo er aus der Szene verschwunden war, rechts, erscheint der Knabe wieder. In den Händen trägt er die Neugeborene. Auch das schwarze Band ohne dem goldenen Knopfloch, erscheint wieder, aber es ist breiter als vorher und es verdeckt auch Teil von den Beinen. Er steuert rasch, gesittet und mit sicherem Schritt der entgegengesetzten Ecke zu. Er hat kaum drei oder vier Schritte getan, als hinter ihm auch die Mutter erscheint. Sie, um den ersten Schritt auf der Ebene zu tun, legt die linke Hand auf den Boden, ohne sich - viel zu beugen. Sie läuft mühsam und bei jedem Schritt “schwankend.”

 “Serpens erbat” – dachte ich – d.h. “sie lief schwankend hin und her”, “tun wie die Schlange.” Dann, “serpens” ist nicht eine Schlange, sondern die Vergangenheitsform vom Verb “serpeo.”

Sie wankt, scheint zu fallen, weil sie sich, noch zweimal, mit der Hand auf den Boden stützt. Der Knabe ist an die linke Ecke angekommen und geht hinein, immer das Mädchen auf dem Arm und an der Brust angelehnt.

Ich nehme an, dass er aus dem Wohnraum wo er stand Eva hereingerufen habe, weil ich sehe wie sie die Arme erhebt und über ihren Haupt die Vorderarme vor Freude schwingt. Sie rafft sich zusammen und beeilt sich hineinzugehen.



Eva wurde “ANGELSCHNUR” für den jungen Mann 

 

 “Siehe da – rief ich aus – er hat sie gerufen” Dann, im natürlichen Ton, sagte ich:

- Für die Milch. -

- SEINE MILCH, VON IHM - sagt die Stimme.

- Für die Milch…- und ich wollte fortsetzen “e per l’assistenza” (= und für die Betreuung), und ich fange an:

a) – und für l’a…- aber ich musste mich unterbrechen, weil die Stimme, über mein halbes Wort wiederholend, hinzufügte:

L’A-TTE VOM MANN. –

Ohne Acht zu geben und ohne mich zu wiederholen, unerschütterlich fuhr ich weiter, um den zweiten Teil des Wortes “assistenza” zu vervollständigen:

b) – asss’… - und ich Konnte nicht fortsetzen.

- SI ES HEISST SPERMA - beendet die Stimme.

Verärgert wegen der Worteinmischung, die für mich in jenem Augenblick keinen Sinn hatte, versuchte ich meinen Satz von Anfang an zu wiederholen und die Silben auseinander zu trennen, wie ich gewohnt bin das zu tun, während der Auseinandersetzungen mit den Anfeuchten, die nicht zuhören können:

- Per il labte e l’assist…-

Ein Reizen am Hals zwang mich etwas weniges zu schlucken. Ich fasste Atem und ich wollte mit Gewalt das Wort “assistenza” wiederholen, doch es gelang mir nichts anderes zu sagen als:

c) – llll’… - solange ich Atem hatte. Ich unterbrach mich ohne fortsetzen zu können.

Dieses Mal wurde mir eingeflüstert:

- BEENDE DAS WORT VON DORT WO DU ES UNTERBROCHEN HAST. -

Mit Leichtigkeit sagte ich: - …enza. –

An diesem Punkt, während ich Eva unentschlossen vor dem Eingang der Wohnung des jungen Mannes anschaute, hörte ich wie das Echo meiner Stimme, gerade hinter meinen Schultern, zuerst wiederholen:

- LLL’…ENZA – dann ein wenig ferner - LL-ENZA, - dann noch einmal - L-ENZA, in einem schwächeren Ton, als ob von der anderer Seite der Türe, woher ich herauskam, käme.

Und die Stimme sagte:

- DU HAST ES GESAGT, LEIDER. - 

Im ersten Augenblick begriff ich die Bedeutung der letzten zwei Silben nicht, die die Stimme dreimal wiederholt hatte, das sehr lange “edle”, das ich nur mit Mühe ausgesprochen hatte, voraussetzend. Ich sah den Apostroph nach dem “l” und ich verstand nicht was “l’enza” bedeutete.

Ich begriff, aber, dass es sich, um einen sinnbildliche Bedeutung handelte. Dann begriff ich, dass jenes sehr langes “l” mit “enza” verbunden werden musste, und, dass daher den Ausdruck “LENZA” bildete.

 “Lenze” (= Angelschnur) ist jenes Faden den der Fischer, um die Fische zu fangen benutzt.

Siehe da: jenes frauähnliches Weib, Eva, war für Adam “Angelschnur”, welcher vom Schnur gefangen, stolperte.

In jenem Augenblick sah ich Eva durch den Eingang verschwinden.

Mit diesem letzten Bild verschwanden endgültig das Sehbild mit ihrem Rahmen und auch das rosarote Licht, das meine Küche füllte.


§ 179

Ich fühlte mich allein, wie bei meinen gewöhnlichen nächtlichen Wachen. Die Möbel und die umherstehenden Dingen, von der gewohnten 60 W Lampe beleuchtet, schienen mir ärmer als vorher.

 “Das ist eine Botschaft – dachte ich - Was wird mir geschehen. Das ist nicht für mich allein, sondern für die Kirche. Sogar für die ganze Menschheit. Ich werde berichten.”

Die Erscheinung war eine wissenschaftlichen-theologische Vorlesung, welche viele von meinen Zweifeln und Problemen beseitigt hatte. Ich hätte, wie bei einer Erfindung, froh sein müssen und ich war es ehrlich auch.

Ich hielt immer noch die Hände auf der Bibel, das einzige Ding, das ich während der ganzen Erscheinung gesehen hätte und sie anschauend sagte ich mir:

 “Er befahl mir die Bibel in die Hand zu nehmen, nicht sie zu lesen. Ich las kein einziges Wort davon

weil er sie mir zwischen den Zeilen zu lesen gab und auch über die Zeilen, die nicht geschrieben sind, ohne, dass ich mich hätte ermüden sollen.

 “Die Wahrheit” ist mir entgegengekommen und hat mich überschüttert, lieblich.

 “Die Weisheit” [d.h. Gott] hat mit mir gespielt. Er hat mehrmals sein Spiel mit mir getrieben, Er hat mich mit Vertrautheit behandelt und ich war viele Male misstrauischer und hartnäckiger Anfechte. Er kannte mich. Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht fähig war eine Erscheinung von so großer Bedeutung zu erhalten. Für einige Augenblicke hat Er mich auch blind gemacht.

Warum hat Er gerade mich erwählt? Vermis sum et non homo. [Ich bin ein Nichts, ein Wurm, ich bin nicht eine wichtige Person]. Und ich habe auch nicht alles verstanden. Wer weiß ob ich mich an alles erinnern kann?! Er hat mir vorgeworfen: “LEIDER, HAST DU ES GESAGT.” Was habe ich da Böses gesagt?”


§ 180

Ich erkannte, dass jene seine Worte wahr und prophetisch waren. Das “LEIDER” bezog sich nicht auf mich, der “für die Milch” gesagt hatte, sondern auf die Tatsache die sich auf “DIE MILCH VOM MANNE ODER SPERMA”, oder auf den Wunsch Adams seinen Samen zu gebrauchen, um sich, “leider”, eine Nachkommenschaft zu schaffen, eine ganz seinige Nachkommenschaft mit einem Programm von äußersten Ehrgeiz und Selbstgenügsamkeit, um sich von der Unterwerfung an Gott, die wahre Ursache der Sünde, zu befreien. Er bezog sich auch auf “dieselbe Sünde”, die von seinen Nachkommen begangen wurde, als sie sie mit den hybriden Frauen wiederholten, um stärkere und intelligentere Sklaven zu haben (Gen. 6,1).


§ 181

 “Und an was nahm jenes “KURZER UND WICHTIGER SCHLUSS” Bezug?”

Einige Monate später sah ich die Kannibalismusszene, die mich erschauderte, wieder: die Alte, die mit den Zähnen die Nabelschnur durchschneidete und dann den Mutterkuchen ass.

Nur in der Betrachtung gelang es mir zu begreifen, dass der Biss mit welchem die alte, grau melierte Mutter dem Mutterkuchen der Neugeborene schneidete, die von Gott gewollte Trennung zwischen der Art der Ancester von der menschlichen Art angab.

“Der Mensch musste die Mutter verlassen und sich seiner Frau zusammentun, um, zur gegebenen Zeit, zu einem einzigen Fleisch zu werden (Gen. 2,24), und so die neue und einzige Menschenart zu bilden, jene reine Art der ‚Söhne Gottes’.”

Ich legte die Bibel an ihren Platz und ich ging ins Bett: ich betete zuerst das Miserere und dann das Te Dem. Ja! Weil, obwohl ich nie weder einen Wagen, oder ein Motorrad besaß, konnte ich sagen, die längste Reise zurück in die Zeit und in den Raum getan und auch das jahrelange “Problem der Ursprünge” gelöst zu haben, und zwar mit befriedigenderen Angaben, als ich mir gewünscht hätte.



Versprechungen des Herrn an Don Guido


§ 182

Vor dem Einschlafen wollte ich sie zusammenfassen, denn ich fürchtete viele Reihenfolgen nicht festzuhalten, aber es wurde mir eingeflüstert:

- RUHE AUS, HEUTE IST DAS FEST DER MUTTERGOTTES. ICH WERDE DIR HELFEN BEIM ERINNERN UND BEIM VERSTEHEN. -

Und, fortfahrend, schien es als er den biblischen Text von Jesaja (55,10) wiederholen würde, in dem er mir sagte:

- “ SO IST ES AUCH MIT DEM WORT, DAS MEINEN MUND VERLÄSST; ES KEHRT NICHT LEER ZURÜCK, SONDERN BEWIRKT, WAS ICH WILL, UND ERREICHT ALL DAS, WOZU ICH ES AUSGESANDT HABE “. -

Und dann die Worte von Jeremias (1,12):

- BEDENKE, dass AUCH ICH AUFPASSE AUF, dass ALLES, WAS ICH SAGE SICH VERWIRKLICHE … “DENN ICH WACHE ÜBER MEIN WORT UND FÜHRE ES AUS.” -

Dann schien es mir die gleiche Mahnung zu hören:

- RUHE AUS. HEUTE IST DAS FEST VON MARIA. -

Im Gedanken fügte ich hinzu:

 “MARIA, NATÜRLICHE MUTTER JESU UND MUTTER, NACH DEM GEIST, VON ALLEN ERLÖSTEN” (§ 8). Oh! Wie schön! Sie ist nicht allein zu uns gekommen, sie hat mit sich auch die erste wahre ‚FRAU, DIE NATÜRLICHE MUTTER DER SÖHNE GOTTES’ (§ 8), BIS JETZT NICHT BEKANNT UND MIT Eva verwechselt.”



Eva: ‚Baum der Erkenntnis vom Bösen und Guten’


§ 183

Im Laufe der Tage dachte ich über die gesehenen und gehörten Dinge nach und schrieb Notizen. An den ungeahntesten Momenten kam mir einmal das eine oder das andere Ereignis in den Sinn.

Die erste Sache betraf jenes ‚Brücke-Tier’, das ich endlich in Zusammenhang mit jenem schon im prophetischen Traum von der Erbsünde  gesehenen Weib brachte: jenes Ereignis kam mir klar ins Gedächtnis, obwohl ich immer versucht hatte es zu vergessen, weil ich es als Frucht der Selbsteinbildung erachtete.

Ich hatte die Wesenheit von Eva erfasst und ich hatte festgestellt, dass sie dem “wilden Baum”, dem Geschlecht der Ancester angehörte. Nun war mir ihre Rolle klar.

Ich fasse sie zusammen:

- Als “Werkzeug” der Schöpfung, wurde Eva zweimal ‚BRÜCKENKOPF’, d.h. von Seiten Gottes befruchtet. In beiden Fällen kein Erbträger ging auf die Kinder Gottes über, weil:

a) um den ersten Mann zu schaffen, schuf Gott in ihr sowohl das Ei vom neuen menschlichen Geschlecht, als auch das Spermatozoon, das es befruchtete.

b) um die Frau zu schaffen, schuf Gott in ihr nur das Ei des menschlichen Geschlechtes, denn für das Spermatozoon sorgte der junge Vater, Adam, im Schlaf.

- Gleichzeitig war Eva ‚für Adam’ auch “DER BAUM” (§ 133) der ‚Erkenntnis’ vom Guten und vom Bösen: 

1) sie war ‚der genealogische, wilde Baum der Erkenntnis, im biblischen Sinne, des Guten oder im Guten, als sie für den Schöpfer als Werkzeug da stand, um der Frau das Leben zu geben.

2) Eva, aber, war auch ‚der Baum der Erkenntnis des Bösen oder im Bösen’ als sie “nicht aus dem Willen Gottes, sondern aus dem Willen vom Stammvater der Menschheit” (Rm. 8,19), an der Empfängnis von Kain teilnahm, durch ihres Ancesterei mit ihren Chromosomen und Erbträgern, nach den Naturgesetzen der Genetik, (das menschliche Geschlecht) der Verderbnis unterwerfend.”

In diesem Fall, daher, war Eva wirklich ‚Mutter’ von Kain, d.h. ‚BRÜCKE’ zwischen den zwei reinen Geschlechtern, im Gegensatz zu jenem Fall als sie nur “BRÜCKENKOPF” für die ‚Söhne Gottes’ war, schicksalhafte “BRÜCKE”!

In diesem letzten Fall war Eva für Adam auch ‚ANGELSCHNUR’. weil sie ihn an der Angelschnur nahm, als er, als junger Mann tun wollte, oder anstrebte zu tun, ‚wie Gott’.

‚Eris sicut dii…’ im negativen Sinn. Aus jenem Weib oder aus jenem ‚genealogischen wilden Baum’, der schon zwei gute Früchte getragen hatte, d.h. zuerst ihn und dann das Mädchen, hatte er sich eingebildet ein vollkommenes menschliches Geschöpf zu zeugen. Der Baum war “schön anzuschauen”, gegenüber den anderen Ancesterweibern und er war ‚begehrenswert um zur Erkenntnis zu gelangen’ d.h. zum Geschlechtsverkehr zu kommen (Gn. 2,6).

- Jetzt versteht man warum Eva “IM LICHTE” war (§ 64). Eva ist ‚der Schlüssel vom Geheimnis’ und, einmal ihre Wesenheit erfasst, kommt die absolute Unschuld der Frau zum Vorschein, Tochter und rechtmäßige Frau vom Mann, welche, als die Erbsünde  begangen wurde, ein oder vielleicht zwei Jahre alt war, wie in in den folgenden Seiten erzählen werde.



Erste Reaktionen auf die Erzählung


§ 184

1) Am folgenden Morgen, während der ersten Messe, in der Meinung die Gläubigen hätten mitten in der Nacht den Donner und das Erdbeben vernommen, von der Kanzel verkündete ich:

- Diese Nacht hatte ich eine geheimnisvolle Erscheinung. Ein starkes Licht erfüllte das Zimmer wo ich studiere und eine Männerstimme sagte “ICH BIN” (§ 13). Dann sagten zwei Frauenstimmen: “FÜRCHTE DICH NICHT, AUCH WIR SIND HIER, DIE ZWEI MüTTER DER SöHNE GOTTES” (§ 8), usw… - 

und beschloss: - Im Himmel haben wir eine unbekannte Heilige: die erste Frau. Sie ist nicht Eva, sondern eine wahre Frau. Es ist schwierig das Missverständnis zu erklären, es genügt aber, dass ihr wisst, dass verantwortlicher für die Erbsünde  nur Adam gewesen ist, so wie eben der Brief vom hl. Paulus an die Römer sagt, in welchem. sogar viermal nacheinander wiederholt: “wie für die ‚Sünde von einem Einzigen’, Adam, die Sünde in die Welt eintrat, so‚ für das Werk von einem Einzigen’, Jesus, erlangten wir den Titel von den ‚Söhnen Gottes’ wieder, nicht aber als rechtmäßige, sondern als ‚adoptive Kinder’ in Christus.” Die erste Frau ist vollkommen unschuldig, zur Zeit der Erbsünde  war sie ein Jahr oder etwas mehr alt. –

Es war nicht der Fall dem Volk weitere Erklärungen zu geben.


(Fußnote der Herausgeberin) Diese Worte von Don Guido wurden von der Versammlung vollständig im negativen Sinn aufgefasst. Unter den Anwesenden entstand eine echte und wahre Bestürzung und von jenem Augenblick an wurde Don Guido als erschöpft oder wenigstens als seltsam angesehen, so, dass in der Folgezeit viele vom Dorf ihn spöttisch behandelten.

Das Ereignis wurde den Bischof Gioacchino Muccin, sogar bevor Don Guido die Zeit gehabt hätte seinen Bericht niederzuschreiben, mitgeteilt. Das Ergebnis war, dass sein Oberer ihm förmlich verbot, noch einmal vor dem Volk von dem was das Thema betraf, zu sprechen.

Mit derselben Schnelligkeit wurde der Vorfall auch seinen Mitbrüdern berichtet, und von diesem Augenblick an, nahmen seine Mitbrüder ihm gegenüber eine offenbare Überheblichkeit Einstellung ein.


§ 185

2) Das zweite Mal das ich öffentlich sprach, aber, im Gehorsam der Aufforderung des Bischofs, ohne die Erscheinung zu nennen, war am 28. September 1972, in Possagno, anderthalb Monat nach der Erscheinung. Es geschah während der geistigen Exerzitien, die von P. Pont (S.J.) gepredigt wurden und während deren ein Podiumsgespräch über den Realismus der hinter den schwierigen Seiten der biblischen Genesis und vor allem in Bezug auf die Erbsünde steckt, veranstaltet wurde. Dem Podiumsgespräch stand P. Pont vor. 

Als der Prediger das Thema der Erbsünde  bekannt gab, und als er es, ohne “die Evolution und ohne die Auslese” zu berücksichtigen, behandeln wollte, verlangte ich das Wort.

Ich erklärte wie der Schöpfer, auf der Ebene der genetischen Mikrobiologie eingreifend, im Schosse eines anthropoidischen Weibes, das ausserordentlich und einzig war, weil physisch viel mehr einer echten Frau gliech als die anderen Weiber ihres Geschlechtes, eine menschliche Keimzelle, das heißt aus Spermatozoon plus Ei gebildet, schuf.

Aus dieser Zelle entstand der erste Mensch. Und sobald der erste Mensch das Alter erreichte wo er zeugen konnte, ließ der Schöpfer ihn in ein tiefes Schlaf fallen, damit er nicht gemerkt hätte was geschehen würde, d.h., dass das Geschlechtsverkehr mit jenem gleichen Weib, das ausnahmsweise vom Schöpfer zum zweiten Mal mit einem menschlichen Ei vorbereitet wurde, hätte stattfinden sollen (d.h. die Befruchtung des Eies durch den ersten Menschen). Der Verkehr fand statt und die erste wahre Frau kam zur Welt. Nachher hörte der Schöpfer auf mit seinem vermittlerischen und schöpferirischen Werk einzugreifen. Dieses Werk wird so benannt, weil Gott sich von diesem Weib bedient hat, damit es als Mittel oder als Unterstützung, in der Eigenschaft ein dem menschlichen Geschlecht am nächsten stehendes Weib, diene. Bis jetzt hatte sich der Herrgott so benommen, denn er hatte den Gipfel der Schöpfung erreicht…

P. Pont unterbrach mich:

- Welche Bücher hast du gelesen? – 

- Viele – antwortete ich –

- In welchem Buch hast du diese Dinge gelesen? –

- In keinem – antwortete ich.

- Und wie erlaubst du dir die Heilige Schrift so zu deuten? –

- Ich habe versucht mir die Dinge menschlich vorzustellen – sagte ich, um nicht öffentlich kundzutun, dass ich eine Offenbarung gehabt hatte. Ich hatte verstanden, dass es nicht das Moment oder der Ort war, um in ein Gespräch einzutreten. Es genügte mir das Problem aufzuwerfen.

Er ließ mich nicht weiterfahren und er nahm mir das Wort weg.

Ein junger Mitbruder, der neben mir sass, fragte mich ob ich eine Offenbarung gehabt hätte.

- Ich will es nicht sagen – sagte ich.

- Warum?

- Weil die Priester gegen diese Dinge wild sind und ich will vor ihren Pfeilen geschützt sein. –

Andere Mitbrüder, während P. Pont zu reden fortfuhr, näherten sich mir. Doch, unterdessen war das Eis gebrochen.

Am folgenden Tag, der zweite von den Exerzitien, vor dem ausgesetzten Allerheiligsten, wurde das Te Deum gesungen. Ich war gerührt!


§ 186

3) Ein nach einigen Monaten meinem Bischof kurzen geschriebenen Bericht und ein zweiter kurz darauf, blieben ein Jahr lang unbeachtet. In ihnen erwähnte ich Eva, die ich vor Jahren in der Offenbarung über die Erbsünde  sah, nicht, um nicht von jenem nackten Körper reden zu müssen.

Als ich einmal ins Bischofshaus ging, fragte dich den Bischof, ob er meinen Bericht gelesen hätte, er antwortete mir:

- Es ist bereits das dritte Mal, dass ich den Beweis von ihrer lebhaften Fantasie habe. Ausgefallene Ideen, wirklich ausgefallene – sagte er lachend.


§ 187

4) Negative Reaktionen, auch heftige, erfuhr ich von Seiten der Mitbrüder, als ich ihnen manches Ereignis von der Erscheinung erzählte.

Sie zogen vor, bei der Auslegung der Bibel, auf Nummer Sicher mit der Überlieferung zu gehen und erinnerten mir, dass “mit dem letzten der Apostel, die Offenbarung beendet war.”

Ich, aber, fügte hinzu, dass “Verbum Dei non est alligatum”, das Wort Gottes kann man nicht innerhalb durch menschliche Pläne gefangen halten oder, besser, durch menschlichen Willen (2 Tm. 2,9).

Das Anathema vom letzten Vers vom Buche der Offenbarung bezieht sich nur auf das Buch selbst und auf den, der ‚jenes Buch’ gefälscht hätte. Es sagt nicht, dass Gott aufgehört hätte zu den Menschen zu sprechen, wenn er das als nützlich, um den Glauben lebendig zu erhalten, erachtet hätte.


§ 188

Viel Zeit später, als ich mich überzeugte, dass der jerarchische Weg verschlossen war, sandte ich einen sehr kurzen Bericht an den Patriarchen von Venedig Albino Luciani, ehemaliger Schulgenosse.

Er antworte mir, dass man nicht private Offenbarungen, die die Bibel betreffen, gebrauchen kann, wenn man nicht vorher der Heilige Stuhl deren Echtheit, d.h. den übernatürlichen Ursprung und das Fehlen von Irrtümern, anerkannt hat.

Ich dachte, dass er, in seinem Taktgefühl sich nicht in deutlicherer Weise äussern wollte, um nicht das Autonomiefeld von meinem direkten Oberen zu übertreten. Jedoch, sichtlich eingedenk der Wahrsagungen, die P. Matthäus Crawley den beiden Seminaristen im entfernten Jahr 1928 gemacht hatte, (ihm hatte er vorausgesagt, dass er die höchsten Stellen der kirchlichen Leiter erreicht hätte und, dass ich im späteren Alter ein Buch über die dunklen Stellen der Bibel geschrieben hätte), fing er öffentlich an zu sagen, dass “Gott für den Menschen Vater und Mutter ist”, so wie ich ihm es dargelegt hatte (47).

Deutliches Zeichen, dass er mir geglaubt hat.



(47) Der Satz, der in einem Vers vom Buch vom Propheten Jesaia vorkommt, beschränkt sich nicht auf einen geistigen Sinn, sondern erhält eine ganzheitliche Bedeutung, welche auch den Körper und die Seele vom ersten Menschen umfasst, da Gott direkt die Gameten, die die erste Frau bildeten, geschaffen hatte.§ 189 

Einmal kam mein Beichtvater mich zu besuchen. Nach dem üblichen gegenseitigen Dienst, bat ich ihn sich ein wenig im Pfarrhaus aufzuhalten und ich erzählte ihm von jenem nackten Weib in Rudel der Ancester und von der Erinnerung, die ich davon bewahrte.

- Unsittlich – rief er aus. Und er ging davon ohne mich zu grüssen.

Jenen Abend war ich verwirrt, weil ich ihm Ärgernis gegeben hatte. Vor dem Einschlafen beschwerte ich mich:

- Herr, ist es möglich, dass von Dir etwas Unsittliches kommt? -

Und der Herr antwortete mir mit einem anderen ‚prophetischen Traum’, der die Rolle hatte mir jenen von der Erbsünde , den ich im Jahre 1970 hatte, zu bestätigen und ihn mit der soeben erhaltenen Erscheinung zu verbinden.


§ 190

In jenem ‚Traum’ sah ich das nackte Weib in der Mitte vom Grüppchen der schwarzen und behaarten Schwester wieder. Ich sah es nicht mehr in jene gelblichen Farbe, sondern wirklich weiß. Ich sah es aus der aufgestellten Gruppe heraustreten und ich vernahm die Stimme wieder, welche sagte:

- ES IST IM LICHT. -

Diesen Ausdruck hatte ich nur einige Tage zuvor verstanden, als während eines Fernsehprogramms, um zu unterstreichen, dass jene bestimmte Person ‚von besonderer Aufmerksamkeit würdig war’, verwendet wurde. Daher begriff ich dieses Mal deren Bedeutung.

Ich sah Eva wiederum am Boden liegen, von der alten Mutter bedient. Ich glaube, dass nun angemessen ist den ‚status quaestionis’, d.h. die anderen ‚Offenbarungen’, die ‚prophetischen Träume’ und die ‚Redensarten’, die ich vor und nach der soeben erzählten Erscheinung hatte, darlege.

































DAS ZEICHEN VON KAIN


ERSTE OFFENBARUNG


in einem unbestimmten Datum zwischen 1965 und 1968,

 bei Chies d’Alpago, erhalten



 

(Anmerkung der Herausgeberin) Es ist gut dem Leser in Erinnerung zu rufen, dass diese Redeart mindestens vier Jahre vor der großen soeben dargelegten Erscheinung stattfand und, dass in jenem Augenblick Don Guido keine Offenbarung erhalten hatte. Er hatte nur intuitiv erfasst, dass die Frau die Tochter Adams war, weil von seiner ‚costa’ (Rippe) entnommen, aber er stellte sie immer noch Eva gleich.



Vorbemerkung


§ 191

Bei der erneuten Lesung von der biblischen Erzählung vom ‚Turm von Babel’, gelangte ich zum Vers 5-8 vom Kapitel 11 der Genesis und ich verweilte bei den Worten:

 “Da stieg der Herr herab und sprach: - Verwirren wir dort ihre Sprache, so, dass keiner mehr die Sprache des anderen verstehet” –

 “Ach was! Es ist ein Unsinn – rief ich aus. – “Deus intentator malorum est”, sagt der Brief des Hl. Jakobus, Gott kann niemand zum Bösen verführen (Jk. 1,13). Die Verwirrung fand sehr viel früher, sicher mit der Erbsünde.-



Die erste innere Redensart


§ 192

Ich las die Geschichte von Kain wieder und verweilte um zu erraten welches könnte das Zeichen sein: “Darauf machte der Herr dem Kain ein Zeichen, damit ihn keiner erschlage, der ihn finde” (Gn. 4,15).

 “Jenes Zeichen’ – dachte ich – muss an der Vorderseite der Person vorkommen, um von dem der ihm begegnet erkannt werde:

a) Ein Brandzeichen an der Stirn? Das wäre eine Grausamkeit. Es musste ein Zeichen zum Schutz, nicht zu seiner Verurteilung.

b) Ein Ohrenklippe? Das ist nicht am Gesicht.

c) Ein Nasenring? Oder etwas am unteren Lippen? Unmöglich.

d) Ein Zeichen am Kinn? Am Mund?”

- BLEIBE DA STEHEN – sagte mir eine leise Stimme – ES IST ETWAS DAS MAN NICHT SIEHT, MAN HöRT. –

Das war, absolut, das erste Mal, das ich das Wort des Herrn hörte. Ich war ergriffen.

 “Dann ist es im Munde drin” dachte ich.

e) – Die herausragenden Eckzähne? -

- ES IST DAS WORUM DU DICH INTERESSIERST. –

Ich klappte das Buch zu, legte die Stirn auf es und verblieb mehrere Minuten am Fantasieren. Ich fragte:

- Herr, welches war jenes Zeichen? Musste er den Mund auftun, die Zunge zeigen? -

Die gleiche Stimme flüsterte mir in klarer Ton ein:

DAS WORT. - Ich war von der Offenbarung begeistert und rief aus:

- Danke, Herr; das konnten nur Sie es mir sagen! -



‚Die Sprache’


§ 193

Ich stand bei der Zusammenfassung: “Der bewusste Gebrauch vom Wort, oder die Äußerung des Gedanken durch das Wort, so wie Paul VI sagte, ist, unter allen geschaffenen Wesen, ausschliessliches Privileg vom Menschen, weil der Mensch nach Gottes Ebenbild geschaffen worden ist.”

Daher, redete der erste Mensch, in vollkommerweise nach Gottes Bild und Ebenbild geschaffen. Im weiteren Sinn kann man sagen, dass: “In principio erat verbum”, am Anfang, zu Beginn der Menschheit gab es das Wort, die Sprache.

Wenn aber ‚das Wort’ eine normale Voraussetzung vom Menschen war, wie konnte es für Kain ein unterscheidendes Zeichen sein?

Ich folgerte, dass, wenn die Menschheit am Anfang auf jene einzige Familie, die notwendigerweise redete, beschränkt war und wenn Kain als Mensch sich nur durch den Gebrauch des ‚Wortes’ um nicht erschlagend zu werden erkenntlich war, ist es klar, dass Kain in seinen somatischen Formen, nicht als Mensch, sondern als Hominide vorkam.

Die Hypothese der Hybridisierung des Menschengeschlechtes mit jenem untermenschlichen, von einigen Wissenschaftlern schon im achtzehnten Jahrhundert, war, also, gut vorausgesehen. (48).

Folglich, wenn Kain, wie die Bibel im Buche Genesis, 4,15 sagt, Angst hatte erschlagen zu werden, weil er für einen Hominiden verwechselt werden konnte, ist es klar, dass die Jagd auf die Hominiden, um sie auszurotten, begonnen hatte, um zu verhüten, dass sie sich vermehren würden und durch unverantwortliche geschlechtliche Beziehungen die Unversehrtheit des menschlichen Geschlechtes noch mehr aufs Spiel setzen würden.

Als Bestätigung von dieser Annahme könnte man den “Gesang des Schwertes” von Lamek nehmen, jener Lamek, Nachkommen von Kain (Gn. 4, 18-24), der nicht verwechselt werden kann mit seinem gleichnamigen Nachkommen von Set (Gn. 5, 25-31).

Dank diesem “Zeichen’ wurde Kain nicht erschlagen. Sicher nicht bevor er gezeugt hatte, denn wir moderne Menschen sind alle Nachkommen Kains.



(48) Don Guido denkt an den französischen Georg Louis Leclerc, Graf von Buffon (1707 – 1788). Er war der erste, der als Naturwissenschaftler ahnte, dass, wenn der erste Mensch als vollkommen geschaffen wurde, wie die Bibel sagt, und dann in den Tierstand verfallen ist, die Ursache davon in einem Problem der genetischen Hybridisierung zu suchen sei.

 


















DIE ERBSÜNDE



ZWEITE OFFENBARUNG:

im Jahre 1970 bei Farra d’Alpago erhalten und nach 

dem Jahre 1974 geschrieben



(Anmerkung der Herausgeberin) Diese Offenbarung ist sehr mit der vorhergehenden verknüpft, daher wollte Don Guido, dass die beiden Kapitel nacheinander kämen.

Dem Leser wird in Erinnerung gerufen, dass wenn Don Guido im Jahre 1970 diese Offenbarung hatte, hatte er noch nicht die große Erscheinung vom Jahre 1972, die in den vorigen Seiten beschrieben wurde, gehabt. Er besaß nur die Offenbarung vom ‚Das Zeichen von Kain’, die er in der Weise einer inneren Redensart bekam. Daher, während dieser Offenbarung, kennt er die wahre Wesenheit Evas noch nicht, ein Grund, der die jetzigen Erläuterungen vor der Erzählung dieser Offenbarung gerechtfertigt. Doch, bis jetzt, besitzt Don Guido eine begründete Vermutung bezüglich der Hybridation des menschlichen Geschlechtes.

Von dieser Schlussfolgerung, aber, ausgehend, standen zwei Möglichkeiten offen: Wer hatte als erster mit einem Ancester gesündigt, die Frau oder der Mann? Die Bibel berichtet, dass “Eva der ‚Schlange’ nachging und, dass sie dann… ‚ gegessen hatte’ und, dass sie dann dem Manne zu essen gab.” Das Verb ‚essen’ besaß offensichtlich eine geistige Bedeutung. Es handelte sich um ein Sinnbild‚ man wollte der geschlechtliche Verkehr hinstellen’. Schon der Kommentar von Sales hat das gesagt (Gn. 4,1). Das war auch eine logische Schlussfolgerung, wenn man bedenkt, dass die Folge der Erbsünde die Geburt Kains, eines Hybriden, war. All das, aber, genügte noch nicht um den biblischen Text zu verstehen. 

Daher war das Problem noch nicht lösbar und Don Guido erkannte, dass weder er noch andere, ohne die Hilfe Gottes, hätten das Problem lösen können. Daher, als er, wegen seiner Begrenztheit, alles aufgab, erachtete ihn der Herr als bereit, um die Offenbarung über ‚die Erbsünde zu erhalten und das geschah in der Weise eines prophetischen ‚Traumes’. 

Des heiklen Charakters des Inhaltes wegen, wurde der ‚prophetische Traum’, als besseres Mittel, vom Herrn gewählt, damit die Botschaft an Don Guido, ob er wollte oder nicht, wenigstens im Unterbewusstsein, gelangen würde. 

Es ist dieselbe Dynamik wie bei der Offenbarung vom Tode von Abel und von anderen Offenbarungen, die vor und nach der großen Offenbarung stattfanden.

Da Don Guido einen starken und entschlossenen Charakter besaß und da er, wenn widersprochen wurde, um einer Idee, die er nicht anerkannte, mit allen seinen Kräften widerstand, setzte ihn der Herr in der Lage, als Erkenntnis, das was er, wahrscheinlich, bei offenen Augen verworfen hätte, anzunehmen.

Die Tatsache, dass er ‚im Traum’ diese Offenbarung bekam, schaffte ihm nicht wenige Glaubwürdigkeitsprobleme. In dieser so materialistischen Zeit, finden die Erlebnisse, die nicht wissenschaftlich bewiesen und wiederholt werden können, wenig Beachtung!

Sogar er selbst, am Anfang, war er geneigt, wegen des heiklen Inhaltes, sie als Quelle der Erkenntnis nicht anzunehmen und mit dem Willen versuchte er sie zu vergessen. Nur nach der großen Offenbarung vom Jahre 1972 und nachdem er die Zusammenhänge mit ihr, und nachdem er erfasste, dass auch dieses Erlebnis eine Botschaft vom Herrn war, anschickte er sich es niederzuschreiben und anerkannte ihm die Wichtigkeit, die ein ‚prophetischer Traum’ haben kann. Daher, vor dem Fortsetzen, ist es nützlich etwas zu sagen, um dem Leser zu erklären, was man versteht, wenn man von ‚prophetischen Träumen’ redet.



Die ‚prophetischen Träume’


Es handelt sich von einer von den vielen Art und Weisen, wie die inneren Redensarten, die Erscheinungen, die Ekstasen, die Prophezeiungen, usw. die der Herr auswählt, um seinen Gedanken oder seinen Willen den Menschen kundzutun.

Der Ausdruck klingt heute eigenartig, denn man ist geneigt sie mit den traumähnlichen oder gewöhnlichen Träumen, welche eine Projektion vom ‚Ich’ sind, zu verwechseln. Don Guido, aber, der erlebt hat was ein ‚prophetischer Traum’ ist, weiß, dass, im Gegensatz zu den normalen Träumen, der Wille und die intellektuellen Fähigkeiten, nicht vermindert, sondern verstärkt werden! Er behält alle seine analytische und synthetische Fähigkeiten, während sein Leib verbleibt in vollkommener Untätigkeit, d.h. während des Schlafes. Der ‚prophetische Traum’ besitzt bei Don Guido viele Eigenschaften, die der Erscheinung ähnlich sind, wo die intellektiven Fähigkeiten und das Gedächtnis unverändert bleiben, so, dass er sie auf der gleichen Ebene stellt.

Im Alten Testament, als das geschah, wunderte sich niemand und es war normal davon zu sprechen. Die Person, nämlich, wann sie erwachte, hatte keinen Zweifel, dass der Traum einen prophetischen und echten Inhalt besaß, wenn auch manchmal als Symbol zu deuten war.

Im Gegensatz zum Hl. Josef, zu Don Bosco und zu anderen Heiligen, ist Don Guido nicht so fügsam, denn er ist eher geneigt, deren Inhalte zu verwerfen. Wenn, wie geschehen ist, die Szenen, die er sah, für sein feinfühliges Gefühl, zu ungestüm sind, unbewusst versucht er sie aus seinem Bewusstsein auszuradieren.

Trotzdem verbleiben einige Erinnerungen in seinem Unterbewusstsein und erlauben ihm somit Beziehungen, Vergleichsnisse, Schlussfolgerungen usw. herzustellen bis er, vom Herrn bestätigt, entschließt sich davon Notiz zu nehmen.

Auf alle Fälle ist es klar, dass Don Guido, wie er selbst in seinem Manuskript betont, keinen Unterschied zwischen Erscheinungen im Wach- oder Schlafzustand macht, denn beide sind übernatürliche Erlebnisse, die ihm Bilder von der gleichen Tiefe, Klarheit und Bewusstsein geben. In beiden Fällen handelt es sich um charismatische Gaben, bei welchen die Erkenntnisse durch den Geist geschehen und sie sind ebenso lebhaft wie diejenige, die man durch die Sinne, wenn man wach ist, erhält.



Vorbemerkung


§ 194

Es handelt sich um die zweite Offenbarung, nach jener vom ‚Das Zeichen Kains’, diese, aber, wurde mir ‚im Traum’ mitgeteilt. 

Ich habe schon erzählt wie mir ‚Das Zeichen Kains’, während ich beim Studium von den Wörtern vom Buche der Genesis, die ihn betrafen, war, geoffenbart wurde. Jenes Zeichen war ‚DAS WORT’, den Gebrauch von der Sprache, ausschliessliches Vorrecht vom Menschen, weil nur dem Menschen ein vollkommenes Gehirn gegeben wurde, viel vollkommener als jedem anderen Tier, ein Computergerät, das empfängt und das sendet.

Jene erste Offenbarung bestärkte den Bergriff, den ich mir gebildet hatte, über die Verwirrung der Sprachen, als Wirkung der Vermischung oder der Hybridation zwischen dem menschlichen Geschlecht und jenem von den Ancester-Hominiden. Der Gebrauch von der Sprache, also, war für Kain eine Ausnahme, denn er musste in allem einem Ancester-Hominide gleich vorkommen.

Im Text von der ‚Heiligen Schrift’, den Don Bosco geschrieben hat, hatte ich vernommen, dass Kain, alt geworden, so haarig und hässlich war, dass er ‚mit einem Tier hätte vergliechen werden können’.

Ich fragte mich, aber, ob er schon alt gewesen war, als er Abel tötete und ob er schon bei der Geburt hässlich war, daher der Neid gegenüber seinem Bruder, wie bei Esau gegenüber Jakob.

Kain musste die Frucht von der Erbsünde sein. Der erste Mensch hat die Sünde begangen und diese Sünde wurde von den reinen Nachkommen Adams, die Gottessöhne, wieder begangen, als sie sahen, dass unter den ‚Menschentöchtern’ (die hybriden Nachkommen Kains) einige waren die schön aussahen (d.h., dass sie nicht haarig waren) und sie nahmen sich von ihnen Frauen (Gn. 6, 1-2).

Ich studierte wiederum das dritte Kapitel der Genesis und verweilte beim Vers 6: “Vidit quod bonum esset lignum ad vescendum… aspectuque delectabile”, d.h. “Adam sah, dass der genealogische Baum gut war, während im hebräischen Text liest man vergnüglich um erkannt zu sein.”

Jene Erkenntnis ist nur eine Wiederholung: sie bedeutet, wie man weiss, ‚geschlechtliches Verkehr’. Hier liegt der Schlüssel vom Geheimnis: den genealogischen Baum herausfinden, jenen Baum, der, einmal erkannt, zum Verderbnis geführt hätte.

Das Verderben des Menschengeschlechtes konnte nicht durch Zeugung vom genealogischen Baum des menschlichen Geschlechtes, weil der Schöpfer, der alle Dinge gut gemacht hatte, hat das Muster der Menschheit sehr gut gemacht und ebenso gut hat er seine rechtmässige Ehepartnerin, die Frau gemacht. Das Verderben, also, hätte nicht von der Frau kommen können, weil auch sie dem Lebensbaum angehörte, denn sie wurde “aus der Rippe (d.h. aus dem Samen) Adams gebildet” und ein zeugendes Verkehr zwischen sie und den Menschen war, nicht nur verboten, sondern befohlen.

In der ersten und zweiten Generation, in der Monogenesis des menschlichen Geschlechtes, wie für jede andere Geschlechtsart, war naturnotwendig, um die reinen Charakteren des neuen Geschlechtes weiterzuleiten und für die Einheit von der eigentlichen Geschlechtsart zu sorgen. Es gab keine Alternative.

Daher musste der genealogische Baum, der vom Vers hier genannt wird, vom menschlichen Geschlecht überhaupt nicht berücksichtigt werden.

Das ist die Wahrheit, die hinter den symbolischen Ausdruck vom Vers 3,6 der Genesis steht.

Mit anderen Worten: jener erster Mensch, und wie er jeder sein rechtmässiger Nachkommen, musste jedes zegendes Verkehr ausserhalb seines Geschlechtes meiden, d.h. er musste jedes Geschlechtsverkehr mit dem ‚genealogischen Baum’, jenem von den Ancester, woher er entnommen wurde, meiden.


§ 195

Siehe da meine Überlegungen: 

- Beim dritten Kapitel Vers 15 sagt die Genesis: “Feindschaft setze ich zwischen dich, Schlange, und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs.” Die Feindschaft zwischen die ‚Schlange’ und die Frau, in der “Feindschaft zwischen ihren und de Nachwuchs von ihr” bezieht sich auf Kain und Abel? Wenn sie, aber, beide, Söhne Adams sind (Gn. 4, 1-2), dann hätten sie, der erste diese symbolische ‚Schlange’ und der änderte die Frau als Mutter gehabt.

- Was war jene verfluchte Weibschlange, deren Nachwuchs giftig ist und zum Tode führt?

- Das Problem lag immer noch in den ersten Versen des dritten Kapitels:

- Wenn die Mütter von Kain und Abel, wie beim Vers 3,15 gesagt wird, verschieden sind, für Kain die ‚Schlange’ und für Abel die Frau, wenn in beiden Fällen der Vater Adam ist, dann müsste das Verb ‚gebar’ hier weiblich angegeben werden, vom Vers 4,2 “Adam erkannte Eva, seine Frau; sie empfing und gebar Kain; dann gebar seinen Bruder Abel” mit ‚zeugte’, das in beiden Fällen die Vaterschaft Adams, männlich, angibt.

Aus dem gleichen Grund müsste das weibliche Fürwort mit dem männlichen ersetzt werden, damit Adam gemeint sei, und es heissen: “Adam erkannte Eva, aus ihr zeugte Kain und dann, aus der Frau, zeugte er den Bruder von ihm, Abel.”

- Es bleibt bestehen, dass alle beide Söhne Adams sind, der erste sicher aus dem Weib, das ‚Schlange’ genannt wird, und der andere aus der Frau. 

- Und wenn die Mutter von Kain in den vorhergehenden Versen ‚Schlange’ genannt wurde, war es unangebracht jenes Weib ‚Ehefrau’ von Adam zu nennen.

Diese und andere aufdringliche Fragen kamen mir jedes Mal in den Sinn, wenn ich das Buch der Genesis las. In der Erinnerung, dass ich in meinem Haus in Farra d’Alpago eine Bibel vom Jahre 1700 mit vielen Fußnoten besaß, dachte ich, dass, da diese Bibel in der Zeit in welcher G.L. Leclerc lebte, gedruckt wurde, sie an die Lehre von der Hybridation der Geschlechter angedeutet hätte.

Ich hatte die Bibliothek in meinem Schlafzimmer aufgestellt. Ich zog die Bibel vom Jahre 1700 heraus, sie war noch mit der Buchstabe ‚f’ an der Stelle von ‚s’ geschrieben und studierte bis Mittag.

Verlorene Zeit, Enttäuschung, Bitterkeit. Obwohl ich mich in vielen Vermutungen angestrengt hatte, gelang es mir nicht jenes Geheimnis, das für so viele Jahrhunderte den Propheten vom Alten und auch vom Neuen Testament verborgen gehalten wurde, zu verstehen.


§ 196

Ich wusste, aber, dass das mir gegeben sein wurde, denn im Jahre 1928 hatte P. Matthäus Crawley, am Ende von einer Betrachtung, die er uns Seminaristen hielt, dem Student von der ersten Gymnasiumsklasse Albino Luciani die Erreichung vom höchsten Grad der kirchlichen Hierarchie und mir, Schüler vom ersten Theologiejahr, der in der Kappelle zwei Meter von ihm entfernt auf der Bank sass, vorausgesagt, dass der Herr mir die Geheimnisse der Bibel geoffenbart hätte.

Er voraussagte mir auch Widrigkeit, aber er fügte hinzu, dass der Herr mich mit seinen Offenbarungen unterstützt und getröstet hätte.

Ich erinnerte mich, dass schon im Jahre 1922, auch Don Giovanni Calabria, aus Verona, mir zu wissen gab, dass ich, im Alter, ein wichtiges Buch über die biblische Genesis, geschrieben hätte, und er drang darauf, dass ich es hätte rasch schreiben sollen.

Es waren schon viele Jahre verflossen und die traurigen Ereignisse, die in meinem Leben stattfanden, lehrten mich, dass ich nicht der richtige Mann war, um eine Offenbarung zu erhalten.


§ 197

Ich schloss die Bibel und, nach einer frugalen Mahlzeit, ging ich ins Schlafzimmer, das neben meinem lag und das meiner vor einigen Monaten gestorbenen Mutter angehörte, um auszuruhen. Beim mich Hinlegen und beim Beten vom Miserere-Psalm 50 vom König David, war ich bis zum Vers, der sagt: “Et in peccatis concepit me mater mea”, in Sünden zeugte mich meine Mutter.

Ich sträubte mich gegen diesen Gedanken und ich fand unsinnig, dass ein von Gott gesegneten Liebesakt eine Sünde sein könnte.

Der Satz musste, also, eine andere Bedeutung haben. Welche? Hatte sie vielleicht mit der Erbsünde  zu tun? Worin bestand diese geheimnisvolle Sünde?

Bei dieser Betrachtung verblieb ich beim folgenden Vers:

 “… Incerta et occulta Sapientiae tuae manifestasti mihi.” Du, oh Gott, hast mir die Geheimnisse Deiner Weisheit geoffenbart.

- Herr, Du hast der Kirche das ‚Geheimnis der Erbsünde noch nicht geoffenbart! Wenn Du es dem königlichen Propheten geoffenbart hast, warum hat er es uns nicht mitgeteilt? -

Ich schlief ein und pünktlich hatte ich einen ‚Traum’.





Szenen aus dem alltäglichen Leben


Hier der ‚Traum’.


§ 198

Ich befand mich in einem kleinen Hof, nicht weit entfernt von seinem Eingang. (49).

Zur Rechten hatte ich die Fassade von einem Landhaus, gegenüber stand ein Erdwall, ungefähr 6 Meter hoch und 5 oder 6 Meter lang, welcher senkrecht fiel und sich mit einem halbrunden Mäuerchen zusammenlief, das den Hof auf den anderen beiden Seiten abgrenzte. Dieser offene Platz beherrschte die unterstehende Ebene nach Süden und nach Westen.

Vor mir, wenig entfernt und immer in der Nähe vom Hofeingang, sehe ich ein weibliches Tier, das gerade steht, fast ein Meter hoch, schwarz und haarig, wenig behaart, doch mit glatten Haaren wie die Affen, während das Haar so schütter und zerzaust ist, wie der Flaum, der der Mensch von der Jugend an den Wurzeln von den oberen und unteren Gliedern trägt.

Es trägt am Arm ihr Junge, brachyzephales, ohne Nase und Kinn, welches mit ihr Hand spielt mit dem grossen rechten waagrechten Ohr der Mutter, das über die Schulter steht und das Junge berührt.

Zu ihrer Linken sind weitere zwei Weiber, auch gerade stehend und ich sehe, von der Seite, ihr glattes Gesicht mit rechteckigem Gesichtswinkel, ohne Kinn und ohne Nase, mit Haaren, die am Nacken bis zum Hals und vorne bis zu den Augen fallen.

Sie sind etwas höher als das erste und sie blicken gegen die Mitte des Hofes. Ich sehe sie von den Hüften hinauf, so, dass ich über ihre Köpfe das sehen kann, was sie sehen.



(49) Wir haben gesehen, dass dieser Traum zwei Jahre vor der schon dargelegten Erscheinung stattfand, die Szenen, aber, beziehen sich auf einen Vorgang, der anderthalb oder zwei Jahre nach der Geburt vom Mädchen stattfand. Adam, also, der bei der vorigen Offenbarung 15 Jahre alt war, ist nun er 16 oder 17 Jahre alt.




§ 199

Vier Jungen von derselben Art bewegen sich auf allen vieren um ein kleines menschliches Geschöpf, rosarot und füllig, das ich von hinten sehe und das zufrieden lacht und aufrecht steht.

Alter: anderthalb oder zwei Jahre alt.

Etwas später sehe ich, dass es sich um ein Mädchen handelt

Es schien mir, dass das grössere Männchen den anderen, wie man um das Mädchen herum kreist, lehren würde und wie man, vor ihm vorbeikommend, die doppelte Kniebeuge mit tiefer Verneigung macht. 

Aus der gegenüberliegenden Seite kommt ein schöner Junge, vollständig nackt, hervor mit geröteten und glatten Haut, bartlos, mit schwarzen Haaren, die bis zu den Schultern fallen.

Er überspringt das Mäuerchen und, durch das Bühnenbild vorbeikommend, geht zur Bank und setzt sich darauf mit den Schultern an der Wand des ländlichen Gebäudes anlehnend. Er beobachtet die Szene.

Das grössere Junge, schwarz und haarig, mit grossen, nackten und bis über den Kopf ausgestreckten Ohren, bewegt sich unbefangen. Er macht einen doppelten Kniefall und eine tiefe Verneigung vor dem Knaben und dann vor dem kleinen menschlichen Geschöpf. Dann entfernt er sich gegen das Ende des Hofes mit gewandten Sprüngen.

Ein anderes Junge, dieses Mal ein weibliches, ein wenig kleineres, aber mit waagrechten Ohren, bemüht sich die Geste des ersteren zu wiederholen, aber es ist etwas mehr unbeholfen.



Das Weib ‚sui generis’ vom vormenschlichen Geschlecht


§ 200

Ich sehe ein andersgeartetes Weib einzutreten. Es war ein ausserordentliches und in ihrer Art einziges Exemplar, das, abgesehen von den Wurzeln der Glieder, nicht haarig war, das gelbliche und nicht schwarze Haut hatte, ein vorher nie gesehenes Weib, weil an der äussersten Ecke des Hofes zu meiner Linken sass.

Es hat nicht aufrechtstehende Ohren wie die Männchen, auch nicht vollständig waagrecht wie die anderen Weiber.

Sie sind unproportioniert, was die Grösse betrifft, doch nur der obere Teil ist nach aussen um ungefähr 4 cm. gekrümmt und ohne den Rand vom Knorpel gefaltet.

Ihr Mund, wenn er geschlossen ist, scheint nicht so breit wie jener von ihren Gleichartigen zu sein, doch, wenn es ihn auftut, kann man die vier Eckzähne, die ein wenig länger als die anderen sind, sehen.

Es hat lange Vorderarme, die Hände, aber, sind weniger grob.

Es besitzt kurze und dicke Beine, aber nicht wie die anderen Exemplare ihrer Art. Es ist brachyzephal, mit undurchsichtigen, klarbraunen Haaren, hinten lang bis zum Hals und vorne bis zu den Augen.

Unter jener niederen Stirn gibt es ein Paar menschliche Augen und Backen.

Vergliechen mit der heutigen Frau scheint 25 oder 30 Jahre alt zu sein.

Es schreitet ein jedesmal wenn unter den Jungen jemand wagt das Mädchen zu berühren. Es schreitet vorwärts sprunghaft. Es läuft nicht auf den Beinen, sondern bedient sich von den Armen als wären sie Krücken. Es schreitet vorwärts, bei jedem Sprung, das Gesäss nach vorne rückend. Das grössere Männchen ist der unternehmungslustigste Junge. Wenn das glatte Weib einschreitet, springt das grössere Junge mit schnellen Sprüngen davon. 




Das Mädchen ist “unbefleckt empfangen” worden 


§ 201

Sobald ich das Mädchen sah, flüsterte mir die Stimme einige Worte ein, die ich nicht genau erinnere, deren Sinn, aber, war, dass:

- JENES WEIB OHNE HAAR IST DIE MUTTER DES MÄDCHENS, DURCH DIREKTES EINGREIFEN DES SCHÖPFERS AUF DIE BILDUNG VON DER WEIBLICHEN GESCHLECHTSZELLE UND AUF DIE ART UND WEISE DER BEFRUCHTUNG VON SEITEN ADAMS ‚IN SIMILITUDINE NATURAE’, d.h. mit einem Geschlechtsverkehr nach der Natur, wenn auch während des Schlafes, wie die Bibel sagt, UNBEFLECKT EMPFANGEN. –

Das weisse und haarlose Weib macht die doppelte Kniebeugung und die tiefe Verneigung vor dem Knaben und zwingt das weibliche schwarze Tierjunge, die Förmlichkeiten zu wiederholen. Dann geht in die Ecke, woraus es kam, zurück. Weitere zwei Tierjungen, die zuletzt gekommen sind, bewegen sich auf allen vieren um das kleine menschliche Geschöpf herum.

Wieder tritt der grössere männliche Tierjunge ein, welches die Förmlichkeiten wiederholt, doch ereignet sich ein Durcheinander. Vielleicht hat es das Mädchen an den Füssen berührt oder dieses will mit den Kleineren spielen, denn es neigt sich gegen sie. Wieder greift das Weib ohne Haar ein, welches aus ihrer Ecke kommt, wohin es um zu sitzen hinging.

Diese Mal nähert sich das Weib zu viel dem Jungen und, nach einem wiederholten Anbetungsakt mit tiefer Verneigung, zuerst scheint, dass es seine Knie berühren will: dann verführt ihn indem es den Kopf zwischen den Knien des jungen sitzenden Mannes nähert.

Er, aber, schickt es weg und dieses Mal erhebt sich es auf den Füssen und geht zu ihrem Platz zurück, aber, während es an der Seite des Mädchens, das mit den Kleinsten beschäftigt war und über sie gebeugt, vorbei geht, gibt es dem Mädchen eine kleine Ohrfeige, um auf es die Demütigung auszulassen und geht weiter.

Das Mädchen geht weinend gegen den jungen sitzenden Vater und bleibt an seiner rechten Seite stehen. Ich hoffte, dass er es auf den Arm nehmen würde oder, dass wenigstens er es streicheln würde. Stattdessen betrachtet er das weisse Weib, das sich entfernt, aufmerksam.



Die Ebene am Fusse vom Vorgebirge


Die Szene wechselt.


§ 202

Ich sah diese Szene aus einem höheren Stand, nicht mehr vom Hof, wo vorher der Junge auf der Bank sass, sondern vom Holzbalkon über die Fassade an welcher er vorher den Rücken anlehnte.

Dieser Balkon ragte aus der Fassade nicht hinaus, sondern gegen das Innere gerichtet und von einem Dach gedeckt.

Von dort konnte ich, gegen Süden, eine grosse Ebene sehen, welche vom Fusse des Vorsprunges worauf ich mich befand, sich in den fernen Dunst, so weit das Auge reicht (3 oder 4 Km.), innerhalb von zwei auseinandergehenden Furchen eingebettet, für die ganze Länge erstreckt.

Am Anfang konnte die Breite der Ebene ungefähr 50 Meter messen, weiter entfernt schien sie breiter zu sein. 

Sie war ganz von blond schimmernden wilden Getreiden übersät. Das Brot und auch das Futtergetreide für die Diensttiere waren gesichert.

Es war ein weites Getreidefeld, im vorderen und im mittleren Teil durch einige Furchen für die Bewässerung gezeichnet.

Im Westen von dieser Ebene und in der Nähe von der Erhebung worauf ich mich befand, war das Feld zu einem Garten mit verschiedenen Arten von Gemüse umgearbeitet.

Über den Gemüsegarten, bis 100 Meter Entfernung, sah ich eine Reihe von fünf oder sechs Häuschen, anderthalb Meter hoch, sicher vom jungen Mann für jene Weiber mit ihren Jungen gebaut und eines grösser in der Mitte des Gartens, vielleicht um die Arbeitswerkzeuge unter Schutz zu stellen.

Auf dem Balkon, am Südende, erscheint der Junge. Ich begleite ihn bis an die gegenüberliegende Seite von ihm. Dort steht eine Sprossenleiter, die auf den Erdwall führt. Er steigt hinauf und, links biegend, läuft er bis ans Ende des Erdwalles (den Eingang der Wohnung wo die Kostbarkeiten die ich bei der grossen Erscheinung sah, waren, überschreitend). Ich laufe mit ihm und gehe in eine Grotte hinein, welche nur vom Eingang Licht bekam.

Die Decke bestand aus gelblichen Sandsteinplatten. Der Raum war sichtlich entlang einem Felsband gewonnen und aussen, für die ganze Länge durch eine Mauer geschlossen.

Im Innern der Wohnung war die linke Wand, jene gegen das Tal gerichtet und entlang welcher ich lief, war von einem grauen Sandmörtel überdeckt über einen schwarzen und ungehobelten Hintergrund, der den Zweck hatte ihn wasserdicht zu machen. An meiner Rechten stand ein Bett, 30-40 cm. hoch, der Felswand angelehnt.

Nun befinde ich mich im innersten Teil des Raumes. Der Junge legt sich mit den Füssen gegen den Eingang ins Bett. Ich beobachte ihn von der Seite, aus hinter seinem Kopf, auf der gleichen Ebene, sehr nahe.




Was die Erbsünde betrifft, ist das Mädchen unschuldig


§ 203

Am Eingang erscheint das Mädchen, nackt. Es steht ein wenig still. Dann, vielleicht wegen der Unebenheit des Bodens, geht es mit kleinen unsicheren Schrittlein, wie jene von Kindern von einem oder anderthalb Jahre, vorwärts.

Während es in der Nähe vom Bett vorbei ging, erwartete ich, dass der junge Vater es streicheln würde, doch nichts von alledem. Endlich hatte ich erkannt, dass der junge Mann, der Stammvater Adam war. Ich wollte das Mädchen nicht anschauen, weil es nackt war, doch eine Stimme sagte mir:

- SCHAUE ES NUR AN! ES IST SEHR HüBSCH! -

Es war wirklich sehr schön. Ein pausbackiges Gesicht, mit so zarten, ebenmässigen und wohlproportionierten Gesichtszügen, dass sie mich lächeln liessen. Auch ihre Glieder waren füllig und wohlproportioniert. Die Haut war glänzend und rötlich, aber von einer weniger rötlichen Farbe als ihr Vater.

Ich sah es gut, obwohl es im Gegenlicht stand. Es schien barfuss zu sein, doch vielleicht trug es eine leichte Sohle. 

Es lief dem Bett entlang, überschritt den Ort wo ich mich befand und steuerte dem Ende des Raumes zu und ich sah es nicht mehr. Es musste ihr Bett hinter mir haben.

- BEDENKE, dass ES UNSCHULDIG IST ! – wurde mir gesagt

- DENK DARAN ! –

Ich begriff nicht, dass diese Worte sich auf das Ereignis, das am Geschehen war, bezogen.



Jenes „BRÜCKE- Weib“


§ 204

Ich sah, hingegen, am Eingang der Grotte, zwei, drei Mal einen Schatten erscheinen und verschwinden.

Das dritte Mal sah ich ihn vom Eingangslicht vollständig umrahmt. Im Gegenlicht sah ich ihn nicht gut, aber jene langen Ohren mit waagrechten Spitzen gaben mir zu verstehen, dass es sich um jenes haarloses Weib, das ich im Hof sah, handelte.

Das Mädchen konnte nicht allein dort hinauf gestiegen sein; sicher wurde es von der Mutter gebracht, welche, gewohnheitsmässig, draussen vor dem Eingang stehen blieb, weil offenbar der Junge es im Schlafraum nicht haben wollte.

Die wiederholten Erscheinungen von ihrem Haupt an der Eingangsöffnung mussten ebensovielen Zeichen ihrer Stimme entsprechen, denn es streckte die Zunge heraus. Gewiss, stotterte es wie eine läufige Katze. Es war ihre Jahreszeit, vom jungen Mann vorgesehen.

Er “hörte auf jene Stimme; er ermunterte es, ich nehme an, das erste, das zweite und das dritte Mal, dass es den Kopf vom Eingangspfosten hinausstreckte. Dann sah ich ihn den Kopf vom Kissen erheben und auch ein wenig die Schulter, denn er lag auf dem Rücken und schaute es einige Augenblicke an. Vielleicht lud er es ein.

Erst jetzt entschloss es sich einzutreten.

Die gewohnte Stimme mischte sich ein indem sie sagte:

- BRÜCKE -

Ich wurde nachdenklich. Welche könnte die Beziehung zwischen dem was ich sah und einer Brücke? Ich verzichtete auf das Verstehen und ich richtete meine Aufmerksamkeit auf jenes Weib, das vor mir stand.






Die Erbsünde 


§ 205

Ich sah es nur von den Hüften herauf, aber, nachher, aus den Bewegungen die es verrichtete, verstand ich, dass es zuerst ein Knie auf die linke Seite der Füsse des Bettes des Knaben, dann die andere Knie legte.

Nachher, sich mit den langen Armen als wären sie Krücken, erstreckte sich nach vorne über den Körper des Jungen, bis es ihm ihre Busen über das Gesicht von ihm vorstellte, als es die eigene ‚Frucht’, d.h. die Milch von ihren Busen anbieten wollte.

Als es sich über ihn beugte, sah ich ihre Nase eine Spanne über meine Augen.

Jener zerdrückter Kopf, jene kurze bis zu den Augen herabfallende Haare, jene grosse und waagrechte Ohren, jener Mund aus den offenen und bis zu den Kiefernwurzeln offenen Lippen, aber vor allem jene grosse und aus den Augenhöhlen fast heraustretenden Augen, die mich starrten, liessen mich schaudern.

In jenem Augenblick wurde ich plötzlich von einem Klirren geschüttelt, das dem Klang der Worte pecc… pecc… pecc… zu gleichen schien, die ein grosser Lastwagen, der vor meinem Haus parkiert war, beim Starten verursachte.

Unwillkürlich zog ich mich zurück und ich erwachte.

Auch ich lag auf dem Rücken und ich hatte den Eindruck, dass jenes gelbliches Weib über mich wäre, als ob es gegen mich gestossen hätte. Was für ein Abscheu!

Gleichzeitig eine kräftige Stimme, den Krach eines Motors bei der Gangschaltung nachahmend, sagte: - PECCATO ORRRR…. ENDO, …ORRRR…. IBILE, ….ORRRR…. IGINALE. -

Abscheuliche, entsetzliche und erbliche Sünde.

Der drei Achswagen fuhr mit klingelndem Laut weg, als hätte der Kotflügel wiederholt gegen einen Eisenpfosten gestossen. Ich erhob mich und rief aus:

- Mein Jesus, Barmherzigkeit! Hat der Junge sich in eine derartige Hexe verliebt? - 

 

§ 206

Er hatte sich nicht in jenes vormenschliche Weib verliebt. Er hatte sich nur eingebildet aus ihr ein so schönes Geschöpf wie das Mädchen zeugen zu wollen.

Er sah (denn er hatte gesehen), dass es köstlich wäre, von dem (wilden) Baume zu essen (im Gegensatz zu den anderen Weibern) und, dass der Baum dazu verlockte, klug zu werden (d.h. Geschlechtsverkehr zu haben), um andere Kinder zu zeugen (Gn. 3,6).

Ich sah weder den Knaben die Frucht, oder die Milch vom Baum saugen, noch vom Baume essen.

Das war annehmbar.

Ich dachte: “Inimicus hominis superseminavit zizaniam.” Nur ein Rebell konnte über den Acker des Herrn, das menschliche Leben, Unkraut sähen.

Ich überlegte: “Qui potest facere mundum de immundo concepto semine?” Und wer, ausser Gott, kann wieder rein machen, was von unreinen Samen gezeugt wurde?

An den Krach von jenem Motor (pecc… pecc… pecc…), der im Gang gesetzt wurde, und die Worten die zugleich gesprochen wurden, denkend, vor allem an das letzte Wort mit jenem verlängerten ‚erre’ vom Worte ORRR….IGINALE, bin ich geneigt zu glauben, dass schon alles vorausgesehen war, d.h., dass die Worte mit dem Krach übereinstimmen mussten, daher erschrak ich und stand auf.


§ 207

Ich hatte schon viele Einzelheiten von diesem ‚Traum’ vergessen, als zwei Jahre nach der grossen Erscheinung vom Jahre 1972 und vier Jahre nach dieser Erscheinung, hatte ich einen anderen ‚Traum’, jener vom ‚Der Abend vom verhängnisvollen Tag des Todes Abels’, den ich später erzählen werde.

Jener ‚Traum’ besass einen genauen Bezug auf diesen, was die Frau betrifft, denn, während jener Erscheinung sagte ich “ich möchte sie sehen, weil ich sie noch nie gesehen habe.”- DU HAST SIE GESEHEN – wurde mir geantwortet und ich sah das Mädchen wiederum im Hof und im Schlafraum des Vaters und ich hörte die Worte wieder:

- DENKE DARAN, DENN SIE IST UNSCHULDIG! –

Der Herr wollte mir diese Offenbarung (von der Erbsünde) in Erinnerung rufen, weil die Nichtbeteiligung der Frau bei dieser Sünde massgebend ist, um die ganze Offenbarung vom alten und neuen Testament zu verstehen.



Die Hybridation des vollkommen geschaffenen Menschengeschlechtes


§ 208

Wenn Adam sich nicht eingebildet hätte aus diesem vormenschlichen Weib Personen zu zeugen, was ohne Eingriff Gottes nicht geschehen konnte, wenn einmal sein Geschlecht vergangen war, hätte sich das Problem, wegen der genetischen Unverträglichkeit zwischen den Geschlechtern, nie mehr gestellt.

Wenn der Stammvater nicht aus dem Ancesterweib gezeugt hätte, hätte es mit ihren Chromosomen nicht die Verwirrung in das Menschengeschlecht hineingetragen. Stattdessen, trat der tierische Trieb in das genetische Erbgut der Menschheit ein, und von nun an wird der schädliche Geist des menschlichen Gemütes darstellen.

Deswegen war der Gehorsam Gott gegenüber so wertvoll: der Junge konnte die Gesetze der Genetik nicht kennen und Gott war nicht verpflichtet ihm diese zu erklären, sondern ihm zu befehlen und ihm wissen zu lassen, dass wenn er sich nicht daran gehalten hätte, sein Geschlecht, als reines Geschlecht, den Tod gefunden hätte… die Ausrottung. Und das ist geschehen.


§ 209

Für den reinen Menschen war es unmöglich aus den üblichen Ancestern zu zeugen. Die Chromosomen, so wie Hacken eines Reissverschlusses, können sich verbinden nur wenn sie gepaart sind, oder höchstens wenn auf einer Seite nur eins zu viel ist.

Daher, zwischen dem Menschengeschlecht und dem vormenschlichem war keine Hybridationsmöglichkeit vorhanden, weil das Fehlen von zwei Chromosomen die Kupplung vom ganzen Reissverschluss unmöglich machte. “… Von allen Bäumen des Gartens kannst du essen so viel du willst…” (50), das ist ein Satz, der eine genetische Wahrheit verbirgt: die Chromosomen und die Erbträger der sich fortpflanzenden menschlichen Geschlechtszellen konnten nicht Wurzel fassen mit jenen der sich fortpflanzenden Geschlechtszellen der anderen Ancesterweibern.

Sie konnten Wurzel fassen nur mit jenen des ‚Baumes der Erkenntnis vom Guten und Bösen’, d.h. mit jenem einzigen und aussergewöhnlichen Exemplar, der ‚Brückenkopf’’ der ‚Einbahnbrücke’ bleiben musste und nicht in verbotener Weise verwendet werden musste, bei einer Strafe vom Verderben, vom Tod des menschlichen Geschlechtes als reines Geschlecht.

Das Zeitalter von der Gefahr von diesem Weib vergangen, die zwei Geschlechter hätten friedlich nebeneinander leben können.

Daher der strikte Verbot ‚ von der Frucht von jenem Baum nicht zu essen’.



 










(50) Diese war eine theoretische Annahme – erklärte Don Guido – die nicht begreifen wollte, dass Adam nicht gestattet war mit den anderen Ancesterweibern, abgesehen von Eva, Geschlechtsverkehr zu haben.






Der Junge war ungehorsam.

Er glaubte ein Gott auf Erden zu sein und wollte so tun wie Gott, denn er wusste nicht, dass einmal die Nabelschnur, die das Mädchen mit der vormenschlichen Mutter verbindete, durchgeschnitten, “Deus cessavit ab omni opere suo quod patrarat”, Gott hatte das Programm seines direkten schöpferischen Eingriffes, da das Ende der Schöpfung des Menschengeschlechtes erreicht wurde.

Tun zu wollen wie Gott, das war die verehrende Anmassung vom ersten Menschen, der somit eine ‚Brücke’ zwischen den beiden Geschlechtern schuf und somit den Weg der Rückentwicklung des Menschengeschlechtes, von welcher wir immer noch nicht ganz erstanden sind, eröffnet wurde.

Adam wusste nicht, dass die Kinder, in gleichen Mass, sowohl die Eigenschaften des Vaters als jene der Mutter erben.

Er meinte, wie bis vor kurzem geglaubt wurde, dass das Weib nur der ‚locus aptus’ war, der geeigneter Ort, wie die Furche der Erde für das Spriessen des Samen.

Seine Unwissenheit der genetischen Gesetze rechtfertigt seine Ungehorsams- Überheblichkeit- und tierischer Inzestsünde nicht.

Kain, die Frucht von diesem verbotenen Verkehr, wie mir bei der dritten, sechsten und siebten Erscheinung zu sehen gegeben wurde, wird in allem den Kindern von den Schwestern Evas gleichen, weil er die physischen Merkmale von den Ancestern der Mutter erben wird. Er wird schwarz, behaart und brachyzephal usw. sein.

Er wird, aber, vom Vater die psychischen und intellektiven Merkmale des Vaters erben, in dem Masse in welchen er fähig sein wird. Von jener Sünde aus, nämlich, fing die Hybridation des Menschengeschlechtes mit jener des untermenschlichen Ancestergeschlechtes an.

Sie hätte zur Vernichtung des reinen Menschengeschlechtes und zur vollständigen Verrohung der hybriden Geschlechtes geführt, hätte der Schöpfer, ‚durch welchen alle Dinge geschaffen worden sind’, nicht ‚in extremis’ eingegriffen und durch die so-genannte universelle Sintflut oder durch mehrere Sintfluten gesorgt, dass alle nicht wiederherstellbare Individuen beseitigt und nicht die Wiederherstellung von jenen wenigen, die von den Erbanlagen nicht so belastet waren, geleitet hätte.

Nur in diesem Falle, also, kann man von ‚geführte Wiederentwiklung’ reden.

Die Annahme oder die im XVIII Jahrhundert von Leclerc unterstützte Theorie war richtig. Er war ein gläubiger Mensch und glaubte an die Bibel, die behauptete, dass der Mensch von Gott ‚sehr gut’ geschaffen worden ist und nicht im tierischen Entwiklungszustand und, dass die Menschheit, schon beim ersten Geschlecht durch die Hybridation der beiden Geschlechter, d.h. durch eine ‚trait d’union’ oder ‚Brückenkopf’ verdorben wurde. Hatte Lecllerc eine tiefe Erleuchtung oder eine Offenbarung gehabt? Wenn er gesagt hätte, dass er eine Offenbarung gehabt hatte, wäre er auf dem Scheiterhaufen gestorben!! Ich wurde nicht zum Scheiterhaufen verurteilt, doch ich habe erfahren, was es heisst ins Abseits gestellt zu werden!...



§ 210

Da ich bei der Erbsünde  anwesend war, begriff ich die wahre Bedeutung der Beschneidung: Die Rippe (51) von Adam hat gesündigt und die ‚Rippe’ von Abraham und von seinen Söhnen wurde beschnitten.

Ich begriff auch, dass die Taufe die Vervollständigung der Beschneidung ist:

1) die ‚Beschneidung’ ist ein Sühneakt für die Erbsünde : sie ist ein symbolischer Akt der Unterwerfung und des Gehorsams Gott gegenüber als Gegenleistung zur Selbständigkeit und zum Ungehorsam von Adam; 

2) die ‚Taufe’ ist ein förmlicher Adoptionsakt als ‚Sohn Gottes’, natürlich, nach der Unterwerfung an Gott. Die Beschneidung kann nicht einschränkend beurteilt werden, als ob sie eine reine Gesetzeserfüllung wäre, sondern sie muss das Zeichen eines bewussten Erlösungswillens aus der Unrechtmässigkeit vor Gott. Die Beschneidung ist der Ausdruck des Willens vom Menschen mit dem Herrgott eine persönliche Allianz zu schliessen, wobei Gott mit der Annahme als Sohn durch die Taufe antwortet.


(51) Seit der Jugendzeit erfasste Don Guido, dass der symbolhafte Ausdruck der Genesis ‚die Rippe’ einengenetischen

Inhalt enthielt, von der Gleichstellung des ländlichen Wortes ‚Rppe’ mit dem männlichen Geschlechtsglied. Er hatte verstanden, dass wenn die Frau von der Rippe Adams stammte, so hiess es, dass sie ihre Tochter war. 





DIE LETZTE MAHLZEIT ABELS




SECHSTE OFFENBARUNG


In Chies d’Alpago im Jahre 1974

als Traum, der vierte, zwei Jahre nach der Erscheinung, erhalten



(Anmerkung der Herausgeberin) Vom Jahre 1972 bis 1974, d.h. zwischen der 5. Offenbarung (die grosse Erscheinung) und der 6. Offenbarung, liegen zwei Jahre Unterbruch. Der Herrgott wartet bis Don Guido die zwei wesentlichen Inhalte von der vorhergehenden Botschaft versteht und verinnerlicht:

1), dass die erste Frau absolut nichts mit der Erbsünde zu tun hat, während nach der mosaischen Genesis scheinen würde, dass gerade sie für den Fall vom Stammvater verantwortlich wäre.

Don Guido behauptet, dass dieses Missverständnis nicht Moses zuzuführen sei, sondern den Hagiographien zur Zeit vom König Salomon, welche, in Anbetracht der Kultur ihrer Zeit, den Originaltext überarbeitet hätten und die Verantwortung von der Erbsünde auf die Frau hätten fallen lassen, während die Verantwortung einzig auf den ersten Mann lastet.

Diese Hagiographen hätten ein Gleichnis gesehen zwischen der Versuchung des ‚Weibes’ von der Erbsünde und dem verderblichen Einfluss auf das jüdische Volk, den die Königin von Saba auf den König Salomon ausübte, weil sie in Israel den Heidenkult eingeführt hatte.

2) Der zweite Begriff, der für Don Guido eben so schwer sich anzueignen war, bestand im weiblichen Bild das die Bibel Eva nannte, das nicht die Frau war, sondern das ‚Ancesterweib’, das er sah wie es das Mädchen gebar und, dass DIE MUTTER VON ALLEN BEIDEN (§ 125) ersten menschlichen Subjekten, der “BRÜECKENKOPF” (§ 96) zwischen dem Ancester- und menschlichem Geschlecht war. Von ihr, Eva, hatte der Herr auch gesagt, dass sie “HAETTE ‚BRÜCKENKOPF’ BLEIBEN SOLLEN, dass ABER DER MENSCH, ÜBERHEBLICH UND UNGEHORSAM SIE ‚BRÜCKE’ WERDEN LIES” (§ 97), als sie, für den Menschen “ANGELSCHNUR” (§ 178) wurde, als sie ihn am Angelhaken nahm und ihn zur Erbsünde verführte. Es handelte sich um Ausdrücke, die noch gedeutet werden mussten. In der Tat, nie hat der Herr jenes Weib ‚Eva’ genannt, sondern er nannte sie “JENES VON DER ERBSÜNDE” (§ 112), “BRÜCKE” (§ 204), wie auch der Herr den ersten Menschen nie ‚Adam’ nannte, sondern in sieben verschiedenen Art und Weisen: “DAS MUSTER” (§ 24), “DEIN ERSTER VERWANDTER”, “PROTO”, “URVERWANDTER “ (§ 26), “URVERWANDTER VON ALLEN MENSCHEN” (§ 27), “ DER STAMMVATER” (§ 28), “ROTER” (§ 152) und schliesslich, im negativen Sinne, “MENSCH” (§ 237)., dasselbe gilt für Kain und Abel, die der Herr nie mit Namen nannte.

Es ist verständlich, dass für Don Guido nicht leicht war die Fakten zu rekonstruieren. Im Gegenteil, es handelte sich um Jahre, während welchen Don Guido alle seine Kräfte verwenden musste um die von den Offenbarungen erzählten Ereignisse in Übereinstimmung bringen musste.

Sein einziger Trost bestand im Versprechen vom Herrn, der ihm geholfen hätte “ALLES ZU VERSTEHEN UND IN ERINNERUNG ZU RUFEN” (§ 182). Daher war auch das Vertrauen vorhanden, dass er früher oder später dazu gekommen wäre.

Uns, die den geordneten Text lesen, scheint alles logisch und klar. Aber, stellen wir uns einmal die Lage von Don Guido vor und versuchen wir uns seine Gefühle vorzustellen, d.h. denken wir einmal, dass Don Guido an die ganze Bibel, somit auch an die Genesis, fest hielt und, dass er überzeugt war, dass die Bibel nicht geändert werden konnte, dann werden wir ein wenig seine innere Spannung begreifen.

Wenn der Herr ihn nicht mehrmals versichert hätte und ihm nicht gesagt hätte, dass er ihm im Begriffe war “DINGE MITZUTEILEN, DIE ER ANDEREN NICHT GEOFFENBART HATTE” (§ 51) und, dass er im Begriffe war “IHM BEIZUBRINGEN WIE MAN ZWISCHEN DEN ZEILEN LESEN KANN UND DINGE ERFAHREN, DIE ER SONST IN SEINEM BUCH NICHT VERSTAND” (§ 44) und, dass diese “EINE OFFENBARUNG WIE AN MOSES” war (§ 48), wenn der Herrgott ihn nicht ermuntert, unterstützt, geführt und ihm Teile von noch nicht begriffene Ereignisse nicht wieder gezeigt hätte, hätte ohne Zweifel Don Guido seine Arbeit nicht fortgesetzt.

Und gerade das war was der Herr bezweckte: ihm beibringen, wie man lernt zu urteilen, zu schlussfolgern, zu verbinden und wie man Herz und Verstand gebraucht. Der Herr hätte ihm einfach sagen können: “Siehe da! Diese ist Eva…, dieser ist Adam… und die Dinge haben sich so und so abgewickelt…” Im Gegenteil! Gott wollte nicht, dass Don Guido passiv geblieben wäre.

Er will, dass jeder von uns in seine Logik eintrete, nachdem man seine Gründe verstanden hat. Er will, dass die Wahrheit, nachdem sie gewünscht, begründet und vielleicht auch erlitten und durch die Freiheit und durch den Willen, erreicht werde.

Diese Zeit war für Don Guido ein Schaukeln zwischen unendlichen Freuden und Schmerzen und das jedesmal wenn er eine neue Erkenntnis hatte.

Nur wenn die Grundelemente geklärt und verinnerlicht wurden, hatte der Herr seine Lehre fortgesetzt, was im Laufe von einem Jahr geschah, denn langsam wurde alles immer einfacher.








Nur Abel und Set, und nicht Kain, wurden ‚nach Ebenbild und Ähnlichkeit Gottes’ geschaffen


§ 211

Immer in Ehrfurcht gegenüber den wiederholten Mahnungen von Papst Paul VI, fuhr ich fort die Bibel und die verschiedenen Buchkommentare von guten Exegeten zu lesen. Viele Probleme standen vor meinen Augen.

- Im Buche Genesis (4, 3-6) las ich, dass die beiden Brüder “dem Herrgott Opfer darbrachten” und auch die Liturgie der Messe bezieht sich auf das Opfer von Abel, als ein “gottgefälliges Opfer.”

Im letzten Vers vom selben Kapitel lese ich, dass erst mit der Geburt von Enos, Sohn von Set, “fing man an den Namen des Herrn ‚anzurufen’.” Der Wiederspruch schien mir offenkundig: wie konnten Kain und Abel dem Herrgott Opfer darbringen, wenn erst bei der Geburt von Enos den Namen des Herrn anzurufen anfing? In der Tat: Man bringt dem Herrgott keine Opfer dar ohne seinen Namen anzurufen. Warum erst dann? Noch ein Geheimnis war zu enthüllen.


§ 212

- Ein anderer Gedanke quälte mich: was geschah, das so böse war, dass Kain Abel ermorderte? Nachdem ich das ‚Zeichen Kains’ entdeckt hatte, hatte ich Lust diese Persönlichkeit ein wenig besser kennen zu lernen.

Eine Nacht ging ich ins Bett und dabei betrachtete ich den ‚Schwertgesang’ während ich die hebräische Version folgte: “Ich tötete einen Knaben wegen einer kleinen Beule (einem kleinen Hieb), die er mir zugefügt hatte…” “Die Ermordung Kains wird siebenfach gerächt werden…” (Gn. 4, 24).

Ich fragte mich, ob Lamek, jener Lamek Nachkommen von Kain, nicht absichtlich jenen Kehrvers wiederholte, der an die Bruderermordung Abels durch seinen Vorfahren wegen einer erhaltenen kleinen Beule erinnerte. War eine Herausforderung vorhanden? Ein Streit?

Ein kleiner Schlag konnte auch ein Scherz gewesen sein! Unter Brüdern, die in einer Familie leben, kommt oft vor, dass der Stärkere die Scherze vom Schwächeren nicht erträgt und Gewalt anwendet. Doch, um bis zum Todschlag zu gelangen, muss man wirklich annehmen, dass Kain nicht eine normale Person war.

War Kain auf seinen Bruder, wegen dem Vorzug des Herrn gegenüber Abel neidisch? Gott, aber, verlangt von einem Behinderten nicht das was von einem normalen Individuum, das mit feineren Manieren opfern kann. Gott erniedrigt niemand.

Im Buche Jesus Sirach steht geschrieben und auch der Hl. Paulus wiederholt es, dass “Apud Deum non est acceptio personarum”, Gott macht keine Unterschiede. 

Nur von Set wird im Kap. 5 Vers 3 gesagt, dass er von Adam “nach seinem Abbild und seiner Aenlichkeit” gezeugt wurde, und zwar, nicht um den Erstgeborenen Kain, sondern Abel zu ersetzen. Warum? Als Antwort zu allen diesen Fragen folgte pünktlich die Erscheinung ‚im Traum’.




Die erste Familie bei der letzten Mahlzeit von Abel versammelt


Hier der Traum.


§ 213

Ich befand mich in einem dunklen Raum und, durch ein am helllichten Tag offenes Fensterchen, blickte ich auf ein kleines Stück Land, wovon ich nur das gegenüberliegendes Ende sehen konnte, das von Baumstämmen begrenzt war, welche am Rand von der Strasse, die ausserhalb vom Hof, der der gleiche war als jener von der Erbsünde , lief.

Ich befand mich zirka einen Meter vom Fenstrerchen, das ca 30 cm breit und 10 cm hoch war, entfernt. Deswegen konnte ich kein weites Panorama sehen, doch es war genug um zu verstehen, dass ich mich bei der inneren Ecke vom Landhaus und vom Erdwall befand.

Aus meiner Rechten, aus über die Ecke vom Erdwall, bei der Entfernung von 7 – 8 Metern, kam der Mann. Er war hoch aufgebaut. Er war rot und verschwitzt; ein haariges Pelzgewand von einem Tier hängte ihm nach vorn, als Tuch das vom linken Schulter herabhing und das unter dem rechten Arm gebunden war und das ihn bis zu den Knien bedeckte.

Er tat nur wenige Schritte, drehte sich und setzte sich auf die Bank, die zu meiner Linken stand und lehnte den Rücken an die Wand des Landhauses, unter dem Balkon. Ich sah ihn von den Hüften herauf.

Er trug lange Haare, die bis zu den Schultern herabfielen und die schwarz waren. Er hatte wenig Bart, der die Wangen umrahmte und langer Schnauzbart, der gepflegt war, ein Zeichen, dass von Natur aus gepflegt war und der nicht allzu lang war, denn die Wangen und der Hals waren vollständig frei. Er schaute vor sich hin und in die Richtung woher er gekommen war. 

 

§ 214

Zu meiner Rechten, über den Stand der untersten Linie des Sehbildes, das mein Blickfeld umrahmte, etwa 3 bis 4 Meter entfernt, erschien im Hof ein Paar schwarze und geradestehende Ohren, die ich von einem Hund glaubte. Für einige Sekunden verschwanden sie aus meinem Blickfeld, dann sah ich sie wieder in der Mitte.

Ich stellte zwei unruhige Augen fest: sie gehörten einem affenähnlichen Kopf. Das Kinn war kaum angedeutet. Dann sah ich, dass es sich um einen Anthropoiden, einem Ancester handelte.

Er näherte sich dem Menschen, verschwand unter jener Art von Fensterbank, erschien wieder vor ihm, bewegte die haarige Arme als ob er etwas darbringt, dass ich nicht sah, wollte. Er beugte sich als ob er etwas auf den Boden stellen wollte und, nachdem er sich erhoben hatte, setzte er sich zur Rechten des Menschen.

Nach einigen Augenblicken sah ich, immer aus derselben Seite, die Spitze eines behaarten Kopfes erscheinen. Auch er verschwand unter der Grenze und, wie im Falle von der vorigen Figur, erhob er sich, tat einige Schritte in die Richtung des Menschen, verschwand ein zweites Mal, erhob sich und näherte sich dem Menschen. Ich sah ihn ins Gesicht. Verschwand unten für ein drittes Mal, erhob sich und dann sah ich ihn ganz.

Es handelte sich um einen Knaben von zwei-drei Jahren, lebhaft in den Bewegungen, ganz nackt, rosig, rundlich, mit einem sehr schönen Gesicht mit vollkommenen körperlichen Gestalten. Mit den Armen machte er eine Geste, als ob er vom Boden ein Gewicht aufheben und dem Menschen darbringen wollte.

Ich sah nicht um was es sich handelte. Er setzte es wieder auf den Boden, dann sprang er sehr gewandt auf den Sitz und stand gerade zur Linken des Menschen.

Ich begriff, dass der erste Kain und der zweite Abel waren.

Mir kam der Gedanke, dass der dreifache Niedergang der Mühe das Gewicht zu tragen und der Notwendigkeit es niederzulegen um zu atmen zuzuschreiben war, doch war es nicht so: Ich begriff, dass sie ihre Gaben dem Vater, nach einer dreifachen Kniebeuge, darbrachten.

Ich sah die Figuren nacheinander und von der Seite und ich starrte jenen kleinen struppigen Monster, der kaum zwei Meter von mir entfernt war, an.


§ 215

- Jenes ist Kain und der andere Abel, - sagte ich – aber ihre Mutter, wo ist sie? Ich wäre froh sie zu sehen. Ich habe sie nie gesehen. -

- DU HAST SIE GESEHEN – sagte mir die Stimme. Ich antwortete:

- Ich glaube es nicht; ich hatte sie nur flüchtig bei der Geburt in den Händen des Vaters gesehen. - 

- AUCH NACHHER. –

In jenem Augenblick kam mir das Mädchen, das gefolgt von der Mutter, in die Grotte eintrat und ich hörte wiederum die zwei Worte: “ERRRRBSÜNDE” (§ 205). Und dann die Schlussworte: “SCHAUE ES AN, ES IST SEHR HüBSCH. DENK DARAN, dass ES UNSCHULDIG IST! HALTE DAS FEST IM GEDÄCHTNIS!” (§ 203). Der unsichtbare Gesprächspartner bezog sich auf den ersten ‚Traum’, den ich bereits vergessen hatte, denn ich hielt ihn als Frucht von Phantasie.

Beim Nachdenken stelle ich ihn wieder her: ich hatte das Mädchen im Hof von den Ancesterjünger umkreist gesehen und von der Mutter, die ich nicht wusste, dass sie Eva war, behütet.

Dann erinnerte ich mich, dass ich es im Schafgemach des Menschen sah, als es mit unsicheren Schritten an der Seite seines Bettes lief und hinter mir, zur Rechten, verschwand.



Die Frau


§ 216

Plötzlich näherte sich das Fensterchen und mein Blickfeld wurde grösser, etwa 50-mal 70 cm.

Von links, so gross wie das Bild, erschien das unterste Ende von einem Kleid aus Tierfell, das mir den Blick auf die drei Hauptfiguren nahm.

Aus unter jenem Fell trat der Fussknöchel eines menschlichen Beines näher, schön geformt, nackt, rosig und glatt, vom rechten Bein. Ich sah ihn bis etwas über die Hälfte der schöngeformten Wade; er war unbedeckt; darüber war er vom Fellkleid verdeckt.

Ihr Knie, vom Fell gedeckt, stand so hoch wie die obere Linie meines Sehbildes.

Langsam, wie beim Zeitlupentempo, trat das andere Bein hervor und das erste blieb im hinteren Schlitz des Kleides bis über die hintere Verbindung der Knie unbedeckt. Es lag im Vordergrund und deckte die ganze Sicht zu.

- Es ist das rechte und gutgeformte Bein einer dicken Frau – sagte ich. – Sie muss hoch und körperlich gross sein. -

Ich beugte mich um über jene Person, die langsam voranschritt, zu sehen. Das Sehbild erhob sich und breitete sich und innerhalb von zwei Sekunden konnte ich sie ins Gesicht sehen.

Es war eine sehr junge und sehr hübsche Frau, ungefähr achtzehn Jahre alt, mit einem pausbackigen und rosigen Gesicht, fast zwei Meter hoch.

Nach der siebten Offenbarung begriff ich, dass im Verhältnis zur Grösse des Mannes, noch nicht aufgehört hatte zu wachsen. Sie trug als Schoss ein Tierfell vorne ein wenig abgewetzt und am Hals hängend. Als sie sich setzte, sah ich, dass das Fell am Rücken mit zwei Schnüren, eine an den Rippen und die andere am Becken, verbunden war.

Sie lief langsam, weil sie beschäftigt war in einer gelblichen und fähigen Flüssigkeit, die in einem Schädel, der als Teller diente, ein Stück dampfenden Fleisches zu drehen, das mir ein Schenkel eines Huhnes oder eines kleinen Känguru schien.

Der Schoss war vorne sehr geschwollen und, da ich dachte es handle sich um ein Kängurufell, dachte ich, dass er in der Bauchtasche die Lebensmittel für alle vier Familienmitglieder enthalte. Bald, aber, entdeckte ich, dass sie sich im fortgeschrittenen Schwangerschaftzustand befand.

Während die junge Frau über das Fenster des gewohnten Sehbildes schritt, sah ich, dass sie mit der linken Hand versuchte die Schüre, die hinter dem Rücken die gegenüberliegenden Enden der Schürze vereint hielten, fester zu binden.

Sie hatte schwarze und glatte Haare, in der Mitte verteilt und hinter dem Nacken vereint, welche dem Rücken entlang niederfielen.

Sie schritt vor Kain und ich sah die schöngeformten und geraden Beine, an ihren Ursprung ein wenig auseinanderstehend, eine Eigenschaft, die die heutigen Frauen zu verdecken suchen, die aber ein Schönheitsmerkmal sein müsste, wenn man bedenkt, dass die junge Mutter ein Beispiel 

von Schönheit darstellt.

In der Nähe vom Mann angekommen, beugte sie sich. Beim ersten Blick schien sie in die Knie zu fallen. Ich sah ihre Bewegung nicht ganz, denn ich sah sie von den Hüften hinauf.

Ich erwartete, dass der Mann ihr zu Hilfe gekommen wäre, aber er bewegte sich nicht und sie erhob sich mühsam von selbst.

Ich begriff dann, dass die junge Gattin sich vor dem Manne mit einem doppelten Kniebug niedergekniet war, so wie ich sah, dass die Ancesterjünger und ihre eigene Mutter, als sie selbst noch klein war, taten.

Sie reichte ihm jenen Schlegel, den ich genannt habe, dann nahm sie aus der Bauchtasche eine gelbliche Scheibe mit schwarzen Flecken heraus. Die Scheibe war zwei Handflächen breit Als ich sah, wie der Mann ein Stück abriss und ass, begriff ich, dass es sich um zwischen zwei Heissen Steinen gekochtes Brot handelte. Es war zwei oder drei cm. dick.

Die Frau gab Kain und Abel Esswaren. Der Kleine ass stehend auf der Bank zur Rechten des Vaters. Kain nahm seine Brot- und Fleischportion und blieb zur Rechten des Vaters sitzen.

Die Frau gab ihm ein Zeichen ihr jene Stelle frei zu lassen, er aber wollte sich nicht von dort bewegen. Dann nahm sie ihn höflich an einem Arm, hob ihn hoch und setzte ihn mir näher und setzte sich zur Rechten des Mannes.


§ 217

Unterdessen hörte ich eine leise Stimme:

- DIE ERSTE FAMILIE. -

Es war wirklich nicht zu sehen wie Kain ass, ich empfand Eckel. Er kaute mit einem offenen Mund. Ich glaube, dass er den Gaumen wenig ausgehöhlt hatte, denn bei jeder Bewegung der Kiefer und der Zunge, aus seinen bis zu den Ohren breiten Lippen, fliegen Brotsamen und Speichelfaden fort. Wie konnte er richtig sprechen?

Die Mahlzeit war bald beendet. Der Mann beugte sich ein wenig nach vorne und nach links, er streckte einen Arm nach unten und, als er ihn zurückzog, sah ich, dass er zwei Eier in der Hand hielt. Er saugte eines aus und warf die Schale weg, in Richtung woher die Kleinen gekommen waren, wo ich vermutete es liege der andere Eingang in den Hof.

Er nahm andere Eier auf, doch ich sah nicht wieviele, denn in jenem Augenblick stieg auch das Kind herunter um eines aufzunehmen. Auch Kain bewegte sich und die Frau, die sich auch gebeugt hatte, gab ihm eines und eines saugte sie aus.



Die Provokation, die die Ursache von der Tötung Abels war


§ 218

Abel sprang wieder herunter, lief vor dem Vater, etwas mehr zu seiner Rechten, beugte sich; dann erhob er sich mit einem Apfel in der Hand. Auf die Bank gestiegen, biss er in den Apfel, schaute ihn an und warf ihn weit weg. Er stieg ein zweites Mal hinunter, nahm einen anderen Apfel.

Dieses Mal war Kain, der der Frau einen Apfel darbrachte.

Er war wie versteckt vor dem Blick des Vaters; er sass zur Rechten der Frau und ab und zu beugte er sich nach vorn um die Szene zu beobachten.

Beim Zusehen wie Abel enttäuscht war, zog er sich das erste Mal zurück grinsend.

Beim zweiten Apfel den Abel an seinem Platz anbiss, war die Reaktion des Knaben lebhaft.

Sobald er den Apfel, der schön war, angebissen hatte, teilte sich dieser in zwei Stücke und er, während er, auf der linken Seite stehend, eine Hälfte des Apfels in die Hand nahm, und die andere Hälfte von der Schale getragen wurde, streckte er den Arm hinaus, um den Eltern zu zeigen wie die Frucht unter der schönen Schale faul war.

Als Kain das sah, zog er sich zurück grinsend. Sein Lächeln, mit jenen Lippen und mit jenem Mund ohne Kinn, mit jenen listigen und bis unter den Brauen hinausragenden Augen, besaß etwas Boshaftes in sich. Ich begriff, dass er an dem hässlichen Scherz Freude hatte und verstand auch warum der Mann sich nicht gebeugt hatte, um einen Apfel aufzunehmen. Vielleicht hatte er gesehen, wie Kain, anstatt die Äpfel vom Baum zu pflücken, vom Boden aufnahm. Oder, vielleicht sah er beim ersten Blick, dass die Äpfel faul waren.

Nachdem die junge Frau sah wie der Knabe reagiert hatte, hörte sie auf in ihren Apfel zu beissen und sie hatte sich gebeugt, um einen anderen Apfel aufzunehmen.


§ 219

Während die Frau sich beugte, um Äpfel aufzunehmen, rückte Kain gegen sie um zwischen ihre Beine heimlich Blicke zu werfen. Die Fellschürze war gegen das Knieinnere gerüscht. Der Mann machte sie aufmerksam und sie richtete die Fellschürze in Ordnung, denn nun haftete sie gut.

Mit dieser Bewegung war Kain, der ihr zur Rechten sass und der ihr bis zur Achselhöhe reichte, unbedeckt.

Unterdessen hatte der Knabe seinen Arm zurückgezogen und er hatte die zwei Hälfte des Apfels vereinigt; er sprang mit den Füssen auf den linken Oberschenkel des Vaters und, sich mit der linken Hand an seiner Schulter haltend, mit der rechten Hand, die den Apfel festhielt, den Kopf nach vorne zu biegen und das Möglichste sich zu bücken zwingte, auf den Zähnespitzen stehend, konnte er, über und ausserhalb der väterlichen Schultern schauen, wo zirka einen Meter entfernt der Bruder stand und warf ihm den Apfel auf den Kopf. Der Apfel, beim Anschlag, ging in 4 oder 5 Stücke auseinander, welche, anprallend, ringsum fielen.

Vielleicht erwartete Kain andere Anschläge, denn er beugte sich, sich den Kopf mit beiden Händen schützend. Als er sie wegnahm, schaute er gegen den Brüderchen, das auf den Boden gesprungen war und das schnell gegen den Ausgang des Hofes, woher gekommen war, sprang.


§ 220

Ich glaube, dass der Knabe gesagt hatte, dass er zu den kleinen Ancestercousinen gehen wollte um zu spielen oder, dass er gute Äpfel für sich und für den Vater ernten wollte. Diese Flucht, aber, schien Kain wie von der Angst vor einer Vergeltung diktiert und er schaute sie als eine Gute Gelegenheit an sie in die Tat umzusetzen, weit weg von den Blicken des Vaters, Hüter des Gartens, wo die Nachkommen des “Baumes des Lebens” kostbar waren. Er stand auf, legte die linke Hand auf den Boden und tat einen Sprung, dann einen anderen und wieder einen und bald ging er aus dem Hof hinaus hinter Abel.

Beim Zusehen wie er vor mir springend vorbeifuhr und beim Zusehen wie der Vater unbeweglich blieb, konnte ich mich nicht beherrschen ihm zu sagen:

- Halte ihn fest! Du siehst, dass er keine guten Absichten hat. Du bist verantwortlich für die Aufbewahrung der Frucht von deinem Garten. -

Nach einigen Augenblicken stand die Frau auf und schaute besorgt gegen den Ausgang. Vorahnung? Oder hatte sie die Schreie vom Knaben gehört? Gegen den Mann gewandt gab ihm Zeichen schauen zu gehen.

Er schien zu sagen, dass er von der Arbeit müde war und zeigte, befriedigt, die errichteten Bauten. Sie, während sie sich den Bauch berührte, schien ihm zu sagen, wenn auch das tägliche Werk der Hausarbeiten nicht sichtbar waren, doch in neuen Monaten ein kostbareres Werk zustande gebracht hätte und, dass sie im Begriffe war ein zweites zur Welt zu bringen und, dass sie nicht schauen gehen konnte.

Der Mann, mit einem Wink, sicher von einigen Worten begleitet, befahl ihr schauen zu gehen. Sie fing an zu springen, aber, nach drei oder vier Schritten, verlangsamte den Gang, schloss die Hände an der Brust und, als sie am Ende des Hofes ankam, erhob die Hände auf den Kopf, dann erstreckte sie gegen den Himmel, ein Zeichen, dass sie immer in einer engen Liebesverbindung mit dem Herrn geblieben war, schliesslich senkte sie die Arme um ihren Bauch zu halten. Sie beugte sich und war im Begriffe zu fallen, aber der Mann mit zwei Sprüngen eilte ihr zu helfen.

Hier hörte der Traum auf und ich erwachte sehr erschüttert.



Der ‚Herr und Herrscher’, der ‚Dominus-Terrae’, der ‚Herr der Erde’: ‚Adham’


§ 221

Diese letzten Szenen kündigen die Geburt von Set an, der, vielleicht vorzeitig zur Welt kam, während des Todes von Abel.

Die Erscheinung, die ich in diesem ‚Traum’ hatte, gab mir die Antworten die ich suchte.

a) Nun wusste ich welche die Provokation war, die Kain zur Ausführung von jenem schrecklichen Verbrechen veranlasste.


b) Ich hatte auch begriffen an welchen ‚Herrn’ Abel und Kain Gaben darbrachten.

Wenn die Bibel sagt, dass “Kain und Abel dem Herrn Opfer darbrachten”, dann, aber, sagt, dass “erst nach der Geburt von Enos fing man an den Namen des Herrn anzurufen” (und hier handelt es sich ohne Zweifel, um den Herrgott), so ist dieses ein Zeichen, dass jener ‚Herr’ welchem Kain und Abel ihre Gaben darbrachten, ihr ‚Herr-Herrscher und Vater’ war und nicht der Herrgott, so wie ich genau im ‚Traum’ sah.

Ich hatte begriffen, dass der Ausdruck Ad-ham nicht ‚Herr aus der Erde’, d.h. nicht ‚aus der Erde kommend oder aus Erde geschaffen’, sondern der ‚Dominus terrae’, der ‚Herr der Erde’, der ‚Herrscher der Erde’ war. 

‚Adham’ ist nicht ein Eigenname, sondern ein Merkmal. Es ist ein Adelstitel wie z.B. Camillo Benso ‚Graf von Cavour’, wo Cavour in erster Linie der Ort oder das Landgut woher die Familie den Namen ableitet, bedeutet.

Das Missverständnis in der Deutung von diesem Merkmal, was oft in den ersten Kapiteln vorkommt, hatte das Verständnis von jenem Wort ‚Herr’ verdunkelt.

Nun hatte ich mich überzeugt, dass in der Genesis der Ausdruck ‚Herr’ polisemisch (= mehrere Inhalte aufweist) und, dass, einmal den ‚Herrgott’ und ein anderes Mal den ‚Herr und Herscher’ darstellt. Nur der Zusammenhang und die Art der Schrift (‚der Herr’ als Einzelausdruck verwendet, aber auch nicht immer, und ‚der Herrgott’ als zusammengesetzter Ausdruck) lässt uns ahnen von welchem ‚Herrn’ es sich handelt.

Dieser ‚Herr’ lässt uns an jenen Herrn, der “herabstieg um die Zungen zu verwirren” denken, wovon in der Erzählung vom Turm von Babel die Rede ist. Das kann nicht Gott gewesen sein. “Nolite fieri sicut equus et mulus quibus non est intellectus”, tut nicht wie das Pferd oder der Esel, die keinen Verstand haben. Es ist sinnlos, dass wir an einen Gott, der dem Menschen Schaden will, denken. Jener ‚Herr’, der unter den Sprachen Verwirrung anstiftete ist nicht Gott: es handelt sich um den ersten Menschen und mit ihm seine reinen Nachkommen, die “Söhne Gottes”, die “Riesen” (Gen. 6,4), die ‚die schönsten Töchter der Menschenkinder’ (Gen. 6,2) heirateten (oder, es wäre besser zu sagen, sich begatteten) und sich als ‚Götter’ von den Sklaven, hybriden Menschen, anbeten liessen.

Daher kam die ‚Verwirrung der Zungen’, mit der Fortschreitenden Verstellung des Wortes. Das geschah von den Ursprüngen weg, d.h. noch vor Noah, als “omnis caro corruperat viam suam”, als jeder Mensch nur aus ‚Fleisch’ bestand (weil Gott vom hybriden Menschen seinen Geist zurückgezogen hatte) und er stellte fest, dass er eine verdorbene Natur besass. Also, noch bevor alle Edenbewohner Hybriden geworden waren.

Als aber jeder Mensch auf Erden ein verdorbenes Fleisch besass, denn die ‚Söhne Gottes’ ausgestorben waren, da sie von den Hybriden assimiliert wurden und nur Hybriden vorhanden waren, dann war die Zungenverwirrung unter den Völkern vollständig.


c) Ich begriff auch warum Set den Abel und nicht den Kain, der Erstgeborene, ersetzen musste. Als ich Kain in der Familie eingegliedert sah, hatte ich ihn endlich erkannt.

Tatsächlich hatte ich schon Kain in einem schrecklichen ‚Traum’, vor vier Jahren, als Abel getötet wurde, wovon ich später noch erzählen werde, gesehen. Aber damals hatte ich nicht erkannt, dass das Opfer Abel und der andere Kain war.

Da Kain nicht ‚als Adams Abbild, ihm ähnlich’, ‚DAS MUSTER’ (§ 25), ‚ab eterno’ vom Schöpfer vorgesehen und vorabestellt, gezeugt wurde, das Recht der Erstgeburt stand Abel zu!

Das zeigt wie für Gott das Erstgeburtsrecht nicht von der chronologischen Reihenfolge, sondern von einer grösseren Aenlichkeit der ursprünglichen Vollkommenheit abhängt, welche, für uns hybride Menschen, sich in einer grösseren oder kleineren Fähigkeit die übernatürlichen Gaben Gottes anzunehmen und in einem tieferen Wunsch Gott zu erkennen und zu lieben zeigt.

Dieses Prinzip galt auch im Verhältnis zwischen Jsaak und Ismael, zwischen Jakob und Esau und zwischen Josef und seine Geschwister.


d) Von dieser Schau begriff ich noch ein letztes Ding. 

Als ich die Frau sah, wie sie sich den Bauch wegen den Schmerzen hielt und wie sie sich wegen den Schmerzen zu Boden fiel, sann ich über den Vers 16 vom dritten Kapitel nach, wo geschrieben steht: “Zur Frau sprach der Herrgott: Unter Schmerzen gebierst du Kinder”

Ich dachte: Es stimmt nicht, dass die Geburtswehen eine Folge von der Erbsünde  sind und, dass die von den Folgen der Erbsünde nicht befleckte Frauen von diesen Wehen verschont geblieben wären. Auch die Frauen des reinen und vollkommenen Geschlechtes der ‚Söhne Gottes’ gebaren nach der Natur und mit Schmerzen, genau wie jedes Geschöpf der Erde, das nach den von Gott aufgestellten Gesetzen, die auch Schmerzen bei der Geburt der Nachkommen vorsehen, gebären.

Der Satz der mosaischen Genesis vermittelt uns eher eine andere Wahrheit: Bei der Hybridisierung, unter anderem, erlebte man auch, als direkte Folge, eine schmerzlichere Geburt für die Frauen, die Nachkommen von Kain sind, wegen der von den Ancestern ererbten Gestalt, denn, im Verhältnis zu den reinen Frauen, besassen sie breitere und abfallendere Schulter und engere Flanken und das machte den Durchgang des Kopfes des ungeborenen Kindes weniger bequem.

Deswegen wurde für die hybriden Frauen die Geburt schwieriger und schmerzhafter.

Diesem physischen Schmerz kommt ein moralischer Schmerz einer Mutter, die weiss ein Geschöpf zur Welt gebracht zu haben, das gebrochen ist und das unverantwortlich wachsen wird, hinzu.

 “Du wirst unter Schmerzen gebären…” Und was für ein Schmerz!

Diese Voraussage der Genesis ist in der Tat nur eine ‚sententia post factum’, weil Gott niemand verfluchen kann, wie der hl. Jakobus richtig sagt und noch weniger der Herrgott verflucht diejenige die die Folgen einer Sünde, die sie nicht begangen haben, erben. Deswegen liebte Jesus die Kranken und die Sünder so sehr!

Ein anderes Beispiel von einer ‚sententia post factum’ ist der andere Vers, der sagt: “So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens (Gn. 3,16).Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen (Gen. 3,17).

Auch diese ist eine a posteriori – Feststellung, denn der hybride Mensch, nachdem er die direkten Beziehungen mit Gott, Vater und Lehrer, verloren hatte, hat er auch die Kenntnisse um die Erde zu bebauen, um das Feuer anzuzünden, usw. verloren und er besitzt nicht mehr die Ancester, die die Felder bearbeiten.

Daher weiterer Schmerz, weitere Mühe, weiterer Schweiss. 


















 

 

Der Tod Abels


DRITTE OFFENBARUNG:

In Chies von Alpago, im Jahre 1970, als ‚prophetischer Traum’, der zweiter, erhalten, geschrieben im Jahre 1974 und im Jahre 1982 wiedergeschrieben




(Anmerkung der Herausgeberin). Wir erinnern dem Leser, dass bis zu diesem Zeitpunkt hatte Don Guido nur zwei Offenbarungen erhalten:

die erste, jene mit dem Titel ‚Das Zeichen Kains’ (1968), wo er zur Erkenntnis kam, dass Kain ein Hybrider war und, dass er ein anthropoide Aussehen besass;

die zweite, jene die sich auf die Erbsünde  (1970) bezog, wo er sah, dass die Erbsünde  nur vom Mann, zusammen mit dem Ancesterweib, begangen wurde.

Um, aber, die Identität von Kain und Abel zu erfassen, fehlte es ihm die Offenbarung von ‚Die letzte Mahlzeit Abels’. Das ist der Grund, warum er sich nicht bemüht hat das Ereignis, das wir nun lesen werden, sofort niederzuschreiben. Erst nach 1974, d.h. erst nach der Offenbarung, die wir soeben gelesen haben, nahm er Kenntnis davon und erst nach 1982, als der Herr ihm einige Folgen von dieser Offenbarung sehen liess, die zur Zeit von diesem ‚Traum’ nicht verstanden hatte, schrieb Don Guido was folgt.



Vorbemerkung


§ 222

Als ich die Offenbarung von ‚Der Tod Abels’ hatte, begriff ich nicht, dass das ermordete Kind der rechtmässige Sohn vom Stammvater war. Ich glaubte es sei ein Nachkommen Sets und Kain ein Ancester wie alle anderen. Daher hielt ich die Ancester als gefährlich und verkommen.

Die Gewaltszenen von diesem ‚Traum’ waren sehr hart, daher versuchte ich ihn zu vergessen. Erst im Jahre 1974, dank der Offenbarung vom ‚Die letzte Mahlzeit Abels’, konnte ich die Hauptfiguren identifizieren.

Im Jahre 1970, zur Zeit von diesem Traum, konnte ich noch nicht wissen, dass es sich um jenen aufgewachten Knaben im Alter von ca drei Jahren, den ich im Jahre 1974 während des Nachessens in der Familie scherzen und dann hinaus in den Hof laufen, um Obst zu holen und der von Kain verfolgt wurde sah, handelte. 

Erst nach der Offenbarung von ‚Der Abend vom verhängnisvollen Tag’, wo ich sah, dass über die Ecke des Erdwalles der Pfad in die unterliegende Wiese, wo der Mensch seinen Hühnerstall gebaut hatte, lief, begriff ich, dass jener der Ort war, wo das Kleine von den Ancester hingetragen wurde, als es schon tot war.

Aber, erst im Jahre 1982, nachdem mir der Herr die tragischen Szenen von diesem ‚Traum’ mir wiedersehen und erfassen liess, wo ich begriff, dass die Ancester charakterlich mild und dem Menschen und seiner Familie anhänglich waren, schrieb ich was mir noch in Erinnerung war nieder.



Der Tod Abels


Hier der Traum. 


§ 223

Der Ausblick erlaubte mir nicht den Raum zu erkennen, wo die Szene stazttfand. Ich konnte nur eine Gruppe von jungen Ancestern sehen, vielleicht sechs, vielleicht zehn, weil einige am Rande von der Gruppe erschienen und verschwanden aus dem Sehbild. Ich glaube, sie seien, ausser jene zwei die ich vor dem jungen Mann aufgestellt waren, um die Geburt der Frau zu feiern, jene drei die von den schwarzen und haarigen Schwestern im Begriffe waren auf die Welt zu kommen, und jene die sicher aus ihnen geboren wurden in der Zeit als die Frau wuchs um die Mutter Abels zu werden.

Sie waren zwischen 0,50 bis 0,80 Meter hoch, aber der höherer von allen, und zuletzt dazugekommen, war ca 1,10 Meter hoch.

Sie stritten untereinander und schlugen sich mit Fäusten, Fusstritten und Bissen. Unter ihnen befand sich Knabe mit weisser Haut.

In jener Gruppe sah ich Szenen von Homosexualität, von Sadismus und tierischer Wut.

Bei den Schreien vom Knaben und bei jenen von der jungen Mutter, die am Gebären war und die ihn rief, vereint mit jenen des Herrschers, der beschäftigt war ihr zu helfen, denn die Geburtswehen angefangen hatten, als ersten eilten die Spielkameraden unter den Ancestern herbei. Sie, um Abel aus den Händen von Kain zu entreissen, mit ihren Rucken zerrissten die Glieder vom zarten Körperchen. 

Ich drehte den Kopf um, um nicht jene Qual zu sehen. Wann ich, aber, wieder zuschaute, lag Abel am Boden schon tot. Nicht weit entfernt am Boden lag leblos auch ein kleines schwarzes und haariges Lebewesen, das unter den Ersten Abel zu Hilfe gekommen war und das ich sah wie es von Kain angegriffen, misshandelt und erdrosselt wurde.

Die Ancesterkleinen drängten sich um Abel zusammen und mit ihren zarten Ärmchen bemühten sich ihn auf die Beine zu stellen, aber das leblose Körperchen fiel hinunter.

Ob sie in jenem Augenblick daran dachten es wieder zu beleben! Die kleinen Ancester kannten es als Spielkamerad und wahrscheinlich hatten sie nicht begriffen, dass es tot war: vielleicht glaubten sie, dass das Kind eingeschlafen war und wollten es erwachen: daher bemühten sie sich umsonst es auf die Beine zu stellen. 


§ 224

Ein junges Männchen, aber schon erwachsen wegen seiner Grösse, ca 1,10 Meter hoch, vielleicht der zweite Sohn von Eva, Sohn vom Ancestermännchen und nach der Geburt vom Menschen und vor der Geburt von der Frau geboren (wahrscheinlich jener den ich bei der Geburt der Frau sah wie es von seinem Platz gewechselt wurde, d.h. von der Rechten zur Linken des erwachsenen Männchens gestellt, und daher älter als Kain), kam als letzter.

Dieses, mit wenigen Gesten, mit Bissen und Fäusten, entfernt die Wütendsten, die immer noch mit Kain stritten und die Kleinsten zogen sich ein paar Meter zurück. Dann streckte es eine Hand gegen die Hoden von Kain, welcher still steht und sich zurückzieht

Das Einschreiten vom grössten der Ancester hat die Gruppe zur Rehe gebracht. Er nimmt den Knaben aus der weissen Haut in die Arme und legt ihn auf dem Rücken, mit Rücksicht, auf die Wiese. Alle stehen still und schauen der Szene zu.

Dann bildet sich das Grüppchen wieder und der Kampf gegen Kain fängt wieder heftig an, aber unterdessen kommt der Riese hinzu, welcher mit seiner Anwesenheit zwingt sie sich zu beherrschen.

Ich sah wie der Riese, unbeweglich den regungslosen und bleichen Körper seine Kindes anschaute.

Ich begriff, dass der tote Kleine das Geschöpf vom Herrn und Herrscher war. (Im Jahre 1970 konnte ich nicht ahnen, dass jenes Kind, Sohn vom Stammvater Adam war, denn ich dachte, dass Abel als er erwachsen gestorben wäre).

Ich sah das tote Kind aus einer Entfernung von ca zwei Metern, denn ich befand mich hinter dem jungen Ancester, der als Letzter zu Hilfe kam. Ich sah es aus über seinem Kopf.

Das Kleine lag rücklings, gegen mich gerichtet. Ich sah seine Hoden nicht, weil sie vom Kopf des jungen Männchens, das vor mir stand, verdeckt waren. 

 Die Leiche vom Knaben, den ich nur von den Hüften hinauf sah, war nicht mit Blut befleckt. Ich wollte nicht länger das arme Körperchen von Abel sehen dort unten beim Hühnerhof.

Ich erwachte entsetzt und dachte: “Animalis home non percipit ea quae sunt spiritus”, der tierische Mensch, wie Kain, empfindet die Eingebungen und die Gefühle geistiger Ursprungs nicht.


 

Die Ancester sind sanftmütig, gehorsam und dem Manne und der Frau treu 




§ 225

Dieser ‚Traum’ war sehr traurig, deswegen bemühte ich mich ihn im Jahre 1970 aus meinem Gedächtnis zu entfernen, statt davon Kenntnis zu nehmen.

Während zwölf Jahre, d.h. seit ich im Jahre 1970 diesen ‚Traum’ hatte und bis mir der Herr einige Szenen wieder zu sehen gab, wo ich gewisse Dinge, die ich vorher nicht verstanden hatte, begriff, hielt ich, dass die Ancester gefährlich wären, denn ich glaubte, dass das Kind ihr Opfer gewesen war und das aus der Art und Weise wie sie es behandelten und es leblos fielen liessen.

Aber, nachdem ich im Jahre 1982 einige Szenen wieder sah, begriff ich, dass das gefährlichste von diesen haarigen Wesen Kain war.

Dank diesem neuen Eingriff vom Herrn, verstand ich, dass Kain Abel missbrauchte, während die Kleinen der Ancester versuchten ihn mit Kräften wegzureissen und damit verrenkten sie ihm alle Gelenke.

Deswegen bemühen sie sich umsonst mit ihren dünnen Armen jenes Kind, das sie liebten und das ihr Spielkamerad war, wiederzubeleben.

Erst als es tot war trugen sie es dort unten in die Wiese neben dem Hühnerstall. Sie kämpften um es zu beschützen, indem sie ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten.Revanchegefühle

Die Ancester, im Unterschied zu Kain, waren sanftmütig, gehorsam, gegenüber dem Manne, der Frau und ihrem Kind ehrfurchtsvoll und sie waren intelligent und treuer als der jetzige Hund.

Nur Kain, mit gewundenem Sinn, frustriert und auf den Bruder neidisch, brütete Hass- und Revanchegefühle aus und er besass Verirrungen des sexuellen Benehmens.



Die sexuellen Verirrungen finden ihren Ursprung und ihre Ursache in der genetischen Verderbtheit


§ 226

Des abweichenden Kain wollte wirklich Abel töten oder wollte ihn nur bestrafen “für die erlittene leichte Abschürfung”, wie der hebräische Text sagt? Wahrscheinlich, neben dem Wunsch sich zu rächen, war auch der Wunsch ihn zu missbrauchen vorhanden.

Der sexuelle Trieb von Kain musste sich mehrmals in der Familie geoffenbart haben, wenn der Mann und die Frau sich mit Kangurufellen decken mussten. Jenes anhaltende Blickwerfen zwischen den Beinen der Frau während ‚Der letzte Mahlzeit Abels’, jedesmal wenn sie sich um eine Frucht aufzunehmen beugte und während die Schürze eine Knie der Frau unbedeckt liess, war ein Zeichen von seiner heimlichen Leidenschaft.

Kain war nicht imstande den “furor mali desideri”, die Heftigkeit der Instinkte zu beherrschen. Er war sinnlich und, nachdem er gesehen hatte wie Abel sich entfernte, sprang ihm nach, um sich zu befriedigen.

Die Sünde Kain war eine dreifache Sünde:Homosexualität, Pädophile und Kindermord. Seine einzige Entschuldigung: Kain war körperlich und geistig behindert.

Ich überlegte: Wenn die Erbsünde  begangen wurde als die Frau anderthalb oder zwei Jahre alt war, dann war Kain zwei oder drei Jahre jünger als die Frau. Wenn die Frau Abel empfing als sie 14 Jahre alt war, und wenn Abel als er ca drei Jahre alt getötet wurde, dann mussten die Frau 18 und Kain 15 Jahre alt gewesen sein.

Man liest., dass die Affen gewöhnlich das Fruchtbarkeitsalter wenn sie acht Jahre alt sind erreichen. Man kann annehmen, dass die Ancester nicht viel von diesen abweichen. Als Mensch war er, also, halbwüchsig, doch als Ancester war er reif. Wenn auch die Grösse der zwei Stiefbrüder fast gleich war, denn sie gehörten zwei verschiedenen Geschlechtern, so betrug der Altersunterschied zwischen den beiden 12 oder 13 Jahre. 



§ 227

War die Angst vor dem Hinterhalt oder vor dem Tod, dass dem Stammvater zu verstehen gab, dass er nicht mehr imstande war die Lage zu beherrschen? Ist dieser der Augenblick wo die Ausrottung der Ancester, wovon die Genesis (4,15) spricht, in der wahnsinnigen Racheabsicht und im Versuch der Gefahr eines Verbrechens, das sich hätte wiederholen können, Einhalt zu gebieten?

Der Stammvater, hingegen, tötete Kain nicht, denn der Herr warnte ihn das zu tun. Deswegen “hatte der Herr Kain ein Zeichen gegeben, ‚DAS WORT’ damit wer ihn begegnete, (und es konnte nur der Mensch sein), ihn nicht erschlage” (§ 193).

Der Mensch, also, in diesem Falle gehorchte Gott und beseitigte Kain nicht, denn Kain war ‚Sohn des Menschen und weil diese Angelegenheit nur Gott zustand. Wir wissen mit Sicherheit, dass er das Leben Kains schützte, denn sonst wären wir nicht als Hybriden auf die Welt gekommen.

Kain, hingegen, wurde nach Osten vertrieben. Die Bibel berichtet, dass vor ihm Eva, seine Mutter, in den Osten hinausgejagt wurde, vielleicht nachdem sie ihn abgestillt hatte oder, spätestens, als Kain ein besonderes Interesse auch ihr gegenüber könnte gezeigt haben. Aus der Logik kann man schlussfolgern, dass er sich mit Eva begattete, denn, wenn Kain ein “MENSCH” ist (so hat ihn nämlich der Herr in der Offenbarung, die folgen wird, beschrieben) (233), dass ist ein Zeichen, dass ausser der Sprache, er auch die Chromosomenzahl der Menschen besass. Daher konnte er sich mit allen Weibchen paaren, doch zeugen konnte er nur aus Eva.

Von dieser unglücklichen Verbindung kamen Söhne und Töchter zur Welt, die so-genannten ‚natürlichen Söhne des Menschen’ oder ‚die Söhne der Menschen’. Daher wurde Kain nicht vom Herrgott hinausgejagt, sondern vom Herrn und Herrscher Adam, der Herrscher der Erde.

Somit bildete sich, oder setzte sich wieder zusammen, das traurige Paar: ‚Sie, Eva, Tier der Frau ähnlich und der andere, Kain, Mensch dem Tier ähnlich’.

Abel muss den ‚den unschuldigen Heiligen’ zugesellt werden und er ist der erste Märtyrer der vor Gottes Angesicht gestiegen ist.































 



DER ABEND DES VERHÄNGNISVOLLEN TAGES

DES TODES ABELS


SIEBTE OFFENBARUNG.

In Chies von Alpago im Jahre 1974 erhalten



(Anmerkung der Herausgeberin) Die siebte Offenbarung, oder der fünfte ‚Traum’, besitzt eine unendliche Bedeutung. Sie ereignet sich kurz nach dem vierten ‚Traum, jener der sich auf ‚Die letzte Mahlzeit Abels’ bezieht.

Während in den Offenbarungen, die die grosse Schau vom Jahre 1972 vorausgehen, beabsichtigte der Herr die Erbsünde  und deren unmittelbaren und späteren Folgen hervorzuheben, in den Offenbarungen, die nach der grossen Schau stattfanden, will der Herr die psychologische Lage und die Verantwortung, sowohl von Kain, gebrochen, frustriert, komplexbeladen und boshaft, als auch von seinem Vater, untersuchen.



Vorbemerkung


§ 228

Bei den Gelegenheiten, die man am wenigsten glaubt, kam mir einmal diese, einmal jene Szene in den Sinn, vor allem jene Szenen, die ich in den ‚Träumen’ die ich vor der grossen Schau hatte, sah. Ich begriff immer besser den Zusammenhang der Dinge und, sobald ich mich an den Schreibtisch setzen konnte, auf einem einfachen Blatt, schrieb ich die letzte Eingebung mit ihrer Beziehung zu den vorhergehenden.

Nach dem letzten ‚Traum’, der sich auf den Tod Abels bezog, fragte ich mich, ob die Frau vorzeitig geboren hatte; ob das Neugeborene ein Weibchen oder ein Männchen war oder ob sowohl das eine oder das andere physische Folgen aufgewiesen hätte.

Ich fragte mich auch, ob der Mensch, gedemütigt und vom Mord Abels aufgerieben, eingesehen hätte und sich von seiner Hochmut und Selbständigkeit bekehrt hätte.

Um meiner Frage eine Antwort zu geben, kam pünktlich diese weitere Offenbarung.



Der Herrgott steht zu meiner Rechten


Hier der Traum.


§ 229

Es war am späteren Nachmittag vom selben Tag des Todes von Abel und ich befand mich auf der Wiese, am Fusse von jenem Hügel, der sich gegen sie ausstreckte, wie ein Vorsprung, gerade an jenem Ort, wo ich den jungen Mann mit der Neugeborenen in den Händen und mit der “MUTTER VON BEIDEN” (§ 125), Eva, noch auf dem Boden nach der Entbindung halbausgestreckt, welche ihr Töchterlein beanspruchte.

Der unsichtbare Begleiter, der zu meiner Rechten stand, führte mich den Pfad, den vor 18 Jahren der Mensch das Mädchen tragend begang und der nun im Schatten lag, hinauf. Der Pfad, der bei der östlichen Flanke jenes Felsvorsprunges, der sich gegen Süden hinstreckte, und der gegen Norden hinauf stieg, war eher schmal und hatte beim ersten Stück die Ebene von Getreiden und weiter vorne von vereinzelten hochstämmigen Bäumen.



§ 230

Während der Strecke vernahm ich zu meiner Rechten und sehr nahe die Stimme, die mich mit sehr viel Sachverstand und Güte unterrichtete und die zahlreiche von meinen Vorurteilen richtig stellte und mir so viel Ehrfurcht und Verehrung einflößte, dass ich mich ganz von ihrer Anwesenheit umhüllt und bezaubert fühlte. Ich empfand sie nicht als eine fremde Person, die Furcht einflösste, sondern als eine Person der Familie mit welcher ich lang und vertraut gelebt hatte und die, daher, mich in meinem Denken, in meinem Herzen und in meinen Ereignissen gut kannte.

Leider habe ich nicht sofort niedergeschrieben was sie mir gesagt hat, doch es bezog sich alles auf die Deutung der Bibel.

Bei einer Stelle gab es eine 180-grädige Kehre und die Richtung des Pfades, den wir hinauf liefen war gegen Süden und der Abgrund stand nun zu meiner Linken.

Über und unter dem Pfad standen Grasbüschel, die wie Spreu oder als jenes vertrocknetes Gras von den nicht gemähten Wiesen aussahen und standen auch einige niederen Haselnuss- und Hainbuchesträuche.

Ich lief am linken Rand, um dem unsichtbaren Begleiter, der mir familiär am Ohr sprach, Raum zu lassen.

- HALTE DIE MITTE. ICH BRAUCHE KEINEN PLATZ. -

Wir kamen an einen Punkt wo der Pfad, für die Länge von 2 oder 3 Metern, von einem kleinen Erdrutsch, der links unten beim ersten Teil des Pfades, den wir gegangen waren, aufhörte. Man konnte nur einer nach dem anderen vorbeigehen, über zwei oder drei getrennte Felsvorsprünge springend, aber immer auf der gleichen Ebene das Pfades. Merkwürdigerweise war ich barfüssig und ich fürchtete auszugleiten.

Ich blieb am Rande des Pfades stehen, um meinem ehrwürdigen Lehrer das Vorrecht zu gewähren. Während ich auf den Abgrund schaute, dachte ich:

 “Warum stellt er sich nicht zu meiner Linken, um mich zu stützen?”

Er, aber, sagte zu mir:

- GEHE VORBEI. FÜRCHTE DICH NICHT. ICH BLEIBE IMMER ZU DEINER RECHTEN. GEBE DIR MüHE SO VIEL DU KANNST. ICH WERDE DICH IMMER BEGLEITEN. ICH WERDE DICH FESTHALTEN. -


§ 231

In Jenem Augenblick kam mir das Drama, das ich vor Zeit am selben Ort und wie durch einen undurchsichtigen Körper und durch einen Strauch gesehen hatte: ich sah wieder Eva, die den jungen Mann erreicht, das Mädchen forderte, aber, beim Widerstand von ihm, ihn kratzte und biss, so, dass er, um sie zu entfernen, ihr das Bein stellte und sie zum Fall brachte, aber ich sah nicht wie sie gefallen war. Dann begriff ich warum Eva, als sie die Leiter hinauf und gegen den Eingang der Grotte lief, hinkte und warum der Junge, bevor er sie in seine Wohnung zuliess, lange auf seinen Pickel schaute.

Ich dachte auch wie die Mütter der Tierjungen dort hinauf steigen konnten, um am Tage der Erbsünde  dem Mädchen Gesellschaft zu leisten.

Zur Linken standen am Rand des steilen Abhanges andere Bäume. Es waren hochstämmige Bäume, die ich nicht identifizieren konnte, denn ich sah deren Stamm bis zur Höhe der Äste. Zirka 30 Meter nach dem Erdrutsch, war der Pfad eben und biegte sanft nach rechts.


§ 232

Bei dieser Stelle öffnete sich der Pfad fächerartig auf eine Wiese oder eine Grasebene, welche links gegen das Tal von den gewohnten Stammbäumen umgrenzt war. Diese Bäume, nicht dicht, liessen auf einen steilen Abhang, der für 30 oder 40 Meter auf eine grosse von gelben Getreiden besähten Ebene blicken. Die Lichtung hörte 20 Meter weiter mit der Rückseite eines Landhauses wo ein einziges Fensterchen stand, auf.

Der Pfad, der südlich vom Landhaus, es mit zwei Metern Entfernung links liegen lassen, lief, fuhr ausserhalb vom kleinen Hof aus dem steinigen Grund weiterhin nach rechts biegend.

Drei Meter vor dem Landhaus wurde ich gebeten vom Pfad hinauszugehen und mich am Fensterchen zu zeigen. Ich wollte es nicht, doch ich befand mich in der Lage hineinzuschauen.



Der Täter des ersten Mordes


§ 233

Unterdessen fuhr der Lehrer weiter zu mir zu sprechen und ungefähr mit diesen Worten machte mich aufmerksam:

- DU WIRST DEN TäTER DES ERSTEN MORDES SEHEN. ER IST EIN VERZWEIFELTER ‚MENSCH’. - Nach einigen Augenblicken:

- ER IST NICHT GANZ VERANTWORTLICH. ER IST DER TäTER DER FREVELTAT. ABER DER WIRKLICHE VERANTWORTLICHER IST SEIN VATER DER WEGEN SEINER UNGEHORSAM UND Überheblichkeit IST DIE URSACHE VON SO VIELEN LEIDEN UND VON DER UNORDNUNG IN DER WELT. –

Er sagte noch andere Worte von denen ich mich nicht mehr erinnere, aber die ich sehr gut verstand.

In meinem Herzen entstand Beklemmung mit Furcht vermischt.

Das Zimmer war ein armer und verräucherter Raum und war von der Sonne, durch die auf der gegenüberliegenden Seite offene Tür, beleuchtet. Es musste spätnachmittags gewesen sein, denn jenes Licht kam schräg von Westen und beleuchtete den Boden, der festgestampft, eben und sauber bis in die Nähe des Fensters, war.

Ein Meter von diesem letzten entfernt sah ich ein haariges Wesen am Boden kuscheln. Ich sah es am Rücken. Das Haar, 4 oder 5 cm lang, war nicht gerade schwarz, sondern dunkelbraun und dem Rückgrat entlang verteilt. Ich verstand, dass es sich um Kain handelte, denn ich hatte ihn schon bei anderen Gelegenheiten gesehen. Er stützte die Ellenbogen auf den Knien und die Hände am Kopf, sodass die gepaarten Handgelenke die Spitze des Kopfes und die Hände, die Ohren und beide Seiten des zerdrückten Kopfes zudeckten. Es war mir nicht möglich ihn ins Gesicht zu sehen, denn er hielt den Kopf auf die Knien geneigt. Sein Becken war schmal.

 “Jener fürchtet auf einen Pickelschlag, oder der Vater hat ihm die Ohren gezogen, welche jetzt ihm weh tun” dachte ich.

- DER VATER HAT IHN NICHT ERSCHLAGEN UND ER WIRD IHN NICHT ERSCHLAGEN, DENN ER IST ‚SOHN DES MENSCHEN’ UND ‚SELBST MENSCH’ - wurde mir gesagt. Nach einigen Sekunden sagte er mir andere Worte, die ich nicht wörtlich erinnere, aber ich könnte den Inhalt folgendermassen wiedergeben:

- DIE FEHLER, AUCH DAS ABWEICHENDE BENEHMEN DER MENSCHLICHEN SEXUALITÄT, KOMMEN VON DEM ÜBERHEBLICHEN UNGEHORSAM DES ERSTEN MENSCHEN HER. –

Ich begriff, daher, dass nicht nur gewisse Erbkrankheiten, wie das Down- oder Turnersyndrom oder der Wahnsinn oder gewisse physische Verformungen, wie der Nanismus oder die Hasenscharte, sondern auch die sexuellen Entstellungen, wie die Homosexualität oder die Sodomie oder die Pädophile, usw. psychophysische Entstellungen sind, die dem ins Menschengeschlecht durch die Erbsünde  eingedrungene Verwirrung zuzuschreiben sind.


§ 234

Wieder zum Pfad zurückgekehrt und die Südseite des Landhauses überschritten, biegte der Pfad wieder nach rechts um einen kleinen bepflasterten und von einem Mäuerchen umgrenzten Hof herum. 

Vom Pfad, woher ich kam, konnte man aus dem Ort wo ich stand, in den Hof eintreten.

Die zweite Ecke des Landhauses überschritten, stellte ich fest, dass ich mich am gleichen Ort befand, wo ich im ‚Traum’ über die Erbsünde, das Mädchen im Hof inmitten von den Tierjungen spielen und wo ich die Familie, um die einfache Mahlzeit zu verzehren, sich zu versammeln sah.

Ich drehte mich nach rechts und, die Schulter gegen Süden richtend, sah ich, dass dieser kleine Hof, rechts von der Fassade von jenem selben Landhaus, das ich vorher von hinten gesehen hatte, umgrenzt war. Ein Meter von der Ecke entfernt stand der einzige Eingang in den Bau, wo drinnen Kain, den ich kurz vorher gesehen hatte, war. Vor mir stand die Wand des Erdwalles, ca 6 Meter hoch und 5 oder etwas mehr Meter breit, auf welchem ich den Menschen, als er noch jung war, duschen sah. Die anderen zwei Seiten des Hofes waren vom halbrunden Mäuerchen abgrenzt, ausserhalb von welchem lief der Pfad, den ich am Begehen war und der, am Ende des Mäuerchens, weiter fuhr und der an der Ostseite des Erdwalles hinabstieg.

Aus jener Seite, am Fusse des Erdwalles wo das Mäuerchen endete, ging zum letzten Mal Abel hinaus, von Kain verfolgt.

Der Fussboden vom Hof war felsig und sauber. Er war die Oberfläche von einer Schicht oder Sandsteinauer, schräg und so gegen die Fassade von jenem Landhaus geneigt, dass vor dem Türeingang zwei oder drei Stufen waren. Ich hatte sie, das erste Mal, nicht festgestellt, als ich den Jungen auf der an der Wand des Landhauses angelehnten Bank setzend sah kurz bevor er die Erbsünde  begang und auch nicht während der anderen Gelegenheit, als ich die versammelte Familie für die Mahlzeit am letzten Tag des Lebens von Abel.

Die Türe war offen.

Ich zögerte hineinzuschauen in der Angst entdeckt und getadelt zu werden. Kain stand immer noch unbeweglich da, mit dem Gesicht auf den Knien, in einer für eine normale Person unmögliche Stellung. Niedere Knien, kurze Arme, lange und, im Vergleich zur Länge des Rückens, die in der Kurve sehr biegsam war, unproportioniert lange Vorderarme.

Ich zog mich zurück und kam auf den Pfad wieder.



Die erste Familie in Trauer


§ 235

- WIR NäHERN UNS DER WOHNUNG DER ERSTEN FAMILIE AN, WELCHE IN TRAUER UND IN GROSSER ANGST IST UND DIE FüR DIE HEUTE SICH EREIGNETEN DINGE SEHR LEIDET. -

Die Wohnung, auf welche sich die Stimme bezog, lag auf dem oberen Felsband, über den Erdwall. Ich wehrte mich indem ich mich nach links wendete und erhob Einspruch:

- Herr, - sagte ich – ich fühle mich nicht bereit eine derartige Lage auf mich zu nehmen. Ich weiss nicht welche Trostworte ich sagen kann. Und dann, was wird der Mensch zu mir sagen, wenn er sieht, dass ich bei dieser Einsamkeit in sein Haus aus Neugierde eintrete? Ich habe Angst. -

Ich wünschte fortzugehen bevor der Mensch kam und lies das auch wissen.. Ich zauderte. Ich wollte mich nicht blicken lassen.

Der Herr erfüllte meinen Wunsch und wir meideten die Wohnung. Wir begaben uns auf den Pfad wieder und liefen dem Mäuerchen entlang, das bei der Ecke des Erdwalles endete und von da fingen wir an nach Osten hinunterzusteigen auf einem steilen und von breiten von stufenartigen Steinen bepflasterten Pfad, den ich rasch bis zu seinem Ende zurück lag, wo auf halber Höhe eine kleine Wiese war.

An die kleine Wiese angekommen, machte mich der Begleiter mit der gewohnten Stimme aufmerksam:

- HIER WIRST DU DAS OPFER SEHEN. -

- Nein, Herr, ich will es nicht sehen. Ein totes und misshandeltes Kind würde mir zu viel Eindruck machen. –

Unterdessen, zu meiner Linken schauend, sah ich ein aus 5 bis 8 cm breiten Weidenringen gefertigtes Netz, das an ein Gebüsch angelehnt und von ihren grünen Laubzweigen bis zu einer Höhe von drei Metern getragen war. Ich sah nur ein Stück davon, aus der Höhe von einem Meter hinauf, denn der Sichtblick sehr begrenzt war. Mir wurde eingeflüstert, dass dort der Hühnerstall, der der Sorge vom Knaben anvertraut war, lag, wo kurz bevor getötet wurde, der Knabe Eier geholt hatte, um sie seinem Vater zu bringen. Abel, entsprechend seinem Alter, züchtete nicht Schafen, sondern Hühner.

Wir stiegen den Pfad hinauf und mir schien zu fliegen. Ich wunderte mich festzustellen, wie ich ohne Mühe barfuss auf jenen formlosen und groben, gelblichen und verschiedlich grossen Steinen laufen konnte, welche auf den nassen Boden hingelegt waren, als ob sie extra da waren, um sich nicht die Füsse dreckig zu machen.

Auf halbem Aufstieg sah ich sehr nahe, auf meiner Schulterhöhe, eine rötliche Weintraube. Sie schien noch nicht reife Erdbeertraube zu sein und die Traube war nicht grösser als die Faust eines Kindes. Ich wollte sehen, wie der Rebling getragen war, aber es war mir nicht möglich. Er stand über die Linie des Sehbildes.

Der Aufstieg endete am Fusse vom Erdwall und hier wurde mir gesagt, dass ich den Menschen, den ich fürchtete, gesehen hätte, wie er aus dem Hof hinauskommt.



Adam war ein Riese


§ 236

Aus der Kante vom Erdwall, über dem Mäuerchen, sah ich das Ende eines sehr schön gemachten, rechten menschlichen Fusses. Er trat sehr langsam hervor, wie bei der Zeitenlupe. Der grosse Zehe war vom letzten inneren Glied von einem Streifen, der nicht Tuch war, der aber von zwei bis drei cm. breiter ‚Grießmehl’ schien, verbunden. Weitere zwei Zehen waren von einem dünneren Streifen verbunden. Die Zehen waren gerade und regelmässig, ein Zeichen, dass sie nie in einen Schuh hineingezwungen wurden. Sie waren rötlich, als ob sie im warmen Wasser gewaschen worden wären.

Der Fuss kam nach vorne, und als ich ihn ganz sehen konnte, rechnete ich, dass er 10 oder 11 cm länger als meiner war, und ich trage die Nummer 43.

An der Ferse haftend, sah ich den Aufschlag eines haarigen Felles, das unter dem Fuss lief, eine kleine Sohle, die irgendwie am Fussgelenk angeknüpft war.

Hinter dem Fuss kam das Scheinbein hervor, langsam, hinauf, hinauf und es schien nie aufzuhören. Es war jenes eines Mannes, ohne Haare. 

Als die Knie am Erscheinen war, sah ich den Saum einer Schürze zwischen den Knien gleiten, sodass, als der Fuss sich auf den Pfad ausserhalb des Mäuerchens setzte, war das ganze Bein bis zum Oberschenkel unbedeckt.

 “Ein Riese! – dachte ich – Wer weiss was er mir sagen wird, mich unter seinen Dingen schnüffeln sieht.” Aus über dem Mäuerchen, kam das linke Bein zum Vorschein und, mit ihm, den ganzen Menschen, der, sich von der Wand des Erdwalles, worauf er mit dem rechten Vorderarm gestützt war, entfernend, legte er den zweiten Fuss auf den Boden und erhob sich gerade vor mir, ungefähr einen Meter entfernt.

Es handelte sich um eine imposante Figur aus der glatten und rot gewordene Haut. Die Haare waren fast alle weiss mit einigen kleinen schwarzen Haarsträhnen dazwischen. In einer anderen Offenbarung hatte ich ihn die Mahlzeit mit seiner Familie verzehren gesehen, kurz vor dem Kindermord seines Kindes und seine Haare und sein Bart waren ganz schwarz. Nun, einige Stunden später, da diese Offenbarung sich noch auf jenen verhängnisvollen Tag bezieht, war er wie ein alter Mann ergraut!

Unterdessen machte ich für mich einige Berechnungen:

 “Nehmen wir an, dass er als er 15 oder 16 Jahre alt war, Vater geworden sei und, dass seine Tochter, die Frau, als sie 14 Jahre alt war geboren hätte und, dass ihr Kind heute, als es starb, ungefähr drei Jahre alt war: der Mann kann nicht als 33 Jahre alt sein.”

Seine Augen mit Blut bespritzt schauten mich nicht an und ich war froh darüber. Es blickte in die Ferne, über meinen rechten Schulter, vielleicht gegen die Sonne, die hinter meinem Rücken am Untergehen war.

Die Schürze war ihm nach links gerutscht und liess ihm die Hälfte der Brust bis vier oder fünf cm. unter dem Brustbein unbedeckt. Die mächtige Brust, ohne Haare, sicher 15 cm über dem Durchschnitt breit. Mächtige Arme, auch sie haarlos.

Er richtete die Schürze, die am linken Schulter hängte und die den Bauch bis einige Zentimeter unter der Verbindung der Rippen deckte, zurecht.

Mir wurde leicht eingeflüstert mich mit seiner Grösse zu messen. Er wurde mir bis 30 oder 40 cm von meinen Augen näher gerückt.

Ich starrte jenen Punkt an, den er entsprach meinem waagrechten Blick. Ich nahm mir vor später die Berechnung zu machen.

Hier ist sie:

- Mein Fuss misst 25 cm; sein 35 oder 36.

- Die Höhe meines Brustbeines misst 1 Meter 15 cm. Die Höhe seines Brustbeines ist wie jene meiner Augen: 1 Meter und 63 cm.

- Meine Grösse misst 1 Meter und 76,5 cm. Die seinige, im Vergleich, misst 2 Meter und 50 cm. Ich dachte auch: Jesus, um nicht den jetzigen Menschen zu demütigen, nahm die mittlere Grösse, d.h. jene zwischen dem Muster (2 Meter 50) und jene der Ancestermännchen (1,10). Daher: Meter 2,50 + 1,10 = 3,60, das geteilt durch zwei gibt 1,80. Um ihn, so nahe, ins Gesicht zu schauen, musste ich einige Schritte zurücktreten und nach oben schauen. Beim Anschauen von jener Brust und jenen mächtigen, aber wohl proportionierte Arme, packte mich wiederum die Angst:

- “Wenn er, während er mich sieht, sich ärgert und mir eine Ohrfeige gibt – dachte ich – werde ich den Abhang hinunterrollen.” Ich hatte Angst, doch mir wurde leise gesagt:

- ER SIEHT DICH NICHT. ES SIND SCHON VIELE JAHRE VERGANGEN. FÜRCHTE DICH NICHT. –

Auch der Bart war fast ganz weiss. Er war nur wenige Zentimeter lang und war nicht dicht.: er umrahmte ihm das Gesicht, liess aber die Wangen fast frei.

Der Schnurrbart war auch grau und, knapp über der Lippe, war er gut geschnitten.

Ich denke, dass vielleicht er so von Natur aus gepflegt war, denn die Wangen waren fast ganz ohne Flaun.



Der Mensch gegen Gott


§ 237

Manchmal bewegten sich seine Pippen, als ob er am Sprechen wäre und unterdessen blickte er über meinen Kopf und dann über und weiter weg als meine Schulter. Er schaute die Sonne, die am Untergang stand.

Nur ein einziges Mal kreuzigten sich rasch seine Augen mit den Meinigen und in jenem Augenblick schien mir, dass die Bewegung von seinen Lippen den Worten, die ich vernahm, entsprechen würden:

- NUN HAST DU GESEHEN. - Ich glaubte sie wären Worte von ihm und Worte, die sich auf den toten Knaben beziehen würden, daher antwortete ich ihm sofort: 

- Nein, ich wollte nicht den Kleinen anschauen. Ein ermorderter Knabe würde mir zuviel Eindruck machen! Ich habe den anderen, dort drinnen, auf dem Boden sitzend, gesehen. –

Ich glaubte, dass der Mensch sein Unglück, als Folge seiner Sünde, einsehen würde, und, dass er sich beklagen würde. Stattdessen handelte es sich um Worte von meinem Gesprächspartner.

Und, im Gegensatz zu meinen Anspielungen an die zwei Söhne, stellte mein ehrwürdiger Lehrer mit normaler Stimme klar:

- … HAST DU GESEHEN WAS DEM MENSCHEN ZUGESTOSSEN IST! - Er stand nun mit gebeugten Kopf. Mah… Was sah ich?! Was tat er?!

- DIESES ! - stellte die Stimme richtig.

Er hatte die Schürze nach links gestossen und mit der rechten Hand… ich glaubte er würde eine physiologische Tätigkeit leiten, um nicht nass zu werden und, um nicht hinzuschauen, erhob ich den Blick bis zu seinen Augen. Aber er verblieb zu lange bei der Arbeit mit jener Hand…

- JETZT HAST DU GESEHEN WAS ER GETAN HAT… ER, DER MENSCH (im Sinne: ‚wie es sich der Mensch benommen hat’, oder ‚wie er beim Unglück reagiert hat…’) - erwiderte die Stimme, die von meiner rechten Schulter kam.

Sein Blick gegen die sinkende Sonne und sein Geist schien mir ähnlich wie jener von Julian der Abtrünnige (52), der die Faust voll von geronnenen Blut gegen den Himmel ausstreckte und sagte: 

- Oh Galiläer(53), du hast gewonnen! -

 Oder ähnlich der Geste von… Malthus (54) mit der Bedeutung:

- Warum hast du nicht zu ihm Sorge gehabt? Er war doch dein rechtmässiger Sohn. Willst du nicht, dass sie überleben? Also, ich werde keine mehr haben! -

Mir blieb sein Bild eingeprägt, das Bild von einem verzweifelten Menschen, der sich gegen Gott wandte, weil er das Verbrechen nicht verhütet hatte.



Die Frau “IST UNSCHULDIG”


§ 238

Ich war um die Frau besorgt, die einzige die sich nicht blicken lies und die ich sah auf den Boden fallen in der Vorausschau, ohnmächtig, vom Mord von Abel. Ich dachte:

 “Nun leiden sie wegen der Folge ihrer Sünde.”

Aber, die gewohnte Stimme sagte laut:

- SIE, ABER, IST ‚UNSCHULDIG’ DENKE DARAN! - (§ 207)

Und meiner Schau wurde die Szene von ihr, als sie im Hof und bei der Grotte war, vorgestellt. Er bezog sich auf die Frau, die auch ich schuldig hielt, denn ich hatte vergessen, dass ich sie, als Kind, bei der Gelegenheit der Erbsünde , gesehen hatte.

Der ‚Traum’ verschwand und ich erwachte.


§ 239

Er wollte richtig stellen: “SIE, ABER, IST UNSCHULDIG.”

Hier, also, die von den beiden glorreichen himmlischen Botschafterinnen, “DIE BEIDEN MüTTER DER SOEHNE GOTTES”, am Feste Auffahrt Mariens: DIE FRAU, DIE NATÜRLICHE MUTTER DER SöHNE GOTTES (§ 8) IST UNSCHULDIG’ (§ 207 UND 238), denn, nicht sie hat die Erbsünde  begangen, denn zur Zeit der Sünde, war sie anderthalb oder zwei Jahre alt.

Sie, das letzte Meisterwerk vom Schöpfer, war auch unbefleckt, weil, wie Maria, ohne Makel aus der Erbsünde  geboren, weil vom Heiligen Geist und vom jungen Mann vollkommen geschaffen gezeugt, sie war Märtyrin im Geiste wie Maria, denn sie musste zusehen, wie ihr Erstgeborene ermordet wurde. Es ist die Zeit gekommen ihre Figur und ihr Gedenken wiederherzustellen.

Diese ist, also, die Neuheit, die hier von den glorreichen Frauen, in der Herrlichkeit vereint, betont wird, welche hier sich der Menschheit, aber vor allem allen Frauen, um ihnen ihre Würde als menschliche Personen zu erkennen geben, vor allem als Mütter, mit der erhabenen Rolle immer neue Geschöpfe auf die Welt zu bringen, welche bestellt sind die Erde zu bevölkern und das ewige Leben zu erlangen.

Es ist meine Überzeugung, dass die natürliche Mutter der ‚Söhne Gottes’ und vom Himmel aus begleitet und, dass sie die Beschützerin von allen Frauen, vor allem von jenen die wegen der Überheblichkeit und Anmassung von ihren Ehemännern und wegen des früzeitigen Todes ihrer Söhnen leiden, geworden ist. 



(52) Julian Flavius Claudius (331 – 363) war ab 361 römischer Kaiser, wurde der Abtrünnige genannt, weil er um das Jahr 351 ca den Christianesimus verworfen und den heidnischen Kult eingeführt hatte.

(53) Der ‚Galiläer’ ist Jesus, der aus Galiläa stammt. Julian der Abtrünnige streckte die Hand voll Blut gegen den Himmel aus, wogegen Adam sie voll von Sperma ausstreckte.

(54) Thomas Robert Malthus (1766 – 1834) war ein englischer Finanzmann. In seinem Buch ‚Saggio sul principio della popolazione’ (1798) vertritt er, dass die Bevölkerungszunahme zur Bebauung von wenig fruchtbaren Erdboden mit der Folge von wenigen Lebensmitteln und von Entwiklungsrückgang. Als Lösung schlug er Geburtenregelung vor.








































“SIE SIND MENSCHEN” ODER NUN “WIR ALLE SIND TIERE”


VIERTE OFFENBARUNG:

d.h. dritter ‚Traum’, in Chies von Alpago im Jahre 1970 erhalten



(Anmerkung der Herausgeberin) Es ist wichtig zu erwägen, dass diese Offenbarung die vierte ist und, dass sie nach dem ‚Das Zeichen von Kain’, ‚Die Erbsünde und ‚Der Tod von Abel’ kommt. Daher hatte Don Guido die grosse Offenbarung noch nicht erhalten und deswegen in jenem Augenblick wusste er nur, dass:

1) der erste Mensch rechtschaffen und vollkommen geschaffen wurde, wie die Bibel sagt, denn er hatte ihn gesehen, als er die Erbsünde  begangen hat ( Zweite Offenbarung im Jahre 1970);.

2) die Erbsünde  ein von Gott nicht gewolltes Zeugungsverkehr war (zweite Offenbarung);

3) die Erbsünde  eine Sünde der ‚Hybridation’ des vollkommenen menschlichen Geschlechtes (die erste mit der zweiten Offenbarung in Verbindung bringend) war;

4) die Frucht von dieser Sünde, ein hybrides Individuum war (wiederum erste und zweite Offenbarung);

5) die Sünde ‚nur’ vom ersten Menschen begangen wurde (zweite Offenbarung);

6) die erste Frau, auch sie ‚vollkommen’, UNSCHULDIG’ war, weil sie, als die Erbsünde begangen wurde noch Kind war (zweite Offenbarung);

7) das was Kain als ‚Mensch’ ausmachte die ‚SPRACHE’ war, ‚einziges feststellbares menschliches Zeichen’ (erste Offenbarung, 1968);

8) wenn Kain mit den vormenschlichen Wesen verwechselt werden konnte, das hing davon ab, weil er ihren Ausdruck trug (erste Offenbarung). (Diese vormenschlichen Wesen wird der Herr “ANCESTER”, das geschieht aber, erst bei der fünften Offenbarung, die zwei Jahre später erfolgen wird).

Welche waren, aber, die Folgen dieser Sünde auf das menschliche Geschlecht? Die Antwort auf diese Frage, die sich Don Guido stellte, kam mit einer neuen Offenbarung, die vierte, noch einmal unter der Gestalt eines ‚prophetischen Traumes’.



Vorbemerkung


§ 240

Vor kurzem hatte ich die Offenbarung vom ‚Der Tod Abels’, ohne, aber, zu erfassen welche waren die Hauptfiguren von dieser schrecklichen Tragödie.

Unterdessen fuhr ich fort wissenschaftliche Bücher und die biblische Genesis zu lesen und zu meditieren. Meine Überlegungen kreisten um drei Probleme herum:

1) es konnte nicht wahr sein, dass die Kultur mit den Kainiten anfing; das ist wahr nur mit der Wiederentwicklung, aber dann waren die Setiten schon nicht mehr vorhanden. 

2) Die schwarze und haarige Haut wurde von Kain ererbt, nicht vom Menschen. Ohne Zweifel waren die klaren und haarlosen Töchter der Menschen die schönsten, weil sie mehr dem väterlichen Grossvater gliechen, denn sie kamen auf die Welt nach den Erbgesetzen, die Mendel entdeckte.

3) Die riesenhafte Grösse war den Adamiten zu eigen, denn die männlichen Ancester hatten eine Höhe von 1 Meter 10 und die Weiber nur 1,5 Meter.


In Bezug auf diese Gedanken, hatte ich die Gnade eines anderen ’Traumes’: jener mit dem Titel: ‚Sie sind Menschen’ oder ‚Wir alle sind Tiere’, denn nun sind wir alle hybrid. Es handelt sich um die vierte Offenbarung, auch sie im Jahre 1970 erhalten, zwei Jahre vor der grossen Offenbarung, aber, ich machte mir keine Notizen davon, denn ich sah keinen Zusammenhang mit den schon erhaltenen Offenbarungen. 

Als ich mich um die ‚Riesen’ interessierte, wie bei der Genesis 6, 1-5 erwähnt wird, wo die Rede ist “von jenen mächtigen und berühmten Menschen”, d.h. die Hybriden (von den ‚Söhnen Gottes’ und von den ‚Töchtern der Menschen’ gezeugt) von denen im nachfolgendem Satz gesprochen wird und von Noah und seinen Söhnen, begriff ich, dass dieser ‚Traum’ seine Bedeutung, und zwar unter vielen Ansichten, besass und ich schrieb was in meiner Erinnerung war.



Die Folgen vom Verfallen des Geschlechtes:

Die ersten Exemplare der Hybridisierung


§ 241

Ich träumte an einen Hof, der anders aussaht als jener beim ‚Traum’ über ‚die Erbsünde, angekommen zu sein, wo einige schwarze und haarige Wesen, die aufrecht standen und die kurze Beine hatten. Auf einem Baumstumpf sitzend, 4 Meter vor mir, eine Mutter stillte ihren Jungen, auch er schwarz und haarig. Die Mutter besass grosse und waagrechte Augen.

Weiter entfernt, rechts, einige Männchen, stehend, ‚verschiedentlich gross’, sortierten Stangen und Baumäste voll Laub und machten zwei nebeneinander und an der Mauer angelehnte Haufen.

Zu meiner Rechten sah ich eines von diesen haarigen Wesen ankommen. Es war höher als seine ähnliche Wesen.

Zwei Schritte vor mir stand er still und, den Rücken gegen mich kehrend, fing es an das Ende von einem Pfählchen, das es senkrecht über den Baumstumpf hielt, zu schneiden. Das verwendete Werkzeug bestand in einem schwarzem Messer, dessen Schneide aus scharfem Stein, an einem grünen starken Griff, ich weiss nicht wie, angeheftet war. Es schnitt rechtwinklig die Spitze des Pfahlchens von drei Seiten, jeweils einen kleinen Splitter schneidend und es an der Kerbe von einer Stange, die vor mir lag, messend. Es schien auf den Knien zu stehen, stattdessen besass es sehr kurze Beine.

Als ich sah, dass es sehr gut die bearbeiteten Teile zur Übereinstimmung zu bringen verstand und erstaunt über die Genauigkeit von seinen Schlägen, rief ich aus:

- Rührig diese Tier! Und auch die Anderen! -



Wir alle sind Tiere


§ 242

Jenes rühriges Tier wendete sich und mit jenen von den niederen Augenbraunen fast verdeckten Augen schaute mich an. Es bemusterte mich dreimal vom Kopf bis zu den Füssen, während ich, dasselbe ihm gegenüber tat.

Es hatte einen zerdrückten Kopf, niederen Stirn, ‚einen Nasenansatz, der nur zum Teil die Nasenhöhlen deckte’, bis zu den Ohren, die sehr gross waren und 5 bis 6 cm die Höhe des Schädels überragten, breiten Mund.

Zu meinem Ohr gelangten diese Worte:

- WIR ALLE SIND TIERE. - Das Tier, das ‚gesprochen hatte’, meinte auch mich. Sogar, wir alle.

Unterdessen, nachdem es mich bemustert hatte, wandte sich wiederum seiner Arbeit zu. Es biegte sich wenig auf den so niedrigen Holzklotz, denn es besass lange Vorderarme und kurze Beine.


§ 243

Auf dem Hof, 8 Meter mir gegenüber, erschien ein nackter und rosiger Riese. Er nähert sich und prüft die Arbeit der Gruppe, die mit langen Stangen herumhantiert.

Er steht jenen Arbeitern bei und beratet sie. Er war der Meister.

Ich unterhielt mich mit diesem grossen und hautroten Menschen, als ich hinzufügte:

- Jener besitzt einen intelligenten Blick. -

Das frühere Tier machte einen bejahenden Wink mit dem Kopf.

- Er hat mich verstanden – erwiderte ich.

- OH JA - antwortete jenes haariges Wesen.

- Jenes haariges Wesen spricht wie ein Mensch! Sagte ich.

- ICH BIN EIN MENSCH - sagte mir jenes haariges Wesen das ein anderes Pfahlchen am Zurechtschneiden war. Und die andere Stimme hinter mir sagte:

- SIE SIND MENSCHEN - und leise - SöHNE DES MENSCHEN - 

Sie waren die Kainiten, die Nachkommen Kains, die ersten Hybriden und der Meister unterhielt und bewachte sie.

Mit diesen Worten endete der ‚Traum’.


§ 244

Die rot geworden Hautfarbe des Menschen, die ich während dieser Offenbarung sah, liess mir glauben, dass es sich um den Stammvater, den ich während der Offenbarung der Erbsünde  sah, handeln würde, welcher nun gross geworden, welcher sein Unrecht eingesehen hat und der willig den im Jugendalter begangen Fehler wiedergutmachen wollte, da er sich um diese hybriden Neffen Nachkommen Kains Mühe machte. Daher bis zum Jahre 1974 nannte ich ihn den ‚Heiligen Adam’. Aber, nach der siebten Offenbarung, nachdem ich an seiner Auflehnung gegen Gott beiwohnte, begriff ich, dass Adam nicht so heilig war und, dass er sein Unrecht nicht eingesehen hatte. Und, das was mir später klar wurde, und, dass ich einige Jahre später beim Vergleich mit den anderen Offenbarungen feststellte, dass gewisse Merkmale von diesen Wesen, nicht jene von den reinen Ancestern waren.

Diese kleine Gemeinschaft, im Vergleich zur ersten Ancesterfamilie, besass menschlichere Merkmale, zum Beispiel:

a) ‚ein Nasenansatz, der zum Teil die Nasenhöhlen zudeckte, und ‚weniger lange Ohren’.

b) ein gewisser ‚Einklang und Übereinstimmung der Bewegungen’

c) eine ‚grössere Intelligenz’

d) eine ‚homogene Grösse’, doch unter den erwachsenen Männchen unterschiedlich und durchschnittlich ‚höher’

e) eine ‚mehr menschliche als tierische Handfertigkeit’

f) und vor allem der Gebrauch der ‚Sprache’.

Aus diesen Überlegungen folgerte ich, dass, aus den Szenen der früheren und nachfolgenden Offenbarungen, mehrere Geschlechter vergangen waren und, dass jener Riese nicht der Stammvater, sondern ein reiner Nachkommen von Set sein musste, vielleicht Lamech, natürlich nicht der gleichnamige Nachkommen Kains, welchem ‚Das Lied vom Schwert” zugeschrieben wird’ (Genesis, 4,23 -. 24).


(Anmerkung der Herausgeberin) Es ist bestürzend zu denken, dass ein Mensch seine ursprüngliche Vollkommenheit so verloren hat, dass er nicht mehr als ein Mensch aussieht und, dass er einen tierähnlichen Aussehen annimmt. Doch, wenn Kain ein Mensch war, so waren auch diese haarige Wesen ‚Menschen’.

‚Mensch’ sein oder ‚Sohn der Menschen’ sein, das ist, dasselbe: das bedeutet nur ‚Nachkommen Adams’ durch den Zweig von Kain, sein, d.h. ‚hybrid’ sein und nicht mehr ‚rechtmässige Söhne Gottes’ sein. Heute sind wir alle, durch die Geburt, Söhne der Menschen, d.h. Söhne Kains und ‚Söhne Evas’ und daher ‚verbannt’ aus dem geistigen Reich Gottes, wie das Salve Regina sagt. Hatte nicht Adam eigene Söhne haben wollen? Leider ist es ihm gelungen! Durch ausdrücklichen Willen des Menschen wurde, in der Tat, Gott von ihrem Empfängnis ausgeschlossen.

(Jesus, aus Demut, bekennt sich ‚Sohn des Menschen’, um uns zu sagen, dass er mit den Menschen ihre Leiden teilen wollte, aber, zu Beginn der Leidenszeit, als es nötig war seine Identität zu klären, bekannte er sich auch ‚Gottessohn’).









DAS LETZTE GESPRÄCH


ACHTE OFFENBARUNG

In Chies von Alpago, im Jahre 1974, erhalten




 “Heiliger Vater, allen bist Du entgegengekommen, damit jene die Dich suchen, Dich auch finden können


§ 245

Ich war beim Einreiben von einer Prise weisser Kalk am Hals, unter dem linken Unterkiefer, das einzige Heilmittel, das mir sofort den Jukreiz und das die kleine Blasen trocken legte, die seit Jahren, 40 um genau zu sein, die mir vom Rand des Zelluloidkragen, ein einfacher Kragen und nicht doppelt weil leichter zu waschen, verursacht wurden.

Mir kamen die Worte Jobs in den Sinn: “Manus tuae fecerunt me et plasmaverunt me totum in circuitu”, Deine Hände haben mich ganz geformt, und unterdessen smelzte der Kalk zwischen meinen Fingern und tropfte auf den Daumen und auf das schwarze Kleid.. Ich musste aufhören und denken mich zu waschen.

So, plötzlich, hatte ich Lust, mit ein wenig Ironie gegenüber diejenigen die den Text der Genesis wörtlich nehmen:

- Herr, nachdem Du aus der Erde den Menschen gemacht hast, hast Du Dir die Hände gewaschen? – Ich hatte keineswegs die Absicht Gott zu versuchen, vielmehr handelte es sich um ein wenig Sarkasmus gegen jene zahlreiche Bibelausleger, die Weisheitsbuch immer noch den Bericht der Genesis wörtlich deuten.

Aber, “Von denen die ihn nicht versuchen, lässt Er sich finden”, sagt das Weisheitsbuch. Sehr überrascht wurde mir geantwortet:

- ICH HABE MIR DIE HäNDE NICHT GEWASCHEN. ICH HABE IHN IMMER GELIEBT (vgl. Jes. 57, 17-21)

ICH HABE GEWARTET UM ZU SEHEN WIE SICH “DIESES TIER VON EINEM NEUEN GESCHLECHT” BENOMMEN HäTTE UND ICH SAH, dass ES SICH MIT IMMER NEUEN Unanständigkeiten BEDECKTE BIS ES MEIN GLEICHNIS UND EBENBILD UND JEDES ANRECHT AUF DIE EWIGKEIT VERLOR. –


§ 246

Er sagte noch andere Worte, deren Sinn jener vom Psalm 80 war:

- IN DER ANGST HAST DU ZU MIR GERUFEN UND ICH HABE DICH BEFREIT.

HöRE ZU MEIN VOLK; ICH WILL DICH WARNEN: BEI DIR SOLL KEIN ANDERER GOTT VORHANDEN SEIN; VOR KEINEM FREMDEN GOTT SOLL DU NIEDERFALLEN!

MEIN VOLK ABER HAT AUF MICH NICHT GEHöRT UND ICH HABE ES DER HäRTE SEINES HERZENS ÜBERGEBEN: DAMIT ES NACH SEINEM WILLEN SICH AUSRICHTE! –


§ 247

Die Stimme fährt noch fort nun nach Psalm 88, 33-35:

- “DANN WERDE ICH IHR VERGEHEN MIT DER RUTE STRAFEN UND IHRE SüNDE MIT SCHLÄGEN. DOCH ICH ENTZIEHE IHM NICHT MEINE HULD, BRECHE IHM NICHT DIE TREUE.

MEINEN BUND WERDE ICH NICHT ENTWEIHEN; WAS MEINE LIPPEN GESPROCHEN HABEN, WILL ICH NICHT äNDERN,” WEIL ICH IMMER AN DEN BUND, DEN ICH MIT EUCH GESCHLOSSEN HABE, DENKEN WERDE. –


§ 248

Er sagte noch andere Worte, die mir entgehen, weil ich, in jenem Moment, einen Haufen von nahen und fernen Stimmen hörte, die hoch und tief erschollen, die aber einstimmig in einem einzigen Einklang sich vereinigten, als wären sie in einer mächtigen Kathedrale und welche sagten:

- WIR LOBEN DICH, HEILIGER VATER, FüR DEINE GRöSSE; 

- DU HAST JEDES DING MIT WEISHEIT UND LIEBE GESCHAFFEN; NACH DEINEM GLEICHNIS UND EBENBILD HAST DU DEN MENSCHEN GEBILDET;

- SEINEN FLEISSIGEN HäNDEN HAST DU DAS UNIVERSUM ANVERTRAUT, DAMIT ER, DIR, SEINEM SCHÖPFER, GEHORSAM, AUF DER GANZEN ERDE DIE HERRSCHAFT AUSÜBE.Schöpfer

§ 249

Bei diesem Augenblick schwieg der grenzenlose Chor und ich hörte die Stimme von nur zwei Frauen, die weiter fuhren die Worte des vierten Hochgebetes der Hl. Messe folgend:

- ALS ER IM UNGEHORSAM DEINE FREUNDSCHAFT(55) VERLOR UND DER MACHT DES TODES(56) VERFIEL, HAST DU IHN DENNOCH NICHT VERLASSEN, SONDERN VOLL ERBARMEN ALLEN GEHOLFEN, DICH ZU SUCHEN UND ZU FINDEN. - 


§ 250

Hier blieb die ernstere Stimme der ersten Frau still und verblieb nur jene der Jungfrau Maria, die höher und klanghafter war und die ich, mit der anderen zusammen, in der Nacht vom 15. August 1972 gehört hatte.

- IMMER WIEDER HAST DU DEN MENSCHEN DEINEN BUND ANGEBOTEN UND SIE DURCH DIE PROPHETEN GELEHRT, DAS HEIL ZU ERWARTEN.

SO SEHR HAST DU DIE WELT GELIEBT, HEILIGER VATER, dass DU DEINEN EINGEBORENEN SOHN ALS RETTER GESANDT HAST, NACHDEM DIE FüLLE DER ZEITEN GEKOMMEN WAR. –


§ 251

Am Anfang glaubte ich, dass diese zwei Stimmen jene von Priestern, die irgendwo in der Welt konzelebrierten, denn die erste besass eine niedere Altstimme, die der hohen Stimme eines Mannes gliech. Als ich die zweite Stimme hörte, jene der Muttergottes, die eine höhere Stimme besass, fragte ich mich wie eine Frau in den Kanon der Hl. Messe sich einmischen konnte, als ob es sich um eine Lesung vor dem Evangelium handeln würde.

Später begriff ich, dass diese Worte die Antwort auf meine scherzhafte Frage darstellten: “Herr, hast Du Dir die Hände gewaschen…?” Dieser Frage antwortete Er zuerst direkt und symbolhaft und dann durch die zwei Seine Himmelsbotschafterinnen.

Ich hörte wie die Stimmen den Chor weiterführten, auch während des Geräusches, das das Wasser im Becken beim Waschen der Rasierklinge und des entsprechenden Apparates tat. Ich hörte sie auch während ich aus dem Zimmer hinausging und eilig den Autobus nahm.

Ich nahm mir vor, im Messbuch, jenes Gebet wiederzulesen und es betrachten. “Wie schön ist es zu wissen, dass auch die triumphierende Kirche sich mit der kämpfenden Kirche vereinigt, um mit den gleichen Worten Gott zu loben!” 

Ich erzählte den versammelten Mitbrüdern das Ereignis, doch ich konnte ihnen nicht den letzten Teil erzählen, den, ihrer Meinung nach, mit offenen Augen träumte ich.

Ich, aber, war überzeugt, dass “Diejenige, die so liebenswürdig dem Flehen vorausgeht”, mit Ihren Worten diese schöne Geschichte begonnen und beendet hat.




(55) Der reine Mensch konnte das Ebenbild Gottes (d.h. die Fähigkeit zu verstehen und zu wollen) nicht verlieren, und auch nicht die Aenlichkeit mit Gott (den Geist Gottes, ‚Wesens- und Grundbestandteil’ der Person), doch die gute Beziehung zu Gott, seine Freundschaft. Nur die Hybriden, während sie das Ebenbild Gottes verloren, haben auch die Aenlichkeit mit Gott, d.h. den Geist, verloren.

(56) Hier ist der Mensch, nicht mehr Adam, der ‚reine Sohn Gottes’. Oder ‚die reinen Söhne Gottes’ die rechtmässigen Nachkommen, wie beim vorhergehenden Vers, sondern der hybride Mensch, die ganze Menschheit.



§ 252

Mit dem Gedanken ging ich zur grossen Erscheinung von zwei Jahren zuvor zurück und ich begriff, dass ein einiger Zusammenhang mit dieser Botschaft bestand.

Der Lehrer, während er mir lehren wollte “DIE BIBEL ZU LESEN UND ZU DEUTEN” (§ 49), fing nicht mit den Worten an “am Anfang schuf Gott”, sondern hat er direkt auf den Menschen gezeigt, der das Ziel und den Höhepunkt der Schöpfung darstellt.

Somit liess er mir zuerst den Menschen sehen, den ersten in seinem Habitat, in seiner schönen Gestalt, in seinem jungen Alter, als er Vater wurde, dann, ein Paar Jahre später, als er sündigte und, schliesslich, als er erwachsen war und als er, wegen des Mordes von Abel, grau wurde.

Er lies mir die Frau sehen, nachdem er mir das ganze Werk der Schöpfung zusammengefasst hatte, damit ich verstehe, dass dieses die Ausführung in der Zeit‚ eines einheitlichen Projektes vom Alpha bis zum Omega’ ist, das von Ewigkeit her beschlossen war. Er sagte: “FUER DEN MENSCHEN”, “IM HINBLICK AUF DEN MENSCHEN, AUF ALLE MENSCHEN, DAMIT SIE SEHEN UND VERSTEHEN WÜRDEN” (§ 73).


 Bis hierher war das Werk des Schöpfers sehr gut gelungen, weil von seinem Willen geleitet.

Von diesem Augenblick an, übergab der Schöpfer seine Herrschaft über alle Geschöpfe des Universums dem Menschen. Und damit er imstande gewesen wäre diese Sendung, d.h. ordnungsmässig, ausführen konnte, gab er ihm vollkommenen Verstand und freien Willen: d.h. er machte ihn verantwortlich.

Ein einziges Verbot erlegte ihm auf: “Do sollst nicht von jenem einzigen und ausserordentlichem Weib vom untermenschlichen Geschlecht zeugen, denn sonst wirst du die vorgesehen Ordnung auf den Kopf stellen und deine Nachkommenschaft wird vollständig, wie die Tiere werden. d.h. die reine Menschheit wird verschwinden.”

Es war nicht verlangt, dass dem jungen Stammvater eine Belehrung über die genetische Mikrobiologie, über die Hybridation und über die Erbanlagen erteilt gewesen worden wäre.

Einem Gelehrten war es genug zu wissen, dass den Befehl übertreten, die Verwüstung und den Tod des reinen Geschlechtes der ‚Kinder Gottes’ bedeutet hätte und daher auch den geistigen Tod von jeden von seinen hybriden Nachkommen.

Der erste Mensch, im Alter von 15 Jahren, war vollständig verantwortlich. Schon mit 12 Jahren waren die Israeliten den Gesetzen untertan. Jesus selbst befolgte die Gesetze und ‚verliess Vater und Mutter’ um den Willen des himmlischen Vaters zu erfüllen: ein Akt von öffentlichen Gehorsam, im Gegensatz zum Akt vom Ungehorsam von Adam.

 “… den Willen Gottes erfüllen”, diese sind die ersten und einzigen Worte, die Jesus von der Geburt bis zum öffentlichen Leben von den Evangelien berichtet werden und nicht zufällig, sondern sicher mit einem Unterrichtszweck.



Der Natursprung


§ 253

Nun der Mensch, vom Wildzustand neu bearbeitet, in seinen psychophysischen Eigenschaften erlöst, aufgeholt, vom Tierzustand erstanden, durch beständigen Akten von psychophysischer Genesung auf genetischer Ebene wiederhergestellt (siehe die Wichtigkeit des Sakramentes der Ehe, wo der Bund nicht zwischen den Gatten sondern zwischen ‚das Ehepaar’ und Gott geschlossen wird, fähig gemacht Gott zu kennen und zu lieben, wegen der teilhaften Wiedererlangung der intellektuellen und der Verstandesfähigkeiten, ist berufen den ‚Natursprung’ zu machen, d.h. vom Zustand des sichtbaren und sinnlichen Natur und vom Zustand der natürlichen Instinkte, zum transzendentalen übersinnlichen, geistigen und übernatürlichen Zustand der Kinder Gottes hinüberzugehen, indem er derer Art und Weise zu denken und sich auszudrücken annimmt, d.h. in dem er die Liebe annimmt, um Erbe des ewigen Lebens in Gemeinschaft mit Gott annimmt.

 “Dedit eis potestatem filios Die fieri” sagt Johannes (1,12). D.h.: “Jesus gab den Menschen Macht, aus einfachen Geschöpfen Gottes, zu (adoptierte) Kinder Gottes zu werden.”

Er, einziger Retter, hat dem Menschen diese Möglichkeit anerboten, in der Berücksichtigung, aber, der ausdrücklichen Bedingungen, die im Evangelium enthalten sind und er ruft den Menschen, er geht ihm vor, und er hilft ihm mit seiner Gnade die Begegnung mit dem Vater und die väterliche Umarmung mit ihm zu erreichen, denn “Wer dich ohne dich geschaffen hat, der dich noch vor der Schaffung der Welt gesehen hat und dich seit damals geliebt hat, ohne deine Mitwirkung kann er dich nicht retten” (57).

SURGE ET AMBULA! Steh auf und gehe! Raffe dich auf und gib dir zu tun!




(57) St. Augustin




















ZUSAMMENFASSENDES SCHEMA


Um die Entwicklung der Erkenntnissen von Don Guido besser zu verstehen, vielleicht ist es gut ein zusammenfassendes Bild von allen Erscheinungen zu machen und eine Aufzählung von allen Treffen, die stattgefunden haben, aufzustellen und zwar, der Reihenfolge nach, denn, wie im Anfang gesagt wurde, wurden sie in diesem Buch nicht in derselben Ordnung dargestellt.


I. (1968). In der ersten Offenbarung, die er im Jahre 1968 (als innere Redensart) erhielt, erkennt er, dass die einzige ‚menschliche’ Eigenschaft von Kain die ‚Sprache’ ist. Von daher kommt Don Guido zur Gewissheit, dass, wenn, wie die Genesis sagt, der Mensch vollkommen geschaffen worden ist und Kain keinen menschlichen Antlitz besitzt, im Ursprung ein Problem von genetischer Hybridation vorhanden war. 


II. (1970). In der zweiten Offenbarung vom Jahre 1970 (erster prophetischer Traum) erkennt er, dass die Erbsünde  ‚nur’ vom Manne begangen worden ist.


III. (1970). In der dritten Offenbarung vom Jahre 1970 (zweiter prophetischer Traum) begreift er, dass mit dem ‚Tod von Abel’ und mit der Erbsünde, die Gewalt und die sexuellen Verirrungen in den Menschen eingetreten sind. Er versteht nicht, dass das Opfer Abel ist, denkt hingegen, dass dieser, wegen seinem jungen Alter, ein Nachkommen Sets sei.


IV. (1970). In der vierten Offenbarung vom Jahre 1970 (dritter prophetischer Traum), sieht er die ersten Generationen von Hybriden: die Menschen der Urgeschichte, die den Hominiden gleichen.


V. (1972). In der fünften Offenbarung vom Jahre 1972 (‚die grosse Erscheinung) sieht Don Guido die Geburt vom Universum, von der Erde, vom Mond und von der ersten Frau. Schliesslich wird ihm vom Herrn gesagt, dass jenes Ancesterweib, das das Mädchen gebar, Eva ist und es wird ihm klar gemacht, dass es die Hauptfigur von der Erbsünde  ist. Der Herr sagt ihm auch, dass Eva der Brückenkopf zwischen den Geschlechtern ist, d.h.‚ die Mutter von beiden ist’, d.h. die Mutter von den beiden ersten Subjekten des menschlichen Geschlechtes.


VI. (1974). In der sechsten Offenbarung vom Jahre 1974 (vierter prophetischer Traum) nimmt er am ‚letzten Abendmahl Abels’ teil und erfasst die wahre Wesenheit von Kain und Abel.


VII. (1974). In der siebten Offenbarung vom Jahre 1974 (fünfter prophetischer Traum) erklärt ihm der Herr, dass indirekter Verantwortlicher des Todes Abels ist der Mensch, denn er, gegen den Willen Gottes, Kain gezeugt hat, welcher ein Unverantwortlicher ist. Der Herr bestätigt ihm, dass der ‚Traum über die Erbsünde wahrheitsgetreu ist und, dass daher, die Frau vollständig fremd ist von jener ‚Sünde’, denn in jenem Augenblick war sie nur ein Paar Jahre alt. Deswegen muss die ganze Verantwortung nur dem Manne zugeschrieben werden. Schliesslich erkennt er die tiefe Auflehnung des Menschen gegen Gott und das Fehlen von einer Reue seinerseits.


VIII. (1974). In der achten Offenbarung vom Jahre 1974 (als innerer Redensart erhalten), begreift er die wahre Liebe Gottes und sein barmherziger Erlösungsplan für den hybriden Menschen. Hier hören die Offenbarungen auf.


Im Jahre 1982, während das Manuskript verfasst wird, geschehen neue Eingriffe vom Herrn, welche die Offenbarungen von schon gesehen Dingen wiederbringen und welche gewisse falsche Deutungen und Meinungen zu verbessern bezwecken. Aus diesen letzten Offenbarungen, erkennt er, dass die Ancester sehr zahm und dem Menschen gehorsam und hilfsbereit waren, und, dass der Gewaltinstinkt in den hybriden Menschen als Folge vom genetischen Ungleichgewicht wegen der Erbsünde , eindrang.


Ab 1982 beginnt das Korrekturlesen von seinen Schriften unter einem neuen Licht und er verfasst die letzte Niederschrift. 




 


















 A N H A N G


Ich glaube es sei gut dem Leser einige nützliche Elemente zu geben, damit er besser die Gründe versteht warum der Herr gerade jetzt, und nicht früher, beschlossen hat einzugreifen, um zu erklären was in der mosaischen Genesis nur in nuce (lat. im Kern) enthalten ist.



Wie die von Don Guido Bortoluzzi geoffenbarte Genesis im Bereich der Theologie und der Wissenschaft einordnen


Der Ursprung des Menschen, eines der faszinierendsten und fesselndsten Problemen der letzten Jahrhunderten, war in der Mitte von heftigen Streitereien zwischen Glaubens- und Wissenschaftsmenschen. Hier geben wir eine kurze Übersicht.

Im achtzehnten Jahrhundert veröffentlicht ein grosser französischer Naturwissenschaftler, namens George Louis Leclerc Graf von Buffon (1707 – 1788), im Jahre 1739 Direktor vom Kabinet vom König von Frankreich Ludwig XV ernannt, Titel heute ähnlich einem Minister der Wissenschaft für die botanischen Forschungen, das Werk “L’Histoire Naturelle General et Paticuliere” in 44 Bänden, herausgegeben in mehr als zwanzig Jahren, in welchem die stabile Benennung von jedem Geschlecht fest betont wird. Im Besonderen vertritt er die Ansicht von der Schöpfung vom vollkommenen Menschen, später, wegen einer wahrscheinlicher Hybridationsünde mit einer niedereren Art, verdorben. In Anbetracht der Periode in welcher er lebte, wird er fälschlicherweise für einen Anhänger der Aufklärung verwechselt, anstatt von einem erleuchteten Menschen. Don Guido, am Ende von seinen Offenbarungen, denkt, dass auch Leclerc eine mystische Erfahrung, wie die seinige, gehabt hat, dass, aber, er nicht den Mut gehabt hat davon zu reden, um nicht sein wissenschaftliches Werk vereitelt zu sehen.

Ein Jahrhundert später, im Jahre 1859, veröffentlicht Darwin sei Werk “Der Ursprung der Geschlechter”, in welchen er behauptet, dass der Mensch vom Affen abstammt. Die Entrüstungen der christlichen Gremien ist gewaltig, weil das der Bibel widerspricht. 

Im Jahre 1860 wurde in Köln ein Treffen der Bischöfe, Konzil von Köln genannt, veranstaltet. Sieben Bischöfe kamen zusammen, um über dieses für den Glauben wichtigstes Thema zu beraten. Die Stellung der Bischöfe teilte sich. Einige verteidigen die Bibel in ihrer Unversehrtheit, denn sie vertreten, dass das Wort Gottes unfehlbar ist; andere, die Meisten, obwohl sie sie als Wort Gottes annehmen, denken, dass die Bibel kritisch gelesen werden muss, denn sie muss nicht unbedingt die Merkmale eines wissenschaftlichen oder geschichtlichen Buches besitzen, sondern, dass sie hauptsächlich die Beziehungen Gottes zu seinem Volk behandle.

Ein Jahrhundert später, im Jahre 1960, in Neimwegen (Holland), einige Theologen und Bischöfe versammeln sie sich, um wiederum zu klären und um eine gemeinsame Stellung zum selben Thema zu nehmen. Im Jahre 1967 wird ein Dokument veröffentlicht ‚Der holländische Katechismus’, fast einstimmig von den holländischen Bischöfen, in welchen die evolutionistische Hypothese angenommen wird. Diese Veröffentlichung stellt eine schwere Wunde in der katholischen Kirche dar.

Unterdessen hatte die Kirche, als Schlüssel für die Lektüre der Bibel, die literarischen Gattungen eingeführt und sie erklärte, dass viele Ereignisse, vor allem diejenige der ersten Kapitel der Genesis, keine wissenschaftliche oder geschichtliche Bedeutung besitzen, sondern, dass sie Inhalte und Begebenheiten wiedergeben, welche als ‚Mythen’, ‚Legenden’, ‚Sagen’, usw. aufgezählt werden können. Es werden, aber, einige für den Glauben unverzichtbare Prinzipien angegeben, wie:

a) die Schöpfung als Werk Gottes 

b) die Monogenesis des menschlichen Geschlechtes 

c) die Existenz der von Gott direkt geschaffen Seele und

d) die Anwesenheit von der Erbsünde, geheimnisvolle Sünde als Ungehorsam und Wiederstand Gott gegenüber, welche das ganze menschliche Geschlecht gefährdet hat.


Was geschah im wissenschaftlichen Gebiet? Darwin öffnet dem Evolutionsismus den Weg, der sich vor allem in Nord-Amerika sich verbreitet. Nach dieser Theorie bestimmt der Zufall die Änderungen der Genen und der Chromosomen, welche schrittweise die Merkmale der Geschlechter ändern, die geeigneteren Individuen begünstigen die natürliche Auswahl zu überstehen. Die Geschlechter sind nicht mehr genau begrenzt, sondern in beständiger Entwicklung.

Die Evolutionisten bildeten sich ein, die Lösung der Schöpfung gefunden zu haben und richteten ihre Aufmerksamkeit vor allem zu den archäologischen Funde des Menschen, die in der Tat ein Bild von der fortschreitenden Entwicklung wiedergaben, indem sie von den ancestralen Gestalten zu den immer mehr entwickelten Formen unserer Tage gelangten. Sie konnten, aber, nicht wissen, dass das evolutive Phänomen des Menschen ein Fall für sich darstellte: was sich ihren Augen darbot, war nicht eine Evolution, sondern eine langsame Wiedererlangung infolge von einem vorhergehenden Verfall, der wegen eines Problemes von der Hybridation des Geschlechtes zustande kam. Daher, dehnten sie irrtümlicherweise ihre Schlussfolgerungen auf die anderen Geschlechter aus und stellten eine künstliche Theorie auf.

 Es ist klar, dass, wenn ‚der Zufall’ und nicht der Herrgott gewesen wäre, der das Aufkommen von neuen Geschlechtern bestimmte, die Rolle vom Schöpfer-Gott überflüssig gewesen wäre. Daher führt die evolutionistische Theorie zum Atheismus und stellt die Wissenschaft gegen den Glauben.


Gegen die evolutionistischen Behauptungen erhob sich von den Kreationisten evangelischen Glaubens eine Mauer von Einsprüchen. In den Staaten von Nord-Amerika setzten sich Gruppen von Studenten von den Universitäten von Kanada und von den Vereinigten Staaten ein, um die wissenschaftliche Stichhaltigkeit des Evolutionismus zu widerlegen und, während sie die streng mathematischen Methoden und eine ernste Beobachtung von allen anderen Geschlechtern anwendeten, legten die Unstichhaftigkeit der evolutionistische Theorie dar. Ihnen gab endgültig die Erfindung vom DNA recht, welches, indem es ein besonderes Verteidigungssystem von den ursprünglichen Merkmale jedes Geschlechtes besitzt, beseitigt automatisch jede bedeutende Veränderung, die zufällig in das genetische Erbe eintreten könnte.

Die Kreationisten, aber, zeigten ihre Grenzen in der strengen literarischen Deutung der Bibel, weswegen die Früchte ihrer Arbeit durch die ebenso scharfen und gerechtfertigten Einwände, die ihnen gerichtet wurden, vereitelt wurden.

Leider hat sich die Massenkultur überall der evolutionistischen Theorie angepasst und zwar in dem Masse sich die Menschheit der verweltlichte Anschauung angeglichen hat Das bedeutet, dass der Evolutionismus eine von den grössten Täuschungen der modernen wissenschaftlichen Geschichte darstellt.


Während in Amerika die Wissenschaftler auf gegensätzlichen und unvereinbaren Standpunkten stritten, stellte sich in Europa eine Mittellinie heraus und setzte sich der so-genannte ‚evolutionistische Theismus’ durch. Diese Theorie, vornehmlich in katholischen Bereichen vertreten, versucht die Rolle von Gott als Schöpfer wiederherzustellen, wenn auch sie irgendwie die Evolution der Geschlechter anerkennt. Dieser gemässigter Weg teilt sich in verschiedenen Richtungen auf, welche ich nun kurz angebe.

a) Pierre Teillhard de Chardin (1881 – 1955) schlägt die,gesteuerte Evolution’ vor, rein theoretischer Ausdruck, weil sie nicht ins Konkrete hinabsteigt. Sie beruft sich wesentlich auf die evolutionistische These, wo Gott nur eine Leitungsfunktion ausübt, wie der Ausdruck selbst aussagt. Die Theorie fand in der Vergangenheit, vor allem in kirchlichen Gremien, grossen Anklang.

b) Eine zweite Theorie ist diejenige, die die Universität von Bologna angenommen hat. An der Fakultät von Anthropologie von dieser Universität lehrt Professor Fiorenzo Facchini, dass Gott seiner Schöpfung einen ‚Anfangsanstoss’, damit sie imstande sei sich unabhängig und selbstständig zu entwickeln und, als der Mensch eine angemessene Entwicklung erreicht hatte, verlieh ihm seinen Geist. Vom wissenschaftlichen und theologischen Standpunkt aus zeigt auch diese Theorie ihre Grenzen: die ständige Aufmerksamkeit Gottes und alle seine Schöpfungseingriffe werden durch einen Automatismus ersetzt, welcher die Natur spontan sich entwickeln lässt und wo Milieu und Auswahl eine eigenständige Rolle spielen. Der Eingriff Gottes auf die psychophisische Wirklichkeit des Menschen hört mit dem anfänglichen Schöpfungsakt auf. In der Tat schliesst man Gott von jedem nachfolgenden Eingriff aus. Was ist das nichts anderes als Kompromiss zwischen Theologie und Evolutionismus?

c) Der neue ‚Katechismus der katholischen Kirche’ (1992) schreibt, dass der Mensch, Mann und Frau, von Gott geschaffen worden ist und beruft sich ausdrücklich auf die Monogenesis. Er sagt, dass der Mensch nach Gleichnis und Ebenbild Gottes geschaffen worden ist, unterlässt, aber, zu sagen, dass der erste Mensch in seiner höchsten Vollkommenheit geschaffen worden ist. Die drei Voraussetzungen, Vollkommenheit, Gleichnis und Ebenbild Gottes sind nicht gleichbedeutend. Die Bakterien wurde vollkommen geschaffen, auch der Hase oder der Bär oder das Huhn wurden vollkommen geschaffen, doch nicht nach Gottes Gleichnis und Ebenbild. Der Mensch, hingegen, ist sowohl vollkommen, als auch nach Gleichnis und Ebenbild Gottes. Der Mensch von Neanderthal war weder vollkommen, noch nach Gottes Gleichnis und Ebenbild, während der heutige Mensch, obwohl er nicht vollkommen ist, hat zum Teil das Ebenbild Gottes wiedererlangt und, in den besten Fällen, auch sein Gleichnis. Der Katechismus sagt jedoch, dass er gut geschaffen worden ist, im Einklang mit seinem Schöpfer und mit der Natur. Bezüglich der Erbsünde sagt, dass es sich um eine Ungehorsamssünde und von einem Mangel an Vertrauen Gott gegenüber handelte, denn der Mensch bildete sich ein, wie Gott zu werden und, dass, nach dieser Sünde, die Eintracht mit Gott und mit seiner Schöpfung gebrochen wurde. Schliesslich behauptet er, dass diese Sünde durch die ‚Ausbreitung’ auf die ganze Menschheit übertragen wurde. Der Ausdruck “durch Ausbreitung” ist unklar, er schliesst an sich den genetischen Weg nicht aus. Man könnte sagen, dass der C.C.C. (Catechismo della Chiesa Cattolica) absichtlich keine endgültige Stellung zum Wesen dieses geheimnisvollen Falles nehmen will und, dass er für ein eventuelles Licht von oben die Türe offen lassen will und somit der Wissenschaft ermöglicht wird sich später darüber zu äussern. In der Tat, die Erklärungen, die der Katechismus gibt, in Anbetracht der dringenden Fragen, die der heutige Mensch bezüglich dieser Lebensprobleme, sind zwar richtig, doch ungenügend. Andererseits ist es verständlich, dass die Kirche sich nicht definitiv äussern konnte, da sie zur mosaischen Genesis stehen musste, die eindeutig antievolutionistisch ist, und da im Bereich der modernen Wissenschaft eine grosse Unsicherheit herrscht.

d) Eine weitere Stellung, die sich der keazionistischen nähert, ist diejenige der medizinischen Fakultät der Universität von Urbino. Hier, wenigstens, betreten wir ein wissenschaftliches Feld und und hier wird dem Herrgott die Rolle eines direkten Operators anerkannt, schliesslich hier steigt man in das Konkrete hinunter, indem man annimmt, dass Gott, während des Empängnisses, auf di Keimzellen des ersten und des zweiten Exemplars eines jeden Geschlechtes, einschliesslich jenes des Menschen, eingreift. Die Schau von dieser Schule, jedoch, bevorzugt die These von der Änderung von dem was bereits vorhanden ist. Diese Theorie nimmt eher die Merkmale der ‚Erneuerung’, anstatt jene der ‚Kreation’ an. Sein Urheber kommt der Realität am meisten nahe, doch er deutet allzu frei den schöpferischen Vorgang. Man begreift nicht warum die Rolle Gottes sich auf die ‚Abänderung’ von dem was bereits vorhanden ist beschränken muss, wenn für den Herrgott keine Schranken zur Schaffung von dem was er in die Tat umsetzen will bestehen. Es scheint, dass ein unbewusster Wille vorhanden sei nicht die Möglichkeit, dass durch die Schöpfung wirke, d.h. aus dem nichts zu schaffen, in Anbetracht zu ziehen. Vielleicht für einen Wissenschaftler wirkt dieser Ausdruck als Einfältigkeit.


Einzig mit dem Gedanken des Willens aus dem nichts zu schaffen, das ist was von der mosaischen Genesis dargelegt wird. Und das ist auch was immer der Herrgott getan hat, als er beschloss das Universum und dann das Leben auf die Beine zu stellen, beschloss. ‚Aus dem nichts alle Dinge erschaffen’, so wie der Katechismus von Pius dem X. sagte. Das ist der Geist von der ganzen Schöpfung der ersten Kapitel der mosaischen Genesis, sowie von jener von Don Guido geoffenbart.

Aus dem nichts erschaffen, das ist eine der Grundeigenschaften Gottes. Warum will man ihm Grenzen setzen? Ist das nicht eine Art von Protest, der unserem verbreiteten laizistischen Denken zuzuschreiben ist? Von ‚Veränderung’ oder von ’Schaffung’ zu reden, wenn das Schlussergebnis, dasselbe ist, das ist eine nicht so wichtige Einzelheit, eine unbedeutende und reine akademische Belanglosigkeit, doch es ist nicht so. Gott ändert nicht, er schafft!

Von der auf der ganzen Erde verbreiteten Kultur, haben wir einige Prinzipien der Chemie und der Physik erfahren, welche leise den Begriff der ‚Schaffung aus dem nichts’ untergraben haben. Die Aussage von Lavoisier die sagt: “nichts wird erschaffen und nichts wird zerstört”, oder diejenige von Einstein, nach welcher die “Kraft auf die Materie zurückführbar ist und umgekehrt, haben die öffentliche Meinung überzeugt, dass alles nur einer Umänderung untersteht. Niemandem kam es in den Sinn, dass all diese Dinge und alle Naturgesetze einzig sich auf das was bereits geschaffen worden ist, beziehen und, dass sie für die eigentliche Schöpfung nicht gelten, während Gott fort fährt neue Galaxien und neue Universe zu schaffen. Vor unserem Schöpfer ziehen wir das Kleid der Demut an!

Warum sind wir dann so überzeugt, dass Gott in der Schaffung und nicht in der Änderung der Chromosomen, die den Anfang des ersten Mannes und der ersten Frau darstellten, eingegriffene hat? Einfach in der Beobachtung von dem was der Herr Don Guido zu sehen gab und von dem was in der dritten Teil der grossen Offenbarung dargelegt sehen. Er zeigte ihm symbolisch, was die Empfängnis der ersten Frau betrifft, wie bei der Erschaffung ihrer ersten Zelle, von oben ein sehr kleiner und leuchtender Punkt (die in jenem Augenblick von Gott geschaffene Geschlechtsteil) herabstieg, um sich mit dem was schon vorhanden war zu vereinigen, d.h. die vom Manne zur Verfügung gestellte Geschlechtszelle. Gott hätte gleichzeitig auch für die Empfängnis der Frau beide Geschlechtszellen schaffen können, wie er für den Mann tat, doch das tat er nicht, weil der Mann Vater der Frau und hierarchisch der Stammvater vom ganzen menschlichen Geschlecht sein musste.

Diese Einzelheit, von sehr grosser theologischer und wissenschaftlicher Wichtigkeit, stellt klar, dass Gott eine schon vorhandene Geschlechtszelle, die einem Individuum eines vorhergehenden Geschlechtes nicht veränderte, sondern sie aus dem nichts schuf und sie in den richtigen Ort legte. Analog, können wir abschliessen, dass der Herr, um die erste Zelle des Mannes zu schaffen den gleichen Vorgang anwendete, nur, dass, anstatt nur eine Geschlechtszelle, deren zwei geschaffen hat. Und, immer analogisch vorgehend, können wir diese Art und Weise auf die Schaffung von jedwelchen Geschlecht anwenden, wo Gott zuerst den ersten Exemplar (mit der Schaffung von beiden Geschlechtszellen) schuf, dann den zweiten Exemplar (mit der Schaffung von einer einzigen Geschlechtszelle, denn die zweite, durch den ersten Exemplar, bereits vorhanden war), damit die ersten zwei Individuen des gewünschten Geschlechtes die Stammväter seien.



Der Evolutionismus und die Offenbarung


Abgesehen vom göttlichen Eingriff des Schöpfers, die von Don Guido erhaltene Offenbarung teilt die vom gewöhnlichen Leben vorgesehenen Teilstrecken mit, welche von den einfacheren ausgehend zu den vielschichtigeren und entwickelteren gelangen, so wie von den Evolutionisten angegeben werden, aber sie überschreitet die Grenzen, was die Art und Weise der Schöpfung der Geschlechter und die Bestimmung des Datums vom Auftreten des Menschen betrifft. In der Tat, behauptet diese Offenbarung, dass der Mensch, nicht nur im höchsten Grad der Vollkommenheit und nicht auf dem Weg der Evolution geschaffen worden ist, sondern, dass sein Erscheinen als Abschluss des Zeitalters der Schöpfung der grossen Säugetiere, d.h. in einem Zeitalter weit aus jenem geahnten vorhergehend. Die Hybridation des reinen Geschlechtes hat die Ergebnisse von den Untersuchungen bei den archäologischen Funde abgelenkt, welche nicht feststellten ob die Exemplare der absteigenden und auf dem Weg der Regression oder der ansteigenden und wiederaufbauender Phase angehörten. Dieser letzter Vorgang wurde von den Anthropologen als Evolution verwechselt.

Was, ausserdem, in dieser Offenbarung sich scharf gegen den Evolutionismus herausstellt, ist die Tatsache, dass das Erscheinen von den unendlichen neuen Geschlechtern, nicht im Zufall, sondern im Schöpfungswillen Gottes selbst zu suchen sind.

Seit einigen Jahren ist die wahre Wissenschaft auf dem Weg einer scharfen Kritik dem Fundamentalevolutionismus oder Neuevolutionismus gegenüber, und, durch die Mathematik und die Berechnung der Wahrscheinlichkeiten, und beschuldigt jene Prinzipien, die den Erfolg von jener Theorie darstellten und so viel Boden dem Glauben in einem Schöpfergott entzogen. 

Die Tatsache, dass in der Natur viele Geschlechter, die ähnlich sind, erscheinen, widerspricht diese Offenbarung zugunsten der evolutionistischen These nicht, denn Gott betätigte viele schöpferische Eingriffe. Wie, dann, wo viele Änderungen von vielen Geschlechtern, die dem Milieu zuzuschreiben sind, erklären? Die Anpassungen, die von der Umwelt abhängen, sind immer, und nur, im Bereich der Änderungen, die bei der Schaffung des selben Geschlechtes vorgesehenen sind, enthalten. Auf alle Fälle, nie vermögen diese Anpassungen ein Geschlecht in ein anderes zu verändern..Die Änderung bleibt immer innerhalb von den in den für jenes Geschlecht vorgesehenen Grenzen der Anpassung an die Umwelt.


Was, vielmehr, die Offenbarung klar stellt, ist, dass die Hybridation des Geschlechtes wegen der Erbsünde stattfand, oder besser, dieselbe Erbsünde darstellt. Das Problem der Hybridation kann einen Einspruch aufkommen lassen in diejenigen, die glauben alle Hybriden seien unfruchtbar, was in Wirklichkeit nicht für alle den Fall ist. Unter den Geschlechtern, die untereinander nahe stehen, kann vorkommen, dass ein Nachkommen auf die Welt kommt, der hybrid ist und der sehr oft einen hohen Grad von Unfruchtbarkeit aufweist, wie zum Beispiel beim Maultier, doch manchmal, zwar sehr selten, unfruchtbar ist, das Maultier einbeschlossen. In Falle vom menschlichen Geschlecht, ist der Chromosomensprung von der Anwesenheit des Ancesterweiben, das als ‚Brücke’ zwischen den beiden Geschlechtern diente, gestattet, das es, ausnahmsweise, von 47 Chromosomen versehen war. Weswegen, eine menschliche Nachkommenschaft, nicht nur möglich, sonder sogar Wirklichkeit wurde. Dann, im Laufe der Geschlechter, die Individuen mit 46 Chromosomen, setzten sich gegenüber diejenige mit 47 durch, weil von einer höheren Lebenserwartung gestattet.

In der Natur ist ein Sonderfall vorhanden, der als Beispiel von einer Bevölkerung von Individuen mit verschiedenen Chromosomenzahl angenommen werden könnte und der zeigt, dass diese Lage an sich nicht unmöglich ist. Es gibt heute immer noch eine Art von Lemuren, der ‚Lemur fulvus fulvus’, die eine gemischte Bevölkerung aufweist, wo, in vollkommener Unabhängigkeit Individuen, alle vital und fruchtbar, mit einer unterschiedlichen Chromosomenzahl leben und, was noch interessanter ist, sie sind unter sich fruchtbar: wie wahrscheinlich am Anfang des menschlichen Geschlechtes geschehen ist, wo die Gemeinschaft Individuen mit 46, 47 und 48 Chromosomen aufwiesen. Wenn Eva Kain, der als Vater ein Mann mit 46 Chromosomen war, den Anblick eines Ancesters übertragen hat, dann könnte sie den Söhnen von Kain auch andere rückläufige ancestrale Merkmale übertragen haben. Das Haar von Kain ist ein Beispiel dafür: Eva, obwohl sie nicht haarig war, gab Kain haarig wie die Grossmutter mutterseits auf die Welt. Auf gleicher Weise hätte Eva den Söhnen von Kain die eigene Chromosomenzahl (47) übertragen können, oder jene (48) von ihrer grau melierten alte Mutter. So, auch Kain, obwohl er 46 Chromosomen besass, konnte er seine eigene Chromosomenzahl (46), oder jene von seiner Mutter Eva (47), oder sogar jene von der Grossmutter (48). Daher, theoretisch, war eine gemischte Bevölkerung möglich. Und, während die Kreuzungen zwischen Individuen mit 46 und 48 Chromosomen unfruchtbar waren, wäre jene mit 46 und 47, oder jene mit 47 und 48 fruchtbar. Nach diesem Fall, im Laufe der Geschlechter, wegen des hohen Grades von Unbeständigkeit der 47 Chromosomen verminderten sich die Individuen und ragten die beiden Gruppen, jene mit 48 und jene mit 46 Chromosomen hervor und indem sich unterscheideten, trennten sich voneinander.



Überlegungen über die mosaische Genesis


Wie diese Offenbarung mit der mosaischen Genesis in Einklang bringen? In erster Linie müssen wir erwägen, dass der Herr mit Moses eine einfachere, der Kultur jener Zeit angepasste Ausdrucksweise hätte anwenden können. In zweiter Linie müssen wir einige geschichtliche Vorgänge des von Moses erhaltenen Wortes vor Augen halten.

Als Gott dem Moses die Anfänge des Universums und die Schaffung des Menschen offenbarte, besass das jüdische Volk keine eigene Schrift. Wir müssen bis zur Zeit kurz vor der Jahreszeit der Könige gelangen, d.h. um das Jahr 1000 v.Chr., um Spuren von der ersten, schriftlichen, hebräischen Urkunde, die die Geschichte von Deborah im Buche der Richter betrifft, zu finden. Das bedeutet, dass zwischen den beiden Ereignissen, die Offenbarung die Moses hatte und die Niederschrift zur Zeit vom König Salomon (950), Jahrhunderte vergingen, sei es man wolle Moses um das Jahr 1250 v. Chr. wie die Überlieferung will, oder ihn vielmehr um das Jahr 1700 v.Chr. wie die jüngsten Geschichtsschreiber es vorziehen, datieren will: es handelt sich in beiden Fällen um Zeitperioden, welche wegen des Umfanges der fünf Bücher des Pentateuchs jede mündliche Überlieferung auf die Probe stellt.

Wir müssen auch berücksichtigen, dass die alte hebräische Sprache eine sehr lebendige Sprache war, weil sie Sinnbilder, Wortspiele, idiomatische Ausdrücke, Symbole, kindliche Bilder anzuwenden bevorzugte, welche, aber, tiefere Begriffe verbargen. Die hebräische Ausdrucksweise war jene eines intelligenten Volkes, das mit den Ausdrücken zu spielen und der Eingebung Raum zu lassen wusste. Es ist, daher, begrenzend und irreführend ein Wort oder einen Satz biblisch deuten zu wollen, wenn deren Bedeutung allegorisch ist.

Dann wissen wir, dass jede Sprache, vor allem wenn diese an keine Schrift verankert ist, beständig in Entwicklung ist. Eine mündliche Überlieferung ist vielen kulturellen, geschichtlichen und umweltbedingten Einflüssen ausgesetzt, welche, im Laufe der Zeit, dem Ausdruck eine Färbung einprägen können, die vom ursprünglichen Inhalt abweicht. Es genügt das ein Wort mit einem genauen Inhalt langsam eine andere Färbung annimmt, dass es einem anderen Wort gleich wird, das im Grossen und Ganzen einen ähnlichen Inhalt hat. Worte wie ‚Weib’, ‚Frau’, oder ‚Gattin’ können im Laufe der Zeit unabsichtlich in uneigentlicher Weise verwendet worden sein und somit Verwirrung verursacht haben und schliesslich den Sinn des Textes verfälscht haben. Das ist was wahrscheinlich geschehen ist, noch bevor die Schrift da war, dass diese verschiedene, doch ähnliche Worte, als Synonym verwendet wurden und somit, zwei an sich verschiedene weibliche Wesenheiten, aufeinander gestellt wurden. Es ist wahrscheinlich dieser Tatsache aufzuerlegen, dass bei der Niederschrift des biblischen Textes, zu Zeiten der Könige, nicht wenige Unklarheiten verursachten, welche sich in den Jahrhunderten verewigten,

Da, aber, Gott über sein Wort wacht, können wir annehmen, dass er mit dieser Offenbarung in die rechte Bahn führen wollte, was seit den früheren Zeiten missverstanden wurde. Und wir können auch annehmen, dass, wenn Er nicht früher eingegriffen hat, das sei geschehen, weil Er auf die Wissenschaft warten wollte, damit diese fähig gewesen wäre, die Eigenarten seiner Schöpfung und die Folgen der Erbsünde, zu verstehen.


Es wird darauf hingewiesen, dass diese Offenbarung viel weniger als es scheint von der mosaischen Genesis als von der Christlichen Lehre entfernt ist, weil ihre Grundpfeiler, wie der direkter Eingriff Gottes in jeden Schöpfungsakt, die Vollkommenheit des ursprünglichen Menschen und sein überheblicher Ungehorsam, Ungehorsam der das Gleichgewicht der Schöpfung auf den Kopf gestellt hat, in vollkommener Weise verschont wurdenen. Jene, die beim ersten Blick unvereinbare Neukeiten scheinen, finden im Text ihre Erklärung. Es ist natürlich, dass, wenn ein Ding nicht verstanden wird, mit der Zeit vergessen und liegen gelassen wird. Ein Beispiel davon besitzen wir im Fehlen von einer Erklärung bezüglich des Unterschiedes zwischen den ‚Söhnen Gottes’ und den ‚Söhnen der Menschen’ (Gen. 6, 2-4). Das lässt uns denken, dass im zu uns gelangten mosaischen Text, weitere Lücken vorhanden sind, die nur manchmal ihre Spur hinterlassen haben, wie in diesem Fall.

Das ist der eigentliche Grund, warum wir einige Stellen von der Genesis nicht verstehen: von der wahren Offenbarung von Moses lesen wir nur was übrig geblieben ist. Das erklärt auch die Tatsache, dass eine andere Genesis von Moses, jene die von der koptischen Welt stammt und ebenfalls christlich ist, nicht wenige Stellen aufweist, die sei es von der gegenwärtigen hebräischen, von der katholischen als auch von derjenigen von Don Guido, abweichen.

Wenn einerseits die Bibel von der Schöpfung spricht, aber sie uns nicht berichtet ‚wie’ diese vor sich ging, und andererseits die moderne Wissenschaft noch nicht imstande ist zu erfassen ‚wie’ Gott erschaffen hat, so kommt diese Offenbarung gerade angemessen. Sie besitzt eine unermessene Wichtigkeit, sei es für die Vererbungslehre, als auch für die Theologie.



Die Eingriffe der Vergangenheit auf die Genesis von Moses


Da wir gesehen haben, dass bei der Anwendung für den Pentateuk (der die Bücher Genesis, Exodus, Leviticus, Numeri und Deuteronomium umfasst) von neuen verschiedenen Untersuchungsmasstäbe, welche die verschiedenen Ausdrücke, den verschiedenen Stil und das verschiedene Gefühl, wenn nicht überhaupt denselben Text berücksichtigen, kamen einige Verfasser zur fraglicher Schlussfolgerung, dass der Pentateuk das Werk von verschiedenen Autoren oder Schulen sei, welche, im Laufe der Zeit, mit ihren Schriften sich durchkreuzten. Nach diesen Schulen wären die wichtigsten Autoren wenigstens vier: der yawistische, der eloistische, der deuteronomische und der priesterliche Autor. Diese Bibelforscher, aber, ziehen nicht in Betracht, dass, wie die hebräische Lehre und die christliche Überlieferung sagt, der ganze Pentateuk Werk von Moses ist.

Da, aber, Stilunterschiede tatsächlich vorhanden sind, so kann man annehmen, dass die Änderungen später unternommen worden sind, um den Text von Moses den literarischen und kulturellen Erwartungen der späteren Jahrhunderten anzupassen.

Diese ‚Prüfer’ haben, sozusagen, wie Restauratoren gewirkt, indem, während sie den Originaltext beseitigten, hinterliessen sie, manchmal, Spuren von ihrem Eingriff. Das würde erklären warum in den ersten Kapiteln der Bibel die Schöpfung des Weltalls und die Sintflut zweimal erwähnt werden.

Wir haben gesehen, dass die früheste hebräische Schrifturkunde nur ein wenig mehr als ein Jahrhundert vor der Zeit der Könige zurückgeht und, dass die Geschichte von Deborah aus dem Buche der Richter betrifft. Hier können wir eine erste Vermutung aufstellen und behaupten, dass diese Urkunde den ersten Versuch darstellt, eine hebräische Schrift auf die Beine zu stellen.

Eine andere Annahme könnte die folgende sein: neben diesem Muster von uralten Schrift gab es noch der Originaltext vom ganzen Pentateuk, der verlorengegangen ist und alle andere vier so-genannte ‚Verfasser’, nichts anderes sind als die Frucht von späteren hie und da getätigte kräftige ‚Eingriffe’. Daher, den Vorschlag von Wellhausen (1), der von einer Stilunterscheidung redete, für gut zu halten, werden wir den Ausdruck ‚Autor’ mit ‚Eingriff’ ersetzen und wir werden sie einfach:

a) der yawistische ‚Eingriff’, der bis zu den Zeiten der Könige, um das Jahr 950 v. Chr. zurück geht, so genannt, weil den Ausdruck Jahwè (Yhaweh oder Jhwh), um den einzigen Gott zu zeigen, braucht.

b) der eloistische ‚Eingriff’, ein Jahrhundert später aufgekommen, der den Ausdruck Elohim, auf die Gottheit bezogen, einführt;

c) der deuteronomistische ‚Eingriff’, noch ein Jahrhundert später aufgetreten, so benannt, weil auf ihn sich der grösste Teil der Kapitel beziehen und, schliesslich

d) der priesterliche ‚Eingriff’, mit dem Buchstaben S oder mit dem Buchstaben P (der auf Deutsch Priesterkodex heisst), der während und nach der Verschleppung nach Babylonien, um das Jahr 550 v. Chr., im Umgang war.

Was das Gebiet unseres Studiums betrifft, d.h. die ersten sechs Kapitel der Genesis, begegnen wir nur:

a) den Autor vom yawistischen Eingriff, der einen freieren, lebendigeren und farbigeren Stil anwendet und welchem die Erzählungen der Erschaffung des Mannes und der Frau, der Erbsünde, des Brudermordes von Kain, der Unterscheidung zwischen den Söhnen Gottes und der Menschen, der Riesen, der Sintflut, des Turmes von Babel, usw. zugeschrieben werden und

b) den Autor des priesterlichen Eingriffes, zirka vier Jahrhunderte später als der yawistische Eingriff, welcher einen einförmigeren Stil besitzt, schematischerer ist, sich auf die Vernunft bezieht und einen gewissen Einfluss der babilonesischen Kultur durchblicken lässt. Ihm werden die Erschaffung des Weltalls und der Erde, die Genealogien und, etwas später, einen zweiten Bericht über die Sintflut, usw. zugeschrieben.

Und nun, siehe da, wo diese Überlegungen gelangen wollen. Wir haben erwähnt, wie die yawistische Schrift noch sehr elementar war. Sie bestand aus einsilbigen Zeichen, die der Wurzel der Wörter entsprachen, die gleichzeitig Substantive, Adjektive oder Verben sein konnten. Dieser Schrift mangelte es an Worten, Artikeln, Präpositionen, Interpunktion und an Abständen zwischen den Worten. Ein Satz konnte dann in mehreren Arten und Weisen gedeutet werden und sogar ein Dutzend von Bedeutungen aufweisen. Er musste wie ‚ein Rebus’ entziffert werden. Daher, zur Zeit der yawistischen Schrift, musste die Lektüre und die Deutung von der mündlichen Überlieferung unterstützt werden, welche den Text integrierte und etwaige Schwierigkeiten beseitigte. Diese Aufgabe war dem Stamm der Priester und den Schriftgelehrten anvertraut. Nur später wurde die Schrift reicher und flexibel, d.h. eine Schrift in welcher einem jeden Zeichen auch einen Ton entsprach.


(1)Julius Wellhausen, 1844 – 1918, verfasste die Paralipomena: Die Geschichte Israels, 1883. Er legte Hand an die Ermittlung der ‚quellen’ der Heiligen Schrift. 



Eine mündliche Überlieferung, aber, die auf der Deutung der so unbestimmten Texte der Heiligen Schrift spezialisiert war, versteht sich, ist eine Wissenschaft, die sehr schwach werden kann: es genügt eine Ungereimtheit, dass sofort alles durcheinander kommt. Somit ein Deutungsfehler, bestätigt von einer nicht eindeutigen Aussprache, kann einen Haufen Fehler verursachen. Das ist was wahrscheinlich geschehen ist. Denn, in der Tat, liegt der Kern von dieser neuen Offenbarung in der Richtigstellung und im Auseinanderhalten von diesen drei Ausdrücken (Frau, Weib, Gattin). Das Auseinanderhalten von der Rolle von den verschiedenen weiblichen Wesenheiten des yawistischen Textes, hat den Zweck jede Zweideutigkeit zu beseitigen, denn diese Zweideutigkeit hat bis zu unseren Tagen verhindert eine realistischere Schau des Problems des Ursprunges des Menschen zu gewinnen.

Wir wissen auch, dass all diese Schriften, yawistische, eloistische, deuteronimistische und priesterliche, wovon der Pentateuk besteht, um das Jahr 430 v. Chr. zu einem einzigen Buch vereinigt wurden und, dass erst im fünften Jahrhundert nach Christus verarbeitet und in die heutige hebräische Schrift mit dem Zusatz von den Vokalen abgeschrieben wurden. Dieser Text wurde masoretischer Text genannt. Das Ergebnis von dieser ungeheuren Arbeit ist der Text, der heutzutage in den theologischen Schulen gelesen und studiert wird.

Daher, ist die Genesis von Moses, die wir in den Händen haben, das Ergebnis von unzähligen Eingriffen, die während der Jahrtausende stattfanden und die von ihren Einfluss die Zeichen hinterlassen haben.



Den dritten Kapitel der Genesis muss am Licht von den neuen Erkenntnissen durchgesehen werden


Vor meinen Bedenken, wie die neue Offenbarung mit der Lektüre vom biblischen Text in Einklang zu bringen sei, erklärte mir Don Guido:

- Den ganzen mosaischen Text des dritten Kapitels der Genesis muss man, wie die geheime Offenbarung, als einen dunklen Text anschauen, weil in symbolischer Form geschrieben worden ist und die Wahrheit hinter diesen vielen Bildern verborgen ist. Ohne Zweifel fiel diese Dunkelheit unter den Plan Gottes, der das Verständnis von diesen Dingen späteren Zeiten vorenthalten hatte, in welchen die Menschheit imstande gewesen wäre den genetischen Verlauf und die moralischen Konsequenzen zu erfassen. Es war, also, Gottes Wille wenn nur heutzutage der Welt den Schlüssel gegeben wurde, damit durch diese Offenbarung das Geheimnis entschlüsselt worden wäre.

Was von der überlieferten Deutung beim dritten Kapitel der Genesis geändert werden muss, ist der Begriff von Eva. Eva, diejenige die die Bibel ‚die Mutter von allen Lebenden’ nennt, sie ist ‚der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen’, sie ist das Objekt des Verbotes des Herrn, Wildbaum, die gefährliche Brücke zwischen den beiden Geschlechtern, weil sie imstande war, mit seinen 47 Chromosomen, sei es von den Ancestern als auch vom Menschen zu zeugen.

Aus diesem ‚Wildbaum’ durch das Wollen Gottes, zeugte ‚im Guten’ der Mensch die Frau und, gegen den Willen Gottes, ‚im Bösen’ Kain. Gott, da er die Freiheit, die er dem Menschen geschenkt hatte, achten wollte, enthielt sich in dieser Angelegenheit mit seinem schöpferischen Werk einzugreifen. –


Sehr viel ist geschrieben worden, um zu versuchen das Geheimnis von den Versen vom Kapitel drei des mosaischen Textes zu erklären und, zum Glück, die wörtliche Deutung der Schlange, des Baumes und der Frucht, ist schon seit langer Zeit verlassen worden.

a) Für einige Wissenschaftler bestand die Erbsünde  in einem Sich Entziehen von Seiten des Menschen oder der ersten menschlichen Gemeinschaft (die, wie sie sagen, in Entwicklung war) vom Vollzug der Naturgesetzen, die bei den Tieren die Zeiten und Jahreszeiten der Fruchtbarkeit bestimmen. Diese gestohlene Freiheit, von ihren Nachkommen ewiglich wiederholt, nach ihnen, führte zur Verlust der Glückseligkeit. Sie erwägen nicht, dass Gott den Menschen anders als die Tiere hätte erschaffen können. 

b) Für viele, hingegen, besteht die Erbsünde  nur in einer Sünde in den Gedanken, vom Stolz, von der Überheblichkeit und vom Ungehorsam des Menschen verursacht. Nach ihnen bestand die Sünde in einem sich Einmischen im Gebiet des Wissens, das dem Menschen nicht zustand.


Diese Art und Weise den biblischen Text zu deuten scheint ziemlich vereinfacht und irreführend, denn sie gibt ein Bild von Gott, der auf die eigenen Geheimnissen eifersüchtig ist und der das menschliche Geschöpf in seiner rechtmässigen Suche der Wahrheit abtötet. Vor dieser Deutung ausgehend, steigt der Zweifel auf, ob der Mensch, in seiner Suche der Wahrheit, einmal glücklich sein könnte. Es würde sich ergeben, dass Gott fern, unbegreiflich, rachsüchtig und ein Tyrann ist. Dieser wäre ein unvollkommener Gott, vor welchem sich hüten sollte, ein Gott, der eher einen menschlichen Antlitz besitzt, anstatt das Bild von einem barmherzigen Gott zu zeigen. Das wäre kein Gott mehr. 

c) Andere nehmen den Ausdruck ‚Baum der Erkenntnis vom Guten und Bösen’, als einen Wunsch des Menschen sich einen eigenen Begriff vom Guten und Bösen zu bilden. Diese anmassende Einstellung wäre die eigentliche Erbsünde  gewesen, eine Sünde die von Anfang an immer im menschlichen Gemüt anwesend gewesen wäre. Sich aneignen zu wollen von diesem Unterschied, welche nur dem Herrgott zusteht, sagen sie, gerade in dem besteht die eigentliche Sünde des Stolzes und des Ungehorsams. Aus diesem Ungehorsam, der in Wirklichkeit Überheblichkeit bedeutet, entspringt die Anmassung eine ‚objektive Sittlichkeit’ zu leugnen. Von hier bis zu einer ‚relativen Sittlichkeit, schon von Voltaire vertreten, ist der Schritt kurz. Diese Anmassung, die der Herrgott nicht verträgt, weil sie eine Sittlichkeit die gegen den Menschen gerichtet ist, wäre, nach diesen Denkern, der Kern der Erbsünde . In der Tat, diese letzte Deutung, im Lichte von dieser Offenbarung, kommt der Wahrheit am Nächsten, weil die Selbstrechtfertigung von den eigenen Übertretungen den Geboten Gottes gegenüber unvermeidlich zum Stolz und zur Überheblichkeit im sittlichen Feld führen. Diese Bibelgelehrten haben den Verdienst begriffen zu haben, dass der Mensch das Glück nicht finden kann, wenn er willkürlich sich vom Gesetz Gottes entfernt. Und es ist nicht genug. Nun wissen wir, dass die sittliche Seite nur ein Gesichtspunkt von der Erbsünde  darstellt, welche, hingegen, sich auch in einem konkreten Akt vollzogen hat.

d) Nur eine kleine Minderheit von Gelehrten erwog die Tatsache, dass diese Sünde auch die physische und psychische Unversehrtheit des Menschen gefährdet haben. Die archäologischen Funde, die die Evolution betreffen und die, wie wir wissen, in einer Regression und in einer Wiederherstellung bestand, haben den theologischen Gedanken irregeführt und sie haben uns vergessen lassen, dass die Bibel uns lehrte, dass der Mensch in der höchsten Vollkommenheit erschaffen worden ist: es war ein ‚sehr’ gutes Ding. Diese Behauptung der Bibel wurde nicht ernst genommen, weil es schien sich mit der Unvollkommenheit des heutigen Menschen nicht vereinbaren zu können und viel weniger mit jener vom vorhistorischen Menschen. Das Problem schien unlösbar und man fürchtete der Genesis die Glaubwürdigkeit und die Voraussetzung des ‚Wortes Gottes’ wegzunehmen. Nur eine neue Offenbarung konnte uns den Schlüssel für die Lektüre dieses dunklen Textes geben. 



Die Erbschaft von Kain


Kain ist der Schlüssel der Lektüre nicht nur der Genesis, sondern auch für die ganze Bibel. Kain ist unser Vater, denken wir daran, weil auch der reinrassiger genealogischer Stamm von Set wurde schliesslich von den hybriden Nachkommen von Kain einverleibt. Daher, alles was Kain betrifft, betrifft auch uns.

Don Guido fragt sich, warum Kain so verdorben sei da sein Vater vollkommen und die Ancester gute Wesen sind, sogar treuer und sanftmütiger als der Hund.

Ohne Zweifel, das hängt von der genetischen Entstellung ab. Dazu kommt noch die Intelligenz, welche nachdem sie schon vermindert ist, untersteht den Trieben, die nicht mehr von den weisen vom Schöpfer gegebenen Gesetzen geleitet wird.

Dieses verdorbene Blut, Träger von negativen, unvollendeten und verkommene Eigenschaften, “WIRD FüR DEN MENSCHEN DEN DäMON DARSTELLEN” (§ 132). Von den Affen ererbte er abweichende homosexuelle Instinkte. Einige Wissenschaftler, die die Benehmungsweisen der Tiere studieren bestätigen, dass der Analverkehr einigen Arten von Affen eigen ist, welche mit dieser Benehmungsweise ihre Überlegenheit auf andere Individuen der Gruppe zeigen wollen.

Die Wölfe und andere Tiere hingegen, wenn sie besiegt wurden, entfernen sich vom Rudel, werfen sich am Rücken auf den Boden den unbeschützten Hals dem Sieger zeigend, welcher, oft, zufrieden über die Anerkennung des Sieges, den Kampf verlässt. Gewiss wollte Kain, wegen seinem grossen Minderwertigkeitsgefühl, seine physische Überlegenheit auf das Brüderchen zeigen, neben seiner Wut über die während des Streites beim ‚Letzten Abendmahl von Abel’ erhaltene Schmach, und neben dem Neid und der Eifersucht, weil der Vater Adam seine Vorliebe gegen den rechtmässigen Sohn zeigte.

Aus einer Rechnung von einem Studium in den Vereinigten Staaten geht hervor, dass 10% der Weltbevölkerung von ‚homosexuellen Neigungen’ belastet ist. Nach dieser Offenbarung verstehen wir, dass diese psychosomatische Verirrung eine von den vielen erblichen Belastungen, die, wegen der Erbsünde , vom Tier der stammen.

Was die Medizin für dieses Problem tun könnte ist schwierig zu sagen. Sicher wird die Erziehung und die Erlösung durch die Sakramente, vor allem durch die Eucharistie, nachdem wir gesehen haben, dass Christus, nicht für die Gesunden, sondern für die Kranken gekommen ist, erreichen.

Was am meisten heutzutage beeindruckt, ist nicht so sehr die Weite dieses Zustandes, der immer vorhanden gewesen ist, festzustellen, als vielmehr die Genehmigung mit welcher ihn angenommen wird, denn es handelt sich doch immer um eine Verirrung. Diese Art und Weise zu denken legt eine Denkweise an den Tag, die den ‚Söhnen der Menschen’, und nicht den ‚angenommenen Söhnen Gottes’ zu eigen ist. Leider, Ende der neunziger Jahre, endeten diese Verirrungen, von einigen Staaten, als einer Gesichtspunkt der persönlichen Freiheit angeschaut zu werden und als Rechtsobjekt geregelt und der Normalität gleichgestellt zu werden.

Das Problem der Pädophile ist eine Anomalie über eine Anomalie, welche die Sünde von Kain wiederholt.

Nicht umsonst sagt die christliche Lehre, dass die ‚Sünden gegen die Natur’ unter den ‚Sünden, die gegen den Himmel schreien” zu rechnen sind (2).

Gott untersagte Adam Kain zu beseitigen, obwohl mit seinem Tod jedes Problem für die zukünftige Hybridation der reinen Söhne Gottes nicht bestanden wäre, denn nur Gott kann über das Leben des Menschen verfügen. Kain war ein Mensch. Es stand Adam nicht zu Gerechtigkeit zu schaffen.

In der Tat musste und muss jede individuelle und gemeinschaftliche Heilung, daher auch jene der Überheblichkeit Adams, durch das Leid, durch die Trennung von Gott durchgehen, um zum Bewusstsein von dem was Böse ist zu gelangen. Mit dem Überleben von Kain trugen Adam, die Adamiten und schliesslich die ‚Söhnen der Menschen’ die Folgen von jener Sünde, damit die Menschheit, und in erster Linie Adam, begreifen würde, dass ausserhalb des Willens Gottes, kein Glück geben kann.

Wenn Gott so viel Leid für die Menschheit ‚wegen der Schuld von einem einzigen Menschen’ (Rm. 5,12) zugelassen hat, müssen wir folgern, dass an erster Stelle dem Herrgott am Herzen die Rückkehr des verlorenen Sohnes liege.



Nach seinem Abbild und Ähnlichkeit


Der Vers drei vom Kapitel sechs der Genesis sagt: “Mein Geist soll nicht für immer im Menschen bleiben, weil er auch Fleisch ist…” Dieser Vers sagt und, dass der von Gott geschaffene Mensch den Geist Gottes besass und, dass er, nachträglich, wegen der Hybridation, er und seine rechtmässige Nachkommen ‚ihn verloren haben’.

In der Tat, die Kinder der Hybridkreuzungen, nicht von Gott gewollt, denn ‚im Bösen oder im Hinblick auf das Böse’ gezeugt, erhielten nicht mehr den Hauch des göttlichen Lebens, d.h. den Geist, weil unfähig Tempel des Heiligen Geistes zu sein.




(2) Katechismus der katholischen Kirche, Nr. 1867




Wir haben gesehen, dass, aus der Kreuzung von zwei Geschlechtern, jenes von den reinen Söhnen Gottes und jenes von den Ancestern, ‚die Hybriden’ zur Welt kamen, die Söhne der Menschen, jene schrecklichen und riesigen Wesen, wovon die Genesis (6,4) spricht. Diese Menschen, natürliche und unrechtmässige Söhne des ersten Menschen, die in ihrem Blut die Instinkte der tierischen Welt aufgenommen hatten, hatten das ‚Abbild Gottes’ verloren, nicht nur in ihrem äusserlichen Aussehen, sondern, was viel schrecklicher ist, in ihrem inneren Aussehen: Sie waren von sich aus gewaltsam, psychisch verstellt und manchmal sexuell abgekommen. Dieser ist der Grund, warum Gott, in ihnen sein Abbild nicht findend, seinen Geist zurückzog. Es handelte sich nicht um eine Bestrafung von Seiten Gottes, weil das arme Individuum, genetisch belastet, von seiner Lage nicht schuldig, sondern eher Opfer war Es handelt sich vielmehr um eine Unzulänglichkeit des hybriden Menschen den Geist Gottes zu empfangen und zu tragen. Der Hl Paulus sagt richtig, dass, dort wo die tierischen Triebe Fuss fassen, dort kann der Geist nicht gedeihen. Und obwohl die Unfähigkeit nicht schuldhaft ist, ist sie doch immer ein gegebener Zustand.: sie bleibt eine unvermeidliche Folge der Erbsünde . Das ist was den unrechtmässigen Nachkommen Adams zugestossen ist.

Wenn für den Menschen ’das Abbild Gottes’ in der Fähigkeit zu verstehen und zu wollen mit allen seinen natürlichen Neigungen besteht, so besteht die Aenlichkeit Gottes im Geist den Gott über ihn giesst. Wenn der Behälter, d.h. ‚das Abbild’ auslaufen lässt, so verschwindet ‚die Aenlichkeit mit Gott’.



Der geistige Tod und die Wiederherstellung


Was ist, aber, dieser Geist den Gott zurückzog? Sicher nicht der biologische Lebensatem, denn die Hybriden, auch ohne den Geist, blieben physisch am Leben. Auch nicht die Intelligenz. Wenn Geist, dasselbe bedeuten würde als Intelligenz, dann müssten wir annehmen, dass der Mensch, indem er sich wiederherstellt, gleichzeitig und selbstverständig auch den Geist Gottes wieder erhält. Wir wissen, aber, dass es sich nicht so verhält, weil der Mensch einen förmlichen Adoptionsakt braucht, d.h. er braucht die Taufe, um wieder den Geist zu empfangen und um wieder als Sohn in die grosse Familie Gottes aufgenommen zu werden.

Der Geist, also, überschreitet die Grenzen der intellektiven Fähigkeit. Man könnte ihn die Seele der Seele nennen, wo Seele, oder Psyche, auch unsterblich ist wie der Geist, aber es ist der Geist, der die wahre und übernatürliche Wesenheit des adoptiven Sohnes Gottes wird. Es handelt sich um ein wahres und eigentliches göttliches Lebens, ein Lebenskeimling vom selben Leben Gottes. Ein Ding, das der Mensch Mühe hat in seiner Grossartigkeit zu verstehen.

Wenn Gott seinen Geist zurückgezogen hat, der in Wesen, die eher den Tieren als den Menschen gliechen, nicht wohnen konnte (Gen. 6,3), dann besass der Mensch das Lebens des Geistes nicht und war, also, ‚geistig’ tot. Den Titel als Gottessohn verloren, befand sich der hybride Mensch als einfaches Geschöpf Gottes herabgesetzt. 

Hier schiebt sich der neue Bund ein, wo der Mensch, enterbt und geistig tot, sich richtet den Geist, den Gott ihm als Gegenleistung für seine Annahme schenkt, in Empfang zu nehmen. Mit dem neuen Bund führt Gott den Menschen zur Auferstehung und er gibt ihm das Leben des Geistes wieder. Das ist eine wahre und eigentliche Wiedergeburt des Geistes, wo Gott dem neuen Adoptivsohn sein eigenes geistiges Leben gibt. Wenn einerseits Gott den Sinn und den Körper des Menschen, der von den Folgen der Erbsünde belastet ist, mit unendlichen kleinen schöpferischen Heilungsakte wieder erschafft, andererseits erschafft ihn geistig wieder, indem er ihn vom natürlichen zum übernatürlichen Bereich hindurch gehen lässt. Das ist eine Aufgabe, die der Herr den Aposteln übertragen hat,:die Toten zu erwecken, im geistigen Sinn verstanden, natürlich.

Im Brief an die Römer sagt der Hl. Paulus (Rm. 5, 12-19): “Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde den Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen… Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen (Jesus Christurs) die vielen zu Gerechten gemacht werden (d.h. neu gemacht in ihrer dreifachen Zusammensetzung wie im Anfang der Menschheit, als die Menschheit als Leib, Seele und Geist bestand).”

 Daher im von der Erbsünde befleckten Individuum, kommt der ‚Tod’ vor und nicht nach dem ‚Leben’ des Geistes. Das will nicht heissen, dass derjenige der das Leben des Geistes angenommen hat, es nachher nicht mehr verlieren könnte, somit zur Erkenntnis des zweiten Todes des Geistes gelangend. Das ist was in vielen Fällen die Bibel meint, wenn sie im Allgemeinen von ‚Tod’ oder von der ‚Welt der Dunkelheit’ redet, denn, wir wiederholen es, der hybride Mensch kommt ohne das Licht des Geistes auf die Welt. In der biblischen Sprache, also, wenn man vom ‚Tode’ spricht, sehr oft meint man nicht die Trennung der Seele vom Körper wegen des physischen Sterbens des Menschen, wohl aber die Trennung der Seele von ihrem geistigen Bestandteil, wodurch jede Verwandschaftverbindung mit Gott unterbrochen wird.



Die Söhne Gottes


Im Briefe an die Römer schreibt der Hl. Paulus noch: “Denn die ganze Schöpfung (die hybride Menschheit) wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den (Adam), der sie unterworfen hat: aber zugleich gab er ihr Hoffnung. Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes” (Rm. 8, 19-21).

Die Don Guido erteilte Offenbarung, gerade sie ist die so lange erwartete und vom Hl. Paulus angekündigte Offenbarung an die Söhne Gottes. Die Ungeduld gegenüber diese Kenntnis entspringt aus dem Wunsch des Menschen von der Versklavung der Verderbnis (die erbliche Belastung und der Entzug des Geistes) befreit zu werden, um in die Freiheit der Kinder Gottes einzutreten. Die Kenntnis von dieser Offenbarung fördert den Willen befreit zu werden.

Schon im sechsten Kapitel unterscheidet die Genesis zwischen den Söhnen Gottes und den Söhnen der Menschen, doch sie erklärt nicht woran der Unterschied bestehet. Mit der Lesung dieses Textes hingegen, erkannten wir, dass die ‚Söhne Gottes’ die rechtmässigen Nachkommen des reinen Zweiges von Adam und von der Frau, die mit Abel, Set, Enos… anfingen, gemeint sind, während die ‚Söhne der Menschen’ die Nachkommen von Adam und Eva, durch Kain, zu verstehen sind, d.h. der genetisch verkommene und geistig toter Zweig. Wir erfuhren auch, dass im Laufe der Geschlechter der reine Zweig der Söhne Gottes ausgestorben ist, weil vom Hybriden Zweig von Kain einverleibt wurde; schliesslich erfuhren wir, dass wir alle der Versklavung des Verderbnissen unterstehen.


Schauen wir die Söhne Gottes etwas näher an.

Die reinen und rechtmässigen Söhne Gottes, in ihrer Vollkommenheit, bestanden aus Leib, Seele und Geist. Das Alpha, Gott der Schöpfer, und das Omega, der reine Mann und die reine Frau, die an den gegensätzlichen Extremen der Schöpfung gestellt wurden (§ 68), zusammen mit allen Nachkommen des reinen und rechtmässigen Zweiges von Adam, sind unter sich innerlich verbunden, denn sie nehmen am gleichen Leben des Geistes Gottes teil. Wir könnten sagen, dass der Vater sein ‚geistiges DNA’ in seine rechtmässige Söhne verlegt hat, sein Leben selbst. Und wenn der Geist, der im vollkommenen Menschen vorhanden war und den der hybride Mensch verloren hat‚ ein Teilchen desselben Lebens Gottes’ war, es folgt, dass der ursprüngliche Mensch Gott am Aenlichsten stand, als jedes anderes Geschöpf, der jetzige Mensch einbeschlossen.

Wenn mit der Hybridationsünde der Mensch seine Verwandtschaft mit Gott verloren hat, mit der Erlösung, den Geist Gottes zurückerobernd, wird der erlöste Mensch wieder dreifaltig. Davon waren der Hl. Johannes und der Hl. Paulus fest überzeugt.

In den ersten Jahrhunderten des Christentums beeinflusste die griechisch-römische Kultur, die eine dualistische Schau des Menschen besass, die Lehre der Kirche, welche den erlösten Menschen als eine Synthese zwischen Leib und Seele hinstellte, während der ‚Seele’ jene Bedeutung zuschrieb, die wir richtigerweise dem Geist hätten anerkennen müssen. Daher die Verwirrung zwischen Seele und Geist. Allerdings hat sich in den letzten Jahren ein neues Bewusstsein bezüglich das was den Menschen betrifft breit gemacht und man strebt im Gebet die Terminologie der Ursprünge des Christentums zurückzugewinnen. 



Die Barmherzigkeit Gottes


Da nun wir erkannt haben woran die Erbsünde  bestand und da wir wissen welche die Folgen von dieser ‚Sünde’ waren, so können wir die Arbeit des Wiederaufbaues, die Gott beim Menschen vollzogen hat in allen ihren Bereichen, sei es psychophysisch als geistig verstehen. Denn: “GOTT, ALS DER MENSCH DER MACHT DES TODES VERFIEL, HAT ER IHN DENNOCH NICHT VERLASSEN, SONDERN VOLL ERBARMEN ALLEN GEHOLFEN IHN ZU SUCHEN UND ZU FINDEN” (249). Wie gross ist die Barmherzigkeit Gottes! 

Wenn man von Barmherzigkeit spricht, so wird man oft falsch verstanden, denn bei der gewöhnlicher Art und Weise zu reden hat der Ausdruck eine Bedeutung von Zugeständnis und Nachsicht gegenüber den menschlichen Schwächen angenommen.

Barmherzigkeit bedeutet‚ sein eigenes Herz dem Elenden schenken’. Da, aber, das Herz Gottes, der reiner Geist ist, ‚Geist’ ist, so besteht die Barmherzigkeit Gottes im Geschenk seines Geistes an den enterbten und armseligen Menschen.

Gott hat immer seine Geschöpfe, die schuldlos in einem Abgrund eingeschlossen waren, geliebt. Einerseits hat er durch Jahrtausende die Menschheit durch natürlichen und künstlichen Auslesen, mit ausserordentlichen Eingriffen wie die Sintflut, mit ‚unzähligen Akten von Schöpfung von Keimzellen wovon wir einige Beispiele von wunderbaren Geburten aus älteren und unfruchtbaren Müttern in der Bibel haben, mit schöpferischen Akten, die fortwährend den allgemeinen genetischen Verschmutzungstand der Menschheit niedersinken liessen; andererseits hat er mit unendlicher Barmherzigkeit gesorgt, durch Jesus Christus in den Seelen das Licht des Geistes wieder anzuzünden.

Zusammenfassend könnte man mit mehr Genauigkeit sagen, dass bei der Erlösung eine vereinte Handlung Gottes vorhanden ist:

1) Sowohl in der Heilung des Körpers und der Psyche von den Erbanlagen, die von der Hybridation stammen (das was der Hl. Paulus die Auferstehung unseres Körpers’ oder ‚die Erlösung unseres Leibes’ heisst – Rm. 8,23), stufenweise im Menschen das Abbild Gottes wieder aufbauend, um die Menschheit wieder fähig zu machen, den Geist aufzunehmen;

2) Als auch im wieder das Licht, das verloren ging, anzuzünden, mit einer von einem göttlichen Funken. Während Gott, durch einen Zeugungsakt auf die Verdienste Christi hin, dem Menschen seinen Geist schenkt, gibt er dem Menschen auch ‚seine Aenlichkeit’ wieder.



 “Gott straft nicht: entweder fördert er oder er fördert nicht”


Gott will in und den neuen Menschen wiederaufbauen, doch oft findet er in unserer kleinen Bereitschaft zur Änderung ein Hindernis. Wir sind noch zu viel bedingt und abhängig von den Naturgesetzen, die den Starken und den Fähigeren belohnen. Für die tierische Welt gelten sie als gerechte Gesetze, denn sie sind da um das echologische Gleichgewicht und das überleben des Geschlechtes zu gewährleisten, doch für diejenige die Kinder Gottes zu werden anstreben, sind sie unangemessen: sie sind dem übernatürlichen Reich des Geistes fremd, weil sie einem niedrigeren Welt angehören. Die Gesetze des übernatürlichen Reiches sind gerade das Gegenteil. Der Instinkt der Machtmissbrauch muss durch die Sanftmut und die Rücksicht ersetzt werden; die zügellose Habgier mit der Selbstlosigkeit und mit der Grosszügigkeit; die sexuellen Verirrungen mit einer gesunden sexuellen Ethik; die Rachsucht mit der Verzeihung; der Hass und die Ichsucht mit der Liebe und der Demut, usw. Es handelt sich um einen mutigen Sprung, der grossen Mut verlangt, der seinerseits vom Wunsch getragen werden muss, sich von der irdischen Gesinnung zu trennen, welche, aber, im allgemeinen freizügigen Sinn ihre Unterstützung findet.

Was geschieht aber dem Menschen, der wegen seiner Unfähigkeit nicht weiss oder jenen ‚Natursprung’, der ihm erlaubt am Reiche Gottes teilzunehmen, nicht tun will? ‚Er verbleibt’ im unteren Reich: ‚Er verbleibt’ einfaches Geschöpf unter den niederen Geschöpfen und, als solches, von der Gemeinschaft mit dem Geiste Gottes ausgeschlossen. Im Einklang mit den Hl. Johannes sagte Don Guido: “Qui non diligit (Deum) ‚manet’ in morte”, d.h. “wer nicht zu Gott steht, ‚verbleibt’ im geistigen Tod.” Denn: “Gott straft nicht: Gott, entweder fördert er oder er fördert nicht - sagte Don Guido. - Was wir fürchten müssen ist die ‚nicht Beförderung’.” Das ist schon eine Hölle: Auf ewig ‚niedrig unter den Niedrigsten’, Geschöpf unter den Geschöpfen.



Die Trennung


Der grosse Traum Gottes und sein Plan über uns ist die Erreichung, in der grössten Freiheit für den Menschen, von einer Übereinstimmung von Gefühlen und Denken. Wir alle träumen von der Liebe. Der erste Mensch, den Gott wollte, dass er hätte daran teilnehmen sollen, war Adam. Adam, aber, wollte seine Freiheit. Er fürchtete, dass die Forderung Gottes, von der Gabe des Lebens keinen unrechtmässigen Gebrauch zu machen, eine Einschränkung seiner Selbständigkeit bedeuten würde. Wie stark sind wir in diesem, unserem Vorgänger ähnlich. So missbrauchte Adam seinen freien Willen, mit den Folgen die wir kennen.

Dieser Fehler wäre nicht unverbesserlich gewesen, hätte er seinen Fehler eingesehen. Sicherlich hätte Gott alles wieder hergestellt. Doch, es scheint, dass der Stolz ihn blind machte und vor den Folgen, schieb er Gott jede Verantwortung in die Schuhe. Er zeigte sich sogar beleidigt. Wie oft haben auch wir mit derselben Einstellung zu tun! Wenn der Mensch der sich irrt den Mut seinen eigenen Irrtum anzuerkennen, dann wäre er schon geeilt und befreit von der Schuld. Stattdessen streben wir alle uns zu rechtfertigen, als ob diese imstande wären das Problem zu lösen. Im Gegenteil: es besteht die Gefahr, dass der Irrtum wieder begangen wird.

Es bleibt bestehen, dass Gott uns die Freiheit zu irren belässt und er wartet geduldig, dass wir einsehen gefehlt zu haben. Er eilt nicht. Er ist ein guter Erzieher und will, dass wir wachsen und zur Reife gelangen. Die Folgen von unseren Fehlern festzustellen, die wir als Strafen ansehen, ist die erzieherischere Methode, um uns zur Erkenntnis zu führen. Je leidvoller die Folgen sind, desto erzieherischer sind sie.

Im Allgemeinen, dem Aufstand folgt das sich Abfinden, dann die Selbstkritik. Und mit der Selbstkritik hören die Folgen auf, weil eine Wendung in der Laufbahn stattfindet.

Freilich, da das Leid auf Erden noch nicht vergangen ist, das will heissen, dass die Selbstkritik von Seiten Adams und auch von unserer Seite noch nicht stattgefunden hat.



Die Erlösung


Nun schauen wir unsere Lage an. Das grosse Problem von heute ist folgendes: Man hat den tierischen Menschen in die Mitte des neuen gottlosen Humanismus gestellt, wo die Selbständigkeit des Menschen, dessen hauptsächliches Merkmal darstellt. Nach der vorherrschenden Kultur, entwickelt sich der Mensch von selbst, vergöttlicht sich, stell sich als Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen dar. Die von Gott gewirkte vollkommene Schöpfung des Menschen nicht anerkennend, anerkennt er auch die Erbsünde nicht, daher fühlt er sich von einer Erlösung nicht bedürftig. Seine Überheblichkeit macht ihn blind: er erkennt seine Krankheit nicht. Daher kann er sich keine Diagnose aufstellen und viel weniger eine Kur. Für ihn ist die Erlösung ein leerer und sinnloser Begriff. Vor allem fühlt er sich unglücklich, unvollständig, doch er weiss nicht warum.

Wenn die heutige Menschheit, wegen ihrer unzähligen psychophysischen Veränderungen in einem leidvollen Zustand sich befindet, ist es klar, dass sie einer Genesung bedarf. Wenn sie, aber, eine Therapie wünscht, so muss sie vorher von ihrer Krankheit bewusst werden und eine tiefe Anamnese machen. Wenn sie von ihren Ursprung und vom Drama, das auf sie zukam, nicht bewusst wird, wie kann sie verstehen, welche die Kur ist, die ihr die Gesundheit und ein annehmbares Leben wiedergeben?

Viele heutige Krankheiten, sei es physische oder psychische, finden ihren Grund in der genetischen Verirrungen, die durch die Aufeinanderlegung der Charaktere und durch die Vermischung von den Chromosomen der beiden Geschlechter, d.h. jenes des vollkommenen Menschen und jenes der Ancester, die, ihrem Geschlecht nach, doch vollkommen waren. Ohne die Wirklichkeit zu berücksichtigen, ist es unmöglich ein Heilmittel zu finden.

Und je früher der Mensch in sich das Abbild Gottes wiederaufbaut, desto rascher wird er sich bereit machen die Aenlichkeit mit Gott zu empfangen.

Diese Überlegung ist von grosser Vielfältigkeit und von unermesslichen Grösse und geht, nicht nur die Theologie, sondern viele Fächer der Wissenschaften an.


Doch Gott, der den Menschen geschaffen hat und der seine Wirklichkeit kennt, weiss, dass es für die Lösung seiner Einsamkeit und von allen seinen Leiden eine Lösung gibt. Als guter Vater sagt er ihm: “Oh Mensch, komm zu mir zurück und ich werde dich aufrichten.”

Nun, mehr denn je, mit der zweiten Schöpfung, d.h. mit der Erlösung, wird dieser Ruf von Gott dem Vater mit nachdrücklicher Liebe wiederholt, während der Menschheit gezeigt wird, dass nur in der Gleichförmigkeit mit Christus, sanftmütig, Friedensstifter, nicht rachesüchtig, sondern dem Herrgott gehorsam, kann der heutige Mensch ‚den Weg, die Wahrheit und das Leben’ (geistig) finden und das was der Mensch bei der ersten Schöpfung zerstört hat. Es handelt sich um eine einmalige Gelegenheit für jeden von uns. Nur dieses Bewusstsein wird die vom Propheten Jesaia angekündigtes messianisches Zeitalter möglich machen.

Unsere persönliche Erlösung verlangt Mühe und Leid, weil dieser steigender Weg die Überwindung von unserem ’Ich’ voraussetzt. Das ist unsere bewusste Mitarbeit am Werk der göttlichen Wiederaufbau unserer Natur, jene Mitarbeit, die der Hl. Paulus “das was am Leiden Christi fehlt” nennt. Weh! Wenn nicht so wäre. Weil, wenn die Erlösung ohne unser Mittun geschenkt würde, so wie gezaubert, würden wir riskieren den Fehler des ersten Menschen zu wiederholen, welcher meinte selbständig zu sein und die Unterwerfung an Gott nicht annahm.

Der Herrgott, in seiner Barmherzigkeit, gab uns hybriden Menschen die Gelegenheit vom Abgrund in welchen wir gefallen waren, aufzusteigen. An der Hand uns führend, anvertraut er uns Jesus, weil Jesus, da er ein reiner und rechtmässiger Sohn Gottes ist, befähigt ist das außergewöhnliche Wunder zu wirken uns wieder in den Zustand der Söhne Gottes wiederzuführen, indem er uns, durch einen Adoptionsakt, in seinen mystischen Leib einverleibt. “Heiliger Vater, gib, dass sie in mir seien wie ich in dir, damit sie eins seien…” sagt das Evangelium nach Johannes.

Die Erlösung ist ein so grosses Geschenk, dass für uns Menschen schwierig ist sie voll zu erfassen. Es bedeutet, dass dank dem Herrn Jesus, wir nach der Erbschaft des ewigen Lebens streben können, als ob wir von der Erbsünde nie befleckt worden wären. Natürlich nach sehr klaren Voraussetzungen:

a), dass wir gegen die Instinkte, die wir von der tierischen Welt ererbt haben, kämpfen

b) und, dass wir Vertrauen in Gott zeigen.

Denken wie Gott, der wesentlich Liebe ist, heisst seinen Gesetzen, die sich nicht auf die zehn Gebote beschränken, unterstehen. Das Gesetz der Liebe wird besser in den Seligsprechungen dargelegt. Wenn jemand von diesen beeindruckt bleibt, fängt er an sich auf diesen Weg zu begeben und mit Staunen wird er feststellen, dass er schon in diesem Leben Gleichgewicht und Eitelkeit gefunden hat.

Auf dieser Weise wird Christus, wahrer Sohn Gottes, in uns eingepfropft und der unfruchtbare und wilder Feigenbaum wird fruchtbar. Der Erlöster wird dann sagen können, dass nicht mehr er lebt, sondern Christus lebt in ihm, wie Paulus vorgesehen hat. Christus wird dann unser Schiebekarren sein, derjenige welcher seine Verdienste uns zur Verfügung stellt, weil unsere, die auf einer irdischen Ebene stehen, unzulänglich sind.

Wie kann dann der Mensch sich auf diese Einpfropfung einstellen? Indem er anerkennt, dass Jesus Sohn Gottes ist und, dass er die Macht besitzt uns seinen Geist zu schenken. Der Hl. Johannes sagt: “Haec est vita aeterna, ut noscant Te qui misisti Jesum Christum Filium Tuum”, das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott zu erkennen und Jesus Christus, den Du gesandt hast” (Joh. 17,3).

‚Kennen’ im biblischen Sinn heisst nicht nur zur Kenntnis gelangen, sondern vor allem heisst ‚das gleiche Innenleben oder dieselbe Wirklichkeit teilen’. Es geht um das ‚Erkennen’, dass Gott Jesus, sein wahrer und rechtmässiger Sohn, gesandt hat, der uns fähig macht an seinem gleichen übernatürlichen Leben und durch ihn an sein ewiges Leben, während wir unsere eigene Identität bewahren, teilzuhaben. Es handelt sich um ein Leben das Beziehung bedeutet und das befriedigt. Das ist die Erlösung. Es ist damit enthalten, dass, wenn wir Jesus als den Urheber unserer geistigen Zustandes anerkennen, dann müssten wir uns der Lehre seines Evangeliums anpassen.

Zusammenfassend: Eine befriedigende ‚Fähigkeit zu verstehen und die Gaben Gottes’ zu wünschen gibt uns hybriden Menschen eine, wenn auch nicht vollständige, doch genügende ‚Aenlichkeit Gottes’ um, obergenannte Bedingungen vorausgesetzt, den Geist, der das göttliche Leben darstellt, zu erhalten. Dieses göttliche Leben ist das grosse und wunderbare Geschenk, das Gott dem Menschen mit der Taufe macht: Er schenkt ihm seinen Geist, ein Teilchen von sich selbst, damit er auf Satan verzichte, d.h. auf den der König vom geistigen Tod ist und der, um über uns zu herrschen und uns zu manipulieren, uns an den Trieben des tierischen Reiches gebunden halten will.





In der Fülle der Zeiten


Nur Gott, da er der Schöpfer vom vollkommenen Menschen ist, kennt tatsächlich die Wirklichkeit des heutigen Menschen und kann schrittweise jenes Werk von Zurückgewinnung, die vor Millionen von Jahren begonnen und noch heute im Gang ist.

Als die Menschheit einen durchschnittlichen befriedigenden Stand von intellektuellen Entwicklung erreicht hatte, das was der Hl. Paulus “die Fülle der Zeiten” nennt, sandte Gott seinen Sohn Jesus Christus, damit er, denen die bereit waren ihn zu empfangen, wieder schenken würde. Bei der Einrichtung der Kirche übertrug er ihr alle seine Vollmachten, damit sie das Werk das er begonnen hatte weiterführen sollte, um die Menschen zur Reinheit der Anfänge zurückzuführen. Die Kirche, also, ist die Verwahrerin von der göttlichen Sendung. Ihre Aufgabe beschränkt sich nicht den Geist Gottes, vor allem durch die Auferstehung der geistig toten Menschen, der Menschheit zu schenken, oder die frohe Botschaft zu verkünden, oder die vom Teufel bedrängte Seelen zu befreien, oder dem Herrgott Dank zu sagen. Neben diesen Aufgaben hat sie die Aufgabe, bis jetzt unbekannt, Heilungswerkzeug von den physischen und psychischen Krankheiten von ihren Söhnen zu werden. Wie? Durch die Sakramente, welche eine wahre und eigentliche geistige und physische Dialyse wirken, indem sie in unsere menschliche, schwache und belastete Natur den vollkommenen Leib und das vollkommene Blut Jesu, des wahren Sohnes Gottes, einführen.

Ohne diese Offenbarung ist es fast unmöglich die Grösse von der Sendung der Kirche wahrzunehmen, eine Sendung die jede menschliche Logik übersteigt und übertritt. Sie ist berufen mit Gott an der Wiederherstellung von einer Menschheit mitzuwirken, welche immer für eine Anfangsvollkommenheit und für eine vollständige Eintracht mit Gott und mit der Schöpfung gerichtet ist.


Diese Offenbarung bietet auch der medizinischen Wissenschaft die Gelegenheit zur Kenntnis von uns selbst, wie auch vom Inneren des menschlichen Gefühls zu gelangen. Das Wissen, dass in unserem tiefsten ’Ich’ die genetischen Neigungen und die Triebe des ‚Tieres’, die wir durch Eva und Kain ererbt haben, gibt uns Gelegenheit die unbewussten treibenden Instinkte zu untersuchen, welche unsere Benehmungsweise beeinflussen.

Es ist sehr wichtig, dass der Mensch das volle Bewusstsein von seiner Wirklichkeit besitzt und gleichzeitig, ohne sich zu entmutigen, dass er weiss, dass wo die herkömmliche Medizin nicht eingreifen, dass dort noch Gott wirken kann.

Daher sehen wir die Wichtigkeit unsere Anfänge zu kennen, denn, wie Mons. Masi im fernen Jahr 1912, sich gegen die Seminaristen zuwendend und den Kleriker Guido in besonderer Weise anschauend, gesagt hatte: “Ohne die Kenntnis von der wahren Wesenheit von der Erbsünde  (und von ihrer Folgen) ist es nicht möglich vollständig das Wesen der Erlösung zu verstehen.”



Die mittelbare Schöpfung


Den schöpferischen Vorgang von jeden Geschlecht zu verstehen suchen und eine Regel abzuleiten, das war für Don Guido eines der dringendsten Problemen seiner Überlegungen und seiner Studien in den Jahren, die den Offenbarungen folgten.

Er gelangte dazu schrittweise nach einer langen Arbeit, die von seinen Notizen zu ersehen ist und die auch nach der Niederschrift von seinem Manuskript weiter dauerte.

Mir scheint interessant und angemessen hier einen Teil von einer unserer Gespräche wiederzugeben, welche in den letzten Monaten seines Lebens stattfand und wo ersichtlich ist wie das Versprechen Gottes “ICH WERDE DIR HELFEN ZU ERINNERN UND ZU VERSTEHEN” sich verwirklicht hat.

Mir sagte Don Guido:

- Während ich über diese Fakten betrachtete, wurde mir bewusst, dass die Regel zu ziehen zwei sind: eine für die Schaffung von den neuen tierischen Geschlechtern und eine für die Schöpfung des Menschen. Doch, bevor ich von den Überlegungen über das Wie der Herrgott gewirkt hat um ein neues Geschlecht zu schaffen, rede, möchte ich eine Vorbemerkung machen, damit auch jene die von der Genetik nichts wissen, meinen Gedanken folgen können.


Die Zelle von jedwelchen menschlichen Gewebe besitzt 46 Chromosomen, die am Mikroskop sichtbar sind. Jede Zelle (Chromosom) kann bis 100.000 Gene haben, die nur beim elektronischen Mikroskop sichtbar sind und wo jeder Erbträger an seinem eigenen Ort steht, wie die Perlen einer Kette, auf einem sehr feinen Faden, spiralförmig in sich gewickelt. Daher kann eine menschliche Zelle mit ihren 46 Chromosomen mehr als 4 Millionen Gene aufweisen.

Es scheint eine Kleinigkeit zu sein, doch ein Mensch besteht aus mehreren Milliarden Zellen. Mit einem elektronischen Mikroskop, der mindestens 200.000 mal vergrössert, kann eine Zelle mit einer Stadt voll von Wolkenkratzern vergliechen werden, wo jeder Raum voll von elektronischen Maschinen ist, die empfangen und Zeichen und für den Organismus notwendigen Lebensstoffen senden, je nach Bedarf: ein großartiges und vielfältiges Programm, interessanter als der Makrokosmos und als der Sternenhimmel.

Im Fortpflanzungsapparat eines jeden Lebewesens sind Zellen vorhanden, die für die Fortpflanzung bestimmt sind: die Gameten. In den Tieren der obersten Klassen und im menschlichen Geschlecht sind die Gameten in weibliche, die Eier, und männliche, die Spermatozoen eingeteilt.

Aus der Vereinigung von zwei Gameten, einer männlich und einer weiblich, vom selben Geschlecht, bildet sich eine Zelle ‚Zigote’, die, während sie grösser wird, ein Individuum desselben Geschlechtes zeugt. Daher besteht die ‚Keimzelle’, oder Zigote, aus zwei Reihen von Chromosomen, die in einem einzigen Kern enthalten sind.

Im menschlichen Geschlecht besteht jeder Gamet aus 23 Chromosomen, sei es sie kommen aus dem Samen des Vaters, sei es sie stammen aus der Mutter, wobei der Gamet, der aus diesen zusammengesetzt ist, umfasst 46 Chromosomen. Somit wird jenes Individuum seine physischen und psychischen Erbanlagen von den Eltern erben: die eine Hälfte vom Vater, die andere von der Mutter.

Durch die Zeugung wird es seinerseits seinen Nachkommen die Hälfte weitergeben, indem es dem Gebot des Schöpfers folgt: “Mehret euch nach eurem Geschlecht.”


Ich werde jetzt versuchen – sagt immer Don Guido – aus den Fakten, die mir der Herr verstehen gab, die Regel ableiten.

1) In erster Linie versuchen wir die von Gott angewandte Regel für die Schöpfung eines jeden neues Tiergeschlechtes herauszubekommen.

Wenn die vier Ancesterweiber die “VIER ZWEIGE DES EINZIGEN BAUMES” waren, das bedeutet, dass die alte vergraute Mutter, die Stammmutter seines Geschlechtes war, das aus jener “EINZIGEN” Familie bestand. Daher gehörte ihre Mutter einem anderen Geschlecht, verschieden und unbekannt, an. Diese, ihrerseits, diente als‚ Brückenkopf’ für die Schaffung der Ancester. Schauen wir nun das Geschlecht der Ancester besonders an.

Wenn, wie wir aus den Gegebenheiten gesehen haben, die alte Ancester die Stammmutter, oder der einzige Baum ihres Geschlechtes und ihr Sohn ein Zweig von ihr war, welcher mit der Mutter die drei schwarzen und haarigen Weiber zeugte, ist es klar, dass Gott, um das Geschlecht der Ancester zu schaffen, mit seinem schöpferischen Werk, zweimal eingreifen musste: 

a) das erste Mal, um im Schosse von jenem unbekannten Weib des vorhergehenden und unbekannten Geschlechtes einen männlichen und einen weiblichen Gamet zu schaffen, d.h. die Keimzelle, die sich entwickelnd die Stammmutter der Ancester zur Welt bringen sollte; 

b) das zweite Mal um im Schosse von dieser letzten den männlichen Gameten zu schaffen, der das Ei befruchten sollte, damit der männliche Sohn zur Welt käme. Es handelt sich um denselben Vorgang, der zwei Jahre zuvor angewendet wurde, um Eva zu schaffen.

Von diesem Augenblick an war das Paar des Geschlechtes der Ancester gegeben. In der Tat wird dieses Männchen, wenn die geschlechtliche Reife erreicht hat, vom Gesetz, das allen Aenlichen zu eigen ist, angezogen, und sich mit dem Weib paaren. Somit wird das erste Paar des neuen Geschlechtes sich, ‚nach seinem Geschlecht’ vermehren. Davon kommt die Nachkommenschaft: “DIE (WEIBLICHEN) ZWEIGE DES EINZIGEN BAUMES” ( § 42). Dieses Beispiel erlaubt uns die für jeden tierischen Geschlecht allgemein gültige Regel abzuleiten: ‚Gott schafft zuerst das Weib Stammmutter der neuen Geschlechtes, dann das Männchen und das Paar ist gegeben’.

Am Anfang von jeden Geschlecht – fährt Don Guido fort – in der ersten und in der zweiten Generation war, also, die Inzucht notwendig, um die Merkmale des neuen Geschlechtes abgesondert zu erhalten. Das galt auch für das menschliche Geschlecht.

Zusammenfassend können wir als sagen, dass, für die Schöpfung der Ancester (und dieses Beispiel gilt als Regel für die Schöpfung von jedem neuen tierischen Geschlecht), bediente sich Gott als Träger, oder als Mittel, vom Schosse eines unbekannten und schon vorhandenen Weibes.

Daher nannte ich jeder schöpferischer Eingriff Gottes ‚mittelbare Schöpfung’: Schöpfung, weil Gott nichts verändert, sondern ‚er schafft aus dem nichts’ die Keimzelle der Stammmutter; mittelbar, weil er als Mittel oder Träger sich eines Weibes bedient, das da ist und das einem schon da vorhandenen Geschlecht angehört.

Dieses ‚Schlüsselwerkzeug’ für die Schöpfung von jedem neuen Geschlecht ist notwendigerweise immer ein Weib, das was Gott “ BRÜCKENKOPF “ nennt. 

Alle Jahrmillionen rückwärts durchziehen, um alle jene Weiber durch welche die Schöpfungen von den sehr vielen Tiergeschlechter zustandekamen ist es unmöglich, denn dieses Werkzeug, einzig zwischen einem Geschlecht und dem Folgenden, ist unauffindbar.

Auch der Grund, weswegen um die Stammmutter von jedwelchen neuen Geschlecht ins Leben zu rufen Gott bei der ersten Phase beide Gameten schaffen musste, ist nun klar: die Neugeborene musste genetisch mit dem Geschlecht woraus sie stammte, unverträglich sein. Die Benennung des Ausdruckes ‚Geschlecht’ selbst, nämlich, als genetisch unabhängige Gruppe, bestimmt das; das will heissen, dass etwaiges Geschlechtsverkehr zwischen Individuen des Ursprungsgeschlechtes mit jenen die von ihm abstammen unfruchtbar sind, oder höchstens, der Neugeborene unfruchtbar ist, wie zum Beispiel grösstenteils bei den Maultieren der Fall ist. 

Und wenn die Bibel sagt, dass “jedes Geschlecht nach ihrem Geschlecht zeugen solle”, und diese Offenbarung bestätigt das, ist es klar, dass ‚zwischen’ den Geschlechtern Kontinuität herrscht, doch nicht ‚Evolution innerhalt’ von jedem Geschlecht. Im Gegenteil denken die Evolutionisten, dass die Geschlechter durch eine langsame Evolution sich verändern und somit bringen sie spontan neue Geschlechter zustande. Hier hingegen hat man gesehen, dass nur durch neue und nachfolgenden schöpferischen Akte Gottes, die von Mal zu Mal das Leben von einem neuen Geschlecht in den genealogischen Baum eines schon vorhandenen Geschlechtes einzupfropfen bezwecken, können die Stammväter des neuen Geschlechtes zur Welt kommen.

Bis jetzt haben wir gesehen, wie die Schöpfung von jeden neuen Tiergeschlecht zustande kommt.


2) Im Falle, aber, von der Schöpfung des menschlichen Geschlechtes hat Gott zwei nachfolgende Übergänge, einer mittelbar und einer endgültig, unternommen.

Der mittelbare bestand in der Schaffung eines Weibes ‚sui generis’: ein Wesen, das auf halben Weg zwischen den beiden Geschlechtern steht, damit den ersten Exemplaren des menschlichen Geschlechtes eine nichthaarige Mutter, Eva, gegeben würde, welche dem Menschen viel ähnlicher als es eine gewöhnliche Ancestermutter wäre. Eine liebevolle Aufmerksamkeit Gottes.

Vielleicht war dieser vorläufiger Übergang eine dem Sprung von zwei Chromosomen zwischen den beiden Geschlechtern erforderte Notwendigkeit, denn die Affen, und ich nehme an auch die Ancester, besitzen 48 Chromosomen, wogegen das menschliche Geschlecht nur 46.

Ich habe erkannt, dass dieses mittelbare Weib, weiss und haarlos, Eva, ausnahmsweise 47 Chromosomen besass, denn es konnte sowohl vom Männchen seines Geschlechtes, als auch vom Menschen zeugen.

Daher der strickte Verbot des Schöpfers dem jungen Mann, sich nicht mit diesem Weib zu paaren, denn aus ihm wäre der Tod gekommen, d.h. das Aussterben des reinen Menschengeschlechtes, dem hybriden Geschlecht den Anfang verschaffend.

Diese vorläufige Gefahr während des Lebens Evas überstanden, eine fruchtbare Kreuzung zwischen den beiden Geschlechtern, wegen den Unterschied von zwei Chromosomen unter ihnen, wäre nicht möglich gewesen.

b) Der endgültige. 

Für die Schöpfung des Menschen, schuf Gott im Schosse von diesem Weib ‚sui generis’, Eva, neuer “BRÜCKENKOPF” beide Gameten: Der Mensch musste voll und ganz ‚Sohn Gottes’ sein, daher von der Zeugung an mit dem Geist Gottes versehen sein und nicht nur physisch eine neue Schöpfung. Schliesslich, bei der zweiten Phase dieses endgültigen Überganges, um die erste Frau zu schaffen, begrenzte sich der Herr (neben der Zeugung seines Geistes) in Schosse von desselben Weibes ‚sui generis’, Eva (die schon einmal die Rolle, bei der Zeugung vom Menschen, ‚BRÜCKENKOPF’ zu spielen), nur den weiblichen Gamet, d.h. das Ei des menschlichen Geschlechtes zu schaffen. Dieses Mal war nicht erfordert beide Gameten im Schosse von Eva zu schaffen. Es genügte, nämlich, den weiblichen Gameten zu schaffen, denn vom männlichen Gameten konnte man sich vom Samen des jungen Menschen bedienen. Das Prinzip, dass ‚Deus non facit per se quod facere potest per creaturas’ ist immer gültig: Gott vollzieht keinen neuen schöpferischen Akt, wenn er dafür sich von dem was er schon geschaffen hat bedienen kann. Er bediente sich während des Schlafes Adams, eben wie die Bibel sagt, denn es war vorgesehen, dass die Begebenheit hätte sich nicht mehr wiederholen sollen. Vorsorge? Sagen wir, dass es eher um ‚Gotteswille’ handelte, denn Gott wollte eine natürliche Wertskala aufstellen: Der Mensch musste der ‚Stammvater’ des menschlichen Geschlechtes sein.

Aus dieser Zeugung, ohne das Wissen und im Unbewusstsein von Adam, kam ein Weib, das erste Weib des menschlichen Geschlechtes zur Welt: die Frau.

Somit war auch für das menschliche Geschlecht das erste Paar geschaffen. Und wie für jedes anderes Geschlecht, auch für das menschliche Geschlecht, um die Anfangskarachtere unversehrt beizubehalten, war das Phänomen des Inzestes erfordert.

Zusammenfassend – fährt Don Guido fort – bei den tierischen Geschlechtern ist immer ein Weib der Stammvater, bei dem menschlichen Geschlecht, hingegen, Stammvater ist immer ein Männchen. 

Ich versuche nun – sagt immer Don Guido – von den Tatsachen ausgehend, das Bild von Eva zu vertiefen. Eva ist die ‚erstgeborene’ Tochter der Stammmutter der Ancester: sie ist vor dem einzigen Männchen zur Welt gekommen, das das Zweitgeborene der alten Ancestermutter ist.

Eva, obwohl sie dem Ancestergeschlecht angehört, ist weiss und haarlos. Sie ist anders als ihre Mutter und anders als auch ihre drei Schwestern, die in allem ihrer Mutter und ihrem Vater gleichen. Daher kann sie nicht Tochter von jenem einzigen Männchen sein. Wahrscheinlich ist sie nur zur Hälfte Ancester und für die andere Hälfte ist sie Frucht von einer neuen mittelbaren Schöpfung zwischen den Geschlechtern der Ancester und des Menschen. Mit anderen Worten: Im Zeugungsakt von Eva schaffte Gott im Schosse von ihrer alten Mutter einen männlichen Gameten, damit er ihr natürliches Ei befruchten sollte und damit als Frucht dieses Geschöpf eines vorübergehenden Geschlechtes und nur für diesen einzigen Fall bestimmt, zur Welt käme. Das würde erklären, warum dieses ‚Weib sui generis’, Eva, einer Frau viel ähnlicher wäre als ihre Schwestern. Das geschah im Hinblick auf ihre zukünftige Aufgabe die ersten zwei Kinder Gottes zur Welt zu geben.

Somit wird Eva wiederum ‚Brückenkopf’, nämlich jener von Gott für die Schöpfung des menschlichen Geschlechtes vorgesehen, denn der Herrgott sagte: “DER WEG ZUM MENSCHEN FING DORT AN” (§ 96). Eva ist also der wichtigste “BRÜCKENKOPF”, der dritte im Umfeld von drei Generationen, nach jener von ihrer Grossmutter, Weib von irgendeinem unbekannten Geschlecht, und von ihrer Mutter, die alte Ancester.

Wenn, aber, Gott sagte, dass Eva, die “’BRÜCKENKOPF’ BLEIBEN MUSSTE, DOCH DER MENSCH, ÜBERHEBLICH UND UNGEHORSAM SIE ZUR ‚BRÜCKE’ MACHTE! (§ 97) und wenn Kain, wie ich aus der ersten Offenbarung und aus anderen die folgten vernahm, das Angesicht eines Ancesters, obwohl er den Menschen als Vater hat, aufweist, dann ist die Bedeutung des Wortes ‚BRÜCKE’ klar:

‚BRÜCKE’ ist jenes Weib eines Geschlechtes, das sich mit einem Individuum eines verschiedenes Geschlechtes paart und, ausnahmsweise, eine hybride Generation hervorruft. In der Natur kommt das gewöhnlich nicht vor.

An den Anfängen des menschlichen Geschlechtes, aber, - beschliesst Don Guido – war das nur wegen dieses beidseitig fruchtbares ‚Weib’ möglich, denn es hat aus beiden Geschlechtern zeugen können, daher musste es notwendigerweise 47 Chromosomen besitzen. –


Don Guido, wegen seiner Neugierde, wünschte, durch die vorhandenen verfüglichen Zahlen, eine annähernde Abrechnung über das Alter und die vermutliche Anzahl der Ancester bei der Geburt von der Frau, zu machen. Er ging von der Voraussetzung aus, dass die Ancester einige Merkmale besitzen würden, die den anthropomorphen Affen gemeinsam waren, welche im Alter von ungefähr acht Jahren fruchtbar werden und welche ein Durchschnittsleben von 27 – 30 Jahren aufweisen. 

Ausserdem, sich immer auf Beobachtungen stützend, stellte sich Don Guido vor, jedes Weib würde alle zwei Jahre gebären.

Von Jahrgang Null, als das Geburtsjahr der alten vergrauten Mutter, ausgehend, nahm er an, dass es im achten Jahr, durch Gotteswerk, Eva, ihre Erstgeborene gebar und, zwei Jahre später das Männchen.

Eva, mit acht Jahren gebar den ersten Menschen.

Als der Mann Vater der ersten Frau wurde, um die 15 – 16 Jahre, konnte Eva ungefähr 24 Jahre alt sein (8 + 16) und die alte Ancester um 32 Jahre alt sein (8 + 8 + 16), das höchstmögliche Alter ihres Geschlechtes.

Schauen wir einmal das Ancestergeschlecht (die Mutter von Eva) an.

Das Männchen kommt zur Welt, wenn ihre Mutter ungefähr 10 Jahre alt ist, und Eva zwei. Mit acht Jahren zeugt es aus seiner Mutter, welche in jenem Augenblick 18 Jahre alt ist (10 + 8), die erste schwarze und haarige Tochter, dann mit 10 Jahren die zweite Tochter und mit 12 die dritte.

In jenem Augenblick ist die alte Mutter 22 Jahre alt.

Wenn die erste Tochter des Männchens ihren ersten Jungen hat, ist das Männchen ungefähr 16 Jahre alt (8 + 8), Eva 18, die Grossmutter 26 und der Mensch 10.

Wenn die zweite Tochter ihren ersten Jungen hat, sind im Vergleich zur vorhergehenden, wiederum zwei Jahre vergangen. 

In gleicher Weise, wenn die dritte Tochter Mutter wird, sind weitere zwei Jahre vergangen. Im Augenblick, wo Eva die erste Frau zur Welt gibt, waren alle andere drei Weiber schwanger und dem Gebären nahe. Wenn die Frau geboren wird, ist das erste haarige Weib bei ihrer vierten, das zweite bei ihrer dritten und das dritte bei ihrer zweiten Geburt.

Daher in jenem Moment umfasst die gesamte Gemeinschaft: die zwei Söhne Gottes (der Mann und die neugeborene Frau), die zwei Ancesterstammväter, die drei haarigen Töchter, ihre entsprechenden neun Kinder, Eva und die Jungen die sie vom Ancestermännchen hatte, welche zwischen der Geburt von Manne und von jener der Frau zur Welt kamen. 



Warum erst bei der Geburt von Enos fing man an den Namen des Herrn anzurufen?


In den Jahren, die der Offenbarung des Ursprunges des Menschen folgten, versuchte Don Guido die neuen Erkenntnissen mit den ersten Kapiteln der Bibel in Zusammenhang zu bringen. Einige von diesen Überlegungen, die er mir in unseren zahlreichen Gesprächen mitteilte, erachte ich sie als wichtig. Es scheint mir daher, dem Leser etwas Wünschenswertes zu tun, hier davon zu berichten.

Don Guido hat mir erklärt:

- Wie ich im Vorwort zur Offenbarung über ‚Die letzte Mahlzeit von Abel’ sagte, dass in der mosaischen Genesis (4,26) geschrieben steht, dass “erst bei der Geburt von Enos fing man an den Namen des Herrn anzurufen’.” Dieser dunkler Vers sagt nicht einmal, als fester Tatbestand, dass Adam nach der Geburt vom Neffen sich wirklich mit Gott versöhnt habe. Im Gegenteil, das unpersönliche Zeitwort (fing man an) lässt denken, dass unter denen die den Namen des Herrn anriefen, Adam nicht dabei war, denn in diesem Fall hätte der Herrgott die Aufmerksamkeit gehabt, oder die Barmherzigkeit, uns es wissen zu lassen.

Was geschah, da die Familienangehörigen erst nach so viel Zeit, d.h. nach so vielen Jahren vom Tod Abels, der mit der Geburt von Set und mit dem Tag in welchem Adam jenen Verachtungs- und Herausforderungsakt gegen Gott tat, sich entschlossen haben zu Gott zu beten? Warum fingen sie an erst mit der Geburt von Enos den Namen des Herrn anzurufen und nicht mit jener von Set oder sogar mit jener von Abel, oder noch früher mit jener der Frau?

Ich begriff – sagt immer Don Guido –, dass dieser Vers ein anderes Geheimnis verbarg, aber, dass, mit den gewonnenen Erkenntnissen und mit einigen Berechnungen, das Geheimnis hätte lichten können.

Die Genesis sagt, dass Adam Set mit 130 Jahren und, dass Set Enos mit 105 Jahren zeugte (5,6). Es ist meine Meinung, dass das Patriarchenalter des vorsintflutlichen Zeitalters, anstatt Jahre, Jahreszeiten angebe. Im nachsintflutigen Zeitalters, war es aber nicht mehr so. Daher, die Jahre zu Jahreszeiten verwandelnd, hätte Adam, nach der Bibel, den Sohn Set mit 32 und einhalb und Set den Sohn Enos mit ungefähr 26 Jahren gezeugt, während alle anderen ‚Söhne Gottes’, als sie jünger waren, zeugten.

Gewöhnlich werden in der Bibel die weiblichen und die im jungen Alter toten Kinder nicht genannt.

Aus meinen Berechnungen – sagt noch Don Guido – als Set zur Welt kam, war Adam eben 33 Jahre alt, etwas mehr oder etwas weniger. In der Tat, sein ungefähres Alter als die Frau zur Welt kam (16 Jahre), das Alter der Frau bei der Geburt von Abel (14), das Alter von Abel, als er starb (3), zusammen macht ungefähr 33 Jahre.

Daher ist die Annahme, dass die Genesis die Jahreszeiten als Jahre ansehe, richtig, denn sie lässt das vermutliche Alter Adams von dieser Offenbarung bei der Geburt von Set, in verblüffender Weise mit dem von der Bibel angegebenen Alter übereinstimmen. Es ist zu sonderbar, um reiner Zufall zu sein.

Und es ist noch sonderbarer – fährt Don Guido fort –, dass die Auflehnung Adams ungefähr zum selben Alter geschehen sei in welchen Jesus gekreuzigt wurde. Es springt vor Augen das Bild Jesu, das ein Gegenbild, und zwar im positiven Sinne, zum Stammvater Adam da steht: Jesus vollbrachte seinen Akt von extremen Gehorsam als Gegenleistung, und ich nehme an auch als Sühne, zum Auflehnungsakt Adams.

Viele sind die Ähnlichkeiten zwischen Jesus und Adam:

a) Jesus wurde, wie Adam, durch göttliches Eingreifen gezeugt;

b) Er kommt zur Welt in äusserster Armut bei der Anwesenheit von zahmen und folgsamen Tieren, wie beim ersten Menschen;

c) Jesus, in seinem Jugendalter, bekennt öffentlich seine Unterwürfigkeit und seinen Gehorsam Gott gegenüber, im Gegensatz zum Akt der Selbständigkeit und des Ungehorsams von Adam, als er, noch kleiner Junge, die Erbsünde  begang;

d) Adam hält sich wie ein ‚Gott auf Erden’ und will Söhne nur für sich selbst, um auf sie seine Amtsgewalt zu üben und sie dem Herrgott wegzureissen, während Jesus, nicht um zu richten, sondern um zu dienen gekommen ist und um sein eigenes Leben für Zurückgewinnung der Menschen, welche, wenn auch sie nicht mehr rechtmässig sind, so will er aus ihnen ‚Adoptivkinder’ machen und sie, somit, dem Herrgott zurückzugeben. 

e) Zur Zeit seiner Taufe wird Gott zu Jesus sagen: “Dieser ist mein vielgeliebter Sohn. Höret auf ihn!” Von Adam konnte er nicht so was sagen;

f) Jesus stirbt um die Liebe Gottes, den Menschen gegenüber, im Alter von 33 Jahren, wie die Überlieferung berichtet, zu bezeugen, während Adam, ausgerechnet in jenem Alter…

g) Die Ursache der Versuchung und der Auflehnung Adams war das Fehlen von Vertrauen auf Gott, während Jesus voll Vertrauen und Gott ganz hingegeben ist.

Schliesslich, Adam, nachdem er Gott aus seinem Leben ausgeschlossen hat, setzt er sich selbst an der Stelle Gottes, schreibt ihm, überheblich, Schulden zu, die er nur sich selbst hätte richten sollen. Er wollte seine eigene Verantwortung nicht wahrnehmen. 

Weder die Bibel noch diese Offenbarung berichten uns etwas über eine eventuelle Reue, Adams, abgesehen vom Satz, der sagt, dass “erst nach der Geburt von Enos, fing man an den Namen Gottes anzurufen.” –


Hören wir zu, was Don Guido zur Frage: “Wie konnten die ‚Söhne Gottes’ sich vermehren, wenn Adam keine Kinder mehr haben wollte und nur einen männlichen Sohn, ohne eine Schwester, die mit ihm leben konnte, hatte?” antwortet.

- Aus der Bibel wissen wir – sagt weiter Don Guido –, dass die ‚Söhne Gottes’ mit Set nicht ausstarben, weil von ihnen in der Genesis (6,2) im Plural geredet wird.

‚Wie’ sich die Menschheit erholte, die Antwort darauf finden wir wiederum in der Bibel. Es ist das Alter der Patriarchen, das das Geheimnis enthüllt. Wenn Set zur Welt kam, als Adam 32 oder 33 Jahre alt war (und Abel geboren wurde als er 29 oder 30 Jahre alt war) und Enos zur Welt kam als Set 26 Jahre alt war, während alle ihre Nachkommen, als sie viel jünger waren, zeugten, das hängt vom Umstand, dass sie warten mussten bis ihre Töchter imstande waren von ihnen zu zeugen.

Das Problem ist nun zu begreifen wie Set hätte die Tochter zeugen können, die dann ihre Frau geworden wäre, nachdem wir gesehen haben, dass er einziger Sohn war und, dass Adam keine andere Kinder mehr haben wollte.

Ein Ding steht fest: Der Wille Gottes kann nicht von einem menschlichen Willen gestoppt werden. Wenn Adam meinte mit Rache den Herrn ins Herz zu treffen, musste er bald einsehen, dass bei Gott nichts unmöglich ist.

Gott, obwohl er von Adam enttäuscht blieb, - fährt Don Guido fort – ohne Zweifel hatte er Wohlgefallen an der Heiligkeit, Demut, Treue und Annahme des Leides von Seiten der Frau und, in ihr, wollte er alle Dinge neu schaffen. Wie? “AB UNO DISCE” (§ 126), hatte der Herr gesagt, aus einem Beispiel lerne, oder in der Anwendung von der allgemeinen Regel, die bei der Schöpfung von jedwelchen anderen Geschlecht angewendet wurde: wenn die Stammmutter das Männchen geboren hat, paart sie sich mit ihm.

So, - sagt Don Guido – alsbald Set das Fruchtbarkeitsalter erreicht hatte, lies ihn Gott in einen tiefen Schlaf fallen und, mit ihm zusammen, auch die Frau, die in jenem Augenblick ungefähr 30 Jahre alt war.

Im Falle der Frau und von Set, war diese Begebenheit einmalig: ein notwendiger Übergang, der auf die Geburt der zweiten Frau hinzielte und, analog, für beide während des Schlafes, wie bei Adam in seinen jungen Alter, damit sie nichts davon merkten und damit der Fall sich nicht wiederholen sollte.

Gott hätte im Schosse der Frau einen neuen männlichen Gameten, um sie zur Geburt einer Tochter zu leiten,doch er wendete diesen Weg nicht an: das sagt uns wiederum die Bibel, wenn sie berichtet, dass Set mit 26 Jahren zeugte, im Gegensatz zu seinen Nachkommen, die in einem jüngeren Alter zeugten. In der Tat, wenn Gott mit einem anderen neuen schöpferischen Akt eingegriffen hätte, hätte Set mit 15 oder 16 Jahren, wie Adam, gezeugt, als er die Frau zeugte und nicht mit 26.

Gott, hingegen, wendete die allgemeine Regel an, nach dem Prinzip, dass “Deus non facit per se quod facere potest per creaturas”, d.h., dass Gott nicht direkt einen schöpferischen Akt vollzieht, wenn für jenen Zweck sich von dem was er schon geschaffen hat bedienen kann: in diesem Fall bediente sich vom Samen von Set.

Aus jener Verbindung, für beide unbewusst, kam die zweite Frau zur Welt, die dann die rechtmässige Frau von Set geworden wäre. Somit war auch das neue und endgültiges Paar da. Dann zeugte Set, aus seiner Tochter-Schwester und Frau, Enos und dessen Brüder und Schwestern.

Hier können wir uns fragen wie wird sich Adam vor einer solchen unvorhergesehen Tatsache eingestellt haben. Sehr wahrscheinlich, bei der Geburt von Enos, war Adam aus dem Bühnenbild ausgeschieden, denn die Bibel sagt, dass erst als Enos auf die Welt kam, “fing man an den Namen des Herrn anzurufen.” Vielleicht, aber, schon vor jener Begebenheit, d.h. als Set zeugungsfähig wurde, war Adam bereits ausgeschieden, um ihm, bei der Aufzucht von seiner Tochter, freie Hand zu lassen.

Da normalerweise beim Stammbaum die Weiber nicht genannt werden, müssten wir eher sagen, dass bei der Geburt von der Tochter Sets “fing man an den Namen des Herrn anzurufen, oder noch besser, schon vor ihrer Empfängnis. Zu jener Zeit war Adam sicher nicht mehr mit ihnen. Und, um genauer sein zu wollen, müssen wir sagen, dass Adam nicht allzu viel Zeit vor der Geschlechtsreife von Set nicht mehr vorhanden war, denn er musste der Frau und Set, die am Wachsen waren, Schutz und Nahrung besorgen.

Es scheint klar, dass bis zu jenen Zeitpunkt, Adam keine Reue empfunden habe, sonst hätte man schon vor der Geburt Enos angefangen den Namen des Herrn anzurufen und Enos wäre nicht auf die Welt gekommen, als Set 26 Jahre alt war. Daher ist es klar, dass Adam, entweder frühzeitig, noch vor fünfzig (33 + 15 = 48), vielleicht wegen einem Unfall, oder verliess die Familie und ging in die Ferne.

Die Bibel, hingegen, sagt, dass Adam im Alter von 930 Jahren starb, d.h. auf Jahreszeiten übersetzt, im Alter von 233 Jahren. Aber, nachdem wir wissen, dass die Nachricht vom priesterlichen Schreibstück herkommt, kann möglich sein, dass dieses hohe Alter, nachträglich, wahrscheinlich von denselben Schreibern der priesterlichen Schriftstücken verändert wurde, die, da sie nicht wussten, wie den Grund eines so frühzeitigen Todes zu erklären war, verlängerten sie sein Leben, analog zu allen anderen vorsintflutlichen Patriarchen.


Enos zeugte Kainan, erstes Männchen, als er 22 und einhalb Jahre alt war, vielleicht weil vorher einige Töchter zur Welt kamen, die, offenbar, nicht genannt wurden. In der Tat, zeugten seine Nachkommen in einem frühzeitigeren Alter.

Die Zeiten der nachkommenden Geschlechtern wurden so verkürzt und das menschliche Geschlecht konnte einen schnelleren Beginn haben. Die erste Frau, - schloss Don Guido – analog zum hohen Alter der Patriarchen, wird in einem Alter von über zweihundert Jahren gestorben sein, nachdem sie bei der Geburt von mindestens zehn Geschlechtern, nachdem sie ihnen die Liebe und die Ehrfurcht gegenüber Gott gezeigt hat.




Wie einen grösseren oder kleineren Reinheitsgrad bewerten


Leider, was die Unreinheit der Charaktere betrifft, genügt es den mindesten Prozentsatz vom tierischen Blut zu besitzen, damit wir die absolute Vollkommenheit, die um ‚rechtmässige’ Kinder Gottes zu sein notwendig ist, schon nicht mehr haben. Der hybride Mensch kommt zur Welt, nicht als Sohn Gottes, sondern als Geschöpf Gottes. Und Tertullian wird sagen, dass als Adoptivkinder Gottes kommen wir nicht auf die Welt, sondern man wird solche. Daher braucht der Mensch eines wahren und eigentlichen schöpferischen und zeugenden Aktes Gottes, die Erlösung, damit er seine Fähigkeiten erneuere und inszenier Seele das göttliche Licht des Geistes anzünde.

Die Wiederherstellung der Menschheit hat die Charaktere, die die verschiedenen Kulturgemeinschaften unter sich unterscheiden, nicht aufgehoben, sondern, im Gegenteil, die verlängerte Isolierung hat die Verschiedenheit verstärkt. Eine hastige Lesung des Werkes könnte dazu führen, dass wir meinen, es erwecke fremdenfeindliche Gefühle, denn es einige Merkmale vom hybriden Mensch zur Geltung kommen lässt, welche anders sind als jene vom reinen Mensch. In der Tat ist es uns spontan die Farbe der Haut, der Augen, der Haare, der Höhe, der Länge der Beine, die Bildung der Brust oder die Intensität des Flaumes, usw. zu betrachten und sie mit den Massstäben des ursprünglichen Menschen, vollkommen geschaffen, zu vergleichen.

Doch, diese äusserlichen Merkmale sind für den Herrn keine bedeutende Elemente. Die Erfahrung zeigt, dass die Schönheit und die Höhe nicht unbedingt mit der Gabe einer lebendigen Intelligenz oder mit einem grossmütigen Herzen verknüpft sind.

Immerhin können wir einige Vergleiche zwischen den beiden Geschlechtern machen, um festzustellen, auf welcher Ebene von Wiederherstellung die heutigen Menschen sich befinden.

Eine von den auffallendsten Merkmale, die von der Hybridation stammen, ist die beträchtliche Senkung der Höhe der Statur des hybriden Menschen im Vergleich zum reinen Menschen. Die gegenwärtige mittlere Grösse schwankt zwischen dem Durchschnittswert der Statur der reinen Menschen, die ungefähr 2,50 Meter hoch waren und jene der männlichen Ancester, die um ein Meter zehn messten. Wenn wir eine einfache Berechnung aufstellen, stellen wir fest, dass die Durchschnittsgrösse sich dem Ein-meter-achtzig annähert, ein Wert, der in der letzten Zeit immer mehr von männlichen Individuen erreicht wird. Das bestätigt die Neigung zur Ursprungsvollkommenheit, sichtbares Zeichen, dass wir uns in einer Wiedererlangungsphase befinden. Es ist allen klar, dass die mittlere Statur in vielen Ländern der Welt im einem Höherwerden begriffen ist. Sicher wirken viele Umstände mit, unter diesen ist die bessere Ernährung und eine gesünderte Lebensqualität zu zählen, aber es könnten auch nicht natürliche Ursachen vorhanden sein, die dem Wirken des Schöpfers, welche der Wissenschaft entgehen, zuzuschreiben sind.

Die mittlere Langlebigkeit der gegenwärtigen Bevölkerung, hingegen, im Unterschied zum mittleren Stand der Statur, hat sich nicht auf mittleren Werten verlegt. Wenn wir das Alter der Söhne Gottes im Auge halten (ungefähr 227 Jahre) und jenes mutmaßliche der Ancester, das man denkt es sei ungefähr wie jenes der anthropomorphen Affen, d.h. zwischen 27-32 Jahre, kommen wir (227 + 29 : 2 ) auf 128 Jahre; ein Zeichen, dass Mühsale und Krankheiten es weiterhin sinken liess. Allerdings, auch in diesem Bereich befinden wir uns in einer Aufholungsphase.

Unter den äusserlichen Ancestralmerkmalen, die sie sich abschwächten, finden wir das Verschwinden der langen aus dem Kopf hervorragenden lanzenförmige Ohren bei den Männchen oder jene schafenähnliche bei den Weibern. Der Grund vom Verschwinden von diesen Merkmalen könnte man in einer künstlichen Auslese gefunden werden: wen ein Neugeborener dieses Merkmal aufwies, das offenbar nicht gefiel, wurde vom Vater als einen Fluch beseitigt. Somit, im Laufe der Zeit, verschwand dieses Merkmal Es blieb, aber, ein wenig Flaum bestehen, etwas betonter beim Männchen, bei den Gliedern verteilt, auf der Brust und etwas seltsamer auf den Schultern und am Rücken, doch immer nur beim Erwachsenen. Daher kann man annehmen, dass auch die Haariggeborene beseitigt wurden, weil ihr Aussehen zu ancester war.

Was, aber, am meisten, nach genaueren Beobachtung auffällt, sind die Verhältnisse zwischen den verschiedenen Körperteilen, welche, in einigen Fällen, einen beträchtlichen Grad von Ancestrität beibehalten haben. Die Länge der Beine vor allem ziehen unsere grösste Aufmerksamkeit an. Für die genetisch reinen Menschen, stellten sie die Hälfte der Statur dar. Wenn wir das Grabtuch Christi betrachten, neben der Besinnung über die erbärmliche Zeichen des Leidens Christi, bleiben wir von der Länge der Beine im Vergleich zur Brust betroffen. 

Wenn Jesus, obwohl er Sohn Gottes war, um die Menschheit nicht zu verdemütigen seine natürliche Grösse vermindert hat, nichtsdestoweniger hat er die Merkmale und die Verhältnisse des Ursprungsmenschen beibehalten: Kein Flaum, wenig und natürlich geordneter Bart, der Brust wohlproportionierte Arme und nicht länger als notwindig, wie bei uns Menschen, die manchmal ein wenig zu viel den Ancestern zu gleichen neigen, welche, im Vergleich zu den unteren Gliedern, allzu lange Arme besassen und Schultern nicht viel breiter als der Becken.

Eine andere Merkwürdigkeit die uns trifft, ist das Vorhandensein von den berühmten platonischen Gattungen vom Schöne und vom Ausgeglichene. Abgesehen von einigen anormalen Fällen, stellen sie ein wirkliches Merkmal des menschlichen Geistes dar und sie scheinen ihren Ursprung in der Anfangserinnerung der Voraussetzungen des vollkommenen Menschen zu haben. Wir könnten uns sonst nicht erklären, warum ein Säugling vom objektiv Schönen angezogen und vom Hässlichen abgestossen wird. Sein Urteil ist weder von der Erfahrung noch von der Kultur beeinflusst: es ist spontan. Der Anblick von einem Ancester würde ihn erschrecken. Und doch, und das ist ein Geheimnis, für alle steuert der Sinn des Schönen in eine einzige Richtung: dem Mann und der Frau von den Anfängen zu. Wie kann der Begriff vom Schönen in der Tiefe von unserem Gewissen eingeprägt sein? Wird auch er durch genetischen Weg übertragen? Einzige Voraussetzung vom menschlichen Antlitz, die in Bezug zum Originalmuster eine Ausnahme macht, ist der schmale Becken, den die heutigen Jungen als eine positive Eigenschaft ansehen, während sie nicht wissen, dass das eine Erbschaft von den Ancestern ist. Die Beeinflussung von der Mode kann, offenbar, die unbewussten Erinnerungen unterdrücken. Gewöhnlich, aber, fällt die Vorliebe auf übereinstimmende Geschmäcke, wie wir, zum Beispiel, bei Schöhnheitsbettbewerben sehen können, wo lange Beine, hohen Stirn, nicht herausragende Augen usw. geschätzt werden: alle Voraussetzungen, die die reinen Menschen besassen.

Ich fragte Don Guido, ob nicht die Gefahr bestehen würde, dass diese Offenbarung den Rassenhass schüren würde, wenn man bedenkt, dass wir Bevölkerungen haben, die eine weisse, rote, schwarze und gelbe Haut tragen.

Er erklärte mir gelassen, dass der Rassenhass ein Gefühl und eine menschliche Einstellung ist, die nicht von Gott stammt, welcher auf das Herz und nicht auf das Aussehen schaut. Gott liebt alle Menschen, ohne Unterschied. Er sieht in jedem Menschen, was er hätte werden können, wenn die Erbsünde  nicht da gewesen wäre und er leidet für das was der Mensch ist. Die weisse Hautfarbe, die den Weissen einen Vorzug scheinen könnte, kann ihrem Heil ein Hindernis werden, denn er kann Gefühle von Selbstgefallen und Hochmut aufkommen lassen. Was worüber wir beurteilt werden, wird die Öffnung des Herzens, gegenüber Gott und den Menschen, sein und das was uns ein Vorurteil scheint, kann sich als eine Gabe offenbaren.

Welcher ist, also, der Massstab um im hybriden Menschen eine grössere oder kleinere Reinheit, d.h. jene die dem Herrgott gefällt, festzustellen? 

Das sagt uns Jesus in der Bergpredigt, wenn er die hauptsächlichsten Seligpreisungen aufzählt. Selig, d.h. bevorzugt im Sinne, dass er am Meisten die Gaben der Erlösung ausnutzt, ist derjenige der sanftmütig ist, der mit Gerechtigkeit handelt und mit nicht gewaltsamen Mitteln kämpft, damit diese sich durchsetzt und der für dieses Ideal auch verfolgt zu sein annimmt.

Es ist, also, nicht eine Frage von Haut, Intelligenz, Bildung oder Kultur, als technologischer Fortschritt verstanden, sondern es handelt sich um eine Frage ob man mehr oder weniger den moralischen Gaben oder der Art und Weise Jesu zu denken, entspricht (vgl. Mt. 11,29).

Diese Merkmale, die Frucht eines gesunden Sinnes und einer korrekten Ethik sind, bestimmen jene Reinheit, die an der Basis von unserer Fähigkeit das Geschenk der Erlösung anzunehmen bestimmen.

Don Guido sagte, dass diese Gaben gleichmässig unter allen Kulturvölkern verteilt sind, ein Zeichen, dass alle Völker dieselben Vorteile haben und vom Herrgott gleich geliebt sind.



Scheinbare Gegensätze mit den jüngsten Offenbarungen


Die Tatsache, dass Nichtübereinstimmungen zwischen dem Wort Gottes der mosaischen Genesis und der Don Guido erteilten Offenbarung bestehen, kann beim Gläubigen Missbilligung hervorrufen, doch nicht seinen Glauben gefährden. Wenn Gott zugelassen hat, dass im Laufe der Jahrzehnte mehr als einen Vers, der dem Moses geoffenbart wurde seinen Sinn verloren hat, ist es klar, dass der Herr, der immer über sein Wort wacht, früher oder später eingegriffen hätte, um Klarheit zu schaffen und um alle Zweideutigkeiten, die in die Bibel hineintraten, wegzuschaffen.

Das Problem wächst und wird grösser, wenn diese Offenbarung im scheinbaren Gegensatz zu jüngeren oder fast gleichzeitigen Offenbarungen zu kommen steht.

Dem aufmerksamen Leser, der von den Offenbarungen, die der Herr Sehern von XX Jahrhundert, wie Maria Valtorta, deren Wahrhaftigkeit je länger je mehr endlich anerkannt wird, am Laufenden ist, könnten wir sagen, dass die Don Guido, bezüglich Eva, geoffenbarten Neuigkeiten, könnten ihn nur momentan verwirren. In der Tat, in den Büchern der Valtorta, werden Adam und Eva immer zugehörig genannt und Eva wird als eine menschliche und verantwortliche Gestalt angeschaut, daher, neben dem Fall, auch der Anstiftung schuldig. Im Gegenteil, in der dem Don Guido geoffenbarten Genesis wird behauptet, dass die erste Frau absolut unschuldig war und, dass diejenige die unfreiwillig Verführerin von Adam war, ein tierisches Weib war, das einem dem Menschen unmittelbar unterstehenden Geschlecht angehörte. Diese Neuheit scheint dem Bericht der Valtorta, der über die Erbsünde handelt, zu widersprechen, doch, es verhält sich nicht so. Ich werde versuchen zu erklären warum. Jesus hätte der Valtorta nicht die Nachricht vorwegnehmen, dass in der frühesten Zeiten eine Übereinstimmung von den beiden weiblichen Wesenheiten der Genesis stattfand, ohne zugleich auch erschöpfende Erklärungen zu geben. Es wäre die Gefahr vorhanden gewesen, dass das ganze Werk der Evangelisierung, das dieser Charismatikerin anvertraut wurde, aufs Spiel gesetzt worden wäre. Die Aufgabe der Valtorta bestand nicht in einer Erklärung der Genesis. Jeder Charismatischer besitzt seine Sendung und ein ihm gehörenden Offenbarungsfeld. Die Genesis, wegen der Quantität der Mitteilungen, der Erklärungen, der Beteiligungen, verlangte eine erschöpfende und eine Offenbarung für sich. Daher enthielt sich Jesus diese Wirklichkeit zu erwähnen und er fügte sich der Kultur jenes geschichtlichen Augenblickes. Ausserdem war es nötig zu warten bis die die Kenntnisse auf genetischen und wissenschaftlichen Feld imstande gewesen wären eine Wahrheit von solcher Tragweite aufzunehmen. Es handelte sich um eine Wahl von höchster Weisheit, die nur aus der allumfassenden Sicht Gottes getroffen werden konnte, und somit verhütet wurde, dass beide Offenbarungen, jene von der Valtorta und jene von Don Guido, verbrannt geworden wären. Denn, Gott gibt uns immer ‚nur’ das was wir Tag für Tag verdauen können, wie mit der Manna in der Wüste; und das gilt auch für den geistigen Bereich. Hat nicht Jesus seine Aposteln gesagt: “Ich hätte euch viele Dinge zusagen, doch ihr könnt ‚jetzt’ deren Gewicht nicht tragen?” Das heisst, dass im Augenblick in welchem der Valtorta jene Offenbarungen gegeben wurden, war die Menschheit noch nicht imstande ein grösseres Gewicht zu tragen, während jetzt, nur wenige Jahrzehnte später, dank den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, sind wir imstande deren Wert zu schätzen.

Jesus, aber, hat viel mehr getan: Er hat gerade durch die Valtorta der von Don Guido erhaltenen Offenbarung den Boden vorbereitet, weil all das, was in ihren Büchern über die Folgen der Erbsünde geschrieben steht, bestätigt diese Offenbarung. In jenen Seiten erklärt sie im Überfluss die zerstörenden Wirkungen, auch im psychophysischen Sinne, auf die Menschheit, welche vom Ungehorsam Adams stammen und das in voller Übereinstimmung mit dem was Don Guido offenbart wurde. Das stellen wir um so eher fest, wenn wir, nachdem wir das Werk von Don Guido gelesen haben, ‚das Evangelium wie es mir geoffenbart wurde’ oder besser, ‚Die Hefte’ von den Jahren 1943, 1944 und 1945-50 in die Hand nehmen. Dort finden wir die Bestätigung über das Wesen der Erbsünde und über deren Folgen auf die ‚rechtmässigen’ Nachkommen Adams, wie auch über das Auftreten von den tierischen und affenähnlichen Ungeheuern, welche unfähig waren die Gaben des Geistes zu erkenne und anzunehmen. In der Tat, wenn aus jenem berüchtigten Verhältnis verdorbene Söhne auf die Welt kamen, ist es klar, dass es sich um das Verkehr mit einem Weib, das nicht dem menschlichen Geschlecht angehörte, stattfand. Und da dieses Weib weder den Gebrauch des Wortes noch den Gebrauch des Verstandes, ähnlich jenem des menschlichen Geschlechtes, besass, ist es von jeder Verantwortung befreit. Ausserdem, wenn die Folgen so zerstörend waren, ist es klar, dass die Partnerin Adams, die vollkommene Frau, jene die demselben Geschlecht angehörte, nicht sein konnte, sondern ein Weib eines unterstehendes Geschlechtes, welches mit ihrem tierischen DNA das reine Blut des Geschlechtes der Söhne Gottes verpestet hat.

Daher wird die Frau, die rechtmässige Gattin Adams, durch Jahrhunderte als die Ursache des Falles Adams beschuldigt, vom diesem Vorwurf befreit und in ihrer Würde wiederhergestellt.


Es ist angebracht ein Stück, unter den vielen vom selben Thema, miteinander zu lesen, und zwar jenes vom 30/12/1946, das aus den ‚Heften vom 1945 – 1950’ Seite 339:

Die Valtorta schreibt: “Ich vernehme die Nachricht, dass in einer Höhle die Gebeine vom Affenmenschen gefunden worden sind.” Ich sinne nach und sage “Wie können sie das behaupten? Es hat sich um hässliche Menschen gehandelt. Affenähnliche Gesichter und affenähnliche Körper gibt es auch heute noch. Vielleicht waren die ersten Menschen, was das Skelett betrifft, anders als wir.” Mir kam noch einen anderen Gedanken: “Doch, was die Schönheit betrifft, waren sie anders. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die ersten Menschen hässlicher als wir waren, denn sie standen dem vollkommenen Exemplar, das Gott geschaffen hat und das sicher sehr schön und auch sehr stark war, viel näher.” Ich denke wie es hatte möglich sein können, dass ein so schön geschaffenes vollkommeneres Werk, so wüst werden konnte, dass die Wissenschaftler dazu kamen zu leugnen, dass der ‚Mensch’ von Gott geschaffen worden ist und, dass er vielmehr vom Affen abstammt.

Jesus spricht zu mir und sagt: “Suche den Schlüssel im Kapitel sechs der Genesis. Lese es.” Ich lese es. Jesus fragt mich: “Verstehst du”?

 “Nein, Herr. Ich verstehe, dass die Menschen alsbald verdarben und nichts mehr. Ich weiss nicht was dieses Kapitel mit dem Affenmenschen zu tun hat.”

Jesus lächelt und sagt: “Du bist nicht die einzige die nicht versteht. Die Weisen verstehen nicht und auch nicht die Wissenschaftler, die Gläubigen, wie auch die Gottlosen verstehen nicht. Gib acht. – Und er fängt an vorzutragen - : “Als sich die Menschen über die Erde hin zu vermehren begannen und ihnen Töchter geboren wurden, sahen die Gottessöhne (d.h. die Nachkommen Sets), wie schön die Menschentöchter (d.h. die Töchter von den Nachkommen Kains) waren, und sie nahmen sich von ihnen Frauen, wie es ihnen gefiel… In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen, und auch später noch, nachdem sich die Gottessöhne mit den Menschentöchtern eingelassen und diese ihnen Kinder geboren hatten. Das sind die Helden der Vorzeit, die berühmten Männer” (Gn. 6, 1-2.4). (Diese sind) die Männer, welche, durch die Grösse ihres Skeletts eure Wissenschaftler beeindruckten, welche folgerten, dass, zu Anfang der Zeiten war der Mensch viel höher und stärker als der heutige, und aus der Gestalt des Schädels folgern, dass der Mensch vom Affen abstamme. Die üblichen Fehler der Menschen vor den Geheimnissen der Schöpfung. Hast du noch nicht verstanden? Ich erkläre dir das noch besser. Wenn der Ungehorsam dem Befehl Gottes gegenüber und die Folgen desselben in die Unschuldigen das Böse mit allen seinen Äußerungen von Unzucht, Gier, Neid, Stolz und Geiz aufkommen lassen konnten und bald die Einimpfung in den vom Stolz, Wut und Neid verursachten Brudermord endete, was für einen viel tieferen Verfall… wird diese zweite Sünde verursacht haben?..” (Die zweite Sünde ist der Brudermord Kains, im Vergleich zum Ungehorsam Adams, die erste Sünde. Anmerkung der Herausgeberin). Etwas weiter, auf Seite 341, fährt sie fort:

 “… und Kain bereute es nicht. Daher er und seine Kinder waren nichts anderes als Söhne des Tieres, das man Mensch nennt. …Und als Söhne und Töchter hatten sie jene Ungeheuer, die nun eure Wissenschaftler beeindrucken und sie in die Irre führen. Diese Ungeheuer, welche durch die Kraft der Gestalt und durch eine wilde Schönheit und durch eine tierische Leidenschaft Früchte der Verbindung zwischen Kain und den Tieren waren, verführten die Söhne Gottes, d.h. die Nachkommen Sets durch Enosch, Kainan, Malaleel, Jared, Enoch von Jared, - nicht zu verwechseln mit Enoch von Kain – Matusalah, Lamec und Noah, Vater von Sem, Kam und Jafet. Es war also dann, zu jener Zeit, dass Gott, um zu verhüten, dass der Zweig der Söhne Gottes nicht vollständig mit dem Zweig der Söhne der Menschen vollständig zugrunde ginge, die allgemeine Sintflut über die Erde kommen lies, um unter dem Gewicht der Wasser die Wohllust der Menschen zu löschen und die von der Fleischeslust der unersättlichen und von Satan besessenen Gottlosen gezeugte Ungeheuer zu vernichten.

Und der Mensch, der heutige Mensch, faselt über die somatische Gestalt und über die Winkeln der Backenknochen und, einen Schöpfer nicht anerkennen wollend, und weil zu eingebildet um zugeben zu müssen, dass er erschaffen worden ist, anerkennt die Abstammung von den von Bestien! Und das, um sagen zu können: “Wir, wir allein, wir haben uns aus den Tieren zu Menschen entwickelt.” Der Mensch erniedrigt sich, er erniedrigt sich selbst, um sich vor Gott nicht zu verdemütigen. Und steigt nach unten. Oh! Wie steigt er hinunter! Zur Zeit vom ersten Verfall besass er das Angesicht von einem Tier. Nun ist das Denken, das Herz und die Seele davon betroffen und wegen einem immer tieferen Vierbündnis mit dem Bösen, in allzu vielen Menschen sieht das Angesicht, wie jenes von Satan aus. Schreib das nieder… um die schuldigen Lehren von allzu vielen Scheinweisen zu widerlegen… Ich hätte grosse Geheimnisse geoffenbart. Damit der Mensch gewusst hätte, dass nun die Zeiten reif sind. Es ist nicht mehr die Zeit die Leute mit Märchen zu füttern. Unter dem Gleichnis der alten Geschichten verstecken sich die Wahrheitsschlüssel vom ganzen Universums… damit der Mensch vom Wissen, die Kraft den Abgrund hinaufzusteigen ziehen würde...”


Jesus, also, offenbart, dass die Sünde der Anfänge eine Sünde war, die nicht nur das Verhältnis des Menschen zu Gott aufs Spiel setzte, sondern, dass auch die psychosomatische Natur seiner Nachkommen miteinbezog, als Wirkung das Verderbnis der menschlichen Person in allen ihren drei Bereichen von Körper, Sinn und Geist mit sich bringend. Und, wenn die Sünde so aussieht, ist es klar, dass ihre Folgen durch den genetischen Weg weitergeleitet werden.


Wenn durch die Valtorta, der Herr die Türen zu dieser Offenbarung geöffnet hat, so konnte er sich nicht mit ihr in ein Thema einlassen, ohne zu erklären ‚Warum’ Abel und Kain vollkommen waren, während Kain, der unrechtmässige Sohn, Träger von Verderbnis war, und auch ohne sich in die Unterscheidung zwischen der ersten Frau, rechtmässige Gattin von Adam, und das untermenschliche Weib der Erbsünde hineingehen. Daher war das Fehlen einer Erklärung über diese Unterscheidung in den Schriften der Valtorta eine Notwendigkeit, denn das Don Guido anvertraute Thema war so weit und heikel, das eine Offenbarung für sich verlangte, um diese Wirklichkeit bis ins Einzelne zu erklären. Jene von Jesus war also, zu jener Zeit, eine notwendige und von der Vielschichtigkeit des Themas erforderte Unterlassung. Sie war auch eine Unterlassung der Klugheit, um nicht die Annahme von jenen Offenbarungen aufs Spiel zu setzen, schon in sich gewaltig, welche viele heftige Gegner hatten, und zwar aus unbedeutender Gründen. Ausserden verlangte man, dass die Seherin Kenntnisse über die Genetik besessen hätte, was vielleicht nicht der Fall war. Daher, wie bei allen stattgefunden Offenbarungen der vergangenen Zeiten, auch bei den ziemlich neuesten Datums, passte sich Jesus, mit der Valtorta, der Kultur des Momentes an. Somit, während er von Eva im überlieferten Sinn, erkannte ihr Gefühle und Gedanken, die von Adam waren, zu, ohne das Geheimnis von ihrer wahren Wesenheit zu enthüllen. Hierin liegt der Grund von diesem ‚scheinbaren’ Wiederspruch: scheinbar weil die Vorzeichen und die Schlussfolgerungen dieselben sind. Und damit die Offenbarung von der Erbsünde, die echte Wirkung erwecken würde, wartete er bis die Menschheit imstande gewesen wäre auch den wissenschaftlichen Wert, neben jenen moralischen, zu erfassen und zu schätzen. Nun ist es klar, warum der Herr, in seinem Barmherzigkeitsplan, erst jetzt eingriff, um das Missverständnis der Genesis zu klären. Diese Offenbarung ist eine sehr ernste Angelegenheit, welche nicht nur die drei monotheistischen Religionen angeht, sondern die ganze Menschheit, daher muss sie ebensolcher gewissenhaft angenommen werden.

Denken wir an das was der Herr der Valtorta gesagt hatte: “Unter den Symbolen der alten Geschichten (der mosaischen Genesis) befinden sich die Schlüsselwahrheiten vom ganzen Universum, damit der Mensch vom Wissen (d.h. von der Erkenntnis der Wahrheit) die Kraft finden würde aus dem Abgrund hinaufzusteigen.”



Schlussfolgerungen


Hier ist der Fall einen anderen Gesichtspunkt von dieser Offenbarung zu erwähnen. Don Guido sagte, dass die Bibel mit zwei dunklen Büchern sich öffnet und sich schliesst: die Genesis und die geheime Offenbarung. Sie stehen da wie zwei gegenüberliegende Türen, doch in enger Beziehung untereinander. Beide wurden, nach dem Willen Gottes, in einem dunklen Stil geschrieben, damit zum von ihm günstig erachteten Zeitpunkt sie geöffnet und gedeutet würden. Es scheint, dass das jetzige Moment, das gegebene ist, damit der Herr auch den Schlüssel der Deutung und der Erklärung der geheimen Offenbarung geben will, denn, um das Jahr 1989, offenbarte er sich diesbezüglich einem charismatischen Priester. Der eine und der andere sind, nicht zufällig, Priester der katholischen Kirche.

Der Herr begnügte sich nicht Don Guido die Offenbarungen über die Genesis zu geben, sondern bemühte er sich auch tadellose Beziehungspunkte zu geben, damit sie, allein, glaubwürdig wären. Namen wie der Hl. Giovanni Calabria. P. Matthäus Crawley, seliggesprochen, Therese Neumann, auf dem Weg der Seligsprechung, und nicht zuletzt Papst Luciani reden von sich allein zu jedem Menschen guten Willens. 


Diese Botschaft eilt, denn in diesen letzten Zeiten fängt man an eine zweite Erbsünde zu begehen, denn der überhebliche Mensch von heute fühlt sich zuständig das Leben zu beeinflussen.

Gott übergab die ganze Schöpfung dem ersten Menschen, Adam, damit er sie betreue und deren Früchte geniesse. Er gab ihm, aber, nicht die Vollmacht nach seinem Gutdünken über das Leben zu verfügen. Empfängnis, Geburt, Tod sind dem Herrgott, wie eine Erbschaft, geblieben, welcher sich vorbehalten hat darüber nach seinem Gutdünken zu verfügen. Doch der Mensch, überheblich und ungehorsam, schon damals wollte sich die Verwaltung des Lebens aneignen und wurde überrumpelt und wir mit ihm.

Der heutige Mensch muss begreifen, und baldmöglichst, dass wenn der Herr ein Verbot aufstellt, er tut das, nicht um dem regen Tätigkeitsrand der Menschheit ein Hindernis zu stellen, sondern, dass er das tut um sie zu schützen. Wenn wir nicht frühzeitig diesen Begriff erfassen, werden wir wiederum überwältigt. Heutzutage sind wir nur einen Schritt von der Klonierung des Menschen, von der Wahl des Geschlechtes und der Charaktere eines Sohnes, von der Hybridation mit mit niederen Geschlechtern für therapeutischen Zwecken, usw. entfernt.

Wenn wir eine Wahl zwischen dem was die Wissenschaft lehrt und dem in dieser Offenbarung ausgedrückten Wort Gottes treffen sollten, wenn auch noch nicht allgemein bekannt und noch nicht von der Kirche anerkannt, ist es klar, dass der sichere Tatbestand womit wir rechnen können, ist das Wort Gottes, denn, da Gott der Urheber von jedem Ding ist, nur er weiss wie es gemacht wurde.

Ich hoffe, dass wer das Buch von Don Guido lesen wird, sich einsetze um es auch anderen, die es noch nicht kennen, zur Kenntnis zu bringen, damit eine allgemeine Einstellung der Achtung gegenüber das Leben in allen ihren geistigen, ethischen sozialen medizinischen Bereichen aufkomme, damit die Zukunft der Menschheit nicht auf einer solchen Weise gefährdet wird, die nicht wieder gutzumachen ist. 







































3. A B S C H N I T T




ZEUGNISSE




MEINE ERINNERUNG 

AN DON GUIDO


von Renza Giacobbi




Ich kannte Don Guido im Jahre 1986, als ich die Kapelle vom Haus der Geistlichen von Belluno besuchte. Eines Tages kam dieser alter Priester von 79 Jahren an. Wegen der besonderen Andacht und Überlegenheit mit welcher er das Hl. Messopfer feierte, machte er auf mich einen großen Eindruck. Sein Blick und sein ganzes Wesen waren so gesammelt und identifiziert mit dem was er sagte oder tat, dass ich beeindruckt blieb. Seine Predigten, frei und nie abgelesen, waren sehr tief und neu und änderten fast immer mit Worten der Bewunderung und der herzlichen Verehrung gegen die Jungfrau Maria. Nach einiger Zeit näherte sich Don Guido mir an, um mich zu fragen, ob ich ihm helfen könnte eine Handschrift, die er veröffenlichen wollte, zu kopieren und in Ordnung zu bringen.

Er war nicht imstande das zu tun, weil er einige Monate vorher sich einen Schultergelenkes zugezogen hatte. Somit geschah es, dass er mir von seinem Buch gesprochen hat. Er sprach mir von der “Erbsünde” und erklärte mir, dass sie in einer Hybridisierung der Art der von Gott vollkommen geschaffene “Söhne Gottes”, wie die Bibel sagt, bestand. Die Söhne Gottes,aber, verkamen sofort wegen einem Verhältnis mit einer vormenschlichen Tierart von der sie herkamen.

Beim Hören von diesen Worten war ich verblüfft. Sein Gesicht leuchtete aus Unschuld und Wahrhaftigkeit, daher wagte ich zu fragen:

Woher wissen Sie diese Dinge?

Indem er den Blick gegen den Himmel erhob, antwortete er:

- Wer mir das gesagt hat kann nicht irre gehen! 

In diesem Augenblick, vor einer solchen erschütternder Antwort, verblüfft und neugierige, dachte ich, dass es unvernünftig gewesen wäre eine verschlossene Haltung an den Tag zu legen, bevor man die Tatsachen kennt. Mir war immer die Freiheit gewährt zu untersuchen und nachher, eventuell, davon Abstand zu nehmen. Daher stimmte ich zu.

In den fünf folgenden Jahren, d.h. bis zu seinem Tod, hatte ich genug Gelegenheit viele Stunden bei ihm zu sein und den Bericht von seinen ausserordentlichen übernatürlichen Erfahrungen zu hören.

Er sprach einfach und ohne Redekunst. Durch ihn, selbst die tiefsten Gedanken waren sehr verständlich. Intelligent und kritisch wusste er das Wesen von jedem Problem zu erfassen und, gleichzeitig, zeigte er eine verblüffende Untersuchungsfähigkeit. Er zeigte Interesse für alles was um ihn herum stand, sei es die Natur oder das menschliche Gemüt. Er besass einen scharfen Beobachtungssinn: im Leben wusste er auch die kleinsten Details zu sehen, auch wenn andere das nicht merkten. Daher kommt, dass seine Darstellungen von seinen Erscheinungen so peinlich genau aussehen.

In seinen Augen sah ich einen unendlichen Frieden, ein vollkommenes Gleichgewicht und grosse Demut vor der Grösse von der erhaltenen Botschaft. Er sagte immer:

- Denken Sie einmal! Gerade mir… so armselig!..

Nie habe ich in seinen Worten Zeichen von Selbstgefallen entdeckt, wegen der Tatsache, dass der Herrgott ihn für diese Sendung gewählt habe. Er war eher überrascht, dass Gott sich so, bis zu seiner Kleinheit, herabgelassen habe.

Gleichzeitig spürte ich sein Schmerz nicht anerkannt zu sein. Er war sich aber von seinem Kreuz bewusst, doch wusste er, dass viel Zeit vorher auch Jesus Christus, als er von den Menschen seiner Zeit nicht angenommen, ja sogar verspottet und gekreuzigt wurde, ein ähnliches Kreuz getragen hat.

Er fühlte sich allein, unverstanden, aber nie unglücklich: das Gebet war für ihn eine wahrhaftige Zuflucht, die ihn beständig aufmunterte. Ich war betroffen von seiner überzeugten Weise zu beten und von seinem vollen Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes. Wieviel Ausdruck, Würde und Vertrauen auf Gott in seinen Gebeten! Viele von diesen Gebeten waren spontan.

Er besass volles Vertrauen auf den Herrgott: früher oder später hätte er gesorgt die Misstrauenschranken niederzuschlagen, auch wenn diese unüberwindbar schienen. Mit dieser Offenbarung sollte man allen Menschen einen weiteren Beweis der unendlichen Barmherzigkeit Gottes, geben. Es sollte allen klar werden, welche die Voraussetzungen waren, die so viel Leid auf Erden verursachten und zu welchem Preis den in irreparabelweise verlorenen Menschen erkauft werden musste. Immer betonte Don Guido, dass, ein solches Bewusstsein viele dazu verleitet hätte ihr Leben nicht umsonst zu leben, sondern um ihr Heil im Wort Gottes in der Heiligen Schrift zu suchen.

Don Guido bewahrte in seinen Haltungen eine lebendige Natürlichkeit und einen jungen Geist, wenn auch sein Körper die Zeichen des Alters zeigte.

Immer freundlich und entgegenkommend: verständlich gegenüber den menschlichen Schwächen, regte er die besseren Fähigkeiten an. In der Beichte war er klar, in der Entdeckung der eigenen Verantwortung war er objektiv. Gleichzeitig, zeigte er Vertrauen und weckte die Lust wiederanzufangen. Er schmeichelte nicht, er ermunterte. Er wiederholte ohne Unterlass: “Pro posse, petere ut possis”, wenn du dich unfähig fühlst und möchtest trotzdem versuchen etwas zu ändern, so bitte Gott um Hilfe.

Mir ist die Erinnerung von seinem guten Charakter und von der Redlichkeit des Menschen und des Priesters geblieben. Seine grösste Gabe war die Demut, die wahre Demut: er fühlte sich wie ein Werkzeug in den Händen Gottes. Er besass die Unschuld eines Kindes. Nie eine Lüge, auch nicht die kleinste, auch nicht als Selbstgefallen. Nie ein Kompromiss, auch nicht den kleinsten, auch wegen Eitelkeit nicht.

Ich habe dieses Bild gezeichnet, damit wer dieses Buch liest nicht meine Don Guido habe sich von seiner Phantasie mitreissen lassen.

Vielleicht weil ich ständiger Zeuge von seinen letzten fünf Lebensjahren war, übergab mir Don Guido seine Schriften, damit ich sie aufbewahre und damit ich sie veröffentliche. Und da ich von Don Guido nicht nur viele Erklärungen, sondern auch Worte der Güte bekam, will ich ihm meine Dankbarkeit zeigen und die Aufgabe ausführen, die ich mir vorgenommen habe. 









EINIGE ABWÄGUNGEN

von Roberto Gava



Ich durfte persönlich Don Guido kennen und seine Gelassenheit hat einen großen Eindruck auf mich gemacht: ich stellte in ihm deren Frieden und die innere Ruhe fest von einem, der sich von Gott geliebt fühlt und der weiß, dass er nicht allein ist. Ich habe lang mit ihm über seine Erfahrung gesprochen und er hat meine Fragen beantwortet, während er sein Lächeln und seine innere Gelassenheit bewahrte. In ihm war Kritik- oder Verurteilungsucht gegenüber diejenigen, die ihm keinen Glauben schenkten, nicht zu finden; auch Neigung zur Überhebung wegen den von ihm gemachten Erfahrungen war bei ihm nicht vorhanden. Er war ruhig wie ein Kind auf den Armen von seiner Mutter… Ich glaube, dass Don Guido so sich gefühlt hat… auf den Armen seiner Mutter… ja, weil sie Gott ist. Fürwahr, Gott ist sowohl Vater als auch Mutter und Don Guido fühlte sich in allem und für alles als sein Sohn. Ich werde Don Guido nicht vergessen. Wie könnte ich es auch.

Zehn Jahre lang habe ich über die Erscheinungen nachgedacht, die er, wie er mir berichtete, von Gott Vater erhalten hat, und mir scheint immer noch das Licht, das aus seinen Augen ausstrahlte, wenn er sprach, zu sehen. Es handelte sich um eine überströmende Freude, die er nicht aufhalten konnte, die aber auch ein wenig Heimweh erblicken liess.

Als er mir davon berichtete, seit seinen letzten Erscheinungen, waren bereits 15 Jahre verflossen und ich bemerkte, dass er bereit war jedwelchen Preis zu zahlen, um auf den Gesprächen mit dem Allmächtigen zurück zu kommen. Andererseits glaube ich, dass dieser der Wunsch von jedem “Seher” ist: wenn man ein wahres Erlebnis mit Gott hat, kann man nicht kein Heimweh nach demselben spüren. In diesen Studien- und Besinnungsjahren habe ich mich unzählige Mahle seinen Bericht mit dem Wort Gottes, das uns durch die Heilige Schrift geoffenbart wurde, vergliechen und, vor allem was die entsprechenden Gegenständen betrifft, bin ich nie eine nicht zu füllende Unstimmigkeit begegnet.

Wir wissen, dass die menschlichen Erkenntnissen, sowohl des Wissenschaftlers als auch des Gläubigen, sich in beständiger Entwicklung befinden (vgl. Lk. 2,52). Es ist, also, normal, dass während des Weges Unstimmigkeiten auftauchen. Mir scheint, dass die Erfahrung von Don Guido in diesen Vorgang hineinpasst und nicht in einen eigentlichen Gegensatz, mit dem was wir heute absolute Wahrheit, sei sie religiös oder wissenschaftlich, anerkennen, kommt. 


Die hauptsächlichsten Einwände könnten theologischer Natur sein, doch, die von mir befragten Theologen brachten auseinandergehende Beweggründe und Zweifel vor. Viele Hindernisse, die für einige unüberbrückbar waren, wurden von anderen verkleinert oder fast nicht in Erwägung gezogen.

Ich kam zur Überzeugung, dass das Thema des Ursprunges des Menschen, so wie aus der biblischen Offenbarung bekannt ist, immer noch allzu viele Meinungen und Deutungen zulässt.

Und wenn in der Theologie, viele die sicheren Punkte und nur wenige die Stellen zu klären sind, bei der anthropologischen Wissenschaft ist genau das Gegenteil: die ganz sicheren Anhaltspunkte sind sehr wenig. Ich würde wagen zu sagen, das die ganze Problematik sich auf der Basis von Meinungen oder Behauptungen oder Vermutungen von Einigen, stützt und entwickelt, die dann Andere widerlegen und ankreiden, scheinbar ohne Berufungsmöglichkeit.

Wir wissen, dass der Fortschritt gerade so stattfindet, daher müssen wir uns nicht wundern. Auf alle Fälle, beim jetzigen Stand, trotz viele jüngeren Fortschritten, scheint mir, dass dieses Fach der Wissenschaft fährt auf offener See. In der Tat, die von Don Guido über die behandelten Themata befragten Anthropologen, warfen die verschiedensten Einwände auf und immer verschieden voneinander, meine Vermutung bestätigend, dass jeder Wissenschaftler seine persönliche Meinung besitzt. Deshalb sind wir von der objektiven Wahrheit, wie tatsächlich der Mensch zustande kam, noch sehr weit weg.

Daher, auch wissenschaftlich, begegnet die Erzählung von Don Guido, keinen ersten Einwand. Deshalb müsste die Annäherung an dieses Werk ohne theologischen und wissenschaftlichen Vorurteilen geschehen und sie musste uns als Vernunftmenschen zum Denken führen, nur von einem ehrlichen Wahrheitswunsch getrieben.

Ich danke dem allmächtigen Gott, der mir die Gelegenheit gab diese Erkenntnis zu machen, denn, dank ihr, konnte ich viele berufliche Gesichtspunkte als Arzt und vielmehr die unendliche Barmherzigkeit Gottes und seine unendliche Liebe dem Menschen gegenüber, vertiefen.


Dr. Med. Roberto Gava


Padua, den 15. August 2003






























ÜBERLEGUNG 

von Pater Serafino Dal Pont



Die Offenbarung über den sehr weit entfernten Ursprung des Weltalls und über den väterlichen und mütterlichen Ursprung des Menschen, die dem bewährten Leben von Don Guido Bortoluzzi anvertraut wurde und die in diesem Buch enthalten ist, stellt ein tröstliches Zeugnis von der Nähe des “lebendigen Gottes” an Sein Geschöpf dar. Der Mensch unserer Zeit, nachdem er von einer widersprüchlichen Wissenschaft und von einer schwachen und gespalteten Glauben im Stich gelassen worden ist, braucht in besonderer Weise Klarheit und Hilfe.

Viele Seiten von der Heiligen Schrift sind unklar geblieben und viele sind die Deutungsungenauigkeiten, die eingeführt wurden. Daher ist der Herrgott einem wahren und demütigen Priester unserer Zeit in seiner um das Seelenheil, um die Botschaft vom Wort Gottes auf den Grund zu gelangen, entgegengekommen.

Die wahren Theologen sind die Mystiker und die Heiligen, weil nur sie mit dem “lebendigen Gott” verkehren und mit dem übernatürlichen in Verbindung treten, indem sie ihr Vertrauen, nicht auf sich selbst,sondern auf Gott setzen.

Wer die Gnade und die Geistesfreiheit sich dieser neuen göttlichen Gunst zu öffnen hat, wird die Tragödie, die im Anfang der Menschheit sich ereignet hat, endlich erfassen. Diese Tragödie hat, ab sofort, uns vom Gleichnis und Abbild Gottes entfernt. Das alles geschah, wie die Schrift immer gelehrt hat, aus freiem Entschluss, aus Misstrauen und aus Auflehnung des Vater aller Menschen gegen Gott.

Der Leser, also, wird leichter erfassen, wie die ganze Menschheit benötigt vom vergossenen reinen Blut des Neuen Adams, Christus, geheilt zu werden. Diese Heilung gilt für die Menschen aller Geschlechter und aller Religionen, und erstreckt sich auf das physische, geistige, intellektuelle, als sowohl auf das geistlich Gebiet.

Wenig Leute wissen, dass das von den Engeln zu Bethlehem bei der Geburt Jesu ausgesprochene Glückwunsch bestand im Wunsch, dass die Menschen “möglichst viel dem Höchsten gleich werden”, damit, durch dieses Kind, wieder “vollkommen” werden, sowie zu Anfang der Menschheit.

Nur dann, wird Gott wirklich verherrlicht und die Erde ihren eigenen Frieden finden werden.

Wie bin ich froh, dass der Herrgott, der Herrscher über Himmel und Erde, gerade innerhalb von unseren väterlichen Bergen, in einer verborgenen Ecke von unserem grossen Planet, einen bescheidenen Priester ausgesucht hat, um so viel Licht und so viel Freude der ganzen Welt zu bringen.


P. Serafino Dal Pont

Consolata-Missionar








London, den 12 September 2002

Wiederhergestelltes Fest Mariä Namens,

jüngste und höchste Herrin und “Mutter aller Erlösten.”








INHALTSVERZEICHNIS




EINLEITUNG


Nicht mehr Streit zwischen Wissenschaft und Glauben


Der dritte Weg: die mittelbare Schöpfung



1. ABSCHNITT



LEBEN VON DON GUIDO BORTOLUZZI


Eine schwierige Kindheit


Seine vorzeitige Berufung wird zum Versprechen Wie Don Guido, zehn Jahre alt, die Erscheinung der Muttergottes an die drei Hirten von Fatima, am 13. Oktober 1917, erlebte

1922: Erste Voraussage, vom Hl. Giovanni Calabria, vom Plan Gottes über Don Guido

1928: Zweite Voraussage, von P. Matthäus Crawley

1932: Dritte Voraussage, von Mons. Gaetano Masi

Don Guido als Priester

Vierte Voraussage, von Therese Neumann

Don Guido, Pfarrer in Casso


1945: Die Erscheinung von der Vajontkatastrophe, die im Jahre 1963 geschehen wird

Die Feier der Hl. Messe mit dem Hl. Pius von Pietrelcina

Die Orte wo die Offenbarungen stattfanden

Die Begegnung mit dem Patriarchen Albino Luciani, der zukünftige Papst Johannes Paul I

Die Jahre im Alter

Mit seinem Tod gingen seine Offenbarungen nicht verloren

Die Krankheit und der Tod




EINIGE LEBENSDATEN



2. ABSCHNITT


AUS DEN SCHRIFTEN VON DON GUIDO


KURZE VORAUSSETZUNG


BIBLISCHE GENESIS


EINIGE EINLEITENDE RICHTLINIEN


ICH SUCHTE DIE WAHRHEIT, UM DIE WISSENSCHAFT MIT DER BIBEL IN

EINKLANG ZU BRINGEN UND DIE WAHRHEIT KAM MIR ENTGEGEN

Eine lange Gewissenserforschung

Gedanken im Wachzustand

Ein Engel geht den beiden himmlischen Botinnen voraus.

Die zwei Mütter der ‚Söhne Gottes’

Theofanie



1. TEIL DER ERSCHEINUNG: DER ERSTE PIONIER, “DAS MUSTER”


Der erste Pionier

Offenes Fenster am Mittagslicht: Der Wohnraum vom ersten Menschen

“Das Muster”

“Ich bin die Auferstehung”

Der erste Mensch “ist noch unschuldig”

Seine Höhe

Er steigt den Felsband hinunter

Eine primitive Wasserleitung

Das dem Menschen unmittelbar vorhergehendes Geschlecht

Der Lebens- und der Wildbaum

Diese Tierfamilie ist der einzige seiner Art auf der Erde existierender 

  Stammbaum

“Die erste dem Menschen am nächsten stehenden Ancesterfamilie”

“Es handelt sich nicht um Gegenstücke”…….

“Es handelt sich um eine Offenbarung, wie bei Moses”…

“Ich Bin: ich lehre dich das Buch, das du in den Händen hast, zu lesen und

zu deuten

Diese Offenbarung soll nicht die mosaische Genesis ersetzen, 

sondern vervollständigen und erklären

Ich bin blind

Messung von der Grösse der Anceste

Das anzestrale Weib, mit der Frau verwechselt, ist im Begriff das Mädchen zu 

Gebären, die erste wahre Frau, die zukünftige Gattin Adams


2. TEIL DER OFFENBARUNG: DAS ALPHA UND DIE Schöpfung


Das Alpha: “ego sum”

“Alpha” und Omega”: zwei nicht zu verwechselnde Begriffe

Erster ‚Tag’. Monogenesis der Raumes: “Im Anfang schuf Gott”

Zweiter ‚Tag’. Die Geburt des Weltalls

Die ganze Schöpfung “im Hinblick auf den Menschen“

Dritter ‚Tag’. Die Geburt des Sonnensystems und der Erde

Vierter ‚Tag’. Die erste Explosion der Erde und die Bildung des Mondes

Fünfter ‚Tag’. Das Erscheinen von Pflanzen- und Tierleben und die zweite 

Explosion der Erde

Astronomische Wirkungen von den beiden Explosionen

Geografische Wirkungen von den beiden Explosionen

Zukünftige Voraussicht

Das Alter der Erde

Die erneute Erde

Sechster ‚Tag’. Die Schaffung des Mannes und der Frau


3. TEIL DER OFFENBARUNG: DIE GEBURT DER FRAU, ‚DAS OMEGA’


Das Empfängnis und die Schwangerschaft der ersten Frau: das Omega

Das BRÜCKE - Tier

Der “BRÜCKENKOPF” hätte nicht “BRÜCKE” zwischen den beiden reinen 

  Geschlechtern, jenes von den Söhnen Gottes und jenes von den Ancester

werden müssen

Auch Don Guido, als hybrider Mensch, ist unter diese Brücke durchgegangen

Die alte Ancestermutter dient als Hebamme

Die Entbindung.

Die Geburt der ersten Frau

Don Guido gelangt zum Abschluss von seinen Forschungen: 

  Der Mensch hat die Frau, neugeboren, gefunden, welche seine

rechtmässige Ehefrau werden wird

Die Wöchnerin ‚ist das Weib der Erbsünde

Die Landschaft aus der ersten Wohnung gesehen

Die dem Menschen unmittelbar vorausgehenden Ancester

Als ob sie sich vor dem Fotografen stellen wollten

Das neugeboren Mädchen ist Bein von meinem Bein und 

Fleisch von meinem Fleisch

Eva: der Schlüssel vom Geheimnis.

Eva “IST DIE MUTTER VON ALLEN BEIDEN”

Der Stammvater saugt die Milch von Känguruweib

Der junge Vater entreisst die Neugeborene aus den Händen von Eva.

Eva, das vormenschliche Weib, wird für den Menschen der Dämon sein

Das erste Wohnhaus

Der “Dämon” der Habgier und der Sinnlichkeit

Die Bauten des ersten Menschen

“Der Stammvater der Menschheit”

Der junge reinigt die Wunden

Das umgekippte Omega

Die Wiege der Menschheit: das Wann und das Wo

Das Problem der ‚Rippe’

Die Ursache der Versuchung

Eva, das Weib aus den kurzen Beinen

Eva wird in die Wohnung wieder zugelassen

Die schwarze Mauer

Eva wurde “ANGELSCHNUR” für den jungen Mann

Versprechungen des Herrn an Don Guido

Eva: ‚Baum der Erkenntnis vom Bösen und Guten’

Erste Reaktionen auf die Erzählungen


DAS ZEICHEN VON KAIN

            Vorbemerkung

Die erste innere Redensart

Die Sprache

DIE ERBSÜNDE

Die ‚prophetischen Träume’

  Vorbemerkung

Szenen aus dem alltäglichen Leben

Das Weib ‚sui generis’ vom vormenschlichen Geschlecht

Das Mädchen ist ‚unbefleckt empfangen’ worden

Die Ebene am Fusse vom Vorgebirge

Was die Erbsünde betrifft, ist das Mädchen unschuldig

Jenes “BRÜCKE”-Weib

Die Erbsünde 

Die Hybridation des vollkommen geschaffenen Menschengeschlechtes


DIE LETZTE MAHLZEIT ABELS

Nur Abel und Set, und nicht Kain, wurden ‚nach Ebenbild und Ähnlichkeit 

Gottes geschaffen

Die erste Familie bei der letzten Mahlzeit von Abel versammelt

Die Frau

Die Provokation, die die Ursache von der Tötung Abels war

Der ‚Herr und Herscher’, der ‚Dominus terrae’, der ‚Herr der Erde’: Adham


DER TOD ABELS

Vorbemerkung

Der Tod Abels

Die Ancester sind sanftmütig, gehorsam und dem Manne und der Frau treu

Die sexuellen Verirrungen finden ihren Ursprung und ihre Ursache

In der genetischen Verderbtheit

DER ABEND DES VERHÄNGNISVOLLEN TAGES DES TODES ABELS

Vorbemerkung

Der Herrgott steht zu meiner Rechten

Der Täter des ersten Mordes

Die erste Familie in Trauer

Adam war ein Riese

Der Mensch gegen Gott

Die Frau “IST UNSCHULDIG”

 “SIE SIND MENSCHEN”, oder nun “WIR ALLE SIND TIERE”

Vorbemerkung

Die Folge vom Verfallen des Geschlechtes:

  Die ersten Exemplare der Hybridisierung.

Wir alle sind Tiere



DAS LETZTE Gespräch

“Heiliger Vater, allen bist Du entgegengekommen, damit jene die Dich suchen, Dich auch finden können

Der Natursprung


ZUSAMMENFASSENDES SCHEMA



ANHANG


Wie die geoffenbarte Genesis einordnen?

Der Evolutionismus und die Offenbarung

Überlegungen über die mosaische Genesis

Eingriffe der Vergangenheit auf die Genesis von Moses

Den dritten Kapitel der Genesis muss am Licht von den neueren Erkenntnissen

durchgesehen werden 

Die Erbschaft von Kain.

Nach seinem Abbild und Ähnlichkeit 

Der geistige Tod und die Wiederherstellung

Die Söhne Gottes

Die Barmherzigkeit Gottes

 “Gott straft nicht: entweder fördert Er oder Er fördert nicht”

Die Trennung

Die Erlösung

In der Fülle der Zeiten

Die mittelbare Schöpfung

Warum erst bei der Geburt von Enos fing man an den Namen des Herrn anzurufen?

Wie einen grösseren oder kleineren Reinheitsgrad bewerten?

Scheinbare Gegensätze zu den jüngsten Offenbarungen

Schlussfolgerungen


3. ABSCHNITT

ZEUGNISSE


MEINE ERINNERUNG AN DON GUIDO, von Renza Giacobbi

EINIGE Abwägungen, von Dr. Roberto Gava.

Überlegungen, von P. Serafino Dal Pont